DE14435C - Faltenlegeapparat für Nähmaschinen - Google Patents
Faltenlegeapparat für NähmaschinenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der nachstehend beschriebene Faltenlegapparat ist so eingerichtet, dafs er mit geringer Mühe
an jeder Nähmaschine angebracht werden kann.
Die zu legenden Falten oder Rüschen werden bei genanntem Apparat zwischen zwei über
einander liegenden Messern oder Transporteuren gebildet, die intermittirend selbstthätig bewegt
werden, d. h. entweder nur das obere oder nur das untere oder bei Bedarf auch beide abwechselnd.
Der besondere Vorzug dieses Apparates besteht darin, dafs sämmtliche Functionen desselben
von einem durch die Nähmaschine bewegten schwingenden Hebel abgeleitet werden, so dafs die Anbringung des Apparates an jeder
Nähmaschine leicht bewirkt werden kann.
In beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι eine perspectivische Ansicht des Apparates
an einer Nähmaschine angebracht (von vorn und rechts gesehen).
Fig. 2 eine perspectivische Ansicht desselben Apparates von hinten und links gesehen.
Fig. 3 und 3 a sind perspectivische Ansichten mit Abänderungen an genanntem Apparat.
Fig. 4 und 4 a ist die Detailzeichnung der Grundplatte des Apparates, auf welcher alle
übrigen Theile montirt werden und welche auf' der Tischplatte der Nähmaschine befestigt wird.
Fig. 5 Ansicht des Haupt- oder Antriebhebels, welcher zum Bewegen sämmtlicher Theile
dient.
Fig. 6 Ansicht des Hülfshebels, der stellbar, mit dem Triebhebel verbunden ist, und an welchem
sich der Sperrkegel zum Transportiren der Zahnstange befindet.
Fig. 7 Ansicht des Doppelsperrkegels oder Einfallhakens.
Fig. 8 a, 8 b und 8 c stellen die Ober-, Unter- und Seitenansicht der Zahnstange dar.
Fig. 9a und 9b. ist die Ober- und Unteransicht des oberen Tränsporteurs oder Faltenlegmessers
mit daran befindlichem Führungsschieber,
Fig. 10a und "1 ob die gleiche Ober- und
Unteransicht des unteren Transporteurs oder Faltenlegmessers.
Fig. 11 Unteransicht des ganzen Apparates.
Fig. 12 perspectivische Ansicht der beiden
Faltenlegmesser, von denen das untere arbeitend gedacht ist, um die so entstehenden Rüschen-
oder Plisseefalten zu zeigen.
Fig. 13 dieselbe Ansicht, jedoch das obere Messer in Arbeit befindlich gedacht.
Fig. 14 dieselbe Ansicht, beide Faltenlegmesser oder Stofffalter abwechselnd arbeitend
angenommen.
Fig. 15 ist der Mitnehmer, welcher durch
eine Umschaltvorrichtung bewegt wird und, an der Zahnstange befestigt, bald das eine, bald
das andere Faltenlegmesser hin- und herbewegt, je nachdem . die Umschaltung ein- oder ausgerückt
ist.
Fig. 16 ist ein eigenthümlicher Hebel mit Feder, welcher einen Theil der Umschalteinrichtung
bildet.
Fig. 17 eine Unteransicht der Umschaltvorrichtung
in dem Augenblicke, wenn der Stift des Mitnehmers oder der Zuhaltung eben im Begriff ist, von einem Faltenlegmesser nach dem
andern zu gleiten.
Fig. 18 die Stellung der Umschaltvorrichtung, wenn der Dorn des Mitnehmers in dem Schlitz
des einen Faltenlegmessers festsitzt und dessen Bewegung beginnt. _.. .
Fig. 19 die Stellung der Umschaltvorrichtung, wenn das andere Faltenlegmesser erfafst " und
bewegt wird.
Fig. 20 eine perspectivische Ansicht einer Zahnstange nebst abgeänderter Form des Faltenlegmessers
oder des Stoffführers.
