DE176374C - - Google Patents
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- DE176374C DE176374C DENDAT176374D DE176374DA DE176374C DE 176374 C DE176374 C DE 176374C DE NDAT176374 D DENDAT176374 D DE NDAT176374D DE 176374D A DE176374D A DE 176374DA DE 176374 C DE176374 C DE 176374C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41B5/06—Casting devices mechanically operated
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Gießmaschine, die besonders zur Herstellung
von einzelnen Lettern, deren Bestand zufällig erschöpft ist oder die besondere Abmessungen
haben, von Auszeichnungslettern, Leisten, Verzierungen, Gevierten, Halbgevierten
und anderen Ausschlußstücken bestimmt ist und derart eingerichtet ist, daß sie von dem
Drucker selbst bedient werden kann und denselben von der Schriftgießerei unabhängig macht.
Um dies zu erreichen, ist es notwendig, daß die Maschine mit Leichtigkeit zur Herstellung einer
bestimmten Letter o. dgl. eingestellt werden kann und nicht eine Bedienung durch einen
,15 besonders geschickten oder erfahrenen Schriftgießer erfordert.
Bei den gegenwärtig in Gebrauch befindlichen selbsttätigen oder Komplettgießmaschinen erhält
man zwar fertige Lettern, jedoch ist für den Betrieb dieser Maschinen ein durchaus erfahrener
Fachmann notwendig, der die unübersichtliche Bauart dieser Maschinen vollständig
kennt und die erforderlichen Einstellungen der Maschine beim Übergang von einer Letternhöhe bezw. -breite zur anderen mit
Sicherheit und Zuverlässigkeit macht. Bei allen bisher bekannt gewordenen Maschinen dieser
Art sind bei einem solchen Übergang eine ganze Reihe einzelner Teile umzustellen, und da die
Einstellung dieser Teile infolge der großen ' Empfindlichkeit des menschlichen Auges gegen
fehlerhafte Stellen im Druck außerordentlich fein geschehen muß, ist es schwierig und zeitraubend,
diese Umstellung zu bewirken, und es ist daher ausgeschlossen, die Maschine in einem Betriebe zu benutzen, wo es sich nur um
einzelne Fehltypen handelt und die Umstellung nach jedem Guß oder nach einer geringen Anzahl
von Güssen geschehen soll, und zwar durch einen Arbeiter, der gewöhnlich als Setzer oder
Drucker tätig ist. Man muß daher in solchen Betrieben von der Anwendung einer Letterngießmaschine
absehen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun die Letterngießmaschine derart eingerichtet,
daß die Gießvorrichtung bezw. die Gießform aus solchen Teilen ..zusammengesetzt ist, die
beim Übergang von einer Letternart zur anderen einfach ausgewechselt werden, und aus
anderen Teilen, die für alle Lettern unverändert bleiben. Die auswechselbaren Formteile werden
durch die Maschine selbst in die richtige Gießstellung gebracht und ergeben dann sofort die
' richtige Kegelhöhe und Breite und die genau richtige Stellung der Matrize gegenüber den
übrigen Formteilen. Die außerdem noch notwendige Verstellung einzelner Teile der Maschine
wird dadurch erreicht, daß für jede Letternbreite bestimmte Einsatzstücke oder
eine Mehrzahl solcher eingesetzt werden. Die übrigen Teile der Maschine bleiben im wesentlichen
bei jedem Guß unverändert, indem sie so eingerichtet sind, daß sie sich selbsttätig den
verschiedenen, bei Herstellung größerer oder kleinerer Lettern auftretenden Bedingungen anpassen.
Die beiliegende Zeichnung stellt zwei Gießmaschinen als Ausführungsbeispiele dar.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der ersten Ausführungsform,
Fig. 2 ein Grundriß derselben.
Fig. 2 ein Grundriß derselben.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 2.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie y-y in Fig. 2.
ίο Fig. 5 und 6 sind Schnitte durch die Einrichtung
zur Bewegung der Gießpumpe in verschiedener Stellung.
Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie v-v in Fig. 2.
Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie z-z in Fig. 7.
Fig. 9 ist eine Einzeldarstellung.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach der Linie u-u der Fig. 7.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach der Linie u-u der Fig. 7.
