DE175083A - - Google Patents

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DE175083A
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KAISERLICHES A
PATENTAMT
Bei bekannten Formmaschinen, welche mit einem in Führungen gehenden Rahmen zur Aufnahme von zwei oder mehreren Formkästen ausgerüstet sind, wird den Formkästen von einem Druckzylinder eine Bewegung, in der Weise erteilt, daß jedesmal der eine; Formkasten unter den Preßkopf geschoben wird, während gleichzeitig der andere unter dem Preßkopf fortbewegt wird. Falls
ίο nun das Einpressen des Sandes unter dem Preßkopf schneller vor sich geht als das Einlegen eines neuen Formkastens in den verschiebbaren Rahmen und das Einfüllen des Sandes, so kann der schon fertig gepreßte Formkasten nicht unter dem Preßkopf vorgezogen werden, da ja auch in diesem Falle der in dem Rahmen liegende, aber noch nicht fertig gefüllte Formkasten in Bewegung gesetzt werden würde.
ao Nach der Erfindung laufen deshalb unterhalb des Preßkopfes auf Führungsschienen zwei voneinander unabhängig bewegbare Wagen und stehen vermittels passender Hebelverbindungen mit zwei vollständig von-
25. einander getrennten Preßzylindern so in Verbindung, daß entweder beide Formkästen nacheinander unter den Preßstempel geführt werden oder aber auch nur mit einem Wagen oder einem Formkasten gearbeitet werden kann. Hierdurch wird der große Vorteil erreicht, daß, falls der auf dem einen Wagen unter dem Preßstempel liegende Formkasten schon fertig gepreßt ist, dieser Wagen unabhängig von dem anderen unter dem Preßkopf wieder vorgezogen werden kann, ohne daß die Bewegung des anderen Wagens, dessen Formkasten noch mit Sand gefüllt wird, hierdurch in irgend einer Weise beeinträchtigt wird. Gegenüber dem Verschieben der Formwagen von Hand eines Arbeiters bietet die Verwendung eines maschinellen Antriebes den Vorzug der Gleichmäßigkeit des Antriebes mit der Ersparnis von Arbeitskräften.
Der Gegenstand der Frfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar in Fig. 1 im Grundriß, Fig. 2 in Längsansicht und in Fig. 3 in der Seitenansicht.
Der von den Ständern 1, 1 getragene Rahmen ta liegt über den Schienen b und trägt in geeigneten Führungen den Preßholm c. Dieser Preßholm wird durch den Schwinghebel d auf- und niederbewegt, der durch das Zwischengelenk e an die Kolbenstange eines Druckluft- oder sonstigen Zylinders/angeschlossen ist. Letzterer stehtauf einer Ausladung 2 am Grundbett der Maschine. Die Wagen g g1 laufen auf den Schienen b.
Um die Wagen und Formkästen zu bedienen, ist folgende Einrichtung getroffen: Auf einen Aufsatz oben auf dem Rahmen a sind zwei Zylinder h hl getrennt voneinander aufgestellt, welche jeder für sich durch die Leitung i mit Druckflüssigkeit oder sonstigem Druckmittel gespeist werden.
Die Kolbenstange des Zylinders h umgreift mit ihrem mit-Langschlitz ν versehenen Ende einen auf dem kurzen Arm des Kniehebels j
sitzenden Zapfen w, genannter Hebel sitzt bei io drehbar am Rahmen ά. Der lange Schenkel des Kniehebels j ist bei χ mit'einem Gelenk verbunden, dessen anderes Ende bei y an dem Wagen g drehbar befestigt ist, so daß sich beim Ausschwingen des Hebels j der Wagen g hin- und herbewegt. Die Kolbenstange des Zylinders hl ist in gleicher Weise durch den Zapfen wl mit dem bei ii drehbar am Rahmen α sitzenden Kniehebel j1 und bei x1 mit dem Gelenk k1 verbunden, das andererseits bei yx am Wagen g1 drehbar befestigt ist.
