DE134281C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE134281C DE134281C DENDAT134281D DE134281DA DE134281C DE 134281 C DE134281 C DE 134281C DE NDAT134281 D DENDAT134281 D DE NDAT134281D DE 134281D A DE134281D A DE 134281DA DE 134281 C DE134281 C DE 134281C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- metal mass
- forms
- parts
- movable
- metal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 27
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 27
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 18
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 8
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 claims 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 19
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 19
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 8
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 7
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 6
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 4
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 3
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 3
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 2
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000008602 contraction Effects 0.000 description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 2
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 2
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 2
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 229910001208 Crucible steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000014443 Pyrus communis Nutrition 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000003763 carbonization Methods 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 230000003628 erosive effect Effects 0.000 description 1
- 238000007667 floating Methods 0.000 description 1
- 239000010439 graphite Substances 0.000 description 1
- 229910002804 graphite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 1
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910001092 metal group alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 238000010791 quenching Methods 0.000 description 1
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 1
- 230000005070 ripening Effects 0.000 description 1
- 238000007665 sagging Methods 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 238000005476 soldering Methods 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D18/00—Pressure casting; Vacuum casting
- B22D18/02—Pressure casting making use of mechanical pressure devices, e.g. cast-forging
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D19/00—Casting in, on, or around objects which form part of the product
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nachstehend beschriebenes und auf Blatt 1 und 2 dargestelltes Verfahren ist bestimmt, in
erster Linie Rippenkörper und Panzerungen herzustellen, die infolge ihres Verwendungs;4
Zweckes außerordentlich genau und sorgfältig hergestellt werden müssen. -■'
Dafs hierzu die bisher benutzten .Hütteneinrichtungen nicht genügen, ist klar. . ;
Denn die bisher verwendeten glatten Panzerplatten wurden z. B. entweder aus einem gegossenen
Stahlblock gewalzt oder gehämmert, gepreist unter schweren hydraulischen Pressen.
Bei den nachfolgend angegebenen, nicht glatten Formen ist diese Herstellungsart in
vielen wichtigen Fällen ohne Weiteres ausgeschlossen. ■
Die Zusammensetzung dieser Platten aus einzelnen für sich hergestellten Theilen ist
nicht nur kostspielig, sondern für einen Panzer auch zu unsicher und gefährlich.
Es bleibt in erster Linie ein Metall für diese Herstellungsart übrig, das in der Neuzeit eine
bedeutende Verwendung in allen Bauten, welche Zähigkeit und Festigkeit verlangen, gefunden hat.
Es ist der Stahlfacongufs bezw. flüssiger, aus den besten Rohstoffen erzeugter Stahl.
Die Vorzüge, die diesem Metall in Bezug auf Gleichmäfsigkeit, Festigkeit und Dehnung
durch beste, neue Einrichtungen zu geben möglich sind, sind grofs.
Hat man doch die verschiedensten Gufsstücke mit ca. 30 bis 80 kg Festigkeit und ca. 50 bis
iopCt. Dehnung bereits hergestellt.
Jedoch würde für vorstehenden Zweck das bisher übliche Einformen und Giefsen in von
unzuverlässigen Arbeiterhänden hergestellten Formen aus Lehm, Sand, Thon und anderen
Mischungen schon deshalb zu verwerfen sein, weil für die in beiliegenden Zeichnungen dargestellte
Panzerbauart genaue, gleichmäfsige Formen, Wandstärken, Rippen sowie glatte,
scharfkantige Oberflächen unbedingt verlangt werden müssen.
Dies ist aber nur mit genau arbeitenden Maschinen und nach Verfahren erreichbar, die
von allen bisherigen Vorrichtungen und Verfahren abweichende Einrichtungen besitzen.
Auf Blatt ι und 2 sind dieselben in der Hauptsache dargestellt.
Die Traversen 1 und 3 in Fig. 1 auf Blatt 1
sind durch die Säulen 2 starr mit einander verbunden.
In den Traversen sind die durch Dampf, Wasser, Gase, Prefsluft u. s. w. beliebig beweglichen
Kolben 4, 7 angeordnet.
