DE296952C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C1/00—Elements of cigar manufacture
- A24C1/08—Making tobacco bunches
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- Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 296952 KLASSE 79 b. GRUPPE
Maschine zur Herstellung von Zigarren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1913 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet
eine Maschine, bei der das Material für die Einlage in einem Streifen zugeführt wird,
der so breit gehalten ist, daß er das für die Bildung eines Winkels vom geeigneten Durchmesser
genügende Material enthält, der längsweise vorrückt, und in einem Aufnahmebehälter
abgesetzt wird.
Bei dcrMaschinc nach dieser Frfindung wird
to ferner die in die Aufnahmekammer beförderte Einlage in einer Form zusammengepreßt und
von der Form direkt in eine Vorrichtung zum Umlegen des Deckblattes befördert. Das
Deckblatt wird erfindungsgemäß selbsttätig beschnitten, wobei die Bcschncidevorrichtimg
so ausgebildet ist, daß ein Verletzen oder Zerquetschen der Hand des die Maschine bedienenden
Arbeiters, der das zur Hergäbe des Deckblattes bestimmte Tabakblatt auf den
Schneidtisch legt, nicht stattfinden kann. Das Deckblatt wird dann nach der DcckblattumlegevoiTichtung
durch einen Träger befördert,
■ au dessen Unterseite das Deckblatt durch
' Saugtätigkeit gehalten wird, und dieser Träger
wird so eingerichtet, daß sein Boden mit dem daran haftenden Deckblatt zum Ausbessern
eines etwa beschädigten Deckblattes hochgedreht werden kann. Nach vorliegender Erfindung wird der Träger für die Übcrführung
des Deckblattes in die Vorrichtung zum Umlegen des letzteren so ausgestaltet, daß die Abgabebewegungen von einer Nutenplatte
gesteuert werden, die zunächst mit dem Träger mitwandert, dann jedoch stillsteht.
Erfindungsgemäß soll auch das Deckblatt auf dem Wege vom Schneidtisch nach der Deckblattumlegcvorrichtung
mit Klebstoff bestrichen werden, ohne daß zu dem Zweck die Bewegung des Trägers unterbrochen oder aufgehalten
wird. Zu diesem Bestreichen des Deckblattes mit Klebstoff ist em besonderer Streichapparat vorgesehen.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Seitenansicht der nach dieser Erfindung ausgeführten
Zigairenmaschinc dar, während
Fig. 2 cmc Ausrückvorrichtung erläutert, die zweckmäßig in Verbindung mit dieser
Maschine in Anwendung kommt.
Fig. 3 ist ein Grundriß von Fig. 1, und
Fig. 4 ein Schnitt durch den Bestreichapparat.
Fig. S gibt einzelne Teile der Maschine in vergrößertem Maßstäbe wieder, und
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 44-44 der Fig. 1.
Fig. 7 zeigt in schematischcr Darstellung, wie die gepreßte Einlage in die Deckblattumlcg'cvorrichtung
befördert wird.
Fig. 8 zeigt in vergrößertem Maßstabe den Dcckblattträger, und
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie 47-47 der Fig. 8.
