DE179013C - - Google Patents

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DE179013C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
179013 KLASSE 86 c. GRUPPE
in AUGSBURG.
Schußspulengehäuseauswechselung für Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. November 1904 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Schußspulengehäuseauswechselurig für Webstühle. Dieselbe kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß beim Ausbleiben des Schußfadens durch Drehung der Auswechselwelle ein daran sitzender Hebel eine in beständiger Hin- und Herbewegung gehaltene Stoßstange anhebt, so daß diese, gegen einen mit dem Spulengehäusezubringer gelenkig verbundenen, zweiarmigen Hebel treffend, die Gehäuseauswechselung bewirkt, worauf die Stange, falls sie beim zweiten Vorschwingen wieder bei ordnungsmäßigem Arbeiten des Stuhles gesenkt ist, unter dem genannten zweiarmigen Hebel .vorbeigelangt und einen Winkel trifft, unter dessen Vermittlung sie eine die Stuhlabstellung vorbereitende Vorrichtung wieder in die Ruhelage zurückführt, während, falls die Stange beim zweiten Vorschwingen eine nochmalige Ausschwingung des zweiarmigen Hebels und demzufolge eine zweimalige Spulengehäusewechselung hintereinander auszuführen sucht, die Stuhlabstellung durch die genannte Vorrichtung bewirkt wird.
Die Vorbereitung der Stuhlabstellung erfolgt .in der Weise, daß gleichzeitig mit Einleitung einer Gehäuseauswechselung ein Hebel von einer Klinke freigegeben wird und um einen Zapfen niederschwingt, wobei er, sofern die Gehäuseauswechselung ordnungsmäßig stattfindet, durch die genannte Stoßstange und den Winkel wieder in die unwirksame Lage gehoben wird, während er beim nochmaligen Fehlen des Schußfadens um eine zweite, senkrecht zur erstgenannten liegende Achse gedreht und gegen den Abstellhebel gedrückt wird, um auf diese Weise den Stuhl in Stillstand zu setzen.
Für mehrbindige Ware ist die Schußspulengehäuseauswechselung derart eingerichtet, daß beim Ausbleiben des Schußfadens vom. Fadenwächter aus zunächst die Stütze einer Klinke entzogen wird, demzufolge die letztere beim nächsten Vorgange des vom Fadenwächter aus verstellten Mitnehmerstückes eine Verschiebung erfährt und dann durch entsprechende Zwischerimittel die Gehäuseauswechselung veranlaßt. Diese wird dadurch so verzögert, daß die Spulenauswechselung bei derselben Fachbildung, bei der der Fadenbruch stattfand, erfolgt.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, · und zwar ist Fig. 1 ein Schnitt durch die rechte Webstuhlseite, Fig. 2 eine Ansicht gegen die linke Seite eines mit der neuen Vorrichtung ausgerüsteten Webstuhles, Fig. 3 ein Schnitt durch den Spulengehäusebehälter, Fig. 4 die Einzelansicht eines zur Verwendung kommenden Zubringers, Fig. 5 die Vorderansicht der linken Webstuhlseite, um die Stuhlabstellvorrichtung, welche bei zweimaligem Ausbleiben des Schußfadens in Wirkung tritt, erkennen zu können, Fig. 6 eine Einzelansicht der für die Stuhlabstellvorrichtung vorgesehenen Teile, Fig. 7 die Seitenansicht eines Spulengehäuses, Fig. 8 eine Stirnansicht desselben, Fig. 9 die Seitenansicht eines zur Verwendung kommen-
den Schützens; Fig. io zeigt ein abgebrochenes Webstuhlgestell in Vorderansicht mit zu beiden Seiten vorgesehener Spulenauswechselvorrichtung, während Fig. Ii und 12 in Oberansicht und teilweiser Seitenansicht eine Einrichtung veranschaulichen, welche bei der Herstellung von (beispielsweise vierbindiger) Köperware die Auswechselung" erst bei Wiederherstellung derjenigen Fachbildung zuläßt, bei welcher der j
Schußfaden ausblieb.
