DE296952C - - Google Patents

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DE296952C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/08Making tobacco bunches

Landscapes

  • Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 296952 KLASSE 79 b. GRUPPE
Maschine zur Herstellung von Zigarren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1913 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine, bei der das Material für die Einlage in einem Streifen zugeführt wird, der so breit gehalten ist, daß er das für die Bildung eines Winkels vom geeigneten Durchmesser genügende Material enthält, der längsweise vorrückt, und in einem Aufnahmebehälter abgesetzt wird.
Bei dcrMaschinc nach dieser Frfindung wird
to ferner die in die Aufnahmekammer beförderte Einlage in einer Form zusammengepreßt und von der Form direkt in eine Vorrichtung zum Umlegen des Deckblattes befördert. Das Deckblatt wird erfindungsgemäß selbsttätig beschnitten, wobei die Bcschncidevorrichtimg so ausgebildet ist, daß ein Verletzen oder Zerquetschen der Hand des die Maschine bedienenden Arbeiters, der das zur Hergäbe des Deckblattes bestimmte Tabakblatt auf den Schneidtisch legt, nicht stattfinden kann. Das Deckblatt wird dann nach der DcckblattumlegevoiTichtung durch einen Träger befördert,
■ au dessen Unterseite das Deckblatt durch
' Saugtätigkeit gehalten wird, und dieser Träger wird so eingerichtet, daß sein Boden mit dem daran haftenden Deckblatt zum Ausbessern eines etwa beschädigten Deckblattes hochgedreht werden kann. Nach vorliegender Erfindung wird der Träger für die Übcrführung des Deckblattes in die Vorrichtung zum Umlegen des letzteren so ausgestaltet, daß die Abgabebewegungen von einer Nutenplatte gesteuert werden, die zunächst mit dem Träger mitwandert, dann jedoch stillsteht.
Erfindungsgemäß soll auch das Deckblatt auf dem Wege vom Schneidtisch nach der Deckblattumlegcvorrichtung mit Klebstoff bestrichen werden, ohne daß zu dem Zweck die Bewegung des Trägers unterbrochen oder aufgehalten wird. Zu diesem Bestreichen des Deckblattes mit Klebstoff ist em besonderer Streichapparat vorgesehen.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Seitenansicht der nach dieser Erfindung ausgeführten Zigairenmaschinc dar, während
Fig. 2 cmc Ausrückvorrichtung erläutert, die zweckmäßig in Verbindung mit dieser Maschine in Anwendung kommt.
Fig. 3 ist ein Grundriß von Fig. 1, und
Fig. 4 ein Schnitt durch den Bestreichapparat.
Fig. S gibt einzelne Teile der Maschine in vergrößertem Maßstäbe wieder, und
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 44-44 der Fig. 1.
Fig. 7 zeigt in schematischcr Darstellung, wie die gepreßte Einlage in die Deckblattumlcg'cvorrichtung befördert wird.
Fig. 8 zeigt in vergrößertem Maßstabe den Dcckblattträger, und
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie 47-47 der Fig. 8.