An deren Kolbenstangen 5 und 6 sind die Traversen 8 und 9 derart befestigt, dafs sie
den Bewegungen der Stangen 5 und 6 beliebig folgen können.
Auf den Traversen 8 und 9 sind hohle Kasten, Träger 10 und 22 geschraubt.
In diesen Kasten sind die Hohldorne, Fagohstücke
11,21 beliebig befestigt.
Diese Hohldorne, FaconstUcke 11, 21 werden
von innen durch die Rohrleitungen 13,23 mittelst Spritzrohre 12, 20 und hierdurch geleitetes
kaltes Wasser, kalte Luft, Gase u. s. w. oder ein beliebiges Kühlmittel kühl gehalten.
Angenommen, es solle eine Panzerplatte der auf Blatt 1, Fig. 1 durch schwarze Schattirung
dargestellten Form hergestellt werden, dann kommen am besten die Hohldorne 1 !,welche
die Vorderfläche (Beschufsseite) der Panzerplatten formen, nach unten, die hohlen Faconstücke
2i in die obere Traverse, denn die Beschufsseite mufs selbstredend am dichtesten,
glättesten und event, härtesten sein.
Der für diese Panzerplatten erforderliche Stahl wird am besten in Siemens-Martin-Oefen
in der sorgfältigsten Weise und unter Berücksichtigung aller auf diesem Gebiete gemachten
Erfahrungen hergestellt, wobei die vor dem Gufs zu machenden Proben den vorher
gemachten Zerreifs - und Beschufsversuchen möglichst entsprechen sollen.
Das fertige Stahlbad kann nun entweder unmittelbar aus dem Martin-Ofen in die untere
Form fliefsen oder in fahrbare Behälter gefüllt und aus diesen in die Form Fig. ι und 2,
Blatt ι eingefüllt werden.
Diese Form wird durch die" Bodenplatte (Kasten) 10, die seitlich dicht anschliefsenden
und innerlich kühlbaren Wände 14 gebildet. Letztere sind durch Schrauben 1 5, Zahnräder 17,
Schneckenräder 18, Handkurbeln 19 oder in beliebiger Weise beweglich.
Das fertige Stahlbad kann selbstredend auch aus Pfannen u. s. w. in genau vorher bestimmten
Mengen und Gewichten in die untere Form gegossen werden.
Erforderlichenfalls läfst man das Stahlbad in der unteren Form so lange stehen, bis es sich
beruhigt hat öder die Gase, Schlacken, unreinen Beimengungen u. s. w. entweichen, sich
an der Oberfläche sammeln und von hier durch geeighete Mittel entfernt werden.
Die unteren Dorne il, die Bodenfläche 10
und die Seitenwände 14 werden dabei nur so weit gekühlt, dafs sowohl eine nachtheilige Erhitzung
derselben, als auch eine schädliche Abkühlung des Stählbades vermieden wird.
Nunmehr wird die obere Traverse 22 gesenkt, und je nach Art des Metallbades werden
die Fäconstücke 21 rasch oder langsam in das Metallbad eingedrückt.
In den meisten Fällen wird es zweckmäfsig sein, die erste Bewegung rasch und weiter
fortschreitend immer langsamer zu machen, so dafs die noch etwa eingeschlossenen Schlacken,
Gase, Unreinigkeiten u. s. w. nach oben entweichen können öder durch den ausgeübten,
gegebenenfalls starken Druck vollständig ge^
schlössen, verschweifst, verdichtet werden.
Im Augenblick des gföfsten, vom Kolben 4
ausgeübten Druckes sitzt der obere Kasten 22 mit seinen abgeschrägten unteren Kanten auf
den seitlichen Wangen 14 auf, und damit ist ■
die endgültige Form bezw. das genaue Gewicht oder die Masse der Panzerplatte allseitig eingeschlossen,
d. hi die Platte fertig geformt.
Da das Stahlbad noch zähflüssig ist ä wird der
vört dem Prefskolben 4 ausgeübte grofse Druck
nach allen Seiten der Form übertragen; die hergestellte Platte mufs in allen Theilen dicht,
glatt und scharfkantig werden.
