DE200244C - - Google Patents

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DE200244C
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box tongue
spring
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/52Shuttle boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

I4*ujjeft4 η bei
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 c. GRUPPE
JEAN LAFORET in VALENCE (Dröme, Frankr.).
Schützenauffangvorrichtung für Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1906 ab.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Schützenauffangvorrichtung für Webstühle kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß die Schützenkastenzunge nicht an der Webstuhllade, sondern an einem von der Ladentriebstange aus verstellten Hebel drehbar ist, welcher im Augenblick des Schützenschlages die Kastenzunge vollständig aus der Schützenbahn zurückzieht, so daß während
ίο des Schlages überhaupt keine Berührung zwischen dem Schützen und der Zunge stattfindet. Die einzelnen Teile sind an sich bereits bekannt.
Bei einer Ausführungsform ist die Schützenkastenzunge an einer Feder befestigt, die ihrerseits von dem durch die Ladentriebstange . verstellten Hebel getragen wird.
Die Neuerung ist zweckmäßig so ausgebildet, daß der Traghebel der Schützenkasten-
ao zunge durch zwei die Tragstange gabelartig umgreifende Winkelhebel unter Einschaltung von Federn von der Ladentriebstange aus bewegt wird, wobei der eine Winkelhebel, bei seiner Verstellung durch die Ladenantriebsstange zu dem gegebenen Zeitpunkte den anderen Winkelhebel ergreift und bei seiner Bewegung mitnimmt, wodurch die Verstellung des Schützenkastentraghebels in sicherer und nachgiebiger Weise erfolgt.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt:
Fig. ι die Hinteransicht eines gemäß vorliegender Erfindung ausgebildeten Schützenkastens, Fig. 2 eine Oberansicht desselben, Fig. 3 einen Schnitt nach 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2, Fig. 5 eine schematische Darstellung der einen Ladenstelze und einer Antriebsstange in Verbindung mit der Vorrichtung, um die Schützenbremsung im gewünschten Zeitpunkte aufzuheben, während die Fig. 6 bis 13 verschiedene Ausführungsformen der Schützenkastenzunge und deren Verbindung mit dem die Fadenbremsung im gewünschten Zeitpunkte aufhebenden Hebel veranschaulichen.
Die Lade A (Fig. 1 bis 5) wird von den Ladenstelzen B (Fig. 5) getragen, welche durch Gelenkstangen C von einer Kurbelwelle aus in üblicher Weise ihren Antrieb erhalten. Unterhalb der Gelenkverbindung zwischen der Stange C und den Ladenstelzen B ist ein Drehzapfen für eine Zange D, D' vorgesehen, deren beide Glieder aus je einem Winkelstück bestehen. Das Glied D, welches etwas länger ist als das zweite Glied D', trägt an seinem einen Ende eine einstellbare U-förmige Klammer E, welche die Stange C umgreift, während das zweite Glied D' von einer Schraube F (Fig. 4) durchzogen wird, die die Größe des gegenseitigen Hubes der beiden Zangenglieder begrenzt.
In dem Raum zwischen den beiden Zangengliedern befindet sich das eine Ende des Hebels G, welcher an seinen beiden Berührungsflächen mit Stoßmilderungsfedern G' ausgerüstet ist. Dieser Hebel ist an einem Träger H, der am Ladenende befestigt ist, um eine in ihrer Lage regelbare Achse ausschwingbar.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 4 ist die Schützenkastenzunge / in einem Bügel J des Hebels G drehbar und wird von
einer mit dem letzteren verschraubten Feder K beständig in den Schützenkasten hineingestoßen. Die Spannung dieser Feder kann durch die Schrauben L und M geregelt werden.