Fig. 21 und 22 sind Ansichten zweier Zwischenlagen,
von denen die eine, zwischen der Zahnstange und der oberen Faltenlegmesserführung
und die andere zwischen der Führung des oberen tmd . unteren Faltenlegmessers liegt.
Fig. 23 ist die perspectivische Ansicht eines stellbaren Anschlages oder Bügels, der zum Umschalten
der Doppelsperrklinke dient, wodurch die Zahnstange ihre automatische hin- und hergehende
Bewegung erhält.
Fig. 24 stellt eine mit einem Stoff führer oder Faltenlegmesser durch Scharnier verbundene
Vorrichtung zum leichten Herausziehen der Schieber dar.
Fig. 25 stellt eine perspectivische und Seitenansicht einer Abänderung der Zahnstange dar,
deren Zahnseite zwischen den Führungen der Faltenlegmesser liegt.
Fig. 26 zeigt die für die in Fig. 25 gezeigte Zahnstange passend umgeformten Faltenlegmesser
oder Stoffführer.
Fig. 27 die Detailansicht des Einfallhakens für die in Fig. 3 und 3 a gezeigte Abänderung
dieser Erfindung.
Fig. 28 zeigt eine automatische Frictionskupplung, welche an einer glatten Stange wirkt
und als Ersatz des Doppelsperrkegels und der Zahnstange dienen kann.
Fig. 29 zeigt diese Kupplung combinirt mit einem von der Nadelstange bewegten Hebel,
in der Stellung, wenn die zu verschiebende Stange sich in der Richtung des Pfeiles bewegt.
Fig. 30 veranschaulicht die Kupplung in umgeschalteter Stellung, wobei sich also die Stange
in entgegengesetzter Richtung bewegt.
Fig. 31 zeigt die Detailansicht der genannten Kupplung nebst dem .Stift, auf welchem sie lose
gehalten wird.
Bei allen Figuren bedeuten gleiche Buchstaben auch gleiche Theile.
A ist eine aus starkem ■ Blech hergestellte
Platte, welche auf dem Tisch der Nähmaschine angeschraubt werden kann und gleichzeitig als
Gestell oder Grundplatte für den Faltenlegapparat dient.
Diese genannte Platte A ist mit einem Ansatz A1 versehen, Fig.. 1, 2, 3, 4 und 4a, der
rinnenförmig gestaltet ist, und in welchem sich sowohl die Führungsstücke B1 B2 der Faltenlegmesser
B3 B1, als auch die Zahnstange B
verschieben.
Die Zwischenlagen C C1 befinden sich zwischen den vorher genannten drei Theilen, und
zwar C zwischen der Zahnstange B und der Führung B1, C1 zwischen den Führungen B1
und B 2 und dienen dieselben dazu, diese Theile
getrennt von einander zu halten, so dafs sich dieselben leicht und sicher verschieben lassen.
Die Ansätze χ χ dieser Zwischenlagen passen nicht genau um den Ansatz A1 der Platte A,
sondern es bleibt an jeder Seite ein Spielraum, damit sich dieselben nicht festklemmen können
und sich der Druck, der vermittelst einer Schleppfeder C3 auf die Zahnstange ausgeübt wird, auf
die beiden Führungen der Faltenlegmesser fortpflanzt, und so alle drei beweglichen Theile
gleichmäfsig sanft festgehalten werden. Zum Reguliren der Spannung dieser Schleppfeder C2
dient die Schraube C3.
■ Die Zahnstange B, Fig. 1, 2, 8 a, 8 b und 8 c,
ist mit einer Anzahl Zähnen versehen, und zwar sind die mittleren Zähne von rechteckiger Form,
während die Zähne an jedem Ende derselben schräg eingeschnitten oder dreieckig sind. Das
eine Ende dieser Zahnstange B ist bei D winkelförmig umgebogen und trägt den in Fig.. 15
dargestellten Mitnehmer, welcher aus einem flachen Metallstück N besteht, welches drehbar
an der unteren Seite der Zahnstange befestigt ist. Dieses Metallstück 7\^ist mit zwei Zapfen N1
N2 versehen, von denen N1 sich in einem
bogenförmigen Schlitz O der Zahnstange B führt, während iV2 dazu bestimmt ist, je nach
seiner Stellung bald das eine, bald das andere Faltenlegmesser zu bewegen.