Selbstredend werden während dieses Vorganges die oberen Formstücke 21, der Boden
von 22 entsprechend abgekühlt, und es kommt bei diesem Kühlen ganz darauf an, wie sich
das eingeschlossene Metallbad verhält und ändert.
In den meisten Fällen wird es gut sein, die Kühlung langsam vorzunehmen, so dafs eine
schädliche Erhitzung oder ein Anfressen, Verschweifsen des Metallbades mit den Dornen,
Formstücken u. s. w. vermieden wird.
Gegen letzteres schützt man die betreffenden Theile nöthigenfalls durch einen Ueberzug unverbrennbarer
Stoffe, z. B. mit Graphit, Asbestpulver, feuerfestem Thon u. s. w.
Beginnt das eingeschlossene Metallbad zu erstarren, so ist je nach der chemischen und
physikalischen Beschaffenheit desselben äufserste Vorsicht geboten, denn viele Metallbäder erstarren
sehr rasch, wobei sie sich anfänglich mehr oder weniger zusammenziehen und dann
von einem gewissen Zeitpunkt ab sich trotz der weiteren Erkaltung wieder ausdehnen.
Um diesen verschiedensten Ausdehnungen und Schrumpfungen zweckdienlich zu folgen
und so schädliche Spannungen und event. Zerreifsen des eingeschlossenen Metalls zu verhüten,
kann man z. B. wie folgt verfahren:
Hat das Metallbad durch Erstarren denjenigen Zustand erreicht, dafs es an keiner
Stelle mehr fliefst, so lüftet man zunächst den unteren Kolbert 7, so dafs zwischen Metall
und allen unteren Formtheilen ein kleiner Spielraum entsteht; denn die untere Fläche
des Metalls ist naturgemäfs stärker erstarrt^ und müssen dort zuerst Spannungen verhütet werden.
Das ganze Formstück aus zähem erstarrenden Metall hängt nun frei zwischen den seitlichen
Wangen 14.
Damit die entstandene Platte aber nicht nach unten rutschen kann, sind die Seitenwangen 14
nach unten schräg nach innen zulaufend, oder sie haben eirte Menge kleiner Ausschnitte,
Ecken, Vorsprünge u. s. w., die auf ihrer Gesammtfläche das ganze Gewicht der Gufsplatte
tragen i
Um ein Durchbiegen der Gufsplatte in der Mitte durch das Eigengewicht derselben zu
verhüten, hebt man die untere Form von Zeit zu Zeit nach oben und preist die eingeschlossene
Gufsplatte in ihre Form zurück.
Bei den verhältnifsmäfsig dünnen Wandungen wird auch das Innere und der obere Theil der
Gufsplatte bald so weit erstarren, dafs mittelst der Kolben 4 auch die obere Form 21,22 gehoben
und gelüftet werden kann.
Nunmehr hängt die fertig geformte Gufsplatte frei zwischen vier oder beliebig vielen
Seiten wangen 14^ kann sich beliebig ausdehnen
oder zusammenschrumpfen.
Dehnt sie sich so stark aus, dafs sich Spannungen gegen die Seitenwangen 14 geltend
machen, so braucht man nur diese Wangen 14 etwas aus einander zu ziehen, wodurch man
jede schädliche Spannung leicht verhütet.
Oder es werden Federn angebracht, um die Formwangen nachgiebig zu machen.
Nach einiger Erfahrung kann man mit einer derartigen Giefseinrichtung (Fig. 1) jedem Verhalten
erstarrenden Metalls Rechnung tragen. ■
Erforderlichenfalls kann man durch nachträgliches sorgfältiges Ausglühen jede etwaige
Spannung beseitigen.
Aus besonderen Gründen ist nun wohl anzunehmen, dafs bei vielen Metallbädern Spannungen
überhaupt nicht entstehen, insbesondere dann, wenn man die unteren und seitlichen
Formen so einrichtet, dafs sie allen Dehn- und Schrumpfbewegungen folgen können, worüber
unten nähere Mittheilungen erfolgen.
Bei härtbaren Metallbädern, d. h. solchen, die durch plötzliche starke Abkühlung hart
werden, hat man es in der Hand, die vordere Beschufsfläche durch starke Abkühlung zu
härten, so dafs die Geschosse diese Panzerplatten noch weniger angreifen können.