Der Hebel G ist noch mit einer Stange O versehen, welche bei der Zurückbewegung der Schützenkastenzunge einen Hebel P mitnimmt und dadurch auf eine Sicherheitsvorrichtung einwirkt, die in bekannter Weise die Abstellung des Stuhles beim Fehlen des Schützens im Schützenkasten herbeiführt. Durch eine Schraube Q (Fig. 2) kann die äußerste Lage des Zangengliedes D' und daher auch des Hebels G begrenzt werden. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Kommt ein Schützen im Schützenkasten an, dann befindet sich die Antriebsstange C in der aus Fig. 1, 2, 4 und 5 ersichtlichen Lage. Der Hebel G läßt dann die Schützenkastenzunge I in den Schützenkasten eindringen. Der Schützen trifft zunächst den vorderen Teil der Schützenkastenzunge. Die letztere wird dabei um ihren Drehzapfen nach einer Richtung zum Ausschwingen gebracht, wobei der rechtsseitige Vorsprung der Zunge gegen die Schützenwandung einen Druck ausübt.
Der in seiner Bewegung bereits verlangsamte Schützen bewegt sich weiter, bis er den linksseitigen Zungenvorsprung trifft, wodurch die Schützenkastenzunge in umgekehrter Richtung als vorher ausschwingt und gegen den hinteren Teil des Schützens einen kräftigen Bremsdruck ausübt. Gleichzeitig wird diese Bewegung durch den Bügel J auf den Hebel G übertragen, welcher infolge der Anordnung seiner Federn G' etwas zurückweichen kann. Der Schützen wird dadurch mit allmählich steigender Kraft sanft und stoßlos festgehalten und kann nicht zurückspringen.
Nach erfolgter Schützenbremsung neigt sich die Antriebsstange C allmählich und verstellt dabei durch die Klammer E das Zangenglied D, wobei das letztere um seine Achse E", (Fig. 1 und 4) ausschwingt, bis sein wagerechter Arm die Schraube F des Zangengliedes D' trifft. Hierauf wird das letztere ebenfalls mitgenommen und der Hebel G, der von den beiden Zangengliedern umgriffen wird, folgt der Bewegung der Zange und entfernt sich von der Lade, wobei er die Schützenkastenzunge / mitnimmt.
Bei der Rückwärtsbewegung des Hebels G
spielen die Federn G' noch eine wesentliche Rolle, indem sie diese Bewegung sanft und stoßlos vonstatten gehen lassen.
Die Fig. 6 bis 13 zeigen unter Beibehaltung des Hauptprinzips verschiedene Ausbildungen, welche die Schützenkastenzunge I und der Hebel G aufweisen können.
Gemäß Fig. 6 ist die Schützenkastenzunge / mit dem an dem Hebel G sitzenden Bügel J durch eine ösenartig ausgebogene Blattfeder R verbunden, während eine zweite Feder R' der Zunge / sich gegen eine Anschlagschraube S des Hebels G anlegt und eine Anschlagschraube T die Größe des Zungenenausschlages begrenzt. Dadurch, daß die Schützenkastenzunge erst unter Einschaltung einer Feder mit dem Bügel J verbunden ist, gewährt sie eine größere Nachgiebigkeit, welche sie für besondere Gewebe geeignet macht.
Die Ausführungsform der Fig. 7 unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 6 nur dadurch, daß der Bügel J nach der Hinterseite des Hebels G verlegt ist.
Bei der Ausführungsform der Fig. 8 wird eine lange Blattfeder U verwendet, welche, sobald der Schützen das rechte Zungenende trifft, umgekehrt auf das linke Zungenende einwirkt und dadurch auf die Hinterseite des Schützens einen kräftigen Druck ausübt. Durch eine Schraube V läßt sich die Wirksamkeit der Feder regeln.
Gemäß der Ausführungsform der Fig. 9 wird eine Feder X. verwendet, welche am vorderen Zungenende befestigt und um das hintere Zungenende herumgebogen ist. Der einlaufende Schützen bewirkt ein Vorspringen des gebogenen Federendes, gegen welches sich hierauf der Schützen selbst anlegt, um dadurch eine besondere Bremsung zu erhalten. Die Feder legt sich dabei gegen die Schraube V und bewirkt demzufolge ein Ausschwingen der Schützenkastenzunge, so daß ihr vorderes linksseitiges Ende kräftig gegen den Schützen andrückt, der dadurch eine wirksame, allmählich ansteigende Bremsung erfährt.