Tn dem zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung gewählten Ausführungsheispiel wird der Einiagctabak von Hand auf den endlosen 'Förderriemen 801 gelegt, und zwar in der Längsrichtung der Blätter oder besser in der Längsrichtung des zu bildenden Wickels und auf diesem Förderriemen unter die Rolle 803 hindurch der Maschine zugeführt. Wie Fig. J
und 3 zeigen, läuft der Förderriemen 801 zwischen den Führungen 804 und ist so schmal gehalten, daß gerade die zur Bildung der Einlage erforderliche Menge vorgeschoben wird. Bei der Zuführung wird die Einlage über eine Platte 805 hingeschoben, die von zwei um Zapfen 807 drehbaren Armen 806 getragen wird; einer dieser Tragarme greift mit einer rückwärtigen Verlängerung und einer daran befestigten Daumenrolle 808 in eine am Konscl S09 vorgesehene Sleucrnut ein (Fig. i,s und 6). Die Platte 805 läuft in eine schräge Kante 810 aus, die über einem Schneidklotz 81 1 liegt und gegen eine Auf-
X5 nahniekammer 812 mündet, deren Boden 813 festliegt (Fig.6). EineSeitenwand dicserKammer wird durch den Prcf.istempcl 814 gebildet, der vorn eine Aushöhlung besitzt, die entsprechend dem zusammenzupressenden Wickel geformt ist; die gegenüberliegende Seite der Kammer 812 wird durch eine Platte 815 mit einem Stempel 816 gebildet. An seiner Innenfläche ist der Stempel 8j6 genau so ausgebildet, wie der Stempel 814. Während der Einlagetabak in der Längsrichtung des zu bildenden Wickels vorgeschoben wird, könnten die über die Kante 810 der Platte 805 hingehenden "Blätter die Neigung haben, in die Kammer zu fallen und dort sich am Eingangsende aufzuhäufen, statt sich darin gleichmäßig zu verteilen. Um das zu verhüten, ist eine Platte 8j 7 (Fig. 1,3 und 5) vorgesehen, die an einem zwischen den Führungen 819 gleitenden Schieber 818 sitzt und eine hin und her gcliende Bewegung durch das Verbindungsglied 820 (Fig. 1), den bei 822 drehbar gelagerten gebogenen Hebel 821 und die Verbindungsstange 823 von der Gabel 824 aus erhält, die von einem Daumen der Maschincnwelle 825 gesteuert wird. Die Platte 817 hat eine schräge Vorderkante (Fig. 5), die sich nahe an die parallel verlaufende Kante 810 der Platte 805 anlegt, sobald die Einlage so weit vorgeschoben ist, bis sie (lic Kante 810 cr-
4S reicht. Die Platte 817 geht darauf mit der Einlage zurück, indem sie deren Vorderende stützt. \
Sobald eine genügende Einlagcmcngc über der Aufnahmekammer 812 angelangt ist, tritt ; eine Schneidvorrichtung in Tätigkeit, die die für eine Zigarre notwendige Tabakmenge von dem Einlagestrang abtrennt. Zu dem Zweck ist ein Messer 826 (Fig. 1, 5 und 6) vorgesehen, das von einem Schieber 827 getragen wird, an dem auch das bereits oben erwähnte Kon sol 809 sitzt; das Messer arbeitet mit dem Schncidblock 81 ι zusammen. Dieser Schneidblock hat eine zur Längsrichtung der Einlage schräg verlaufende Schneidkante (Fig.5), und dementsprechend ist auch das Messer 826 schräg in bezug auf die vorrückende Einlage angeordnet, so daß der Schnitt in schräger Richtung erfolgt. Auf diese Weise wird erzielt, daß die abgeschnittene Tabakmengc an beiden Enden zugespitzt wird, so daß sich leicht ein Wickel mit zwei spitz zulaufenden Enden und einem dicken Mittclstück bilden läßt, ohne daß' zu diesem Zweck die Enden mehr zusammengepreßt zu werden brauchen, als für die Zigarre gut ist. Der Schieber 827 y0 des Messers 826 erhält seine Bewegung von dem Schwenkarm 828 (Fig. 6), an den er mittels der Verbindungsstange 829 angeschlossen ist. Diesen Schwenkarm verbindet eine Stange 830 (Fig. 1) mit einem auf der sich quer durch die. Maschine erstreckenden Achse 831 gelagerten Daumenhcbel 830", der von der Scheibe 832 (Fig. 1) geführt wird.
Fiat das Messer 826 die für eine Einlage erforderliche Tabakmenge abgetrennt, so ist inzwischen die Platte 817 so weit zurückgegangen, daß die abgetrennte Einlage ungehindert in die Kammer 812 fallen kann. Ehe das Messer zurückgeht, senkt sich ein Stempel 833, der am Schieber 834. sitzt und an seiner unteren Fläche entsprechend der äußeren Form der herzustellenden Zigarre ausgehöhlt ist. Der Stempel 833 erhält seine Bewegung von dem Schwenkarm 835 und 836, drückt beim Niedergehen den Tabak in die Kammer 812 go und verbleibt vorläufig in der Tief stellung.
