DE943096C - Verfahren zum Herstellen eines gebundenen Baustoffes aus Stroh - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines gebundenen Baustoffes aus Stroh

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DE943096C
DE943096C DEH11971A DEH0011971A DE943096C DE 943096 C DE943096 C DE 943096C DE H11971 A DEH11971 A DE H11971A DE H0011971 A DEH0011971 A DE H0011971A DE 943096 C DE943096 C DE 943096C
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DE
Germany
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straw
cement
impregnating
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binder
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Expired
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DEH11971A
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English (en)
Inventor
Heinz Brockmann
Dipl-Ing Franz Hermann Hanfeld
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FRANZ HERMANN HANFELD DIPL ING
Original Assignee
FRANZ HERMANN HANFELD DIPL ING
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/18Waste materials; Refuse organic
    • C04B18/24Vegetable refuse, e.g. rice husks, maize-ear refuse; Cellulosic materials, e.g. paper, cork
    • C04B18/28Mineralising; Compositions therefor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

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Description

  • Verfahren zum Herstellen eines gebundenen Baustoffes aus Stroh Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Bauelementes aus Stroh unter Verwendung eines Imprägnier- oder Mineralisierungsmittels und eines Bindemittels, z. B. Zement..
  • Es ist bekannt, Bauelemente mit geringem spezifischem Gewicht und Wärmeleitvermögen unter Verwendung einer kleinkörnigen Füllmasse aus vegetabilischem Stoff herzustellen. Die Füllmasse wird zuerst mit einer Flüssigkeit angefeuchtet und so lange mit einem Gemenge von Kalk und Zement mechanisch behandelt, bis sich die einzelnen Teilchen der Füllmasse mit einem dünnen mineralischen Häutchen überzogen haben, worauf die so behandelte mineralische Füllmasse mit Zement und Wasser gemischt, geformt und zum Abbinden gebracht wird.
  • Es ist ferner bekannt, Bauelemente herzustellen, bei denen als Füllmasse Stroh, Zuckerrohr, Mais, Holz od. dgl. verwendet wird. Gemäß diesem bekannten Verfahren werden die faserigen Substanzen zunächst einem Hechelprozeß unterworfen und dann durch Behandlung mit einer Lösung von Schwefelsäure, Magnesiumsalz oder .Wasserglas unverbrennbar gemacht. Die so erzielte faserige, feuchte Masse .soll dann mit pulverigem Magnesiumoxyd, Portland-Zement, schwefelsaurem Kalk od. dgl. Substanzen bestreut werden, die in Verbindung mit der in den Fasern zurückgebliebenen Feuchtigkeit abzubinden und eine feste Masse zu bilden vermögen.
  • Diese bekannten Verfahren weisen den Nachteil auf, daß die Füllstoffe einer verhältnismäßig. langwierigen Vorbehandlung unterworfen werden müssen, ehe sie endgültig verarbeitet und geformt werden können.
  • Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zu schaffen, welches die Verwendung von Stroh zum Herstellen gebundener Baustoffe in besonders einfacher und wirtschaftlicher Weise ermöglicht. Insbesondere erfordert das Verfahren nach der Erfindung keine Zerkleinerung des Strohs oder die Verwendung teurer Kleber. Auch sind besondere Maschinen oder sonstige teure Zusätze oder Aufbereitungsmaßnahmen nicht erforderlich.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß das Stroh mit dem beigemischten Imprägnier- oder Mineralisierungsmittel in einer mechanischen Vorrichtung, z. B. einem Mischer, gewalkt (gerieben, geschlagen, geknickt, gerissen oder gespalten) wird, derart, daß das Imprägnier-oder Mineralisierungsmittel in das Stroh eindringt und dessen Oberfläche schleimig wird, worauf nach Zusatz eines Bindemittels die so hergestellte Masse in üblicher Weise geformt und zum Abbinden bzw. Erhärten gebracht wird.
  • Die Wirkung des Walkvorganges kann noch dadurch gesteigert werden, daß beim Walkvorgang ein Schmirgelmittel, z.-B. feiner Sand, und/oder ein Teil des Bindemittels, z. B. Zement, in trockenem Zustand zugesetzt werden.
  • Durch das Verfahren nach der Erfindung ist die Verwendung von Stroh für gebundene Baustoffe in bisher nicht erreichter einfacher und wirtschaftlicher Weise ermöglicht worden; so daß es z. B. möglich ist, nunmehr Stroh an Stelle von Holzwolle bei Baustoffen zu verwenden, wobei die Verarbeitung von Stroh sich billiger stellt als die bisherige Verarbeitung von Holzwolle und gleichzeitig die bei der großen Holzverknappung bestehenden Beschaffungsschwierigkeiten behoben sind.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist beispielsweise anwendbar zur Herstellung zementgebundener Deckenfüllkörper oder zementgebundener Bauplatten, ist jedoch auf diese Anwendungsbeispiele nicht beschränkt. Auch ist "es, möglich, an Stelle des Zements andere Bindemittel zu verwenden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Herstellen eines Bauelementes aus Stroh unter Verwendung eines Imprägnier- oder Mineralisierungsmittels und eines Bindemittels, z. B. Zement, dadurch gekennzeichnet, daß das Stroh mit dem beigemischten Imprägnier- oder Mineralisierungsmittel in einer mechanischen Vorrichtung,. z. B. einem Mischer, gewalkt (gerieben, geschlagen, geknickt, gerissen. odergespalten) wird, derart, daß das Imprägnier- oder Mineralisierungsmittel in das Stroh eindringt und dessen Oberfläche schleimig wird, worauf *nach Zusatz eines Bindemittels die so hergestellte Masse in üblicher Weise geformt und zum Abbinden bzw. Erhärten gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, däß bei der mechanischen Bearbeitung des Strohs ein Schmirgel, z. B. feiner Sand, und/oder ein Teil des Bindemittels, z. B. Zement, zugesetzt werden. Angezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschriften Nr. zoo 122, 115 884.
DEH11971A 1952-03-29 1952-03-29 Verfahren zum Herstellen eines gebundenen Baustoffes aus Stroh Expired DE943096C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3536013A1 (de) * 1985-10-09 1987-04-09 Hoelter Heinz Recyclingprodukt - bausteine

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH100122A (de) * 1922-06-06 1923-07-02 J Weibel Verfahren zur Herstellung von Bauelementen mit geringem spezifischem Gewicht und Wärmeleitvermögen.
CH115884A (de) * 1925-03-19 1926-07-16 Cimenti Soc An Verfahren zur Herstellung von Isolier- und Baustoffen.

Patent Citations (2)

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