Fig. 11 ist eine Seitenansicht und
Fig. 12 ein Grundriß der Formteile.
Fig. 13 ist ein Schnitt durch den auswechselbaren Formteil.
Fig. 12 ein Grundriß der Formteile.
Fig. 13 ist ein Schnitt durch den auswechselbaren Formteil.
Fig. 14 ist eine Stirnansicht dieses Teiles.
Fig. 15 bis 18 erläutern eine abgeänderte Ausführungsform.
Fig. 15 bis 18 erläutern eine abgeänderte Ausführungsform.
Die Gießform.
Die Gießform (Fig. 10 bis 14) besitzt einen
feststehenden Formteil 172, der die eine Wand für den Letternkörper bildet, und einen beweglichen,
auswechselbaren Formteil 170, der die Matrize trägt und zwei andere Seitenflächen
für den Letternkörper bildet (Fig. 14). Die vierte Seitenfläche wird durch einen beweglichen
und auswechselbaren Schieber ng gebildet, während der Fuß der Letter durch einen beweglichen,
aber für alle Lettern gleichen Schieber 171 gebildet wird. An dem feststehenden Formteile
172 ist der Gießmund 176 befestigt, der mit einer Öffnung 191 (Fig. n und 12) zur Bildung
des Angusses und zur Aufnahme des Mundstückes 35 der Gießpumpe versehen ist. Der
Schieber 171 ist so gestaltet, daß er nicht nur die Fußfläche der Letter erzeugt, sondern auch
einen Raum 189 (Fig. 11) für den Anguß frei läßt. Die beiden Schieber 119 und 171 sind
zwischen dem Gießmund 176 und einem Vorsprung 173 (Fig. 10) des festen Formteiles geführt,
während die bewegliche Form 170 zwisehen dem Ansatz 173 und einem Ansatz 174 des
festen Formteiles verschiebbar ist. Für jede Kegelhöhe bezw. Letternbreite hat man eine
bestimmte Form 170 bezw. einen besonderen Schieber 119. Die Einsatzform 170 trägt mittels
einer Schraube 181 (Fig. 13) einen Matrizenhalter
179, in dem die Matrize mit dem gewünschten Schriftzeichen eingesetzt und festgeklemmt
werden kann (Fig. 14). Die Matrize trägt das Schriftzeichen in solcher Stellung, daß
es die richtige Lage gegenüber den beiden durch die Einsatzform bestimmten Seitenwandungen
des Schriftkegels besitzt. Die Einsatzform selbst hat solche Abmessungen, daß sie, in die Führungen
173, 174 eingeschoben und bis in die Schlußlage vorwärts bewegt, die richtige Länge des
Letternkörpers und Kegelhöhe bestimmt. Die dann noch offene letzte Seite der Form wird
durch den Schieber 119 gebildet, dessen Einstellung unten beschrieben wird. Die Fußfläche
mit dem Anguß wird durch den Schieber 171
selbsttätig hergestellt.
Das Einstellen dieser Formteile braucht somit keinerlei Geschick oder Berechnung, weil die
auswechselbaren Teile so angeordnet sind, daß sie von selbst die richtigen Abmessungen und die
richtige Stellung des Schriftzeichens ergeben. Man kann somit alle nach Höhe und Breite
verschiedenen Lettern lediglich durch Auswechseln fester Teile herstellen. Es bedarf
keiner Verstellung beweglicher Teile der Form.
Der feststehende Formteil 172 ist in den Maschinenkopf
21 eingelegt, wobei Lufträume 211 (Fig. 7) gelassen sind, um die Form zu isolieren
und gegen Wärmeverluste zu schützen. Unter Umständen kann man auch besondere Isoliermittel
zur Umkleidung der Form benutzen.