Die unter dem Stempel 833 befindliche Tabakmassc wird darauf von dem vorrückenden Seitenstcmpel 814 (Fig. 6) in den von der Platte 815 und dem Stempel 816 gcbildelcn Raum gepreßt, wobei die Einlage bereits die Gestalt der späteren Zigarre erhält. Seine Bewegung erhält dieser Prcßstempci 8Γ4 vermittels des Winkelhcbels 839, 840, der in bekannter Weise durch die Verbindungsstangc
841 an einen von einer Daumenscheibc bewegten Hebel angclciikt ist. Nach der Preßarbeit geht der Stempel 814 zurück und die Schieber 834 und 827 werden wieder hochgezogen. Dabei erteilt der letztere Schieber 827 vermittels seiner Führungsnut im Konsol 809 dem Arm 806 eine Schwenkung, die zur Folge hat, daß die Platte 805 die mit dem Messer 826 zusammenwirkende Kante des
j Schncidklotz.es 811 bestreicht und dabei daran haften gebliebene Tabakteilchen oder Plarzpartikclchcn entfernt.
Die so gepreßte Einlage wird mm an die Deckblatt umlegevorrichtung übergeführt, die in Fig. 6 und 7 durch eine Anzahl Walzen
842 schema!isch angedeutet ist. Zum Zweck dieser Überführung des gepreßten Wickels ist die Platte 815 zusammen mit dem Stempel 816 auf einem schwenkbaren Rahmen 843 gelagert, der sich um den Zapfen 844 dreht. Mit einem Arm 845 ist dieser schwenkbare Rahmen an eine Verbindungsstangc 846 auge-
lenkt, die von einer nicht gezeichneten Nutcnscheibe bewegt wird. Wenn sich die Stange 846 hebt, wird die Platte 815 aus der in Fig. 6 gezeichneten Stellung in die strichpunktiert | angedeutete Lage der gleichen Figur ge- ! schwenkt. In dieser letzteren Lage wird dem Stempel 816 vermittels der Verbindungsstange 849, des Schwenkhebels 848 und der Verbindungsstange 847 eine Vorschubbewegung erteilt, die ein Ausstoßen des gepreßten Wickels in die Deckblattumlegevorrichtimg zur Folge hat.
Das Deckblatt wird selbsttätig beschnitten in die Umlegevorrichtung übergeführt und selbsttätig an sie abgegeben. Zu dem Zweck wird das Tabakblatt, das das Deckblatt hergeben soll, von Hand auf den Schneidtisch 850 gelegt (Fig. ι und 3), der als Saugkammer ausgebildet und mit dem Messer 851 ver- :
sehen ist. Zu beiden Seiten des Messers sind - Sauglöcher vorgesehen, durch die das Blatt fest gegen die Schneidkante gehalten wird. Der eigentliche Schnitt wird durch zwei Walzen 854, 855 herbeigeführt, die an einem Schwenkarm 853 sitzen und über die Messerschneide hinfahren. Der Schwenkarm 853 ist an einer stehenden Welle 856 befestigt und erhält seine Bewegung über ein Paar gezahnte Segmente 857, 858 von dem Winkelhcbel 859,
860. Eine Sicherheitsvorrichtung an der stehenden AVelle 856 sorgt dafür, daß beim I Auflegen des Deckblattes auf den Schneidtisch ; keine Verletzung der Hände durch die Schneid- ; walzen 854, 855 eintritt, falls die Hände ein- j mal nicht rechtzeitig' von dem Tisch 850 zurückgezogen werden. Zu dem Zweck ist eine nachgiebige Kupplung eingeschaltet, die aus einer Feder 861 (Fig. 1). besteht, die die Welle 856 umgibt, mit einem Ende an das lose gelagerte Zahnsegment 857 und mit dem anderen Ende an den fest mit der Welle verbundenen Ring 862 angeschlossen ist.