Auf der Zahnstange B sind ferner noch zwei eigentümliche Vorrichtungen zum Umsteuern
des Doppelsperrkegels J angeordnet, die eine M, Fig. 8b und 23, besteht aus einem flachen
Metallstück, welches die Zahnstange klauenförmig umfafst, und auf derselben leicht hin
und her verschoben werden kann, wobei es in jeder Stellung durch eine kleine Schraube festgehalten
werden kann. Der zweite Anschlag ist nicht verschiebbar, sondern nur auf seinem Befestigungszapfen drehbar. Er besteht aus dem
schräg aufgerichteten Metallstreifen Z, der über den Drehpunkt hinaus sich bei Z1 verlängert
und bei Z2 hakenförmig gestaltet ist. Ein kleiner Winkelhebel Zs ist drehbar an dem Theil Z1
befestigt, so dafs der Zwischenraum zwischen dem Haken Z2 und dem kurzen Schenkel dieses
Winkelhebels innerhalb gewisser Grenzen verändert werden kann. Diese Vorrichtung wird
nur angewendet, wenn Rüschen oder Falten
von geringer Faltenbreite hergestellt werden sollen, Fig. i, 2, 8a, 8 b und 8 c.
Der mit zwei Zähnen versehene Hebel P ist gleichfalls auf der Zahnstange B drehbar befestigt
und dient zum Festhalten des Stiftes JV1 in seiner Lage, wenn gewünscht wird, dafs sich
nur ein Faltenlegmesser bewegt, also die Falten nur in einer Richtung gelegt werden sollen,
Fig. ι und 8 a.
An dem Theil A1 der Platte A ist ein Winkelstück
E befestigt, welches zum Halten des Antriebhebels, Fig. 5, und des auf derselben Axe E1
befindlichen Theiles, Fig. 6, dient (s. auch Fig. ι und 2). Der Antriebhebel F, Fig. S, ist aus
einem flachen Metallstabe gefertigt und hat am vorderen Ende eine in Scharnier bewegliche
Oese F1, während er auf der anderen Seite in einem Ansatz G endigt.
Das Stück /, Fig. 6, sitzt dicht neben dem genannten Hebel F auf demselben Zapfen E1
und fafst mit einem kleinen winkelförmig gebogenen Fortsatz über denselben (E), Fig. 1, 2,
5 und 6. . Auf der unter dem Ansatz G des Hebels F befindlichen Stelle ist an dem Stück /
ein Bügel H1 im Scharnier befestigt, der über den Hebel hinweggreift und eine Schraube H
trägt, die sich mit ihrem Ende auf den Ansatz G des Antriebhebels F stützt. Durch mehr
oder weniger Anziehen der Schraube H erhält der Antriebhebel einen sogenannten »todten
Gang«, vermittelst welches man in der Lage ist, bei constantem Hub des Hebels die Bewegung
des Schaltwerkes oder der Sperrklinke und somit die Anzahl und Tiefe der gelegten Falten
zu verändern. An dem plattenförmigen Stück I, Fig. 6, sitzt ein Doppelsperrkegel, Fig. 7, durch
welchen beim Auf- und Abbewegen des Antriebhebels F das Hin- und Herschieben der Zahnstange
B bewirkt wird. Derselbe wird durch eine Druckfeder K immer in der Lage gehalten,
dafs er mit einer oder der. anderen Seite in die Zähne der Zahnstange B greift, so zwar, dafs
er dieselbe, je nachdem er durch die Anschläge M und L umgeschlagen wurde, bald
nach einer, bald nach der anderen Seite verschiebt. Der genannte Sperrkegel wird in seiner
jedesmaligen Stellung durch die Feder K festgehalten, welche je nach Lage desselben, auf
die schrägen Flächen J bezw. J1 drückt; ferner
ist an demselben ein Stift f angebracht, der, wie später beschrieben, zum Herstellen von kleinen
Rüschenfalten benutzt wird, wenn der Anschlag L so herumgedreht ist, dafs der Haken Z2 nebst
Winkelhebel L 3 den genannten Stift umfafst.