Selbstredend kann diese Härtung der Beschufsseite auch dadurch erfolgen, dafs man
derselben künstlich Kohlenstoff zuführt und dann die Härtung vornimmt.
Es ist klar, dafs man mit einer Formmaschine (Fig. i, Blatt 1) alle bisher erklärten Panzerplatten
bestens herstellen kann, denn
1. ist man von den Ungenauigkeiten der Handformerei befreit, da diese Maschine so
genau eingestellt werden kann, dafs die Wandstärken der Vertiefungen auf Bruchtheile von
Millimetern genau werden,
2. wird die Oberfläche, insbesondere auf der Beschufsseite, sehr glatt, scharf und genau,
3. können die beiderseitigen Formhälften leicht ausgewechselt werden, so dafs alle
Formen leicht herstellbar sind,
4. kann die Oberfläche der Beschufsseite so glatt werden, dafs die Polirung und Glättung
auf maschinellem Wege sehr leicht ist,
5. müssen derartige Platten sehr dicht werden, ihre Festigkeit müfs sehr grofs sein, während
Zähigkeit und Dehnung durch Wahl der Stoffe nach Wunsch erzielt werden können,
6. ist die Herstellung billig-und von der
Geschicklichkeit der Arbeiter unabhängig.
Es sei noch erwähnt, dafs in Fig. 1, Blatt 1
die Pafsstücke 24 dazu dienen, die untere Form ιo.genau ein-und festzustellen, so dafs
der Kolben 7 entlastet ist, während die Traversen 16 ebenfalls mit allen darauf ruhenden
Theilen verschiebbar oder auswechselbar sind, so dafs man die Form in der Höhe auf jeden
Millimeter Dicke der Panzerplatten genau einstellen kann. . ■· ..
Die beweglichen Theile können auf jede beliebige Weise verstellt werden.
So ist z. B. in Fig. 2, Blatt 1 angegeben,
wie alle Bewegungen durch eine gemeinsame Uebertragungswelle 44 bewirkt werden.
Von hier aus werden durch offene und gekreuzte Riemen 31,32 und 47,48 die Riemscheiben
30,49, die wie gewöhnlich lose und feste sind, angetrieben, die mittelst Schneckenräder
29,50 die Zahnräder 28,51 links und rechts drehen, so dafs die Spindeln 33,46
mittelst Gewindebüchsen 26, 52 die Traversen 34,43 beliebig herauf und herunter bewegen
können.
Hierbei wird durch die an Bolzen 55, 59 mittelst Stangen 56, 60 hängenden Zeiger 57, 61
auf den Zifferblättern 58, 62 genau angegeben, wo sich die Formkästen befinden, so dafs
deren Bewegungen und die Wandstärke, Höhe u. s. w. der herzustellenden Panzerplatten genau
jederzeit eingesehen werden können.
Die Bewegung der Seilenwangen erfolgt durch die gekreuzten und offenen Riemen
39,40, lose und feste Riemscheiben 38, wobei eine gegebenenfalls gemeinsame Gliederkette 41
die Bewegungen auf die Dornbolzen 36 mittelst Schnecken 37 und Schneckenräder 35
überträgt.
Die Traversen 42 sind wiederum verschiebbar und die Haupttraversen 25, 54 durch die
kräftigen Stangen 35 mit einander verbunden.
Die untere Traverse 54 ruht zweckmäfsig auf einem Fundament.
Jedoch kann diese Traverse 54 auch auf einem Wagen ruhend mittelst Räder u. s. w.
in die Martin - Giefserei u. s. w. gefahren werden, so dafs der Formvorgang sowohl in wie
aufserhalb der Giefserei bestens erfolgen kann.
Ebenso können alle Bewegungen mittelst Elektricität bewirkt werden.
Denn die Welle 44 kann von und an allen beliebigen Punkten mittelst Elektromotor angetrieben
werden, dessen Stromanschlufs leicht ist.