Die Nabe des Zahnsegmentes 857 ist mit einem radialen Einschnitt 863 versehen, in den ein in der Welle befestigter Mitnehmerstift 864 eingreift. Bietet sich den Schneid- | rollen 854, 855 ein Hindernis, so bleibt der Arm 853 stehen, der Mitnehmcrstift 864 verläßt den Einschnitt 863 und die Feder 86] spannt sich unter der Einwirkung des weiterschwingenden Zahnsegmentes 857.
Das ausgeschnittene Deckblatt wird mit Hilfe eines unter Saugwirkung stehenden Trägers nach der Dcckblattumicgevorrichtung übergeführt. Dieser Träger besteht aus einer Saugkammer 865 mit einem durchlöcherten Boden866 (Fig.8 und 9). Vom Deckel 867 der .Saugkammer gehen zwei Rohrkrümmer 868 in den rohrartigen Trägerkopf 870, auf dessen Enden sie mit ihren Flanschringcn 869 schwenkbar sind. Der Trägerkopf steht mit der biegsamen Saugleitung 87 r (Fig. 1) in Verbindung, die in den hohlen Arm 872 mündet, der den Trägerkopf zwischen dem Schneidtisch und der Deckblattumlegcvorrichtung hin und her schwenkt. Dieser hohle Schwenkarm steht mit einer geeigneten Saugmaschine in Verbindung und dreht sich um die stehende Welle 873. Durch die schwenkbare Anordnung der Saugkammer 865 ist es ^0 ermöglicht, den Kammerboden in die in Fig. 9 strichpunktiert angedeutete Stellung zu schwenken, in der ein etwa eingerissenes Deckblatt durch Auflegen oder Aufkleben eines Flickens ausgebessert werden kann. Dieser Flicken würde beim Umlegen des Deckblattes zwischen Wickel und Deckblatt zu liegen kommen.
In dieser Ausbesscrungsstcllung kann die Saugkammer 865 durch den federnden Sperr- 80 bolzen 874 (Fig. 8) festgehalten werden, der in dem Winkel 875 gelagert ist und durch den Planschring' 869 eines der Krümmer 868 in eine Öffnung des Trägerkopfes eingreift. Die Sperrung kann mit Hilfe des Winkelhebels 877 aufgehoben werden.
Der Antrieb der Maschine wird zweckmäßigerweise so eingerichtet, daß beim Ausrücken die Maschine selbsttätig in. einer solchen Stellung zum Stillstand kommt, daß der go Deckblattträgcr in die Ausbesserungsstellung gebracht werden kann. Die verschiedenen Maschinenteile erhalten ihren Antrieb von der Hauptwelle 825 (Fig. 1), die nut der vorgelegten Welle 880 durch ein Schneckengetriebe 878, 879 in Verbindung steht. Die Welle 880 erhält ihre Bewegung über eine Riemenscheibe 88r (Fig. 2) und eine Kupplung 882 gewöhnlicher Art. Diese Kupplung wird durch die Schieberstange 883 gesteuert, die unter dem Druck der Feder 884 die Kupplung in Eingriff hält. Auf der Schiebeistange 883 ist die Hülse 885 lose gelagert und wird darauf durch die Ringe 886 in Stellung gehalten. An der Hülse 885 ist an der einen Seite ein Finger 887 (Fig. 1) und an der anderen Seite ein Arm 888 vorgesehen, welch letzterer durch die Stange 889 mit einem Fußhebel 890 in Verbindung steht. Die Feder 892 hält für gewöhnlich den Finger 887 gegen die Seitenfläche no des Schneckenrades 878, an der ein Anschlagstift 893 (Fig. 2) vorgesehen ist, der im geeigneten Augenblick die Schieberstange 883 gegen den Druck ihrer Feder 884 verschieben und dadurch die Kupplung außer Eingriff bringen kann. Mit Hilfe des Flißhebels 890 kann der die Maschine bedienende Arbeiter die Hülse gegen den Zug der Feder 892 so drehen, daß der Finger 887 außer Bereich des Anschlages 893 kommt.