Mittels der Handhebel 111, welche für den Arbeiter bequem und leicht erreichbar sitzen, werden die Schieber an den Zylindern h h1 so verstellt, daß durch Einlassen von Druckluft in und durch die Röhren auf die eine oder andere Seite der Kolben in genannten Zylindern die Wagen ganz nach Wunsch des die Maschine bedienenden Arbeiters auf den Schienen sich gegen den Preßholm hin oder von ihm weg bewegen.
Die Federpuffer m m sollen die Bewegung der Wagen g und g1 aufhalten, und somit verhindern, daß die Wagen über ihre Arbeitsstellung hinausrollen. Auf den Platten 0 in den Wagen liegen die Modelle, und durch diese Platten gehen Säulen ρ hindurch, auf deren oberen Enden die Formkästen q aufliegen, wie Fig. 3 zeigt; die Säulen ρ stehen auf Rahmen r unten im Wagen, welche von den Kolben s s1 in den Zylindern t i1 getragen werden. Durch die biegsamen Rohre u n1 wird das Druckmittel in die Zylinder 111 geleitet, um die Kolben und mit ihnen die Rahmen r und die Formkästen q q1 anzuheben, damit letztere über die Modelle treten, die auf ihren Platten liegen bleiben.
Ehe man Druckluft,.in die Zylinder ii1 einläßt, zum Zwecke, die Formkästen von den ' Modellen abzuheben, muß man die Modelle im Sande lockern, welcher dicht um sie herum eingestampft ist; dies wird in folgender Weise bewirkt:
Die Behälter 3 sind an den· Platten 0 befestigt und umschließen kleine Flügelräder oder Turbinen, von denen jedes oder jede . einen Kurbelzapfen 4 trägt; dieser erhält eine rasche Umlaufsbewegung dadurch, daß Druckluft mittels der Röhren 5, 5 in die Behälter 3 eingelassen wird. Diese Kurbelzapfen 4 erteilen den kleinen Schlagstiften 6, 6 eine rasche Schüttelbewegung gegen Zapfen 7, 8, die an von der Platte 0 herabhängende an ihnen befestigte Augen anschlagen und dadurch der Platte 0 und dem auf ihr befindlichen Formkasten q eine Rüttelbewegung erteilen, wodurch die Modelle im Sande genügend gelockert werden und deren leichtes Herausheben durch die Säulen ρ ρ ermöglicht wird, ohne die Sandform zu beschädigen. Die Druckluft, welche den Zylindern 111 zum Zwecke des Hochhebens der Formkästen und den Behältern 3, 3 für die Schüttelvorrichtungen zum Auflockern der Modelle zugeführt wird, wird abwechselnd nach dem einen oder anderen Wagen mittels eines Dreiwegehahnes 9 geleitet, der für den Maschinisten leicht erreichbar liegt.
Fig. 2 zeigt in punktierten Linien den vom Kolben sl am Wagen g1 angehobenen Formkasten ql. Aus dieser Stellung kann er leicht mit der Hand abgehoben und zum Gießen fertig hingestellt werden.
In der beschriebenen Vorrichtung können die Wagen abwechselnd in die Arbeitsstellung zum Festpressen der Formen gebracht werden, so daß der Preßholm von beliebiger Gestalt fast ununterbrochen in Tätigkeit sein kann und keine Zeit verloren geht, während die Formen ausgewechselt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: 8S
    Sandformmaschine mit auf Schienen laufenden und durch Dampf oder Druckluft bewegbaren Formkastenwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wagen mit zwei voneinander unabhängig wirkenden Preßzylindern (h h1) so durch passende Hebelverbindungen (j k und p kl) verbunden sind, daß sie unabhängig voneinander entweder nacheinander oder jeder für sich allein unter den Preßkopf geführt oder unter demselben vorgezogen werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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