Die beweglichen Formteile 170 und 119 werden
nicht mit der Hand in ihre Arbeitslage vorgeschoben, sondern mittels eines mechanischen
Antriebes, um stets die gleiche Einstellung zu ergeben. Dieser mechanische Antrieb
(Fig. ι bis 4) wird von einer Stufenscheibe 2 in Tätigkeit gesetzt, die vermittels
eines Handrädchens 4 in üblicher Weise mit einer Welle 3 gekuppelt werden kann. Zwecks
Einstellung ist die Welle 3 noch mit einem Handrade 5 versehen. Von der Welle 3 wird
mittels einer Kurbelscheibe 8 und eines Lenkers 10 (Fig. 3) ein Gleitblock 9 im Maschinengestell
hin- und hergeschoben. In diesem Gleitblock ist eine Stange 11 mit ankerförmigem
Kopf 177 (Fig. 3) verschiebbar gelagert, die durch eine Feder 12 vorwärts gedrückt gehalten
wird. Der Ankerkopf der Stange 11 greift in eine Aussparung iyya der Einsatzform 170
(Fig. 10 bis 12). Die Gestalt dieser Aussparung ist eine solche, daß die Einsatzform mit Leichtigkeit
über den Kopf geschoben werden kann und sich gegenüber dem Kopf entsprechend einstellen
kann.
Die Einsatzform 170 wird in der Arbeitsstellung durch einen Keil 15 festgeklemmt, der
zwischen die Form und eine Druckrolle 16 (Fig. 3 und 7) eingeschoben wird und verhindert,
daß die Einsatzform durch den Druck des eingetriebenen, flüssigen Metalles außer Stellung
gebracht wird. Der Keil 15 wird mittels einer Kuppelstange 14 und eines durch eine
Feder 17 vorwärts gedrückten Schiebers 13 vom Gleitstück 9 aus vorgeschoben. Infolge der
Federanordnung 12, 17 kann der Keil 15, nachdem
die Form 170 die richtige Stellung erreicht
hat, noch weiter vorgeschoben werden, indem die Kurbelscheibe 8 ihren Hub vollendet.
Die Pumpenanordnung.
Der Schmelzkessel 31 der Pumpe (Fig. 1
bis 4) ist von einem Mantel 30 umgeben und ruht auf der Oberkante desselben. Der Mantel
besitzt beiderseits Schildzapf en 36 (Fig. 1 und 4), die in einem ringförmigen Träger 37 gelagert sind.
Die Schildzapfen befinden sich in derselben Höhe wie der Ausguß 35 und gestatten eine
Ausdehnung und eine Einstellung der Pumpenteile. Durch eine Federanordnung 41 wird die
Pumpe gegen die Gießmundplatte gedrückt (Fig. 3). Diese Federanordnung gestattet eine
wagerechte Ausdehnung des Schmelzkessels. Die Erhitzung des Kessels erfolgt mittels eines
Brenners 33, von dem ein Hilfsbrenner 34 zur Erhitzung des Ausgusses und der Gießmundplatte
abzweigt. Der Träger 37 ist drehbar und kann nach Lösen des Befestigungsbolzens 39
um seinen Drehzapfen in die in Fig. 2 punktiertgezeichnete Stellung herumgeschwungen werden,
wenn der Gießmund besichtigt oder gereinigt werden soll.
Im Ausguß ist eine Ventileinrichtung zum Auslassen bezw. Absperren des flüssigen Metalles
angebracht (Fig. 1 bis 4), deren Einzelheiten jedoch im wesentlichen bekannt sind
und keiner! Teil der Erfindung bilden. Diese besteht aus einem Ventilkörper 50 mit einem
kegelförmigen Ende 51, durch welches die Auslaßöffnung geöffnet oder geschlossen werden
kann. Auf dem Körper 50 sitzt noch ein Ventilkörper 52, welcher eine Öffnung freigibt
oder schließt, durch welche bei geschlossenem Gießmundstück flüssiges Metall in den Pumpenstiefel
54 aus dem Schmelzkessel durch den Kanal 53 nachgesaugt wird. Der Pumpenkolben 73 besitzt, wie bekannt, ein ähnliches
Ventil 74, welches die vollständige Füllung des Pumpenstiefels nach jedem Guß sicherstellt.
Der Hebel 55, durch den der Ventilkegel 51 verschoben wird, hängt an einem Zapfen 56,
der mit Spiel in einem Schlitz im oberen Ende des Gestellteiles 57 ruht (Fig. 3). Eine Feder 58
drückt den Hebel 55 nach außen, bis er gegen den Ansatz 60 des Pumpenhebels 61 trifft.