Bleibt der Schußfaden, sei es.durch Fadenbruch oder nach Ablauf der Spule, aus, so wird die als Fadenwächter wirkende Schußgabel ι (Fig. 1) von dem Vorsprung des beständig hin- und hergehenden Schußwächterhammers 2 mitgenommen und dabei den in Lagern 4. geradlinig geführten Schußgabelträger 3 nach der vorderen Webstuhlseite mitnehmen. Das auf dem Träger 3 befestigte.
Zwischenstück 5 bewirkt die Mitnahme eines um Zapfen 6 drehbaren Winkelhebels 7, der durch Vermittlung· eines Drahtes 8 und eines Hebels 9 der Auswechselwelle 10 eine Drehung erteilt. Die letztere erstreckt sich über die ganze Webstuhlbreite und trägt an dem anderen, über das Webstuhlgestell herausragenden Ende in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise einen Hebel 11.
Am Seitengestell des Stuhles ist ein um Zapfen 12 drehbarer Schwinghebel 13 befestigt, der durch eine Feder 17 mit einer Rolle 14 gegen ein auf der Hauptwelle 15 sitzendes Exzenter 16 angedrückt wird und-mit diesem beständig in Berührung steht. Der Schwinghebel 13 trägt an seinem unteren Ende eine in einer Schlitzführung 18 (Fig. 2) gleitende Stoßstange 19, welche demzufolge eine fortwährende Hin- und Herbewegung ausführt. Erfährt nun die Welle 10 durch Beeinflussung der Schußgabel eine Drehung, so wird durch den Hebel 11 die Stoßstange 19 gehoben und greift bei ihrer Vorwärtsbewegung in den um Zapfen 20 drehbaren Hebel 21 ein, der mit seinem oberen gabelförmigen Ende 22 die Bewegung des Zubringers 23 (Fig. 2, 3. und 4) ■ bewirkt.
Dieser Zubringer ruft die eigentliche Auswechselung hervor und gleitet zu diesem Zweck in Führungen 24. Er trägt zwei Lappen 25, die durch eine Stange 26 verbunden sind. Auf letzterer sitzt ein Prismenstück 27, welches von der schon erwähnten Gabel 22 umfaßt wird.
An der der Lade 28 zugekehrten Seite sind am Zubringer noch zwei bewegliche Finger 29 (Fig. 4) angebracht, welche in zwei entsprechende Nuten 30 (Fig. 7 und 8) des untersten Spulengehäuses 31 eingreifen. Die Lappen 25 tragen außerdem noch je einen Zapfen 32 (Fig. 3), welche den Zweck haben, die vordere unter der Einwirkung von Federn 38 stehende Verschlußklappe 33 zu öffnen. Das Öffnen dieser Verschlußklappe geschieht erst dann, wenn die Finger 29 das unterste Ersatzgehäuse vollständig -erfaßt haben.
Die Auswechselung selbst geschieht in folgender Weise:
Bei der Bewegung des Zubringers 23 gegen die Lade 28 (Fig. 2 bis 4) fassen die Finger 29 das im Behälter 34 die unterste Lage einnehmende Spulengehäuse, sodann öffnen die Zapfen 32 die Verschlußklappe 33, worauf der Zubringer das ergriffene Spulengehäuse der Lade 28 entgegenhält und es beim Vorschwingen der letzteren in die entsprechende Öffnung 35 (Fig- 9) des Schützens eindrückt. In diesem Schützen sind zwei Federn 36 vorgesehen, welche die beiden Enden der Öffnung 35 in genau übereinstimmender Weise begrenzen. Zwischen diesen Federn 36 wird dann das in den Schützen eingeführte Gehäuse 31 festgehalten. Das alte Gehäuse, welches die abgelaufene Spule enthält, fällt aus einer entsprechenden öffnung der hinteren Ladenwand heraus.
Die am Hebel 21 angreifende Feder 37 bringt den Hebel mit dem Zubringer wieder •in die ursprüngliche Lage zurück, wobei die am Behälter 34 befestigten Federn 38 die Verschlußklappe 33 wieder schließen. Die im Behälter 34 befindlichen Spulengehäuse rücken um ein Feld nach unten vor.
Die in Fig. S und 6 ersichtliche Abstellvorrichtung tritt dann in Tätigkeit, wenn einmal erfolglos gewechselt wurde, und zwar geschieht dies wie folgt: .
