DE179120C - - Google Patents

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DE179120C
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DE
Germany
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arm
dough
axis
knife
doctor blade
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21CMACHINES OR EQUIPMENT FOR MAKING OR PROCESSING DOUGHS; HANDLING BAKED ARTICLES MADE FROM DOUGH
    • A21C3/00Machines or apparatus for shaping batches of dough before subdivision

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 179120 KLASSE Ib. GRUPPE
Firma F. G. METZGER in NÜRNBERG.
Streichmessers.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Oktober 1905 ab.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung runder Lebkuchen, bei welcher der Teig durch ein sich drehendes Streichmesser bearbeitet wird. Bei vorhandenen Maschinen dieser Art wird eine Hohlform auf den Teig gedrückt und die Teigmasse von der Innenwand dieser Form durch das umlaufende Messer abgelöst. Die Erfindung ist nun ein Verfahren, das darin besteht, daß dem Teig nur
ίο durch das sich drehende Streichmesser allein die Kuchengestalt erteilt wird, indem das Streichmesser langsam von dem Kuchen entfernt und dabei fortgesetzt gedreht wird, so daß auch der von dem sich entfernenden Messer auf den Kuchen herabsinkende Teigrest auf ■ der Oberseite des Kuchens gleichmäßig verteilt wird. Zum Verstreichen der Teigmasse dient ein auf Hochkante gestelltes Messer, welches dem Teig nur geringe Klebflächen bietet- und zufolge der geringen Menge des an ihm anhaftenden Teiges das Glattstreichen der Kuchenoberseite erleichtert. Die Zuführung des Teiges erfolgt mittels einer an sich bekannten Förderschnecke in einem Behälter, der gemäß der Erfindung zusammen mit der Streichvorrichtung an einem schwingbaren, mittels Exzenters langsam angehobenen Arm sitzt. Der Antrieb der Förderschnecke ist mit dem den Schwingarm hebenden Exzenter derart geschaltet, daß bei Beginn der Hochbewegung des Armes und der dadurch hervorgerufenen allmählichen Entfernung des Streichmessers vom Kuchen die Förderbewegung der Schnecke abgestellt, in der Höchstlage des Schwingarmes und während der Herabbewegung desselben der Schneckenantrieb wieder eingerückt wird. Dadurch wird die rechtzeitige Aufeinanderfolge des Einfüll- und des Streichvorganges selbsttätig geregelt.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 in Seiten- und Vorderansicht, teilweise im Schnitt, veranschaulicht.
Auf dem Gestell c ist um die Achse d der die Streich- und Füllvorrichtung tragende Arm e aufklappbar befestigt. Das Gestell b trägt den Teller f, auf welchem die Oblate g liegt. Der Arm e ist mit einer Büchse h versehen, in welcher die Achse i des Streichmessers k geführt ist. Die Büchse h besitzt unten einen Dichtungsring I, welcher sich beim Herabklappen des Armes auf den Teller legt. Die Teigmasse befindet sich in dem mit der Streichvorrichtung fest verbundenen Trichter m und wird durch eine auf der Achse η befindliche Schnecke 0 durch die Öffnung p der Streichvorrichtung zugeführt.
Die Antriebsvorrichtung der einzelnen Teile der Maschine ist folgende:
Das Zahnrad q überträgt seine Bewegung mittels der Zahnräder r und s, der Kegelräder t, Achse u und Kegelräder ν auf die Achse i des Messers k. Auf der Achse w des Zahnrades q sitzt ein Kettenrad x, welches mittels einer Kette y das auf der Achse ζ sitzende Kettenrad 2 treibt. Die Achse ζ überträgt ihre Bewegung mittels der Kegelräder 4 auf die auf der Achse 5 verschiebbare, aber undrehbare Kupplungsscheibe 6, welche mit der auf der Schneckenachse η festsitzenden Kupplungsscheibe 7 in
Verbindung steht. Die Achse η der Schnecke ö ist in dem Boden des Trichters gelagert. Das Auf- und Abklappen des die Füll- und Streichvorrichtung tragenden Armes e erfolgt durch die Daumenscheibe 8, welche auf der Welle 9 sitzt und ihren Antrieb durch ein auf derselben Welle sitzendes, in das Zahnrad r eingreifendes Zahnrad 10 erhält Die Daumenscheibe 8 steht mit dem Arm e durch die an demselben gelagerte Rolle 11 in Verbindung.