Die Messer BsBi, welche zum Legen der
Falten dienen, bestehen aus Metallblech, welches am vorderen Ende gezahnt und am entgegengesetzten
Ende an den Führungen B1 B2 angenietet
ist. Diese letzteren werden von der Zahnstange B durch den Mitnehmer N bewegt,
und zwar derart, dafs der bewegliche Mitnehmer N je nach Wunsch durch ein automatisches
Schaltwerk bald das eine, bald das andere Faltenlegmesser bewegt, wodurch die wenigfaltigsten Faltenmuster hervorgebracht werden
können. Das obere Faltenmesser (Stofffiihrer), Fig. 9 a und 9 b, ist am Ende mit einem
Einschnitt oz versehen, der sich seitlich zu einem
Haken o1 erweitert. Desgleichen ist auch das untere Faltenlegmesser, Fig. 10 a und iob, mit
einem Einschnitt o2 0^ versehen, der von gleicher
Form, wie vorher beschrieben, jedoch um i8o° gedreht ist, so dafs sich die beiden Haken einander
gegenüberstehen bezw. einander überdecken. Angenommen, die Zahnstange B werde
durch den Schaltmechanismus gleichmäfsig hin- und hergeschoben, so wird der an der Zahnstange
befestigte Mitnehmer JV, je nach seiner Stellung, das eine oder das andere Faltenlegmesser
hin- und herbewegen, und das Bewegen der Messer nach einander nur durch ein Schaltwerk
zu erreichen sein. Dieses letztgenannte Schaltwerk oder die Umsteuerung ist in Fig. 11,
16, 17, 18 und 19 dargestellt und wirkt auf
folgende Weise:
In dem Theil A1 der Grundplatte wird in
einer Ausfräsung der kreisförmige Kopf i der kleinen Metallplatte V gehalten, welche letztere
eine dünne Feder V1 trägt. Dieses bewegliche Stück V bildet die eigentliche Umsteuerung, indem
die Feder V1 den Stift JV2 des Mitnehmers
N je nach ihrer Lage bald mit dem einen, bald mit dem anderen Faltenlegmesser in Eingriff
bringt, Fig. 17, 18 und 19.
Das obere Faltenlegmesser, Fig. 9b, hat auf der unteren Seite eine Feder T, die sich mit
ihrem freien Ende an einen Stift legt. Desgleichen ist auch das untere Messer, Fig. iob,
mit einer Feder U und Stift versehen. Der Raum, der sich zwischen den beiden Stiften
der Federn T und U ergiebt, ist so breit wie das bewegliche Stück Fund wird dasselbe durch
diese Stifte bei normaler Lage (Anfangsstellung) der beiden Faltenlegmesser Bs und Bi gerade
gehalten, so dafs die Feder V1 den Mitnehmerstift N^ nicht seitlich drückt, indem derselbe
entweder mit dem oberen oder unteren Messer in directem Eingriff steht. Bewegt sich nun
vermittelst des Schaltwerkes die Zahnstange B, so fafst der Stift JV2 des Mitnehmers N, welcher
an genannter Zahnstange befestigt ist (angenommen, das obere Messer werde bewegt), in
den Haken o1 der Führung B1 des oberen
Messers und wird so dasselbe einmal hin- und herbewegt, Fig. 9 b und 18. Wenn das Messer-3
bezw. dessen Führung B1 sich nach rückwärts bewegt, so geht auch der Anschlagstift der Feder
T von dem Theil V hinweg und wird derselbe durch den einseitigen Druck der Feder U
seitlich gedrückt, Fig. 18. Kommt nun beim Rückgang der Zahnstange der Stift N^ wieder
in seine ursprüngliche Lage, so zwingt der An-
schlagstift der Feder T das Stück V, sich wieder
gerade zu stellen, wobei die Feder V1 sich gegen dert Stift N"2 legt und diesen in den
Haken ö2 des unteren Messers bezw. dessen Führung 2?2 drückt, wenn die Normalstellung
erreicht ist, Fig. 17.
