DE15180C - Zwei-Nadel-Tambourir-Maschine als Neuerung der durch das Reichspatent Nr. 1766 geschützten Erfindung - Google Patents
Zwei-Nadel-Tambourir-Maschine als Neuerung der durch das Reichspatent Nr. 1766 geschützten ErfindungInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Nähmaschinen.
RICHARD ELKAN in CHEMNITZ.
geschützten Erfindung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1880 ab.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Maschine hat den Zweck, Blattstichstickereien
auf mechanischem Wege herzustellen.
In der Nadelstange η sind zwei feine Hakennadeln rx und r2 angeordnet, deren gegenseitige
Lage leicht verstellbar ist. In diese Nadeln wird, nachdem sie den Stoff durchstochen,
von unten der Faden durch den Einleger b eingebracht und hierauf von den Nadeln
mit nach oben genommen.
Damit hierbei die erste Nadel rx, Fig. 11
und 15, welche den Faden erhalten soll, auch eine gewisse Schleifenlänge von ihm erhält, die
sie emporziehen kann, drückt der Greifer x, Fig. 10, 11 und 15, den Faden zwischen den
Nadeln nieder und giebt ihn später durch gleichzeitige Bewegung mit den Nadeln wieder ab,,
indem er sich aus der Fadenschleife herauszieht, Fig. 12. Die Fadenmenge für die Schleife
der Nadel r2 wird direct von der Spule nachgezogen.
Sind die Nadeln oben angekommen, so wird der Stoff um eine Stichlänge weitergerückt, die
Nadeln holen aufs neue Faden herauf und ziehen denselben durch die vorher gebildeten
Schlingen hindurch, genau wie beim Häkeln. Auf diese Weise bilden sich auf der unteren
Seite Blattstiche und oben zwei Reihen Kettelstiche.
Damit die Haken der Nadeln nicht in dem Stoffe oder der Schlinge hängen bleiben, ist
ein Piston c angebracht, welcher sich in dem Moment auflegt, wo die stärkeren Enden der
Nadeln sich in dem Stoffe befinden, und die im Stoffe befindlichen Oeffnungen mit der
Schlinge so lange aus einander hält, bis die Nadeln aus den Schlingen herausgetreten sind.
Die mechanischen Mittel zur Erzielung der
erforderlichen Bewegungen sind folgende:
Auf der Hauptwelle α steckt eine Kurbelscheibe
e, welche den Hebel f und die mit diesem verbundene Nadelstange η auf- und
niederbewegt. Eine ebenfalls auf der Hauptwelle steckende Trommel g bewegt durch den
Winkelhebel k und die Zahnstange i die Welle des Fadeneinlegers b. Der Greifer χ wird durch
das Excenter y unter Vermittelung der durch die Feder Z1 gegen das Excenter _y gedrückten
Zugstange ζ bewegt, Fig. 1, 2 und 10.
Der Faden wird, damit er keine Verdrehung erleidet, durch die hohle Welle des Fadeneinlegers
b von unten eingezogen. Die Bewegung des Pistons c erfolgt von der Nadelstange η
aus, indem der an der Nadelstange befindliche Stift j den Piston hebt, bis er über den Vorsprung
des federnden Hebels d kommt und von diesem festgehalten wird.
Beim Niedergang drückt der Stift s, bevor die Nadelstange den tiefsten Stand erreicht hat,
den Hebel d zur Seite, so dafs der mit einer starken Feder versehene Piston wieder niederfällt.
Der der Länge nach zu verzierende Strumpf wird auf die oben offene, mit zwei Reihen Stifte
versehene Blechhülse /, Fig. 9, so aufgezogen, dafs zwischen den Spitzen die Maschenreihen
gerade und straffgespannt liegen.
Der so aufgespannte Strumpf wird mit der Hülse / so auf die Maschine gebracht, dafs die
obere gerade Platte der Hülse und der straffgespannte Theil des Strumpfes zwischen Stoffrücker
m und Stoffdrücker ο gefafst und nach jedem Stich um eine bestimmte Länge weitergeschoben
wird.
Der hufeisenförmige Stoffrücker m wird ähnlich
wie bei der Singer-Maschine durch zwei
in einem Rahmen h, Fig. S, laufende Excenter^ und P^ bewegt, von denen der erste das Heben,
der zweite das Fortrücken besorgt. Die Stichstellung geschieht durch den Hebel q, gegen
welchen der Stoffrücker m in der Ruhestellung durch die Feder w angedrückt wird.
Das Einstellen der Nadeln auf die erforderliche Stichbreite wird dadurch ermöglicht, dafs
die Nadelstange n, Fig. 6 und 8, am unteren Ende getheilt ist; jeder Theil hat eine Bahn
für die oben vierkantige Nadel, und zwischen beiden Theilen ist das, einen im Kreis gebogenen
Keil bildende Rad /, Fig. 7, so eingesetzt, dafs durch Rechtsdrehung an dem Wirbel u
das Rad zwischen die Nadeln gedrängt und letztere von einander entfernt werden. Die
Schraube ν dient zum Zusammenschrauben der beiden Theile der Nadelstange und auf diese
Weise zum Feststellen der Nadeln T1 und r%
und des Keilrades t.
Fig. 13 zeigt den fertigen und festgezogenen Stich, Fig. 14 die Nadeln im Schnitt und den
drehbar befestigten Fadeneinleger b, im Begriff, das Fadeneinlegen zu beginnen. Fig. 15 zeigt
die Nadeln und den Greifer χ im Grundrifs und den Fadeneinleger in der Stellung nach
vollendetem Einlegen.
Claims (4)
1. Die mit zwei Reihen Stiften versehene Blechhülse / zum Aufspannen der zu stickenden
Strümpfe.
2. Die Einrichtung, dafs der Piston c durch die Nadelstange η zur bestimmten Zeit auf
den Haken des Hebels d gehoben und wieder ausgelöst wird.
3. Die Anwendung zweier Hakennadeln T1
und r2, eines Fadeneinleger b und eines
Greifers χ zur Erzeugung des in Fig. 16 dargestellten Stiches auf der einen, und zwei
Reihen Kettelstiche auf der anderen Seite des Stoffes.
4. Die Anwendung der am unteren Ende gegetheilten Nadelstange η und des Keilrades
t zum Einstellen der. Nadeln auf die erforderliche Stichbreite.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15180C true DE15180C (de) |
Family
ID=292225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT15180D Active DE15180C (de) | Zwei-Nadel-Tambourir-Maschine als Neuerung der durch das Reichspatent Nr. 1766 geschützten Erfindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE15180C (de) |
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