Tn dem zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung gewählten Ausführungsheispiel wird
der Einiagctabak von Hand auf den endlosen 'Förderriemen 801 gelegt, und zwar in der
Längsrichtung der Blätter oder besser in der Längsrichtung des zu bildenden Wickels und
auf diesem Förderriemen unter die Rolle 803 hindurch der Maschine zugeführt. Wie Fig. J
und 3 zeigen, läuft der Förderriemen 801
zwischen den Führungen 804 und ist so schmal gehalten, daß gerade die zur Bildung der Einlage
erforderliche Menge vorgeschoben wird. Bei der Zuführung wird die Einlage über eine Platte 805 hingeschoben, die von zwei
um Zapfen 807 drehbaren Armen 806 getragen wird; einer dieser Tragarme greift mit
einer rückwärtigen Verlängerung und einer daran befestigten Daumenrolle 808 in eine
am Konscl S09 vorgesehene Sleucrnut ein
(Fig. i,s und 6). Die Platte 805 läuft in eine schräge Kante 810 aus, die über einem
Schneidklotz 81 1 liegt und gegen eine Auf-
X5 nahniekammer 812 mündet, deren Boden 813
festliegt (Fig.6). EineSeitenwand dicserKammer wird durch den Prcf.istempcl 814 gebildet,
der vorn eine Aushöhlung besitzt, die entsprechend dem zusammenzupressenden Wickel
geformt ist; die gegenüberliegende Seite der
Kammer 812 wird durch eine Platte 815 mit einem Stempel 816 gebildet. An seiner Innenfläche
ist der Stempel 8j6 genau so ausgebildet, wie der Stempel 814. Während der
Einlagetabak in der Längsrichtung des zu bildenden Wickels vorgeschoben wird, könnten
die über die Kante 810 der Platte 805 hingehenden "Blätter die Neigung haben, in die
Kammer zu fallen und dort sich am Eingangsende aufzuhäufen, statt sich darin gleichmäßig
zu verteilen. Um das zu verhüten, ist eine Platte 8j 7 (Fig. 1,3 und 5) vorgesehen, die
an einem zwischen den Führungen 819 gleitenden Schieber 818 sitzt und eine hin und her
gcliende Bewegung durch das Verbindungsglied 820 (Fig. 1), den bei 822 drehbar gelagerten
gebogenen Hebel 821 und die Verbindungsstange 823 von der Gabel 824 aus erhält,
die von einem Daumen der Maschincnwelle 825 gesteuert wird. Die Platte 817 hat eine
schräge Vorderkante (Fig. 5), die sich nahe an die parallel verlaufende Kante 810 der
Platte 805 anlegt, sobald die Einlage so weit vorgeschoben ist, bis sie (lic Kante 810 cr-
4S reicht. Die Platte 817 geht darauf mit der
Einlage zurück, indem sie deren Vorderende stützt. \
Sobald eine genügende Einlagcmcngc über der Aufnahmekammer 812 angelangt ist, tritt ;
eine Schneidvorrichtung in Tätigkeit, die die für eine Zigarre notwendige Tabakmenge von
dem Einlagestrang abtrennt. Zu dem Zweck ist ein Messer 826 (Fig. 1, 5 und 6) vorgesehen,
das von einem Schieber 827 getragen wird, an dem auch das bereits oben erwähnte
Kon sol 809 sitzt; das Messer arbeitet mit dem Schncidblock 81 ι zusammen. Dieser Schneidblock
hat eine zur Längsrichtung der Einlage schräg verlaufende Schneidkante (Fig.5),
und dementsprechend ist auch das Messer 826 schräg in bezug auf die vorrückende Einlage
angeordnet, so daß der Schnitt in schräger Richtung erfolgt. Auf diese Weise wird erzielt,
daß die abgeschnittene Tabakmengc an beiden Enden zugespitzt wird, so daß sich
leicht ein Wickel mit zwei spitz zulaufenden Enden und einem dicken Mittclstück bilden
läßt, ohne daß' zu diesem Zweck die Enden mehr zusammengepreßt zu werden brauchen,
als für die Zigarre gut ist. Der Schieber 827 y0
des Messers 826 erhält seine Bewegung von dem Schwenkarm 828 (Fig. 6), an den er mittels
der Verbindungsstange 829 angeschlossen ist. Diesen Schwenkarm verbindet eine Stange 830 (Fig. 1) mit einem auf der sich
quer durch die. Maschine erstreckenden Achse 831 gelagerten Daumenhcbel 830", der von der
Scheibe 832 (Fig. 1) geführt wird.
Fiat das Messer 826 die für eine Einlage erforderliche Tabakmenge abgetrennt, so ist
inzwischen die Platte 817 so weit zurückgegangen, daß die abgetrennte Einlage ungehindert
in die Kammer 812 fallen kann. Ehe das Messer zurückgeht, senkt sich ein Stempel
833, der am Schieber 834. sitzt und an seiner unteren Fläche entsprechend der äußeren Form
der herzustellenden Zigarre ausgehöhlt ist. Der Stempel 833 erhält seine Bewegung von
dem Schwenkarm 835 und 836, drückt beim Niedergehen den Tabak in die Kammer 812 go
und verbleibt vorläufig in der Tief stellung.