Beim nächsten Hin- und Hergang der Zahnstange wird nun das untere Messer bewegt. Die
Feder T des oberen Messers drückt das Stück V nebst Feder V1 in die Fig. 19 gezeigte Lage,
wodurch beim nächsten Rückgang der Zahnstange die Umschaltung erfolgt u. s. w.
Sollen kleine Rüschenfalten erzeugt werden, so wird der Anschlag Z um seinen Zapfen gedreht,
so dafs der Stift _/2, Fig. 1, welcher sich
an dem Doppelsperrkegel J befindet, zwischen den Haken Z2 und den kurzen Schenkel des
Winkelhebels L3 fafst, wodurch eine kurze Bewegung der Messer erfolgt, und die Umschaltung
(d. h. die abwechselnde Bewegung des oberen und unteren Messers) wie beschrieben
stattfindet. Soll entweder nur das obere oder das untere Messer arbeiten, so wird der Stift JV1
des Mitnehmers N vermittelst des kleinen Hebels P, Fig. ι und 8 a, in der entsprechenden
Stellung festgehalten.
Die Fig. 28, 29, 30 und 31 zeigen eine Abänderung
des Schaltwerkes, derart, dafs statt der Zahnstange und des Doppelsperrkegels eine
glatte Stange von gleichmäfsiger Dicke angewendet wird, die vermittelst einer Reibungskupplung
ihre Bewegung empfängt. Diese Kupplung besteht aus einer aus Stahl hergestellten
flachen Platte a, Fig. 31, welche mit zwei Stiften b b versehen ist, deren Entfernung von einander
ein wenig mehr beträgt, als die zu transportirende Stange. Ferner ist diese Platte a
mit einem langen Loch c und mit zwei schrägen Flächen e e versehen. Der Antriebhebel F
ist, wie schon bei Fig. 1 beschrieben, beweglich befestigt und wird von dem gleichfalls beweglichen
Stück / auf der einen Seite umfafst, während der Bügel H, Fig. 30, die andere Seite
stützt. Die Feder K drückt auf die schrägen Flächen e e der Platte a, so dafs letztere in
ihrer geeigneten Stellung gehalten wird, indem dieselbe in dem langen Loch c durch einen
Bolzen nur lose an dem Theil / befestigt ist.
Aus den Stellungen Fig. 29 und 30 ist ersichtlich, in welcher Weise diese Transportireinrichtung
wirkt; die Pfeile geben die Bewegungsrichtung der Stang'e an.
Beim Oscilliren des Hebels F klemmt sich die Platte α vermittelst der Stifte b b fest, wenn
sich derselbe in der einen Richtung bewegt, während in der anderen Bewegungsrichtung die
Stifte bb loslassen und weiter greifen, so dafs
beim nächsten Wechsel der Bewegung des Hebels F ein Vorschub der Stange erfolgt. Zum
Umsteuern dieses Frictionsschaltwerkes werden analog, wie bei Fig. 1 beschrieben, zwei Anschläge
L M angewendet, gegen welche die Platte α stöfst, Fig. 28; dieselben sind deshalb
hier nicht näher beschrieben, und sei nur bemerkt, dafs, wenn Rüschenfalten gemacht werden
sollen, der Anschlag Z so gestellt wird, dafs die Seite Z1, Fig. 28, an die Platte a
stöfst. Damit durch eine mangelhafte Stellung des Anschlages nicht etwa ein Versagen der
Umsteuerung der Kupplung eintreten könne, ist der in Fig. 28 punktirte, in Fig. 30 durch
ausgezogene Linien verdeutlichte Sicherheitsausschnitt g angeordnet, welcher dem gleichen
Zwecke dient, wie die bei Fig. ι beschriebenen schrägen Zähne der Zahnstange. Die übrigen
Theile dieser Einrichtung sind wie bei Fig. 1 und 2 beschrieben.
Die in Fig. 3, 3a, 24, 25, 26 und 27 dargestellten Abänderungen des Apparates beziehen
sich hauptsächlich auf eine andere Anordnung der Zahnstange und der Führungen für die
Faltenlegmesser.
