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Einbettmassen fiir zahnärztliche Zwecke.
Einbettmassen für zahnärztliche Zwecke bestehen bekanntlich im wesentlichen aus einem Gemenge von Gips und Quarz. Von einer guten derartigen, besonders für den Goldguss geeigneten Masse wird ausser grosser Mahlfeinheit zur Erzielung glatter Oberflächen verlangt :
1. Möglichst grosse Expansionsfähigkeit, sowohl beim Abbinden der mit Wasser in üblicher Weise angeführten Masse, wie auch beim Erhitzen der Einbettform. um die unvermeidliche Goldkontraktion auszugleichen und
2. genügend grosse Härte der Einbettform, insbesondere im gebrannten Zustande. um beim Ein- schiessen des schweren, flüssigen Goldes Abbröckeln und Deformieren der Einbettform zu vermeiden.
Beide Eigenschaften gleichzeitig erfüllen die aus den bisher bekannten Einbettmassen des Handels hergestellten Formen nur sehr unvollkommen. Die thermische Expansion lässt sich zwar durch Erhöhen des Quarzgehaltes stark vergrössern, doch wird dadurch die Festigkeit der Einbettform stark herabgesetzt. Umgekehrt wirkt eine Erhöhung des Gipsgehaltes. durch die eine grössere Festigkeit erzielt wird, auf die
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äusserst grossem Expansionseffekt erhalten werden können. Diese sind organische Stoffe, u. zw. sind besonders wirksam freie organische Säuren, wie Zitronensäure, Weinsäure, Oxalsäure, Benzoesäure und Kohlehydrate, wie Zucker und Stärke.
Der Grund für diese auffallende Erscheinung ist wohl der. dass sich aus den organischen Stoffen und dem Kalzium enthaltenden Bestandteil der Einbettmasse beim
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und die Expansion giinstig beeinflussen.
Durch genaues Dosieren dieser organischen Stoffe sowie anderer bekannter beschleunigender und verzögernder Zusätze lässt sich die Abbindezeit der Masse leicht nach Belieben einstellen.
Besonders günstige Werte für Festigkeit und Expansion werden erhalten, wenn an Stelle des für diese Zwecke üblichen Alabastergipses ganz oder zum Teil ein Halbhydratgips mit besonders hohen Werten für Schüttgewicht und Einstreumenge verwendet wird.
Diese Erfindung bildet eine weitere starke Verbesserung in dem für die zahnärztliche Praxis wichtigen Material der Einbettmassen, da nunmehr leicht einwandfreie und unbeschädigte Güsse, die
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aufweisen. erzielt werden können.
Beispiel 1 : Man mischt etwa 30 Gewichtsteile eines guten Halbhydratgipses mit ( ? Gewichts- teilen feingemahlenem Quarzsand, 0#2 Gewichtsteilen Zitronensäure, 0#2 Gewichtsteilen Oxalsäure und O'l Gewichtsteil Kaliumsulfat gut zusammen und erhält so ein Material, das günstige Abbindezeit : grosse Festigkeit der aus der Masse hergestellten Form in gebranntem Zustande und höchste Expansions- fähigkeit aufweist.
Beispiel 2 : An Stelle der organischen Säuren und des Kaliumsulfats werden bei sonst gleicher Zusammensetzung 1#5 Gewichtsteile Karoffelstärke und 0. 2 Gewiehtsteile Kaliumsulfat zugesetzt. wodurch eine Einbettmasse mit ähnlichen Eigenschaften erhalten wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einbettmasse für zahnärztliche Zwecke, die eine durch grosse Härte in gebranntem Zustande und grosse Expansion ausgezeichnete Einbettform liefert, dadurch gekennzeichnet. dass sie feste organische Stoffe neben den an sich bekannten Zusätzen der Mischung aus Quarz und Gips enthält.
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