Mit dem W'inkelhebel 7 (Fig. 1) ist durch einen zweiten Draht 39 auch ein auf Welle sitzender Hebel 41 verbunden. Diese Welle 40 läuft auch von einer Webstuhlseite zur anderen und trägt auf der letzteren (Fig. 5 und 6) einen Taster 42. Durch die Schußgabel 1 beeinflußt, bewegt sich nun bei Schußfadenbruch dieser Taster 42 nach vorn, klinkt durch Vermittlung des Drahtstückes 43 den Hebel 44 aus, so daß der Fallenhebel 45, der um Zapfen 46 drehbar ist, herabfällt. Gleichzeitig führt auch das Winkelstück 47 eine Drehung aus (Fig. 2), welches mit dem Fallenhebel 45 durch eine Stange 48 verbunden ist. .
Ist nun die Auswechselung erfolgt, so wird das Winkelstück durch die nun wieder gesenkte Stoßstange 19 bei ihrer Vorwärtsbewegung in- die alte Lage zurückgebracht und. damit auch der Fallenhebel 45 wieder gehoben, so daß Hebel 44, durch die Feder 49 veranlaßt, wieder einklinkt. War dagegen die Auswechselung nicht erfolgt, so'wird die Stoßstange 19 abermals gehoben, berührt' deshalb das Winkelstück 47 nicht, und es bleibt demzufolge auch der Hebel 45 in seiner gesenkten Lage. Da sich nun der Taster 42 nochmals
nach vorn bewegt, so drückt er von hinten auf den Hebel 45, welcher seinerseits auf den vor ihm befindlichen Ausrücker 50 einen Druck ausübt, und bewirkt auf diese Weise den Stillstand des Stuhles. Dem Hebel 45 ist diese Drehung nach vorn durch einen zweiten Zapfen 51 ermöglicht, welcher senkrecht zum Zapfen 46 lagert.
Die in Fig. 11 und 12 veranschaulichte Ein-
to richtung hat den Zweck, an Webstühlen zur Herstellung vierbindiger Köperware die Auswechselung erst zu bewirken, wenn die Fachbildung seit dem. Ausbleiben des Schußfadens dreimal gewechselt hat. Die Bauert dieser Einrichtung, welche mit entsprechenden Änderungen auch anderen Bindungen angepaßt werden kann, ist folgende:
Mit dem Schußgabelträger 64 ist ein Winkelstück 65 fest verbunden. Dasselbe stößt gegen einen Draht 66, welcher an dem auf der Welle · 61J sitzenden Hebel 68 befestigt ist. Dieser Hebel besitzt noch eine seitliche Gabel 69, die den drehbaren Hebel 70 umfaßt, welcher durch einen Stift 71 einen mit einer Nase versehenen Hebel 72 stützt; dieser Hebel 72 ist drehbar an einem Winkelhebel 73 befestigt, welcher bei seiner Verstellung die Auswechselvorrichtung in Tätigkeit setzt.
Das auf der Stange 64 mit Stellschraube . 30 befestigte Winkelstück 65 idrückt beim Ausbleiben des Schusses einen Draht nach vorn, wodurch die Welle 67, welche sich bis zu derselben Vorrichtung auf der anderen Webstuhlseite erstreckt, eine Drehung erfährt, wobei mittels eines auf der Zeichnung nicht dargestellten Drahtes die Schußgabel auf der rechten Seite des Stuhles gehoben wird, um dieselbe der sonst beim nächsten Schuß stattfindenden Mitnahme durch den Schußwächterhammer zu entziehen. Außerdem wird durch diese Verschiebung des Drahtes 66 nach vorn unter Vermittlung der Drahtgabel 69 der drehbare Hebel 70 gesenkt, welche Bewegung auch der die Blechnase tragende Hebel 72 mitmacht. Die Senkung des Hebels 72 findet jedoch erst so spät statt, daß derselbe mit dem Winkelstück 65 nicht in Eingriff kommt.
Die Schußgabel geht nun, durch eine Feder veranlaßt, wieder in ihre alte Lage zurück und nimmt dabei das Winkelstück 65 wieder mit, während der Draht .66 vorerst noch in seiner nach vorn geschobenen Lage verbleibt.