Die auf Blatt 2 in Fig. 3 bis 7 dargestellten Vorrichtungen zur Formgebung haben die besonderen
Merkmale, dafs
1. die Formen senkrecht gestellt sind,
2. den neueren Anforderungen entsprechend die ganze Anlage fahrbar ist,
3. die Eingiefsung des Metallbades sowohl von oben, unten wie seitwärts erfolgen kann,
4. Hand - und Maschinenbetrieb glücklich vereinbar sind, und
5. können die hergestellten Panzerplatten
a) sich nicht so leicht verziehen und
b) keine Spannungen bekommen sowie
c) leicht entfernt werden u.s. w.
Zu diesem Zweck liegt ein kräftiger Rahmen ι auf den Rädern 2 auf und ist auf
Schienen 3 nach allen Richtungen leicht verschiebbar, drehbar u. s. w,
Ungefähr in der Mitte ist eine feuerfeste . Platte 4 angebracht, die leicht auswechselbar
sowie nach oben nachstellbar sein kann.
Auf dieser Platte 4 sind die Traversen 5 und 6 in Rollen 7, 8 und Gleitführungen 9, 10
leicht, aber sicher schliefsend, verschiebbar gelagert.
An die Traversen sind die hohlen und gekühlten Kästen 11,12 geschraubt, an denen,
wie bisher, die hohlen, gekühlten Dorne 13, 14 sitzen, die nach Fig. 6 und 7 jedoch die
wichtige Aenderung aufweisen, dafs sie mittelst Kugelansatz 15 in dem doppelten verschraubten
Boden 16, 17 sitzen, so dafs sie sich beim
Zusammenschrumpfen oder Ausdehnen des erstarrenden Metalls nach allen Richtungen etwas
bewegen können.
Zu diesem Zweck besitzen sie die Verlängerungen 18, die mittelst Federn ig nachgeben
können.
Um dies zu ermöglichen, sitzt zwischen jedem Dorn 13 (14) und dem Boden 16 eine
entsprechend weiche Schicht (Platte) unverbrennbaren Stoffes, z. B. Asbest, so dafs sich
jeder Hohldorn 13,14 etwas abbiegen oder verschieben kann.
Die innere Kühlung der Hohldorne (Formstücke) 13, 14 erfolgt mittelst Leitung 20.
Die Bewegung der Traversen 5, 6 mit den darauf befestigten Formen u. s. w. erfolgt dadurch,
dafs mittelst Handbetrieb (Kurbel 21) die Schnecken 22, Schneckenräder 23 gedreht
werden, die mittelst Kurbeln 24, Pleuelstangen 25 die Wellen 26 und die daran hängenden
Traversen 5, 6 bewegen.
Selbstredend kann diese Bewegung z. B. auch mittelst offener und gekreuzter Riemen
27, 28, Riemscbeiben 29 oder durch beliebigen Motorenbetrieb erfolgen.
Der seitliche Abschlufs der Formen erfolgt mittelst der Wände 30,31, die auf beliebige
Weise beweglich sind, z. B. Handgriff 32, Räder 33, Gewindebolzen 34 u. s. w. . Wie Fig. 3, Blatt 2 angiebt, fliefst der Stahl
aus der Birne (Martin-Ofen u. s. w.) unmittelbar in die Form, worauf man nach Erfordernifs
so lange wartet, bis sich das Stahlbad beruhigt hat und alle Unreinigkeiten auf der
Oberfläche schwimmen.
Da das Bad bei diesem Vorgang in einer dicken Masse zwischen den Formen steht, so
kann im Gegensatz zu dem oben auf Blatt 1 beschriebenen Herstellungsverfahren die Pressung
mit voller Ruhe vorgenommen werden, denn ein frühzeitiges Erstarren der Stahlmasse ist
ausgeschlossen.
Nunmehr bewegt man die eine oder beide Traversen 5, 6 auf einander zu, und die dadurch
verdrängte flüssige Stahlmasse steigt so lange in die Höhe, bis die beiden Traversen 5
und 6 in ihren vorgeschriebenen Entfernungen stehen, d. h. die genaue Wandstärke und Form
der Panzerplatte erreicht ist.
Um möglichst dichten Gufs zu erhalten, sind die Traversen 5, 6 am oberen Ende mit
Verlängerungen versehen, die einen Trichter bilden, in denen das flüssige Metall ansteigt
und einen Druck auf die unteren Partien ausüben sowie nachsacken kann.
