DE152012C - - Google Patents

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DE152012C
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acetylphenylglycine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
C. Paal und G. Otten (Berichte d. D. ehem. Ges. 23 [1890], 2595) haben vergeblich versucht, das Acetylphenylglycin zu nitrieren, und festgestellt, daß bei Verwendung kalter konzentrierter Salpetersäure überhaupt keine Einwirkung stattfindet, während rauchende Salpetersäure zur vollständigen Zerstörung des Ausgangsmaterials führt. Man war daher zur Darstellung nitrierter Phenylglycine seither darauf angewiesen, Halogenessigsäure mit Nitranilinenzu kondensieren (vergl. J.PIochi, Berichte d. D. ehem. Ges. 19 [1886], 7 ff., und Patentschrift 8843312). Hierbei ist jedoch der Reaktions\rerlauf ein so wenig glatter und die Ausbeute derart ungenügend, daß an eine technische Ausführung dieses Verfahrens nicht zu denken gewesen ist, wie dies auch aus dem vorzeitigen Erlöschen des oben erwähnten Patentes 88433 hervorgeht.
Demgegenüber hat sich gezeigt, daß es dennoch möglich ist, Acetylphenylglycin durch Behandeln mit Salpetersäure in einer Lösung von konzentrierter Schwefelsäure leicht und glatt in . das bisher unbekannte p-Nitroacetylphenylglycin überzuführen, und daß hierbei die Nitrogruppe ausschließlich in die p-Stellung zum Stickstoff tritt, was mit Rücksicht auf die stattgefundene Inaktivierung der Amidogruppe und die Anwesenheit der Karboxylgruppe nicht bestimmt vorauszusehen war.
Das so dargestellte p-Nitroacetylphenylglycin liefert beim Behandeln mit Reduktionsmitteln, z. B. mit Eisen und verdünnter Essigsäure, in üblicher Weise die entsprechende p-Amidoverbindung, die zur Herstellung wertvoller Mono- und Disazofarbstoffe (die verseiften Kombinationen mit den Sulfosäuren des 1 · 8-Dioxynaphthalins haben als blauviolette Farbstoffe besonderen Wert) von großem Interesse ist.
Man gelangt also zum p-Amidoacetylphenylglycin, wenn man Acetylphenylglycin in konzentriert schwefelsaurer Lösung nitriert und die erhaltene Nitroverbindung reduziert.
Beispiel.
193 Teile Acetylphenylglycin werden in 750 Teile Monohydrat bei 5 bis io° unter Rühren eingetragen. Nach erfolgter Lösung kühlt man auf — 5 bis o° ab und läßt 180 Teile eines Nitriersäuregemisches, hergestellt aus 36 Teilen Salpetersäure von 500B. und 64 Teilen 23 prozentigem Oleum, unter Einhaltung der angegebenen Temperatur einlaufen. Nach etwa 1 Stunde ist Salpetersäure nicht mehr nachweisbar. Man gießt alsdann auf etwa 1000 Teile Eis, filtriert das anfangs harzige, nach kurzer Zeit aber in ein schweres, sandiges Kristallpulver sich verwandelnde Nitroprodukt ab, wäscht mit Wasser usw. Das so erhaltene p-Nitroacetylphenylglycin löst sich mit blaßgelblicher Farbe in wäßrigen Alkalien. Es ist fast unlöslich in kaltem Wasser, löslich in siedendem Alkohol, sehr leicht löslich in kochendem Eisessig und kristallisiert aus der eisessigsauren Lösung beim Erkalten in blaßbräunlichen Blättchen, welche bei' 191 bis 1920 schmelzen.
150 Teile Nitroprodukt werden unter Rühren in ein im Wasserbad erhitztes Ge-
misch von 900 Teilen Wasser, 10 Teilen 30 prozentiger Essigsäure und 140 Teilen Eisenpulver eingetragen. Nach kurzer Zeit ist die Reduktion beendet, "worauf mit etwa 50 Teilen calcinierter Soda alkalisch gemacht und vom Eisenschlamm abfiltriert wird. Die so erhaltene Lösung enthält das ρ-Amido acetylphenylglycin, dessen Menge durch Titration mit Natriumnitritlösung ermittelt werden kann. Die Diazoverbindung ist blaßgelblich gefärbt, leicht löslich in Wasser und liefert beim Kombinieren mit i»8-Dioxynaphtalin-3-o-disulfosäure einen Wolle karmoisinrot färbenden Farbstoff, der beim Kochen mit Alkali in ein Wolle lebhaft bläulichviolett färbendes Produkt übergeht. Das p-Amidoacetylphenylglycin ist in Wasser außerordentlich leicht löslich, so daß es bisher in nennenswerter Menge nicht abgeschieden werden konnte. Die Lösung ist indes zur Darstellung von Farbstoffen direkt geeignet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von p-Amidoacetylphenylglycin aus Acetylphenylglycin, darin bestehend, daß man Acetylphenylglycin in konzentriert schwefelsaurer Lösung nitriert und die erhaltene Nitroverbindung reduziert.
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