Ist der Schützen nach einmaligem Hin- und
Hergang wieder auf der Schützenkastenseite eingetroffen, auf welcher das Ausbleiben des Schusses zuerst stattfand, dann hängt die Schußgabel 1. beim Ladenanschlag wegen des Fehlens des Schusses zum zweitenmal in den Schußwächterhammer ein und wird von diesem bei seiner Bewegung wieder mitgenommen, damit das auf der Stange 64 festgeschraubte Winkelstück 65 wieder nach vorn geschoben wird. Der bereits gesenkte Hebel 72 (Fig. 12) macht diese Bewegung mit und versetzt hierbei" den Winkelhebel 73 in Drehung, wodurch beim nächsten Ladenanschlag nach dem vierten Schuß die Spulenkästchenauswechselung in der früher geschilderten Weise vor sich geht.
Durch dieses Ziehen des Hebels 72 nach vorn fällt, sobald derselbe seine vorderste Lage erreicht hat, die auf ihm sitzende Blechnase 74 in den Draht 66 ein und bringt diesen beim Zurückgehen des Winkelstückes 65 auch wieder in seine ursprüngliche Lage zurück, wodurch der Hebel 70 infolge seines größeren Gewichtes auf der einen Seite mittels des Stiftes 71 den die Blechnase 74 tragenden Hebel 72 wieder hochhebt. Gleichzeitig wird durch dieses Zurückziehen des Drahtes 66 die Welle 67 in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht und die Schußgabel auf der rechten Seite wieder niedergelassen. Erst beim vierten Schuß wird die Spulenauswechselung eingeleitet und findet während des fünften Schusses, also zu dem Zeitpunkte statt, bei welchem wieder dieselbe Fachbildung wie beim Ausbleiben des Schusses vorliegt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Schußspulengehäuseauswechselung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausbleiben des Schußfadens durch Drehung der Auswechselwelle (10) ein daran sitzender Hebel (11) eine in beständiger Hin- und Herbewegung gehaltene Stoßstange (19) anhebt, so daß diese, gegen einen mit dem Zubringer gelenkig verbundenen zweiarmigen Hebel (21) treffend, die Gehäuseauswechselung bewirkt, worauf die Stange, falls sie beim zweiten Vorschwingen wieder bei ordnungsmäßiger Arbeit des Stuhles gesenkt ist, unter dem Hebel (21) vorbeigelangt und einen Winkel (47) trifft, unter dessen Vermittlung sie eine die Stuhlabstellung vorbereitende Vorrichtung wieder in die Ruhelage zurückführt, während, falls die Stange beim zweiten Vorschwingen eine nochmalige Ausschwingung des Hebels (21) und demzufolge eine zweimalige Spulengehäuseauswechselung hintereinander auszuführen sucht, die Stuhlabstellung durch die genannte Vorrichtung bewirkt wird.
2. Schußspulengehäuseauswechselung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Einleitung einer Gehäuseauswechselung ein Hebel (45) von einer Klinke (44) freigegeben wird, um seinen Zapfen (46) niederschwingt und beim ordnungsmäßigen Gehäusewechsel durch die Stoßstange (19) und den Winkel (47) wieder in die unwirksame Lage ge-
hoben, beim nochmaligen Fehlen des Schußfadens aber um eine zweite, senkrecht zur ersten liegende Achse (51) gedreht und gegen den Abstellhebel (50) gedrückt wird und die Abstellung des Stuhles bewirkt.
3. Schußspulengehäuseauswechselung nach Anspruch 1 mit an beiden Seiten des Webstuhles vorgesehenen Magazinen zur Aufnahme der Spulengehäuse für mehrbindige Ware, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausbleiben des Schußfadens vom Fadenwächter (1) aus zunächst die Stütze (71) einer Klinke (72) entzogen wird, demzufolge die letztere beim, nächsten Vorgange des vom Fadenwächter aus verstellten Mitnehmerstückes eine Verschiebung erfährt und dann duixh entsprechende Zwischenmittel die Gehäuseauswechselung veranlaßt, wodurch der Faden wieder in dieselbe Fachkehle kommt, in welcher er gebrochen oder abgelaufen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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