Die unter dem Stempel 833 befindliche Tabakmassc wird darauf von dem vorrückenden
Seitenstcmpel 814 (Fig. 6) in den von der Platte 815 und dem Stempel 816 gcbildelcn
Raum gepreßt, wobei die Einlage bereits die Gestalt der späteren Zigarre erhält.
Seine Bewegung erhält dieser Prcßstempci 8Γ4
vermittels des Winkelhcbels 839, 840, der in bekannter Weise durch die Verbindungsstangc
841 an einen von einer Daumenscheibc bewegten
Hebel angclciikt ist. Nach der Preßarbeit geht der Stempel 814 zurück und
die Schieber 834 und 827 werden wieder hochgezogen. Dabei erteilt der letztere Schieber
827 vermittels seiner Führungsnut im Konsol 809 dem Arm 806 eine Schwenkung, die zur
Folge hat, daß die Platte 805 die mit dem Messer 826 zusammenwirkende Kante des
j Schncidklotz.es 811 bestreicht und dabei daran
haften gebliebene Tabakteilchen oder Plarzpartikclchcn
entfernt.
Die so gepreßte Einlage wird mm an die Deckblatt umlegevorrichtung übergeführt, die
in Fig. 6 und 7 durch eine Anzahl Walzen
842 schema!isch angedeutet ist. Zum Zweck
dieser Überführung des gepreßten Wickels ist die Platte 815 zusammen mit dem Stempel
816 auf einem schwenkbaren Rahmen 843 gelagert, der sich um den Zapfen 844 dreht. Mit
einem Arm 845 ist dieser schwenkbare Rahmen an eine Verbindungsstangc 846 auge-
lenkt, die von einer nicht gezeichneten Nutcnscheibe bewegt wird. Wenn sich die Stange
846 hebt, wird die Platte 815 aus der in Fig. 6 gezeichneten Stellung in die strichpunktiert |
angedeutete Lage der gleichen Figur ge- ! schwenkt. In dieser letzteren Lage wird dem
Stempel 816 vermittels der Verbindungsstange 849, des Schwenkhebels 848 und der Verbindungsstange
847 eine Vorschubbewegung erteilt, die ein Ausstoßen des gepreßten Wickels
in die Deckblattumlegevorrichtimg zur Folge hat.
Das Deckblatt wird selbsttätig beschnitten in die Umlegevorrichtung übergeführt und
selbsttätig an sie abgegeben. Zu dem Zweck wird das Tabakblatt, das das Deckblatt hergeben
soll, von Hand auf den Schneidtisch 850 gelegt (Fig. ι und 3), der als Saugkammer
ausgebildet und mit dem Messer 851 ver- :
sehen ist. Zu beiden Seiten des Messers sind - Sauglöcher vorgesehen, durch die das Blatt
fest gegen die Schneidkante gehalten wird. Der eigentliche Schnitt wird durch zwei Walzen
854, 855 herbeigeführt, die an einem Schwenkarm 853 sitzen und über die Messerschneide
hinfahren. Der Schwenkarm 853 ist an einer stehenden Welle 856 befestigt und erhält seine Bewegung über ein Paar gezahnte
Segmente 857, 858 von dem Winkelhcbel 859,
860. Eine Sicherheitsvorrichtung an der stehenden AVelle 856 sorgt dafür, daß beim I
Auflegen des Deckblattes auf den Schneidtisch ; keine Verletzung der Hände durch die Schneid- ;
walzen 854, 855 eintritt, falls die Hände ein- j mal nicht rechtzeitig' von dem Tisch 850
zurückgezogen werden. Zu dem Zweck ist eine nachgiebige Kupplung eingeschaltet, die
aus einer Feder 861 (Fig. 1). besteht, die die
Welle 856 umgibt, mit einem Ende an das lose gelagerte Zahnsegment 857 und mit dem
anderen Ende an den fest mit der Welle verbundenen Ring 862 angeschlossen ist.