Die Zahnstange B ist hier auf der hohen Kante mit Zähnen versehen, und zwar, wie
schon bei Fig. 1 beschrieben, mit dreieckigen
Zähnen an den Enden und rechteckigen Zähnen in der Mitte. Die Enden der Führungen B1 B2
für die Faltmesser B3 B^, Fig. 26, sind gleichfalls,
wie schon beschrieben, mit einem Einschnitt o1 0* und je einem Haken 03O^ versehen,
zum Zweck, die Bewegung der beiden Faltenlegmesser umzusteuern. Als Umsteuerung
dient hierbei der Hebel iV4, welcher an jedem Ende der Zahnstange im Scharnier beweglich
gehalten ist. Die Hebel T1 auf jeder Seite der Führungen der Faltenlegmesser angeordnet, sollen
dazu dienen, die Messer zu verhindern, etwa durch Reibung der Zahnstange gezwungen ihren
Platz zu verlassen, wenn sie nicht durch den Stift »3 der Hebel iV4 zwangsweise mitgenommen
werden, und fassen dieselben zu diesem Zwecke hakenförmig über einen Stift «4, welcher an
den Führungen B1 B2 angebracht ist. Wenn
die Zahnstange am Ende ihrer jedesmaligen Bewegung angekommen ist, fafst der Stift, n%
des Hebels JV4 in die Haken 0 3 oder oi der
Messerzuführungen B1B2 und hebt gleichzeitig
den Hebel T so hoch, dafs beim Fortbewegen der Zahnstange der Haken n3 des genannten
Hebels aufser Eingriff mit dem Stift «4 bleibt
und so die Bewegung nicht gehindert ist. Die übrigen Theile und Functionen dieses Apparates
sind gleich den bei Fig. 1 beschriebenen.
Fig. 20 zeigt eine Abänderung dieses Apparates ohne Umschaltungsmechanismus, der demgemäfs
auch nur einfache Falten legt.
In den Fig. 12, 13 und 14 sind die verschiedenen
Arten von Falten oder Rüschen, welche
mit diesem Apparat hergestellt werden können, gezeichnet, doch lassen sich durch die erwähnte
Verstellbarkeit des Apparates die verschiedenartigsten Falten herstellen.
Claims (14)
1. In Combination mit Bewegungshebeln, von
denen einer zur Befestigung an der Nadelstange einer Nähmaschine benutzt wird und der andere zum Bewegen der doppelten
Sperrklinke dient, die Feder K zum Drücken gegen die schrägen Flächen der
betreffenden Sperrklinke, zum Zweck, dieselbe zum Bewegen der Zahnstange in
jeder Richtung in ihrer Stellung zu halten.
2. Bei einem Nähmaschinenapparat zur Herstellung von Rüschen und Falten eine
Zahnstange mit einer Reihe von Zähnen, bei denen die in der Mitte befindlichen von rechteckiger Form und die an beiden
Enden befindlichen dreieckig sind, wodurch die Stange mittelst eines entsprechenden
Sperrhebels in jeder Richtung fur einen Theil ihrer Länge bewegt werden kann.
3. Bei einem Nähmaschinenapparat zur Herstellung von Falten, die Combination von
drei Schiebern, von denen der eine beständig durch einen geeigneten Mechanismus nur rück- und vorwärts bewegt und
dessen Bewegung durch entsprechende Vorrichtung auf einen und dann auf den anderen Schieber, auf beide gleichzeitig
oder beständig auf einen von den direct auf den zu bearbeitenden Stoff wirkenden
Schiebern übertragen wird.
4. Die Combination der Unterplatte A und ihrer Verlängerung A 1 mit der Zahnstange
und Stoff führer und die Schleppfeder, die zum Drücken gegen die Stange angewendet
wird, die losen Frictionsführungen, von denen eine zwischen der Zahnstange und dem oberen Schieber und die andere zwischen
dem oberen und unteren Schieber angeordnet ist, wodurch der Druck der genannten Feder durch die Zahnstangenführer
und Schieber auf den Boden der Vertiefung A1 übertragen werden kann.