Dieser Hebel bildet nunmehr die Drehachse für den Hebel 55, wodurch das untere Ende des
Hebels 55 nach links (Fig. 3) bewegt wird, um den Ventilkegel 51 auf seinen Sitz zu drücken
und die Ausgußöffnung für die Pumpe abzuschließen. Wenn der Pumpenhebel 61 niedergeht,
um den Pumpenkolben 73 abwärts zu bewegen und flüssiges Metall mit Hilfe des letzteren in die Gießform überzudrücken, gleitet
der Ansatz 60 von einer Rolle 64 des Hebels 55 herunter, worauf eine Federanordnung 62, 63
sofort das untere Ende des Hebels 55 nach rechts bewegt. Dadurch wird der Ventilkegel
51 von seinem Sitz abgehoben und der Ventilkörper 52 gleichzeitig auf seinen Sitz
gedrückt.
Der Pumpenhebel 61 ist an einem Arm 48
(Fig. 4) am Metallbehälter drehbar befestigt und wirkt mit Hilfe eines Bügels 71 auf die
Pumpenstange 70 und den Pumpenkolben 73 ein. Unterhalb des Pumpenkolbens ist in dem
Pumpenstiefel 54 ein kleiner Kanal 75 (Fig. 3) vorgesehen, welcher beim Gießen von kleinen
Lettern den Metalldruck herabmindert, indem ein bestimmter Teil des vom Kolben verdrängten
Metalles durch diesen Kanal 75 wieder in den Schmelzkessel zurücktritt.
Beim Gießen großer Lettern sinkt der Pumpenkolben über den Kanal 75 herab und schließt
ihn dadurch ab, so daß sämtliches von der Pumpe geförderte Metall in die- Gießform eingetrieben
wird. Man erhält auf diese Weise bei großen und kleinen Lettern gleichmäßige Dichte.
Die Bewegung des Pumpenkolbens erfolgt durch ein Gewicht 80 (Fig. 4 bis 6), welches
für alle Gußstücke das gleiche bleibt, jedoch bei kleinen Gußstücken kürzere Zeit auf den
Pumpenkolben wirkt als bei großen Gußstücken.
Das Gewicht 80 (Fig. 2, 4 bis 6) wird durch eine der Länge nach hin- und herbewegte Welle
81 unter Einwirkung eines Hebels 83 gehoben, welcher an der Führung 84 des Gewichtes drehbar
gelagert ist und unter einen an dem Gewicht gelenkig angebrachten Knaggen 85 greift. Wenn
das Gewicht 80 fast bis zur höchsten Stellung gehoben ist, kommt eine Klinke 90, die
an einem Gehänge 97, welches am Pumpenhebel 61 hängt, drehbar ist, mit einem Absatz 88
des Gewichtes 80 in Eingriff und verbindet dadurch das Gehänge 97 mit dem Gewicht 80.
Die Teile sind dabei aus der Stellung nach Fig. 5 in die Stellung nach Fig. 6 gelangt. Sobald die
Welle 81 sich nunmehr noch ein wenig weiter nach rechts bewegt, gibt der Hebel 83 das
Gewicht 80 frei, welches niederfällt und mittels des Hebels 61 den Pumpenkolben abwärts bewegt.
Ein Luftpuffer 101, der im Fußgestell 1
angebracht ist, verzögert die Fallbewegung des Gewichtes.
Während das Gewicht 80 niederfällt, kommt das untere Ende der Klinke 90 vor einen Anschlag
99 der Schubwelle 81 zu stehen, welche mit einer Aussparung versehen ist. Das Gewicht
fällt um so rascher und um so tiefer, je größer die von der Form aufzunehmende Metallmenge
ist. Infolgedessen trifft der Anschlag 99 mit einer höheren oder tieferen Stelle einer
schrägen Fläche 102 der Klinke 90 zusammen und drückt diese dann zurück, bis durch Freiwerden
der Sperrnase 89 an der Klinke 90 die Verbindung zwischen den Teilen 88 und 90
gelöst ist und das Gewicht vom Gehänge 97 frei wird. Das Gehänge wird nunmehr durch
eine Feder 100 sofort wieder angehoben, wäh-
rend das Gewicht 80 infolge der Luftpufferanordnung langsam zurücksinkt. Vermöge
dieser Anordnung wird die Auslösung des Gewichtes um so früher bewirkt, je kleiner die zu
gießende Letter ist, so daß ein gleichmäßiger Guß bei allen Lettern erreicht wird.