Gemäß der Ausführungsform der Fig. 10 ist die Schützenkastenzunge / direkt an dem Bügel J drehbar. Außerdem besitzt die Zunge in einem Ausschnitt eine besondere Blattfeder a, welche sich gegen Anschlagschrauben b und c stützen kann. Mit Hilfe dieser Schrauben läßt sich die Größe des no Vorsprunges der Feder α regeln. Durch diese Feder erzielt man an dem hinteren Teil der Schützenkastenzunge / eine elastische Fläche, welche eine allmähliche Bremsung des Schützens herbeiführt.
Die in Fig. 11 ersichtliche Ausführungsform zeigt eine aus zwei Teilen bestehende Schützenkastenzunge. Der Teil / ist um den Bügel J, wie bei einigen der übrigen ,Ausführungsformen, drehbar, während der andere Teil /' um einen Zapfen des Hebels G ausschwingen kann. Die Größe dieses Ausschlages wird
durch eine Anschlagschraube g geregelt. Beim Eintreffen des Schützens in den Schützenkasten wird zunächst der Teil I zurückgedrückt und die Feder U zusammengedrückt, welche dabei den Teil /' nach auswärts drückt. Der Schützen trifft hierauf auch den Teil I' und drückt diesen seinerseits nach einwärts, wobei unter Vermittelung der Feder U der Teil / kräftig gegen
ίο die Schützenwandung angedrückt wird und ein Zurückspringen des Schützens aus dem Kasten verhindert.
Bei der Ausführungsform der Fig. 12 ist der Bügel J statt hinten, am vorderen Teil des Hebels G vorgesehen, was für einige Webstuhltypen erforderlich ist. Die Teile P und O sind dabei ebenfalls etwas anders als bei den übrigen Ausführungsformen angeordnet.
Die Schützenkastenzunge / steht in diesem Falle durch eine Feder JR mit dem Bügel J in Verbindung. Eine zweite Feder U, welche auf die Schützenkastenzunge einwirkt, entspricht in ihrer Funktion der Feder U der Fig. 8. Die veränderte Anordnung der Lage der Teile O und P macht es- erforderlich, einen besonderen Haken Fan dem Hebel G zu befestigen, wodurch der Teil O bei der Zurückbewegung des Hebels G mitgenommen wird.
Bei der Ausführungsform der Fig. 13 werden zwei kleine Vorsprünge Z und Z' verwendet, welche durch einen Hebel d miteinander verbunden sind, der sich gegen eine Schraube e stützt. Gewöhnlich befindet sich der erste Vorsprung Z bündig mit der Schützenkastenzunge /, sobald aber der Schützen gegen den Vorsprung Z' andrückt, wird der Vorsprung Z unter Vermittelung der Stange d in den Schützenkasten hineingedrückt und übt gegen das hintere Schützenende eine kräftige Bremswirkung aus. Durch eine Feder / wird der Vorsprung Z' wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt. Die Verbindung" der Schützenkastenzunge / mit dem Hebel G erfolgt auch bei dieser Ausführungsform durch eine Blattfeder R.

Claims (2)

Paten t-An Sprüche:
1. Schützenauffangvorrichtung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß die Schützenkastenzunge an einem von der Ladenantriebsstange aus verstellten Hebel (G) drehbar ist, welcher im Augenblick des Schützenschlages die Kastenzunge vollständig aus der Schützenbahn zurückzieht, so daß während des Schlages überhaupt keine Berührung zwischen dem Schützen und der Zunge stattfindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schützenkastenzunge gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Federn tragende Hebel (G) durch zwei die Tragstange gabelartig umgreifende Winkelhebel (D, D') unter Einschaltung von Federn (G') von der Ladentriebstange aus bewegt wird, wobei der eine Winkelhebel (D) bei seiner Verstellung durch die Ladenantriebsstange zu dem gegebenen Zeitpunkte den anderen W7inkelhebel (D') ergreift und bei seiner Bewegung mitnimmt, wodurch die Verstellung des Traghebels (G) der Kastenzunge in sicherer und nachgiebiger Weise erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT200244D Active DE200244C (de)

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