Während des Betriebes hält der Arbeiter den Fußhebel nieder, und die Maschine läuft
dann ununterbrochen. Kommt ein eingerissenes oder beschädigtes Tabakblatt auf den Schneidtisch, so sieht der Arbeiter sofort, daß eine Ausbesserung nötig ist. Er läßt den Fußhebel 890 los und die Maschine kommt danach in einer solchen Stellung zum Stillstand, bei der der Schwenkarm 872 mit dem Trägerkasten 8O5 nicht mehr über dem Schneidtisch sich befindet, sondern bereits etwas weitergerückt ist. Der Trägerkasten kann dann ungehindert hochgedreht und das Deckblatt ausgebessert werden.
Es ist bekannt, bei der Einhüllung des Wickels in ein Deckblatt Klebstoff anzuwenden. Bei der vorliegenden Maschine ist ein Bestreichapparat in den Weg des Deckblatlträgcrs eingeschaltet, und das Auftragen des Klebstoffes wird ausgeführt, ohne daß zu dem Zweck-die Bewegung des Deckblattträgcrs unterbrochen oder aufgehalten würde. Der Bestreichapparat besteht aus einem Behälter 894 (Fig. 4), in Avelchem zwei Trommeln 895, 896 auf zwei Wellen 897 und 898 gelagert sind. Die obere Welle 897 läuft in Lageröffnungen der Behälterwandungen, und die untere Welle 898 hängt in zwei Schwenkarmen 899, die durch Federn 902 zu dem Zweck niedergezogen werden, die Kette 901 strammzuziehen, die auf den Zahnkranz 900 auf der Trommel S95 gelegt ist und lose um die Trommel 896 läuft. Die Trommel 895 erhält einen Antrieb, und die Kette dient dazu, den Klebstoff über die Trommel 895 hinzutragen, λ on da wird der Klebstoff vermittels einer Bürste 903 an die Unterseite des am Träger haftenden Deckblattes weitergegeben. Die AVelle 904 der Bürste 903 ist zwischen Schwenkarmen 905 gelagert, die auf der Welle 906 befestigt sind. Von dieser Welle geht ein rückwärtiger Arm 907 aus, der durch die Verbindungsstangc 908 von einer Daumenscheibe bewegt wird. AYährend der Träger mit dem Deckblatt über den Behälter 894 hinfährt, wird die Bürste gehoben und bestreicht die Unterfläche des Deckblattes mit Klebstoff. Die Bürste wird in der gleichen Weise wie die Trommel 895 in Umdrehung versetzt.
Die vorliegende Maschine ist besonders zur Herstellung von Zigarren bestimmt, die bei einer ziemlichen Länge einen nur verhältnismäßig' geringen Durchmesser haben, und bei denen die Einlage direkt in das Deckblatt unter Fortfall des Umblattcs gehüllt wird. Bei dieser Zigarrensorte wird das Deckblatt nicht nur am Spitzenende, sondern 2.11 einem beträchtlichen Teil an seiner gesamten Oberfläche mit Klebstoff versehen.
Wie bereits oben erwähnt, wird dem Deckblattträger eine Schwenkbewegung erteilt, durch die das Deckblatt der Umlegevorrichtung zugeführt wird. Eine Zigarre ist aber nicht zylindrisch, sondern läuft nach den Enden konisch zu. Um nun das Deckblatt glatt tun den Wickel legen zu können, ist es erforderlich., die Stellung des Decklilattträgers, während er das Deckblatt an die Umlegevorrichtung abgibt, ständig gegenüber dem Wickel zu ändern. Zur Ausführung dieses Stellungswechsels ist eine Platte 909 (Eig. 3) mit den Nuten 910 und 911 vorgesehen. Auf dem Träger sind die Bolzen 912 angeordnet, die die !vollen 913 (Fig. 9) tragen. Diese Rollen laufen in den Nuten 910, 911 und werden darin durch die Scheiben 914 gehalten. Die Nutenplattc 909, die auf diese Weise den Deckblattträgcr hält (Fig. 1,8 und 9), wird von den beiden Nal>en 917, 918 lose auf der Welle 873 getragen. Diese letztere Welle ist mit dem Zahnsegment 020 ausgestattet, in das das von einer Steuerscheibe der Hauptwelle 825 aus gesteuerte Segment 921 (Fig. 1 und 