Die Nabe des Zahnsegmentes 857 ist mit einem radialen Einschnitt 863 versehen, in
den ein in der Welle befestigter Mitnehmerstift 864 eingreift. Bietet sich den Schneid- |
rollen 854, 855 ein Hindernis, so bleibt der Arm 853 stehen, der Mitnehmcrstift 864 verläßt
den Einschnitt 863 und die Feder 86] spannt sich unter der Einwirkung des weiterschwingenden
Zahnsegmentes 857.
Das ausgeschnittene Deckblatt wird mit Hilfe eines unter Saugwirkung stehenden
Trägers nach der Dcckblattumicgevorrichtung übergeführt. Dieser Träger besteht aus einer
Saugkammer 865 mit einem durchlöcherten Boden866 (Fig.8 und 9). Vom Deckel 867 der
.Saugkammer gehen zwei Rohrkrümmer 868 in den rohrartigen Trägerkopf 870, auf dessen
Enden sie mit ihren Flanschringcn 869 schwenkbar sind. Der Trägerkopf steht mit
der biegsamen Saugleitung 87 r (Fig. 1) in Verbindung, die in den hohlen Arm 872 mündet,
der den Trägerkopf zwischen dem Schneidtisch und der Deckblattumlegcvorrichtung hin und her schwenkt. Dieser hohle
Schwenkarm steht mit einer geeigneten Saugmaschine in Verbindung und dreht sich um
die stehende Welle 873. Durch die schwenkbare Anordnung der Saugkammer 865 ist es ^0
ermöglicht, den Kammerboden in die in Fig. 9 strichpunktiert angedeutete Stellung zu
schwenken, in der ein etwa eingerissenes Deckblatt durch Auflegen oder Aufkleben eines
Flickens ausgebessert werden kann. Dieser Flicken würde beim Umlegen des Deckblattes
zwischen Wickel und Deckblatt zu liegen kommen.
In dieser Ausbesscrungsstcllung kann die Saugkammer 865 durch den federnden Sperr- 80
bolzen 874 (Fig. 8) festgehalten werden, der in dem Winkel 875 gelagert ist und durch den
Planschring' 869 eines der Krümmer 868 in eine Öffnung des Trägerkopfes eingreift. Die
Sperrung kann mit Hilfe des Winkelhebels 877 aufgehoben werden.
Der Antrieb der Maschine wird zweckmäßigerweise so eingerichtet, daß beim Ausrücken
die Maschine selbsttätig in. einer solchen Stellung zum Stillstand kommt, daß der go
Deckblattträgcr in die Ausbesserungsstellung gebracht werden kann. Die verschiedenen
Maschinenteile erhalten ihren Antrieb von der Hauptwelle 825 (Fig. 1), die nut der vorgelegten
Welle 880 durch ein Schneckengetriebe 878, 879 in Verbindung steht. Die Welle 880
erhält ihre Bewegung über eine Riemenscheibe 88r (Fig. 2) und eine Kupplung 882 gewöhnlicher
Art. Diese Kupplung wird durch die Schieberstange 883 gesteuert, die unter dem Druck der Feder 884 die Kupplung in Eingriff
hält. Auf der Schiebeistange 883 ist die Hülse 885 lose gelagert und wird darauf
durch die Ringe 886 in Stellung gehalten. An der Hülse 885 ist an der einen Seite ein Finger
887 (Fig. 1) und an der anderen Seite ein Arm 888 vorgesehen, welch letzterer durch die
Stange 889 mit einem Fußhebel 890 in Verbindung steht. Die Feder 892 hält für gewöhnlich
den Finger 887 gegen die Seitenfläche no des Schneckenrades 878, an der ein Anschlagstift
893 (Fig. 2) vorgesehen ist, der im geeigneten Augenblick die Schieberstange 883
gegen den Druck ihrer Feder 884 verschieben und dadurch die Kupplung außer Eingriff
bringen kann. Mit Hilfe des Flißhebels 890 kann der die Maschine bedienende Arbeiter
die Hülse gegen den Zug der Feder 892 so drehen, daß der Finger 887 außer Bereich des
Anschlages 893 kommt.