■ Der Arbeitsvorgang der Maschine ist folgender:
In der Ruhestellung ist die Daumenscheibe 8 mit ihrem längeren Halbmesser in Fig. 1 mit I bezeichnet) nach oben gerichtet, so daß der Arm e samt Füll- und Streichvorrichtung aufgeklappt ist. Der Antrieb des Streichmessers k bleibt hergestellt, während der Antrieb der Schnecke 0 durch die beim Aufklappen sich trennenden Kupplungsscheiben 6 und 7 unterbrochen wird. Wird die Maschine in Bewegung gesetzt, so dreht sich die Daumenscheibe 8 und der Arm e klappt nach unten, wobei das Messer k mit Dichtungsring I sich auf den Teller f legt.
Die Kupplungsscheibe 7 greift in die Scheibe 6 ein, wodurch die Schnecke 0 des Trichters m in Umdrehung versetzt wird. Hierdurch wird der in dem Trichter m befindliche Teig durch die Öffnung p in den Teller f gedrückt und durch das sich umdrehende Messer k auf der Oblate g verstrichen. Ist eine genügende Menge Teig in den Teller f gelangt, so wird die Drehung der Schneckenachse η unterbrochen. Dies geschieht durch Entkuppeln der beiden Kupplungsscheiben 6 und 7. Zu diesem Zwecke ist die Kupplungsscheibe 6 verschiebbar auf der Achse 5 gelagert und mit einem Ausrücker versehen. Der Ausrücker besteht aus einem um die Achse 12 des Lagers 13 drehbaren Hebel 14, dessen einer Arm mittels einer Gabel 15 in die Kupplungsscheibe 6 eingreift und dessen anderer Arm mit einem Gewicht 16 versehen ist. Durch das Gewicht 16 wird die Kupplungsscheibe 6 stets nach oben gedrückt. Um die Ausschaltung der Kupplung 6, 7 zu erzielen, ist auf der Achse 9 eine Scheibe 17 gelagert, welche mit einem Ansatz 18 versehen ist. Der Hebel 14 ruht mittels einer Rolle 19 auf der Scheibe 17, und zwar so, daß der Hebel .14 durch den Ansatz 18 angehoben und die Kupplungsscheibe 6 ausgerückt wird. Hierdurch bleibt die Schnecke 0 stehen und unterbricht die Zuführung der Teigmasse. (Die Scheibe 17 ist an einer zweiten Scheibe verstellbar angeordnet.) Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 die Stellung, in welcher der Hebel 14 soeben angehoben und die Schnecke 0 ausgeschaltet wird. In derselben Zeit wird das Streichmesser k allmählich angehoben, wobei es die Oberfläche des Kuchens |
glatt streicht. Durch stärkeres Ansteigen des Exzenters hebt sich dann der Arm in die anfangs beschriebene Ruhestellung. Der Hebel' 14 ist bereits wieder durch den Ansatz 18 der Scheibe 17 freigegeben worden, so daß die Kupplungsscheibe 6 durch das Gewicht 16 wieder in die Höhe gehoben wird.
Ist die Daumenscheibe 8 mit der mit I bezeichneten Stelle oben in Berührung mit der Rolle 11, so ist die Maschine in Ruhestellung und der Arm aufgeklappt. Während der Drehung des Exzenters in der Richtung des Pfeiles von I bis II schwingt der Arm nach unten, von II bis III arbeiten Streich- und Füllvorrichtung, von III bis IV wird die' Füllvorrichtung ausgeschaltet und das Streichmesser etwas angehoben und von IV bis I wird der Arm wieder aufgeklappt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung runder Lebkuchen mittels eines umlaufendenStreichmessers, dadurch gekennzeichnet, daß das Streichmesser während seiner Drehung und Streichwirkung langsam von dem Kuchen abgehoben wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Streichmesser (k) an einem durch eine Daumenscheibe (8) langsam angehobenen Schwingarm (e) gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Daumenscheibe (8) für. den Schwingarm (e) den Antrieb der bekannten Förderschnecke (0) des Teig-Zuführungsbehälters vor oder bei Beginn der langsamen Anhebung des Schwingarmes (e) abstellt, bei vollständig angehobenem Arm aber wieder einrückt.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Streichmesser (k) auf Hochkante gestellt ist, um dem Teig geringe Anhangsflächen zu bieten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedrückt in der SEiCHsbRUckEftö.
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