DE136188C - - Google Patents
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- DE136188C DE136188C DENDAT136188D DE136188DA DE136188C DE 136188 C DE136188 C DE 136188C DE NDAT136188 D DENDAT136188 D DE NDAT136188D DE 136188D A DE136188D A DE 136188DA DE 136188 C DE136188 C DE 136188C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B49/00—Sulfur dyes
- C09B49/10—Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22 d.
seiner Leukoverbindung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. November igoo ab.
Längste Dauer: 18. August 1915.
Beim Erhitzen von p-Dialkylamido-p'-oxydiphenylamin
mit Schwefelalkalien und Schwefel entsteht, wie in der Patentschrift 134947 beschrieben
ist, ein blauer Farbstoff, falls gewisse Vorsichtsmafsregeln eingehalten werden.
Erhitzt man, wie sonst üblich, auf höhere Temperaturen, so entstehen nur schwarzblaue bis
schwarze Farbstoffe. Es ist aber schwierig, die Bildung der letzteren stets ganz zu vermeiden.
Auch die in der Patentschrift 134947 angegebene Reinigungsmethode führt zu keiner
quantitativen Trennung. Es war daher von Wichtigkeit, eine sichere Methode ausfindig zu
machen, um den reinen Farbstoff von den schwärzlich färbenden Producten vollständig
zu befreien. Dies ist mit Hülfe der Beobachtung gelungen, dafs'die Salze der Leukoverbindung
des reinen Blaus in salzfreiem Wasser löslich sind, während die Nebenproducte
sich weder als solche, noch als Leukoverbindung mit Mineralsäuren verbinden. Wenn
man die fertige Farbstoffschmelze so weit mit Salzsäure neutralisirt, dafs kein Farbstoff mehr
in Lösung ist, so werden durch den frei werdenden Schwefelwasserstoff die Farbstoffe
reducirt und scheiden sich in Form der Leukobasen aus. Filtrirt man diese ab und wäscht
mit Wasser vollständig aus, so läfst sich mit verdünnter Salzsäure, falls jeder Ueberschufs
an Säure vermieden wird, das Chlorhydrat des reinen Leukoblaus in Lösung bringen, während
die verunreinigenden Farbstoffe vollständig ungelöst bleiben. Aus der Lösung läfst sich das
Chlorhydrat der Leukoverbindung mit Hülfe von sehr wenig Kochsalz oder überschüssiger
Salzsäure als gelblich weifser Niederschlag ausfällen. Versetzt man die Lösung des Chlorhydrats
mit überschüssiger Lauge, so löst sich die Leukoverbindung auf, und diese Lösung
nimmt sofort durch Absorption von Sauerstoff eine dunkelblaue Farbe an. Leitet man Luft
durch die Lösung, so scheidet sich allmählich der Farbstoff als dunkelblauer Niederschlag aus.
Statt in alkalischer Lösung zu oxydiren, kann man auch die Lösung des Leukochlorhydrats
mit Eisenchlorid oder Chromat oxydiren, wobei sich der Farbstoff direct als blauer Niederschlag
ausscheidet. Getrocknet ist der so erhaltene Farbstoff ein dunkelblaues Pulver, das
leicht Bronzeglanz annimmt. In concentrirter Schwefelsäure löst er sich mit kornblumenblauer
Faibe, beim Verdünnen der Lösung fällt er unverändert in blauen Flocken aus.
Er löst sich in verdünnter Natronlauge besonders leicht bei Gegenwart von Schwefelnatrium
und färbt Baumwolle direct bei Gegenwart von Lauge oder Schwefelalkalien in reinen
blauen Tönen echt an.
Früheres Zusatz-Patent: 135952.
Das lösliche Leukochlorhydrat lä'fst sich auf tanningebeizter Baumwolle fixiren und mit
Hülfe von Oxydationsmitteln dann entwickeln. Vorzüglich eignet sich ferner die Leukoverbindung
zum Färben von Wolle.
Das Verfahren wird durch folgendes Beispiel erläutert:
25 kg Dimethylamidooxydiphenylamin werden mit 50 kg Schwefelnatrium und 12,5 kg
Schwefel 24 Stunden auf ca. 11 5 ° C. erhitzt. Man löst die Schmelze in 750 Γ Wasser und
läfst so lange Salzsäure einfliefsen, bis alles ausgefällt und der Rand einer auf Papier gebrachten
Probe sich an der Luft nicht mehr zu blau oxydirt. Man filtrirt ab, wäscht gut aus und bestimmt, wieviel Normalsalzsäure zu
einer Durchschnittsprobe bei 60° C. hinzugesetzt werden mufs, bis die Lösung freie
Säure (Methylorangereaction) enthält. Man löst alsdann den Rückstand mit der hierauf berechneten
Menge Salzsäure und 1000 1 Wasser bei ca. 90° C. und filtrirt die bräunlich gefärbte
Lösung von dem unlöslichen Theil ab.
Aus der Lösung fällt man durch too I Salzwasser das Chlorhydrat des Leukoblaus aus,
welches am besten als Paste verwendet wird. Oder man versetzt mit 20 kg Natronlauge
° B. und leitet Luft durch die Lösung. Ist alles oxydirt, so neutralisirt man die überschüssige
Lauge und filtrirt den ausgeschiedenen Farbstoff ab.
Claims (2)
1. Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher Salze der Leukoverbindung des beim Erhitzen
von p-Dialkylamido-p^oxydiphenylamin
mit Schwefelalkalien und Schwefel entstehenden reinblauen Farbstoffs der Patentschrift 134947, darin bestehend, dafs
man die Lösung der Farbstoffschmelze mit Säure neutralisirt, den Niederschlag von
anorganischen Salzen durch Auswaschen befreit, mit Mineralsäuren extrahirt und aus
der Lösung das Salz der Leukoverbindung aussalzt oder durch überschüssige Säure ausfällt.
2. Verfahren zur Ueberführung der nach 1.
darstellbaren Salze der Leukoverbindungen in die reinen blauen Farbstoffe, darin bestehend,
dafs man die Lösung der Salze der Leukoverbindung entweder direct mit sauren Oxydationsmitteln, wie Eisenchlorid
oder Bichromat, oxydirt oder zuerst mit Alkalien versetzt und mit Luft oxydirt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE136188C true DE136188C (de) |
Family
ID=404160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT136188D Active DE136188C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE136188C (de) |
-
0
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