DE60723C - Verfahren, ein rascheres Erstarren von Vergolder-Gufsmasse zu bewirken - Google Patents

Verfahren, ein rascheres Erstarren von Vergolder-Gufsmasse zu bewirken

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DE60723C
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DENDAT60723D
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Dr. W. REISSIG in München, Gabelsbergerstr. 76, Rkg. 1 St
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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    • C04B22/00Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
    • C04B22/08Acids or salts thereof
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die sogenannte ,Gufsmasse der Vergolder, welche zur Herstellung von Bilderrahmen, Ornamenten, Figuren u. dergl. dient, besteht bekanntlich aus Leim, Gyps und Kreide, deren relative Mengenverhältnisse überall annähernd die gleichen sind. Zusätze von Bleizucker und Alaun werden vielfach in Anwendung gebracht, um ein rascheres Entfernen der gegossenen Objecte aus den Formen zu ermöglichen. Trotz dieser Zusätze ist es nöthig, dieselben etwa 6 bis 8 Stunden in den Formen zu belassen, was natürlich ein langsames Arbeiten bedingt.
Das nachfolgende Verfahren beseitigt in ganz wesentlichem Grade diesen Uebelstand; es besteht darin, dafs man schwefelsaures Kali oder saures schwefelsaures Kali, auch kohlensaures Kali,-oder namentlich Chromalaun der Masse bei ihrer Bereitung zusetzt, wodurch dieselbe bedeutend rascher zum Erstarren gebracht wird.
Zweckmäfsig wird dabei in der Weise verfahren , dafs man ι ο Theile Hasenleim in 100 Theilen Wasser löst und der lauwarmen Flüssigkeit eine vorher bereitete Mischung aus 3 bis 4 Theilen Gyps und 1 Theil Kreide durch Umrühren hinzufügt in dem Verhältnisse von 1000 Theilen Leimlösung auf 1200 bis 1500 Theile der Gypsmischung. Die oben genannten Mittel zur Beschleunigung des Erstarrens der Gufsmasse kann man nun entweder ι. fein gepulvert der angerührten Masse zusetzen, oder 2. in .der Gypsmischung vertheilen, oder 3. auch dem flüssigen Leim, in welchem sie sich leicht auflösen, zusetzen und dann die Mischung regelrecht bewirken. Die Mengenverhältnisse der Beschleunigungsmittel für die Masse sind, je nachdem man ein mehr oder weniger rasches Erstarren wünscht, zu ändern und gröfser oder kleiner zu nehmen; es sind jedoch, um die nachfolgende Ver-.goldung nicht zu beeinträchtigen, möglichst geringe Mengen zu wählen. Um Beispiele zu geben, sei angeführt, dafs man ge- ■ wohnlich von schwefelsaurem Kali der Leimlösung auf 100 Gewichtstheile der Lösung Y10 bis i Gewichtstheil hinzufügt, von Chromalaun auf 100 Gewichtstheile der Leimlösung V4 bis !/2 Gewichtstheil.
Die Herstellung der Objecte in Gufsmasse geschieht bekanntlich in der Weise, dafs man die Form zunächst mit einer dünnen Lage der Masse mit dem Pinsel ausfüllt, worauf man die weitere Masse einträgt. Um widerstandsfähigere Objecte zu erlangen, bedeckt man gewöhnlich Stoffe (z. B. bei feineren Sachen Gaze, bei gröberen Packleinen) mit einer Lage Masse und trägt sie in die Form ein, indem man sie der darin bereits vorhandenen Masse andrückt, oder indem man die genannten Einlagestoffe zugeschnitten und trocken auf die bereits eingebrachte Masse legt und dort mit dem Pinsel weiter mit Masse bedeckt, so weit es das Bedürfnifs erheischt.
Mit ganz besonderem Erfolge führt man das Verfahren aus, wenn man den gröfsten Theil der Beschleunigungsmittel in und mit den zur Einlage verwendeten Stoffen in die Masse bringt, von wo aus sie leichter und rascher ihre Wirkung entfalten können. Die obengenannten Beschleunigungsmittel sind, wie erwähnt, in Wasser leicht löslich. Diese Fähigkeit benutzt man, um die Einlagen mit ihnen zu tränken. Man kann dieselben dann sofort zum Versand