Während des Betriebes hält der Arbeiter den Fußhebel nieder, und die Maschine läuft
dann ununterbrochen. Kommt ein eingerissenes
oder beschädigtes Tabakblatt auf den Schneidtisch, so sieht der Arbeiter sofort, daß
eine Ausbesserung nötig ist. Er läßt den Fußhebel 890 los und die Maschine kommt
danach in einer solchen Stellung zum Stillstand, bei der der Schwenkarm 872 mit dem
Trägerkasten 8O5 nicht mehr über dem Schneidtisch sich befindet, sondern bereits
etwas weitergerückt ist. Der Trägerkasten kann dann ungehindert hochgedreht und das
Deckblatt ausgebessert werden.
Es ist bekannt, bei der Einhüllung des Wickels in ein Deckblatt Klebstoff anzuwenden.
Bei der vorliegenden Maschine ist ein Bestreichapparat in den Weg des Deckblatlträgcrs
eingeschaltet, und das Auftragen des Klebstoffes wird ausgeführt, ohne daß zu dem Zweck-die Bewegung des Deckblattträgcrs
unterbrochen oder aufgehalten würde. Der Bestreichapparat besteht aus einem Behälter
894 (Fig. 4), in Avelchem zwei Trommeln 895, 896 auf zwei Wellen 897 und 898 gelagert
sind. Die obere Welle 897 läuft in Lageröffnungen der Behälterwandungen, und die
untere Welle 898 hängt in zwei Schwenkarmen 899, die durch Federn 902 zu dem Zweck niedergezogen
werden, die Kette 901 strammzuziehen, die auf den Zahnkranz 900 auf der
Trommel S95 gelegt ist und lose um die Trommel 896 läuft. Die Trommel 895 erhält einen
Antrieb, und die Kette dient dazu, den Klebstoff über die Trommel 895 hinzutragen, λ on
da wird der Klebstoff vermittels einer Bürste 903 an die Unterseite des am Träger haftenden
Deckblattes weitergegeben. Die AVelle 904 der Bürste 903 ist zwischen Schwenkarmen
905 gelagert, die auf der Welle 906 befestigt sind. Von dieser Welle geht ein rückwärtiger
Arm 907 aus, der durch die Verbindungsstangc 908 von einer Daumenscheibe bewegt
wird. AYährend der Träger mit dem Deckblatt über den Behälter 894 hinfährt, wird
die Bürste gehoben und bestreicht die Unterfläche des Deckblattes mit Klebstoff. Die
Bürste wird in der gleichen Weise wie die Trommel 895 in Umdrehung versetzt.
Die vorliegende Maschine ist besonders zur Herstellung von Zigarren bestimmt, die
bei einer ziemlichen Länge einen nur verhältnismäßig' geringen Durchmesser haben, und bei
denen die Einlage direkt in das Deckblatt unter Fortfall des Umblattcs gehüllt wird. Bei
dieser Zigarrensorte wird das Deckblatt nicht nur am Spitzenende, sondern 2.11 einem beträchtlichen
Teil an seiner gesamten Oberfläche mit Klebstoff versehen.
Wie bereits oben erwähnt, wird dem Deckblattträger
eine Schwenkbewegung erteilt, durch die das Deckblatt der Umlegevorrichtung zugeführt wird. Eine Zigarre ist aber
nicht zylindrisch, sondern läuft nach den Enden konisch zu. Um nun das Deckblatt
glatt tun den Wickel legen zu können, ist es erforderlich., die Stellung des Decklilattträgers,
während er das Deckblatt an die Umlegevorrichtung abgibt, ständig gegenüber dem Wickel
zu ändern. Zur Ausführung dieses Stellungswechsels ist eine Platte 909 (Eig. 3) mit den
Nuten 910 und 911 vorgesehen. Auf dem Träger sind die Bolzen 912 angeordnet, die
die !vollen 913 (Fig. 9) tragen. Diese Rollen laufen in den Nuten 910, 911 und werden
darin durch die Scheiben 914 gehalten. Die Nutenplattc 909, die auf diese Weise den
Deckblattträgcr hält (Fig. 1,8 und 9), wird von den beiden Nal>en 917, 918 lose auf der Welle
873 getragen. Diese letztere Welle ist mit dem Zahnsegment 020 ausgestattet, in das das
von einer Steuerscheibe der Hauptwelle 825 aus gesteuerte Segment 921 (Fig. 1 und 3)
eingreift. Zwischen der Nutenplattc 909 und dem Arm 872 ist die Feder 922 gespannt.