Die gegossene Letter wird durch den Schieber 119 nach dem Guß aus der Form herausgestoßen
(Fig. 7). Die Bewegung des Schiebers erfolgt durch die Welle 81, welche neben ihrer Längsverschiebung,
durch die in beschriebener Weise die Gießpumpe in Tätigkeit gesetzt wird, noch eine geringe Drehung erfährt, indem ein an
ihr seitlich vorspringender Rollenstift 110 beim Verschieben der Welle zwischen den schrägen
Flächen 106 und in entlang gleitet (Fig. 5). Dies tritt ein, nachdem der Letternguß vollendet
ist und die Formteile geöffnet sind, indem die Schubwelle zurückkehrt. Die Drehbewegung
der Schubwelle 81 wird auf den Schieber 119
mit Hilfe eines Armes 112 (Fig. 7), eines Stiftes 109, einer Feder 108 und eines Kreuzkopfes 116
übertragen, an welchem der Schieber 119 mittels eines Zapfens 118 befestigt ist. Die Zurückführung
des Schiebers wird durch eine Feder 114 bewirkt, die am unteren Ende des Armes 112
angreift.
Durch die Wirkung der Feder 114 wird der
Schieber 119 gegen ein Anschlagstück 120 gezogen,
welches im Maschinengestell verschiebbar eingesetzt ist. Zwischen den Block 120 und
einen festen Block 122 können Einsatzstücke 124 von verschiedener Stärke eingesetzt werden,
durch die die Stellung bestimmt wird, bis zu welcher der Schieber zurückgezogen wird. Auf
diese Weise wird die Lage des Schiebers entsprechend der zu erzielenden Letternbreite geregelt.
Je schmäler die Letter ist, desto mehr Einsatzstücke 124 sind einzusetzen und umgekehrt.
Die Einsatzstücke 124 sind mit dem Letternmaß bezeichnet, so daß der Arbeiter
entsprechend der Letternnummer auf der Matrize die Einsatzstücke von richtiger Zahl und
Größe aussuchen kann, um sie zwischen die Blöcke 120, 122 einzusetzen. Er kann somit
die Stellung des Schiebers regeln, ohne irgendwelche Messungen vornehmen zu müssen.
Das Ausstoßen und Fertigmachen der Lettern.
Durch den Schieber 119 wird, wie angegeben wurde, die Letter 200 nach dem Guß vorgeschoben
und der Letternbahn 134 (Fig. 7, 8 und 10) zugeführt. Sie gelangt dabei unter ein
Gleitstück 130, welches die Letter festklemmt, so daß sie sich von dem zurückkehrenden Schieber
119 löst. Ein zweiter Gleitblock 150 (Fig. 8 und 9) bricht dabei den Anguß 201 von der
Letter ab. Die Abwärtsbewegung beider Gleitstücke wird durch die Federn 131 bezw. 153
bewirkt, während die Aufwärtsbewegung durch einen Schwinghebel 136 erzeugt wird, der mittels
eines Drückers 139 bewegt wird. Letzterer ist an dem Kopf des Gleitstückes 9 (Fig. 2) in
solcher Weise befestigt, daß, wenn dieses sich gegen die Gießform vorbewegt, der Drücker,
welcher aus der senkrechten Lage nur nach links (Fig. 8) ausschwingen kann, über das Ende 147
des Schwinghebels 136 gleitet. Bei der Rückbewegung des Gleitstückes nach links kommt der
Drücker in Berührung mit einer Abschrägung des Hebelendes 147 und drückt dieses nieder,
so daß das andere Hebelende den Block 150 und auch den mit · einem Ansatz über diesen
greifenden Block 130 anhebt (Fig. 8). Sobald der Drücker 139 von dem Ende 147 des Schwinghebels
abgleitet, ist dieser wieder ausgelöst und die Federn 131 und 153 drücken die Gleitstücke
wieder nach unten. Da die Gleitstücke stets bis in ihre oberste Stellung gehoben werden, so
können Lettern von beliebiger Stärke unter dieselben treten, ohne daß eine besondere Einstellung
notwendig ist.
