DE75432C - Verfahren zur Darstellung von «i a3-Amidonaphtol-/j2/94-disulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von «i a3-Amidonaphtol-/j2/94-disulfosäure

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DE75432C
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DE
Germany
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amidonaphthol
disulfonic acid
preparation
soluble
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DENDAT75432D
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LEOPOLD CAS-SELLA & CO. in Frankfurt a. M
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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wird die
-Naphtalindisulfosäure mit i ih hh
λ 3p
rauchender Schwefelsäure bei nicht zu hoher Temperatur sulfirt, so geht sie in eine neue Naphtalintrisulfosäure über, in der die Sulfogruppen die Stellung ßt a2 ß3 einnehmen. Durch Nitriren in Lösung von concentrirter Schwefelsäure läfst sich aus dieser Naphtalintrisulfosäure eine Mononitrosäure gewinnen, die bei der Reduction eine neue ct-Naphtylamintrisulfosäure liefert. In der Natronschmelze tauscht letztere mit grofser Leichtigkeit die in der α-Stellung befindliche Sulfogruppe gegen Hydroxyl aus und man erhält eine neue Amidonaphtoldisulfosäure. Die Entstehungsart derselben, sowie ihre Spaltungsproducte zeigen, dafs sie die folgende Constitution besitzt:
ΝΆ
SO, H
OH.
Beispiel:
33 kg naphtalin-ßi ß3-disulfosaures Natron werden in 100 kg Schwefelsäuremonohydrat gelöst und nach Zusatz von 30 kg 6oproc. rauchender Schwefelsäure so lange auf dem Wasserbade erhitzt, bis aus einer verdünnten Probe auf Zusatz von Kochsalz kein Disulfosäuresalz mehr abgeschieden wird. Man kühlt dann auf 15 bis 200C. ab und läfst langsam 18 kg einer Salpeterschwefelsäure einlaufen, die 43 pCt. HNO3 enthält. Sobald die Nitrirung beendet ist, wird mit Wasser verdünnt und die entstandene Lösung mit Kochsalz gesättigt. Die Nitronaphtalintrisulfosäure scheidet sich hierbei als krystallisirter Niederschlag aus. Sie wird abfiltrirt und durch Waschen mit Salzwasser von anhängender Mineralsäure befreit. Die Reduction der Nitrosäure geschieht in bekannter Weise mit Hülfe von Eisen und Essigsäure. Aus der mit Salzsäure angesäuerten Reductionsflüssigkeit wird die Naphtylamintrisulfosäure mit Kochsalz fast vollständig abgeschieden.
Die Ci1 - Naphtylamin - ß2 a3 ß4 - trisulfosäure bildet sehr leicht lösliche Salze. Das Natronsalz zeigt eine grüne Fluorescenz. Die Diazoverbindung ist farblos, ziemlich löslich in Wasser, aber leicht mit Kochsalz ausfällbar. Diese Diazoverbindung liefert mit Naphtolen und deren Sulfosäuren sehr blaustichig rothe Farbstoffe, sie läfst sich durch diese Eigenschaft leicht von der O1 - Naphtylamin - ß2 a4 ß3-trisulfosäure Koch's unterscheiden, deren Diazoverbindung nach orange ziehende Farbstoffe liefert.
Um die neue Naphtylamintrisulfosäure zu verschmelzen, werden 30 kg derselben mit 90 kg Aetznatron in einem Rührkessel circa 6 Stunden auf 160 bis 1700 erhitzt. Die Schmelze wird in wenig Wasser gelöst und mit Salzsäure angesäuert. Beim Erkalten
krystallisirt die Amidonaphtoldisulfosäure aus. Durch Umkrystallisiren' aus wenig .Wasser wird·' dieselbe vollständig rein erhalten. ■■■■ ;
Der Unterschied der neuen Säure von den bekannten Isomeren ergiebt sich aus folgender Zusammenstellung:
■ In
• Wasser
Diazo-
verbindung
Farbstoff
mit
Nitrodiazo-
benzol
(sauer
combinirt)
Farbstoff
mit
2 Aequivalent.
Nitrodiazo-
benzol
Farbstoff
mit
Tetrazo-
diphenyl
grün schwärzlich
blau.
32 Ct4- Amidonaphtoldisulfosäure,
Patent Nr. 53023
leicht
löslich
ziemlich
schwerlöslich.
Gelb
ziegelroth nicht
darstellbar
grauschwarz
U1 a4- Amidonaphtoldisulfosäure,
Patent Nr. 62289
sehr
leicht
löslich
ziemlich
schwerlöslich.
Gelb
bordeaux nicht
darstellbar
röthlich blau
U1 a4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfo-
säure, Patent Nr. 67062
schwer
löslich
sehr schwer
löslich. Gelb
violett grünblau blau
u, ctj-Amidonaphtoldisulfosäuren,
Witt, Ber.XXI, S. 3479
mäfsig
löslich
nicht
darstellbar
keine Reaction mit Diazokörpern
Neue U1 a3-Amidonaphtol-ß2 ß4-
disulfosäure
leicht
löslich
sehr leicht
löslich. Orange
ponceau

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung einer neuen Amidonaphtoldisulfosäure, darin bestehend, dafs a) P1 ßg-Naphtalindisulfosäure nach dem durch Patent Nr. 38281 geschützten Verfahren durch Sulfiren mit rauchender Schwefel
    säure bei Temperaturen unter 1200
    Naphtalintrisulfosäure,
    b) diese durch Nitrirung und Reduction in Naphtylamin-ctj ß2 ß4-trisulfosäure und
    c) letztere durch Verschmelzen mit Aetzalkalien bei 150 bis 2000C. in ax as-Amidonaphtolß2 ß4-disulfosäure übergeführt wird.
DENDAT75432D Verfahren zur Darstellung von «i a3-Amidonaphtol-/j2/94-disulfosäure Expired - Lifetime DE75432C (de)

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