Beim Schwenken nimmt: der Arm 872 die Nutenplattc 909 vermittels der Verbindungsfeder
922 zunächst mit. Sobald der Arm 872 mit dem Deckblattträgcr über die Umlegevorrichtung
kommt, stößt der seitliche Ansatz 923 (Fig. 3) der Nutenplatte 909 gegen das Maschinengestell und bringt die letztere zum
Stillstand. Der Arm 872 setzt seine Schwenkbewegung fort, und die Rollen 913 laufen in
den jetzt stillstehenden Nuten 9:0, 911; dadurch
erhält der Träger eine zusammengesetzte Bewegung, deren Ergebnis die gewünschte Bcwegung
zur Abgabe des Deckblattes an den Wickel darstellt. Dem Deckblatt ist es auf diese Weise ermöglicht, sich glatt dem sich
drehenden Zigarrenwickel anzulegen. Diese Bewegungsart ist, allgemein genommen, bekannt.
Sie wurde aber bislang durch eine feststehende Nutenplattc erzeugt. Die neuartige
Anordnung, bei der die Nutenplatte einen beträchtlichen Teil des Bewegungsweges des Dcckblattträgers mitmacht, hat zur Folge,
daß eine Abnutzung der Nutenplatte vermieden, daß die letztere kleiner, und daß die Verbindungsteile
einfacher ausgeführt werden können.
τ-, ... HO
Claims (5)
- Paten t-An SPRU c he:i. Maschine zur Herstellung von Zigarren, die aus einer in Form gepreßten Einlage und dem umgelegten Deckblatt bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlagctabak vermittels eines Förderbandes (801) in der Längsrichtung des zu pressenden Wickels über eine Auffangkammer (812) hingeschoben wird, wobei ein sich in gleicher Richtung bewegender Schieber (817) das Vorderende des Einlagestreifens so lange stützt, bis eine ge-nügcndc Beschickung hinter dem niedergehenden Messer (826) erfolgt ist, worauf der Schieber (817) weiterrückt und die abgetrennte Einlage unter einem niedergehenden Stempel (833) in die Auffangkammer (812) gelangt, von wo ein Preßstcmpei (81.4) sie in eine Form (815) drückt, mit der zusammen sie in eine neue Stellung geschwenkt, aus der Preßform als geformter Wickel durch einen Schieber (816) in eine Dcckblattumlcgevorrichtung (842) entleert und darin in ein selbsttätig beschnittenes, von einem Trägerann (872) zugeführtes und mit Klebstoff bestrichenes Deckblatt eingehüllt wird.
- 2. Zigarrenmaschine nach Anspruch j, dadurch gegenzeichnet, daß eine Unterstützungsplatte (805) für den Einlagestreifen beim Hochgehen des Messers (826) eine reinigende Bestreichbewegung über die Kante des Schneidblockes (811) ausführt.
- 3. Zigarrenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine innerhalb eines Klcbstofrbe'hältcrs (894) kreisende Auftragbürste (903) gegen die Unterseite des Deckblattträgcrs (865) bzw. gegen das daran haftende Deckblatt gehoben wird, während der Dcckblattträger über die Bestreichvorrichtung hinfährt.
- 4. Zigarrenmaschine nach Anspruch ι, gekennzeichnet durch eine selbsttätig ausrückbarc Verbindung; zwischen dem die Beschneidrollen (854, 855) tragenden Schwenkarm (853) und dem die Antriebsbewegung übermittelnden Zahnsegment (857)·
- 5. Zigarrenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung der im ständig wechselnden Winkel zum umgewälzten Wickel erfolgenden Abgabebewegung des Deckblattträgcrs dienende, den Trägerkopf (870) tragende und zwangläufig führende Nutenplatte (909) zunächst an der Schwenkbewegung des Trägerarmes (872) teilnimmt, dann jedoch durch den Anschlag (923) stillgesetzt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE296952C true DE296952C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT296952D Active DE296952C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE296952C (de) |
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- DE DENDAT296952D patent/DE296952C/de active Active
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