bringen. Man läfst alsdann, nachdem die erste Lage der Gufsmasse (mit oder ohne Beschleunigungsmaterial) eingetragen ist, die feuchte . Einlage folgen, bedeckt dieselbe mit einer weiteren Lage Gufsmasse und wiederholt diese Manipulation so oft als nöthig. Man kann aber auch die zur Einlage bestimmten Stoffe vorher mit den nöthigen Mengen von Beschleunigungsmitteln tränken, sie trocknen und in diesem Zustande dann in die Form eintragen. In dieser Art und Weise, die Gufsmasse zuzubereiten, liegt neben der rascheren Wirkung des Beschleunigungsmittels an Ort und Stelle auch eine sehr zweckmä'fsige Regelung des Erstarrens selbst, und man hat aufserdem den Vortheil, dafs die gewöhnlich in gröfseren Mengen angemachte Gufsmasse nicht so leicht durch das Beschleunigungsmittel vorzeitig zum Anziehen gebracht wird. Insbesondere ist auch noch der Vortheil hervorzuheben, dafs die Oberfläche der gegossenen Gegenstände kein oder nur möglichst wenig Beschleunigungsmittel zu erhalten braucht, was für die Vergoldung von besonderer Wichtigkeit ist. Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Gegenstände sind wetterfest.
Bekannt ist das Verfahren, Gyps zur Beschleunigung der Erhärtung mit Kalisalzen zu versetzen; es ist jedoch nach Angabe des Patentinhabers von wesentlichem Unterschiede, ob reine Gypsmasse mit den bezeichneten Stoffen versetzt wird, oder die unter der Bezeichnung Vergoldermasse bekannte Gypsmasse, welcher noch Leim oder Kreide beigemischt ist. Bei der gewöhnlichen Gypsmasse, welche aus etwa 60 Gewichtstheilen Gyps und 40 Gewichtstheilen Wasser besteht, erfolgt die Erhärtung in etwa 30 Minuten. Bei der Vergolder-Gufsmasse wird mit Rücksicht auf die nachfolgende Vergoldung niemals reiner Gyps verwendet, sondern eine Mischung von 3 bis 4 Theilen Gyps auf 1 Theil Kreide; manche Vergolder setzen auch noch Porcellanthon (China-Clay) zu.
Diese Mischung wird mit lauwarmem Leim (Hasenleim) angerührt, und zwar kommen durchschnittlich 1250 bis 1400 Theile Mischung auf 1000 Theile einer 10 Procent festen Hasenleim enthaltenden Lösung. Der gegossene Brei wird nach 6 bis 8 Stunden aus den Formen genommen. Während nun der Gyps dies nur bei gröfserer Festigkeit zuläfst, geschieht dies bei der Gufsmasse in einem Zustande, welcher nur geringe Festigkeit zeigt. Sehr dünn gegossene Gegenstände sinken leicht zusammen, weshalb bei ihnen stets die oben beschriebenen Einlagen verwendet werden. Niemals aber erlangt die Gufsmasse ihre völlige Festigkeit in der Form, wozu Tage gehören würden; sie erlangt dieselbe vielmehr nach 2 bis 3 Tagen, wenn sie, derselben entnommen, an einem warmen Orte steht. Während Gyps, wenn er einmal fest ist, nicht wieder durch Wasser erweicht werden kann, ist dies bei der Gufsmasse der Fall, ja sie kann sogar gebogen werden.
Da Mischungen von 3 Theilen Gyps, mit ι Theil Kreide und Wasser angerührt, sehr geringe Festigkeit zeigen, könnte man versucht sein, die für Gyps bekannten Beschleunigungsmittel (z. B. Kalisalze) unmittelbar auf die Bereitung der Vergolder-Gufsmasse übertragen zu wollen. Die grofse Verschiedenheit der nach ■ beiden Verfahren entstehenden Gufsmassen indessen ergiebt sich nach Angabe des Patentinhabers sofort aus der jedem Vergolder bekannten Thatsache, dafs reine (ohne Kreidezusatz) gegossene Gypse, wenn man sie mit der (entsprechend, gleichen) Menge desselben Leimes tränkt und trocknet, die Festigkeit einer regelrecht bereiteten Gufsmasse niemals zeigen.
Die Wirkung eines Beschleunigungsmittels für Gypsgufs bedingt allerdings ein rascheres Festwerden , der Gypse. Aber es ist allgemein bekannt, dafs 'die Anwesenheit organischer Körper (hier speciell des Leimes) oftmals eine zu erwartende Reaction vereitelt. Doch, auch abgesehen hiervon, mufs ein Beschleunigungsmittel für die Gufsmasse neben der Wirkung auf den Gyps auch eine gewisse Einwirkung auf den Leim ausüben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Um die aus Gyps, Kreide und Leim bestehende sogenannte Vergolder-Gufsmasse beim Verarbeiten rascher zum Erstarren zu bringen, der Zusatz von schwefelsaurem Kali, doppeltschwefelsaurem Kali, kohlensaurem Kali oder namentlich Chromalaun oder aber die Einlage von mit diesen Stoffen imprägnirten: Geweben (Gaze, Leinwand u. dergl.) in die Form, wodurch das Erstarren geregelt oder verstärkt werden kann.
DENDAT60723D Verfahren, ein rascheres Erstarren von Vergolder-Gufsmasse zu bewirken Expired DE60723C (de)

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