AT89814B - Verfahren zur Verarbeitung von Gespinstfasern zu Gespinsten und Geweben. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Gespinstfasern zu Gespinsten und Geweben.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verarbeitung von Gespinstfasein zu Gespinsten und Geweben. 
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 und Säuren entstehen, welche mit den Alkalien Salze bilden. 



   Derartige Säuren, wie die   Protalbinsi1ure   und Lysalbinsäure, sind zuerst von Paal dargestellt und näher erforscht und beschrieben worden (Berliner Berichte 35, Seite 2195 und folgende). 



   Es wurde beobachtet, dass diese Säuren bzw. ihre Alkalisalze die Fähigkeit besitzen, reinigend zu wirken, so dass sie Seife und ähnlich wirkende Mittel zu ersetzen vermögen. 



   Es wurde weiter gefunden, dass sich die Verwendung dieser Produkte ausser zu Reinigungszwecken im allgemeinen Sinne bei den Gespinstfasern vorteilhaft weiter auf anderweitige Bearbeitungen ausdehnen lässt, so dass man sie entweder mit anderen Hilfsmitteln der Textilindustrie zusammen oder als Hilfsmittel für sich allein benutzen kann. 



   Durch ihre Verwendung wird eine vorteilhafte Schonung der Gespinstfasern erzielt, welche bei der Wollfaser von besonderem Wert ist. Diese Produkte verbessern überhaupt sowohl bei Anwendung für sich allein als auch in Mischung mit anderen bekannten Hilfsmitteln der Textilindustrie die Ein- wirkung auf die Wollfaser derart, dass ausser der besonderen Schonung derselben auch ein besserer Griff der Ware erzielt wird. 



   Sie finden vorteilhafte Verwendung beim   Avivieren. Bleichen, Degumieren, Entbasten,   Ent- gerben. Klären von Weiss aller Art, Netzen und Walken. 



   Auch für diese Verwendung der Spaltungsprodukte der   Eiweisskörper   ist es meist nicht nötig, sie getrennt oder im gereinigten Zustande anzuwenden, sondern es genügt fast stets, das in der Rohlösung enthaltene   überschüssige   Ätzalkali durch eine passende Säure abzustumpfen. 



   Nach der österreichischen Patentschrift 39585 wird aus Keratin durch   Behandlung mit   Ätz- alkalien eine seifenähnliche, schäumende Substanz gewonnen, welcher zwar Reinigungsvermögen, nicht aber eine   giinstige   Einwirkung auf die   Wollfaser   zukommt. Da diese Substanz auch nach einer von der beschriebenen durchaus verschiedenen Arbeitsweise dargestellt wird, so ist sie in ihrer Zusammensetzung von den Produkten der vorliegenden Anmeldung verschieden. 



   Auch die Produkte der britischen Patentschrift   2 : 3540/05, nach welcher   aus eiweisshaltigen Mehlen durch Behandlung mit Ätzalkalien Körper mit Reinigungsvermögen gewonnen werden, sind mit den
Produkten der vorliegenden Beschreibung nicht identisch, da die. Arbeitsweise nicht nur von der vorher beschriebenen wesentlich verschieden ist, sondern die gewonnenen Produkte auch keine Einwirkung auf die Struktur der Wollfaser ausüben. 



    A us1ührunsheispieIe.   



   Darstellung von Weizenkleberprodukt. 
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 etwas flockigem   Rückstand   alles in   Lö. ung   gegangen, was nach ungefähr 2-3 Stunden der Fall ist. Dann wird mit dem Erwärmen aufgehört und unter stetigem guten Rühren werden 2-3 Teile Calcium- 

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 sicher zu Ende zu fuhren. Die filtrierte Lösung wird vorsichtig mit verdünnter   Ameisensäure   bis zur Neutralität gegen Phenolphtalein   abgestumpft   und im Vacuum zur Trockene verdampft. 



   Darstellung von Leimprodukt   (Glutin   oder Kollagen). 



   100 Teile   Leder-oder Knochenleim (wasser-und asehenfrei gerechnet) werden   in einer Lösung von 15 Teilen Ätznatron und 500 Teilen Wasser zergehen gelassen und dann unter Rühren auf dem Wasserbad   2-3   Stunden lang erhitzt. Nach dem Erkalten wird filtriert, wie oben neutralisiert und eingedampft. 



  Die Behandlung mit Caiciumhydroxyd kann unterbleiben. 



   Darstellung von Caseinprodukt. 



   100 Teile Casein   (wasser-und asehenfrei gerechnet)   werden mit einer Lösung von 15 Teilen Ätznatron in 500 Teilen Wasser unter Rühren auf dem Wasserbad erhitzt, bis abgesehen von etwas flockigem RÜckstand alles in Lösung gegangen ist. Darauf werden unter fortgesetztem gutem Rühren 10 Teile   Caleiumhydroxyd   eingetragen und noch 15-30 Minuten erhitzt ; dann wird mit dem Erhitzen aufgehört, eventuell unter Kühlung bis zum Erkalten und noch 30 Minuten darüber hinaus gerührt und schliesslich filtriert. Beim Casein ist eine Substanz vorhanden, welche beim Erkalten die Lösung stets zu einer mehr oder weniger steifen Gallerte   erstarren lässt. Durch   den   Caiciumhydroxydzusatz   wird auch diese Substanz soweit entfernt, dass die Filtration der kalten Lösung gut gelingt.

   Es wird wie oben neutralisiert und eingedampft.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verarbeitung von Gespinstfasern zu Gespinsten und Geweben, insbesondere beim Avivieren, Bleichen, Degumieren, Entbasten, Entgerben, Klären von Weiss aller Art, Netzen und Walken, gekennzeichnet durch den Zusatz von Spaltungsprodukten der Eiweisskörper, wie Protalbin-und Lysalbinsäure bzw. ihrer Salze, gegebenenfalls in Mischung mit anderen Stoffen.
AT89814D 1915-02-08 1917-11-30 Verfahren zur Verarbeitung von Gespinstfasern zu Gespinsten und Geweben. AT89814B (de)

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