5. Bei einem Nähmaschinenapparat zur Herstellung von Rüschen und Falten, die Combination
der Zahnstange, versehen mit einer Reihe von rechteckigen Zähnen in der Mitte und entgegengesetzt geneigten Zähnen
an beiden Enden, der doppelte Sperrmechanismus in Verbindung mit der Zahnstange zum Umsteuern der Sperrklinke,
wodurch die genannte Sperrklinke gleiten und die Zahnstange daran hindern kann,
dafs sie über einen gewissen Punkt in einer Richtung . hinaus Material transportirt und
veranlafst, dafs ' das Material nach Umstellung der Stange in entgegengesetzter
Richtung gefuhrt wird.
6. In Combination mit der beschriebenen Zahnstange und dem Bewegungsmechanismus
derselben, der Anschlag L zum Anhalten und Umsteuern der Zahnstangen-Bewegung.
7. In Combination mit der Zahnstange und dem Mechanismus zum Hin- und Herbewegen
der mit Haken versehenen Stoffführer, die Umsteuerungsvorrichtung N, welche an der Zahnstange befestigt und
mit einem Stift YV2 versehen ist; der Ausweichhebel
V und dessen Feder V1 und der Hülfsfedern T und U, durch welche
die Umsteuerung bewegt wird, derart, dafs der Stift JV2 abwechselnd die Haken der
verschiedenen Schieber mitnimmt.
8. In Combination mit dem Stoff fuhrer und der Zahnstange mit der Umsteuerungsvorrichtung
und deren Stift JV2 einen an das
Ende des genannten Schiebers befestigten Haken, durch den der Stift JV2 in seine
erste Stellung zurückgebracht wird.
9. Der Hebel P in Combination mit der Umsteuerungsvorrichtung
N, die mit einem Stift N2 und der Zahnstange versehen ist,
wodurch auch der Stift auf der Umsteuerung vermittelst der Klinke und der Umsteuerung
festgestellt und am Schwingen verhindert werden kann.
10. Bei dem Faltenlegapparat für Nähmaschinen
ein Schieber in Combination mit einer Umsteuerungsvorrichtung, vermittelst welcher
durch Oscilliren der Schieber abwechselnd festgestellt, sowie dessen Bewegung abwechselnd
auf die direct auf den Stoff wirkenden Schieber übertragen wird.
11. Bei einem Apparat für Nähmaschinen die
Combination eines schwingenden Hebels,-einer Feder und einer Frictionskupplung,
die mit Feststellstiften versehen, ist, und deren oberes Ende eine doppelte Abschrägung
hat, mit einem Schieber oder einer Stange, die von der genannten Kupplung ihre hin- und hergehende Bewegung erhält,
zum Zweck, den Apparat in Gang zu setzen.
12. Die Combination eines schwingenden Hebels, einer Feder, einer Reibungskupplung
mit Feststellstiften an ihrem unteren Ende und doppelter Abschrägung am oberen Ende, sowie ein Schieber oder eine Stange
mit Sicherheitseinschnitt oder Einschnitten.
13. Die Combination eines oscillirenden Hebels, einer Feder, einer Frictionskupplung mit
Feststellstiften an dem unteren Ende und mit doppelter Abschrägung am oberen Ende,
eines Schiebers oder einer Stange und eines Anschlages oder Anschläge an dieser Stange zum Anhalten und Umsteuern der
genannten Kupplung.
14. Bei einem Faltenlegapparat für Nähmaschinen eine Zahnstange mit Umsteuerungsvorrichtung und den daran befindlichen
Stiften «2 an jeder Seite derselben, in Verbindung
mit den mit Haken o1 und o2
versehenen Stoffschiebern und den Einfallhaken oder Klinken T1, im wesentlichen
wie gezeichnet und beschrieben.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14435C true DE14435C (de) |
Family
ID=291518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14435D Active DE14435C (de) | Faltenlegeapparat für Nähmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14435C (de) |
-
0
- DE DENDAT14435D patent/DE14435C/de active Active
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