Neben den Gleitstücken 130 und 150 liegt
eine flache Feder 145 (Fig. 7), welche an einem Schuh 141 befestigt ist, der· von einem Bolzen
140 getragen wird. Eine den Bolzen umgebende Schraubenfeder 144 drückt den Schuh und die
Feder 145 abwärts, so daß letztere die Lettern in richtiger Stellung auf der Letternbahn hält,
während der Fuß der Letter bestoßen wird. Diese Haltevorrichtung ist in senkrechter Richtung
entsprechend der Letternstärke einstellbar. Dies geschieht mittels eines in einen Ausschnitt
des Bolzens 140 eingreifenden Exzenters 142, das mit der Hand durch den Knopf 143 gedreht
wird. Der Knopf trägt eine die Stärken der entsprechenden Lettern anzeigende Teilung und
mittels derselben wird die Einstellung der Federplatte 145 mit Leichtigkeit ausgeführt.
Während die Letternreihe unter der Federplatte entlang geführt wird, streicht sie an einem
Hobelmesser 160 mit Zähnen 161 (Fig. 10) entlang,
welches die Angußstellen der Lettern in üblicher Weise beschneidet.
Die Maschine liefert somit vollständig gebrauchsfertige Lettern. Die Arbeitsweise der
Maschine ist aus der bisherigen Beschreibung ohne weiteres zu entnehmen und bedarf keiner
näheren Beschreibung.
In den Fig. 15 bis 18 ist eine abgeänderte Ausführungsform
der Maschine dargestellt. Der Unterschied besteht hauptsächlich in der Anwendung
umlaufender Hubscheiben 8a, ιιιλ,
83'! und 99a an Stelle der hin- und hergehenden
Maschinenteile der erstbeschriebenen Einrichtung. In Fig. 18 ist außerdem gezeigt, daß
die Kupplung der Klinke goa mit dem Gewicht
80 durch Reibung an Stelle des Paarschlusses erfolgen kann. Bei dieser abgeänderten Ausführungsform
sind die Teile mit den Ziffern bezeichnet, welche die entsprechenden Teile bei
der ersten Ausführungsform haben, jedoch ist zum Unterschiede ein Index angehängt. Man
erkennt hierbei ohne weiteres, wie die Maschine der zweiten Ausführungsform eingerichtet ist
und wirkt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Letterngießmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung derίο Gießform für andere Letternsorten ohne wesentliche Verstellung von Maschinenteilen dadurch ermöglicht wird, daß die Form aus einem festen Teile (172) und auswechselbaren, beweglichen Teilen (119,170) zuzammengesetzt ist, von denen die letzteren ohne weitere Einstellung von Hand sofort in Zusammenwirkung mit dem festen Formteile die richtigen Abmessungen für die Letternform ergeben.' 2. Letterngießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die- Veränderung der Stellung der auswechselbaren Formteile (119) gegenüber dem festen Formteile (172) durch Einfügung von Paßstücken(124) in bestimmter Stärke und Anzahl je nach den Abmessungen der Letter erfolgt, um ohne Anwendung von Formteilen, die in sich veränderlich sind, die richtige Einstellung zu erzielen.3. Letterngießmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (8, 9, 10), die von einer Antriebsvorrichtung (2) aus die Formteile unabhängig von einer Einstellung derselben in die Gußstellung vorschiebt und sie in dieser Stellung durch eine Sicherung (15) geschlossen hält.4. Letterngießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizen (179) in den auswechselbaren Formteilen (170) auswechselbar eingespannt sind, derart, daß verschiedene Matrizen in den gleichen Formteilen benutzt werden können.5. Letterngießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießvorrichtung ohne Einstellung von Hand selbst die für jede Letter nötige Liefermenge an Metall und den Kolbenhub regelt, indem ein den Pumpenkolben (73) bewegendes Gewicht (80) früher oder später außer Verbindung mit dem Pumpenkolben gebracht wird, je nachdem eine geringere oder größere Metallmenge zum Guß der Letter notwendig ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE176374C true DE176374C (de) |
Family
ID=440947
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT176374D Active DE176374C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE176374C (de) |
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0
- DE DENDAT176374D patent/DE176374C/de active Active
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