DE656254C - Einbettmasse fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents
Einbettmasse fuer zahnaerztliche ZweckeInfo
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Description
- Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke Einbettmassen für zahnärztliche Zwecke bestehen bekanntlich im wesentlichen aus einem Gemenge von Gips und Quarz, das noch Zusätze enthalten kann, wie z. B. Kaliumsulfat. Von einer guten derartigen, besonders für den Goldguß geeigneten Masse wird außer großer Mahlfeinheit zur Erzielung glatter Oberflächen verlangt: z. möglichst große Expansionsfähigkeit sowohl beim Abbinden der mit Wasser in üblicher Weise angerührten Masse wie auch beim Erhitzen der Einbettform, um die unvermeidliche Goldkontraktion auszugleichen und 2. genügend große Härte der Einbettform, insbesondere im gebrannten Zustande, um beim Einschießen des schweren, flüssigen Goldes Abbröckeln und Deformieren der Einbettform zu vermeiden.
- Beide Eigenschaften gleichzeitig erfüllen die aus den bisher bekannten Einbettmassen des Handels hergestellten Formen nur sehr unvollkommen. Die thermische Expansion läßt sich zwar durch Erhöhen des Quarzgehaltes stark vergrößern, doch wird dadurch die Festigkeit der Einbettform stark herabgesetzt. Umgekehrt wirkt eine Erhöhung des Gipsgehaltes, durch die eine größere Festigkeit erzielt wird, auf die Größe der thermischen Expansion ungünstig. Es ist daher bis jetzt ohne Zuhilfenahme besonderer umständlicher Maßnahmen, wie Ausnutzung der Wachsexpansion, durch Warmeinbettung, unniöglich gewesen, einwandfreie und unbeschädigte Güsse,. die die durch die Kontraktion des Gipsmaterials bedingten Abweichungen vom Modell nicht aufweisen, zu erhalten.
- Es wurde nun gefunden, daß Einbettmassen, die in gebranntem Zustande eine erhöhte Härte und eine große Expansionsfähigkeit besitzen, dadurch erhalten werden können, daß man den im wesentlichen aus Quarz und Gips bestehenden Gemengen erfindungsgemäß freie organische Säuren, wie Zitronensäure, Weinsäure, Oxalsäure oder Benzoe säure, oder Kohlehydrate, wie Zucker und Stärke, zusetzt. Die auffallende Verbesserung der bekannten Einbettmassen beruht wohl darauf, daß sich aus den organischen Stoffen und dem Calcium enthaltenden Bestandteil der Einbettmasse beim Entstehen und Erhitzen der Einbettform. Calciumverbindungen bilden, die der Form große Härte geben und die Expansion günstig beeinflussen.
- Durch genaues Dosieren dieser organischen Stoffe sowie den Zusatz anderer bekannter beschleunigender und verzögernder Zusätze läßt sich die Abbindezeit der Masse leicht nach. Belieben einstellen.
- Besonders günstige Werte für Festigkeit und Expansion werden erhalten, wenn an Stelle des für diese Zwecke üblichen Alabastergipses ganz oder zum Teil ein Halbhydratgips mit besonders hohen Werten für Schüttgewicht und Einstreumenge verwendet wird.
- Das beschriebene Verfahren bedeutet eine' wichtige Verbesserung der für die zahnärzt-. liche Praxis wichtigen Einbettmassen, da nunmehr leicht einwandfreie und unbeschädigte Güsse, die durch die Kontraktion des Gußmaterials bedingte Abweichungen vom. Modell praktisch nicht mehr aufweisen, erzielt werden können.
- Man hat bereits Leim, Dextrin und Zucker sowie Salze organischer Säuren zu Gipsen zugesetzt. Welchen Einfluß Leim und Dextrin auf die Expansion von Gipsen haben, wurde nicht festgestellt. Zucker soll bei Gipsen ohne Zusätze, expansionshemmend wirken, so daß es überraschend ist, daß der erfindungsgemäße Zusatz von Kohlehydraten zu Einbettmassen eine bedeutende Steigerung, insbe-" sondere der thermischen Expansion, hervorruft. Bei Zusätzen anorganischer Salze von organischen .Säuren zu Gipsen wurde zwar eine geringe Steigerung der- Abbindeexpansion beobachtet. Die thermische Expansion von mit solchen Salzen versetzten Einbettmassen ist jedoch bedeutend geringer als bei Einbettmassen mit gleichen Zuschlägen der entsprechenden freien organischen Säuren, vermutlich weil der anorganische Bestandteil der Salze ein Sintern der Einbettmassen beim Brennen verursacht. Beispiel i Man mischt etwa 3o Gewichtsteile eines .,guten Halbhydratgipses mit 65 Gewichtstei-';lex@ fein gemahlenem Quarzsand, o,2 Gewichts-@'fAen Zitronensäure, o,2 Gewichtsteilen Oxalsäure und o,i Gewichtsteil Kaliumsulfat gut zusammen und erhält so ein Material, das günstige Abbindezeit, große Festigkeit der aus der Masse hergestellten Form in gebranntem Zustande und höchste Expansionsfähigkeit aufweist.
- Beispiel 2 An Stelle der organischen Säuren und des Kaliuinsulfates werden bei sonst gleicher Zusammensetzung 1,5 Gewichtsteile Kartoffelstärke und o;2 Gewichtsteile Kaliumsulfa.t zugesetzt, wodurch eine Einbettmasse niit ähnlichen Eigenschaften erhalten wird.
Claims (2)
- PATEN TANSPRLCFIr: i. Einbettrnasse für zahnärztliche Zwecke aus einer Mischung von Quarz und Gips mit an sich bekannten Zusätzen, wie z. B. Kaliumsulfat, dadurch gekennzeichnet, daß ihr zwecks Erhöhung der Härte in gebranntem Zustande und der Expansionsfähigkeit organische Säuren oder Kohlehydrate zugesetzt sind.
- 2. Einbettmasse gemäß Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Halbhydratgips mit hohen Werten für Schüttgewicht und Einstreumenge.
Priority Applications (1)
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| DEI45918D DE656254C (de) | 1932-12-02 | 1932-12-02 | Einbettmasse fuer zahnaerztliche Zwecke |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE656254C true DE656254C (de) | 1938-02-01 |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE656254C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2951502A1 (de) * | 1978-12-20 | 1980-06-26 | Kuraray Co | Verfahren zur herstellung von giessereisandformen |
-
1932
- 1932-12-02 DE DEI45918D patent/DE656254C/de not_active Expired
Cited By (2)
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| DE2951502A1 (de) * | 1978-12-20 | 1980-06-26 | Kuraray Co | Verfahren zur herstellung von giessereisandformen |
| US4330459A (en) | 1978-12-20 | 1982-05-18 | Kuraray Company, Ltd. | Method of manufacturing foundry sand molds |
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