DE156151C - - Google Patents

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DE156151C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D15/00Separating processes involving the treatment of liquids with solid sorbents; Apparatus therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
  • Purification Treatments By Anaerobic Or Anaerobic And Aerobic Bacteria Or Animals (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Entfärben und Klären organischer Flüssigkeiten unter Verwendung von abgetöteten Hefezellen, welche ganz oder teilweise von ihrem Inhalte befreit sind.
Zum Entfärben und Klären derartiger Flüssigkeiten hat man bisher gewöhnlich koagulierbares Eiweiß hinzugefügt, welches den einen oder den anderen der Bestandteile
ίο der zu behandelnden Flüssigkeit fällt bezw. nicht fällt. In jedem Falle wird das Albumin seinerseits in koaguliertem Zustande durch Erhitzen der Flüssigkeit auf die erforderliche Temperatur ausgefällt.
Die Anwendung von Albumin zu diesem Zwecke bietet indessen den Nachteil, daß das Albumin häufig aus der zu entfärbenden Flüssigkeit außer dem Farbstoff auch andere Substanzen entfernt, deren Zurückbleiben in der Flüssigkeit erwünscht ist. Beispielsweise wird, wenn Albumin in dieser Weise bei Gerbstoffextrakten angewendet wird, eine beträchtliche Menge Tannin neben dem Farbstoff durch das Albumin ausgefällt.
Die nach vorliegendem Verfahren benutzten abgetöteten Hefezellen, welche ganz oder teilweise von ihrem Inhalte befreit sind, zeigen diese Nachteile nicht und lassen beispielsweise den Tanningehalt von organischen Flüssigkeiten vollständig unberührt. Es liegt also der technische Vorteil der Verwendung dieses neuen Entfärbungs- und Klärmittels darin, daß es keine oder doch nur geringe Affinität zu anderen Substanzen außer zu denjenigen hat, welche die Färbung hervorrufen, für diese jedoch eine besonders große Aufnahmefähigkeit besitzt. Außerdem ist bei dieser Anwendung kein Erhitzen behufs Koagulierung, wie z. B. bei der Benutzung von Eiweiß und dergl., erforderlich. Besonders vorteilhaft wird das vorliegende Verfahren beispielsweise zum Entfärben und Klären von Gerbstoffextrakten, Gärungsflüssigkeiten und dergl. . verwendet, indem die abgetöteten Hefezellen mit den genannten zu klärenden organischen Flüssigkeiten angerührt werden.
Um die Hefe zur Benutzung bei vorliegendem Verfahren geeignet zu machen, wird sie mit Wasser zu einer Masse von geeigneter Konsistenz angerührt und dann mehrere Stunden auf 500 erhitzt, und zwar zweckmäßig im Vakuum, wodurch die Hefe abgetötet und Klebstoffe und andere lösliche, an den Zellen " anhaftende Substanzen entfernt werden. Nach Trennung. der abgetöteten Hefezellen von, der Flüssigkeit werden sie mit Wasser digeriert, welches etwa ι Prozent einer Säure, wie z. B. Salzsäure, enthält, und zwar wiederum zweckmäßig im Vakuum. Nach Entfernung der Flüssigkeit wird der Rückstand von teilweise entleerten Zellen wiederum digeriert, und zwar ebenfalls vorteilhaft im Vakuum, mit einer Alkalilösung, welche beispielsweise etwa 1 Prozent Ätznatron oder Ätzkali enthält.
Zur Entfernung alles Alkalis und aller alkalihaltigen Eiweißkörper, welche hei manchen
Verwendungszwecken des Produktes störend sein würden, werden die entleerten Zellen schließlich nochmals kurze Zeit mit verdünnter Säure behandelt und dann mit Wasser gewaschen.
Das Produkt bildet eine Paste, welche bei niedriger Temperatur bis zu jeder gewünschten Konsistenz konzentriert oder auch ausgetrocknet werden kann.
ίο Dieses so erhaltene Produkt ist besonders geeignet zur Verwendung bei vorliegendem Verfahren. Die Menge der zugesetzten abgetöteten Hefe richtet sich selbstverständlich je nach der Art der Flüssigkeit und ist nach Art und Menge der vorhandenen Verunreinigungen sehr verschieden. Zweckmäßig können anstatt frischer Hefe, die zur Benutzung bei vorliegendem Verfahren, wie oben beschrieben, abgetötet und gereinigt wird, auch diejenigen Rückstände verwendet werden, welche bei der Herstellung von Nährlösungen aus Hefe und dergl. übrig bleiben. Da diese Rückstände zum Teil schon von ihrem Zellinhalte befreit sind, genügt häufig, eine Extraktion mit Alkalilösung und eine Schlußbehandlung mit Säure und Wasser. ,Die derartig vorbehandelten Heferückstände können, ehe sie bei dem vorliegenden Verfahren verwendet werden, unter Umständen auch noch weiter behandelt werden, so daß ein Entfärbungsmittel erhalten wird, welches eine hervorragende Affinität zu den Farbstoffen, dagegen, eine geringe Affinität zu Tannin oder anderen wünschenswerten Teilen der zu behandelnden organischen Flüssigkeiten hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Entfärben und Klären organischer Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß als Entfärbungs- und Klärmittel abgetötete Hefezellen verwendet werden, welche ganz oder teilweise von ihrem Inhalte befreit sind.
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