3) eingreift. Zwischen der Nutenplattc 909 und dem Arm 872 ist die Feder 922 gespannt. Beim Schwenken nimmt: der Arm 872 die Nutenplattc 909 vermittels der Verbindungsfeder 922 zunächst mit. Sobald der Arm 872 mit dem Deckblattträgcr über die Umlegevorrichtung kommt, stößt der seitliche Ansatz 923 (Fig. 3) der Nutenplatte 909 gegen das Maschinengestell und bringt die letztere zum Stillstand. Der Arm 872 setzt seine Schwenkbewegung fort, und die Rollen 913 laufen in den jetzt stillstehenden Nuten 9:0, 911; dadurch erhält der Träger eine zusammengesetzte Bewegung, deren Ergebnis die gewünschte Bcwegung zur Abgabe des Deckblattes an den Wickel darstellt. Dem Deckblatt ist es auf diese Weise ermöglicht, sich glatt dem sich drehenden Zigarrenwickel anzulegen. Diese Bewegungsart ist, allgemein genommen, bekannt. Sie wurde aber bislang durch eine feststehende Nutenplattc erzeugt. Die neuartige Anordnung, bei der die Nutenplatte einen beträchtlichen Teil des Bewegungsweges des Dcckblattträgers mitmacht, hat zur Folge, daß eine Abnutzung der Nutenplatte vermieden, daß die letztere kleiner, und daß die Verbindungsteile einfacher ausgeführt werden können.
τ-, ... HO

Claims (5)

  1. Paten t-An SPRU c he:
    i. Maschine zur Herstellung von Zigarren, die aus einer in Form gepreßten Einlage und dem umgelegten Deckblatt bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlagctabak vermittels eines Förderbandes (801) in der Längsrichtung des zu pressenden Wickels über eine Auffangkammer (812) hingeschoben wird, wobei ein sich in gleicher Richtung bewegender Schieber (817) das Vorderende des Einlagestreifens so lange stützt, bis eine ge-
    nügcndc Beschickung hinter dem niedergehenden Messer (826) erfolgt ist, worauf der Schieber (817) weiterrückt und die abgetrennte Einlage unter einem niedergehenden Stempel (833) in die Auffangkammer (812) gelangt, von wo ein Preßstcmpei (81.4) sie in eine Form (815) drückt, mit der zusammen sie in eine neue Stellung geschwenkt, aus der Preßform als geformter Wickel durch einen Schieber (816) in eine Dcckblattumlcgevorrichtung (842) entleert und darin in ein selbsttätig beschnittenes, von einem Trägerann (872) zugeführtes und mit Klebstoff bestrichenes Deckblatt eingehüllt wird.
  2. 2. Zigarrenmaschine nach Anspruch j, dadurch gegenzeichnet, daß eine Unterstützungsplatte (805) für den Einlagestreifen beim Hochgehen des Messers (826) eine reinigende Bestreichbewegung über die Kante des Schneidblockes (811) ausführt.
  3. 3. Zigarrenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine innerhalb eines Klcbstofrbe'hältcrs (894) kreisende Auftragbürste (903) gegen die Unterseite des Deckblattträgcrs (865) bzw. gegen das daran haftende Deckblatt gehoben wird, während der Dcckblattträger über die Bestreichvorrichtung hinfährt.
  4. 4. Zigarrenmaschine nach Anspruch ι, gekennzeichnet durch eine selbsttätig ausrückbarc Verbindung; zwischen dem die Beschneidrollen (854, 855) tragenden Schwenkarm (853) und dem die Antriebsbewegung übermittelnden Zahnsegment (857)·
  5. 5. Zigarrenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung der im ständig wechselnden Winkel zum umgewälzten Wickel erfolgenden Abgabebewegung des Deckblattträgcrs dienende, den Trägerkopf (870) tragende und zwangläufig führende Nutenplatte (909) zunächst an der Schwenkbewegung des Trägerarmes (872) teilnimmt, dann jedoch durch den Anschlag (923) stillgesetzt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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