DE143591C - - Google Patents

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DE143591C
DE143591C DENDAT143591D DE143591DA DE143591C DE 143591 C DE143591 C DE 143591C DE NDAT143591 D DENDAT143591 D DE NDAT143591D DE 143591D A DE143591D A DE 143591DA DE 143591 C DE143591 C DE 143591C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B40/00Processes, in general, for influencing or modifying the properties of mortars, concrete or artificial stone compositions, e.g. their setting or hardening ability
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/00793Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00 as filters or diaphragms
    • C04B2111/00801Membranes; Diaphragms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

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KAISERLICHES
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PATENTAMT.
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sO
PATENTSCHRIFT S
JVI 143591 KLASSE 806.
Dr. KARL OCHS in WORMS. Verfahren zur Herstellung poröser Zementkörper.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. November lgoi ab.
Pojöse Zementkörper, wie solche vielfach in
° °der Elektrochemie als Diaphragma Verwendung
° ^nden, stellt man bis jetzt gewöhnlich in der Weise her, daß man dem mit Wasser breiig
5 oangerührten Zement Zusatzstoffe beimengt, welche nach dem Abbinden des Zementes Wieder auf irgend eine Art entfernt werden.
„ Derartige Verfahren sind ziemlich umständlich • " und eignen sich gewöhnlich nur zur Her-Ίο· stellung von grobporösen Zementkörpern, da "* Zusatzstoffe, in feiner Pulverisierung zugesetzt, <5"ftsnur schwer aus dem erhärteten Zement ent- ^ fernt werden können.
c " Es hat sich nun herausgestellt, daß es für
° 15 Diaphragmen zweckmäßig ist, die Porosität möglichst fein zu gestalten, da alsdann bei
•° gleichem elektrischen Widerstand die Diffusion der beiderseitigen Elektrolyse auf ein Minimum gelangt. Den Gegenstand vorliegender Erfin-
20 dung bildet nun ein Verfahren, welches sich insbesondere zur Herstellung außerordentlich feinporöser Zementkörper eignet.
Cj Das Verfahren besteht darin, daß man völlig
trockenes Zementpulver, oder wenigstens so
25 trockenes Pulver, daß Feuchtigkeit ohne weiteres nicht zu erkennen ist, in die betreffende Form
^ .i füllt, durch geringen Druck gelinde zusammen-
preßt^'uncT nun" so lange feucHte~Euft"^afSüT
einwirken läßt, bis das ursprünglich lose Pulver 30 einen solchen Grad von innerem Zusammenhang erhalten hat, daß man Wasser zuführen kann ohne Gefahr, daß der Zementkörper in sich zusammenfällt.
Praktisch verfährt man zur Herstellung von 35 z. B. porösen Platten etwa folgendermaßen:
Man bildet sich die Form aus einer wagerechten Fläche, die mit einem abnehmbaren Rahmen begrenzt ist, füllt die Form mit trockenem Zementpulver, so wie es von den Zementfabriken bezogen wird, und preßt es ganz gelinde zusammen, indem man eine in den Rahmen passende Platte (z. B. aus Holz) aufdrückt; der Druck soll so gering sein, daß er lediglich die einzelnen Teilchen des Zementes bis zur gegenseitigen Berührung nähert. Dieser Druck beträgt unter Y10 Atmosphäre, unterscheidet sich also wesentlich von den Drucken, die zur Herstellung künstlicher Steine usw. aus Zement benötigt werden, wobei 50 und mehr Atmosphären zweckmäßig sind.
Nach dem gelinden Zusammendrücken des Zementpulvers wird die Druckplatte entfernt und die Form mit dem leicht gepreßten Zementpulver mehrere Tage einer feuchten Atmosphäre ausgesetzt. Ein Zusatz von Abbindewasser ist unmöglich, da sonst das Zementpulver in der Form zu Brei verfallen würde. Nach 2 bis 4 Tagen ist jedoch das Zementpulver immerhin so weit in sich gefestigt, daß man die Wasserzufuhr in der Weise steigern kann, daß man z. B. mit Wasser getränktes Papier auflegt oder die Feuchtigkeit des Raumes durch Einblasen von Dampf vermehrt. Ein direktes Aufbringen von Wasser würde auch nach 4 Tagen noch den Formling zum Verfall bringen.
Erst nach Verlauf von wieder einigen Tagen kann man vorsichtig die Wasserzufuhr so weit steigern, daß eine völlige Befeuchtung der Zementplatten eintritt, worauf der Abbinde-
Vorgang wie üblich weiter verläuft. Auch kann man dann die die Platte umgebenden Rahmen vorsichtig entfernen.
Die nach ι bis 2 Monaten völlig erhärtete Zementplatte besitzt eine außerordentlich feine und gleichmäßige Porosität. Das Volumen des durch die Poren gebildeten Luftraumes kann bis zu 45 Prozent des Gesamtvolumens betragen, je nach dem dem ursprünglichen Zemenf-
pulver anhaftenden Feuchtigkeitsgrad und dem verwendeten Druck bei der Pressung. Je geringer der angewendete Druck und je geringer der ursprüngliche Feuchtigkeitsgrad des Zementpulvers, desto größer wird die Porosität des Zementkörpers.
Nach dem beschriebenen Verfahren können sowohl Platten, als Zylinder oder anders gestaltete poröse Zementkörper hergestellt werden. Indifferente Zusätze zu dem Zementpulver,
z. B. Sand, Asbest usw. in ebenfalls trockener Form beeinflussen das Verfahren an sich nicht.
Von den in der Zementindustrie üblichen
Verfahren zur Herstellung künstlicher Steine, Ziegel, Röhren usw. unterscheidet sich vorliegendes Verfahren, das insbesondere die Herstellung poröser Zementkörper bezweckt, hauptsächlich dadurch, das erstens das formbildende Material so'gut wie völlig trocken verwendet wird,' zweitens' der Preßdruck äußerst gering, noch unter Y10 Atmosphäre, gewählt wird, und drittens die auch nach der Pressung noch äußerst lockeren Formlinge zunächst während etwa 8 Tage noch kein- flüssig zugesetztes Abbindewasser, sondern lediglich etwas Wasser durch eine feuchte Atmosphäre erhalten, da sie sonst zerfallen würden.
Demgegenüber verwendet man in bekannter Weise zur Herstellung künstlicher Steine usw. Zement, der von vornherein durch Dampf oder Wasser befeuchtet wird, preßt die Formlinge mit bedeutendem, bis zu 100 Atmosphären betragendem Druck, wodurch sie meist sofort eine feste Form annehmen und schon in ι bis 2 Stunden so weit erhärten, daß beliebig Wasser zum weiteren Abbinden verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung poröser Zementkörper, dadurch gekennzeichnet, daß man trocknes oder fast trocknes Zementpulver in Formen füllt, in diesen mit gelindem, weniger als '/10 Atmosphäre betragendem Druck zusammenpreßt und so lange einer ■ feuchten Atmosphäre aussetzt, bis die Abbindung so weit vorgeschritten ist, daß eine vermehrte Wasserzufuhr möglich ist.
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