Es ist klar, dafs das Metall auch in der Weise eingebracht werden kann, dafs man es
entweder durch ein Loch in der Bodenplatte 4 oder die Seitenplatten 30, 31 einfliefsen lassen
kann und direct oder nach einander in der vorgeschriebenen Dicke dabei giefst.
Das erstere Verfahren dürfte bei den üblichen Stahlqualitäten einige Vorzüge haben.
Ist das Metall erstarrt, wobei die beweglichen Dorne 13,14 keine oder unschädliche
Spannungen hervorrufen, so kann man die beiden Traversen 5, 6 nach Bedarf entweder
einige Mal lüften (um jegliche Spannung im Stahl zu vermeiden), oder man zieht die Traversen
völlig zurück, und nunmehr ruht die fertige Panzerplatte auf der wagerechten Platte 4
auf, kann in aller Ruhe erkalten und vorher oder nachher mit üblichen Vorrichtungen (Hebezeugen,
Laufkranen u. s. w.) aus der Form herausgehoben und weiter bearbeitet werden.
Abgesehen von vielen sonstigen Vorzügen hat dies Formverfahren den Vorzug, gleichmäfsige
Güsse zu liefern sowie einfacher und übersichtlicher zu sein, jedoch voraussichtlich
den Nachtheil, dafs die Beschufsseiten der Platten nicht so glatt, scharfkantig und hart
werden wie bei dem Verfahren mit den in Fig. ι und 2 dargestellten Vorrichtungen. -
Aufserdem hat letzteres Verfahren noch den Vorzug, dafs alle noch im Gufs befindlichen
Unreinigkeiten nach Möglichkeit auf den Rückseiten der Platten sich sammeln, wo sie entweder
unschädlich sind oder nachträglich gröfstentheils entfernt werden können.
(Auf der Rückseite geben sie aufserdem beim Beschiefsen zu Rifsbildungen keinen Anlafs).
Es ist klar, dafs die beiden Formverfahren Blatt ι und 2 in besonderen Fällen in ihren
Vortheilen vereinigt werden können, dafs auch bei Fig. 1 und 2 der Eingufs des Metalls
nicht nur von oben, sondern auch von unten oder den Seiten her erfolgen kann.
Ferner können diese Verfahren nicht nur zur Herstellung von Panzerplatten, sondern
allen denkbaren Gegenständen und in allen Metallen und Metalllegirungen verwendet werden.
Es wird noch betont, dafs mittelst dieser Verfahren Panzerplatten oder alle Rippenkörper
der beschriebenen oder beliebigen Formen nicht nur aus flüssigen oder zähflüssigen Metallen
hergestellt werden können, sondern man kann dazu auch Platten benutzen, die . vor . diesem
Verfahren gewalzt, geprefst, gegossen, geschmiedet u. s. w. sind, worauf sie im warmen
Zustand zwischen diese Formen gebracht und in die gewünschte Form, durch die angegebenen
Vorrichtungen geprefst werden.
Legt man z. B. in Fig. 3 bis 7, Blatt 2 von oben oder von beliebiger Seite eine erhitzte
Stahlplatte 35 ein, so kann man dieselbe durch die gezeichneten Vorrichtungen in die entsprechende
Form pressen.
Ebenso kann dies in Fig. 1 und 2, Blatt 1
bewirkt werden.
Die Formgebung kann sowohl durch mehrfaches Vor- und Eindrücken der Formen oder
mit einem Mal erfolgen.
Macht man die verwendete Stahlplatte auf einer Seite (vorher oder nachher) härtbar, sei
es durch Aufschweifsen, Aufgleisen, Anpressen einer härtbaren Stahlplatte oder Stahlschicht
oder durch Zuführung von Kohlenstoff (Carbonisirung) und bringt sie dann durch die beschriebenen
oder beliebige Vorrichtungen in die auf Blatt 1 und 2 angegebenen Formen,
so erhält die Beschufsseite der damit hergegestellten Panzerplatte alle diejenigen guten
Eigenschaften in bedeutend höherem Mafse, wie glatte, einseitig gehärtete Platten, z. B. die
Harvey- oder Nickelstahlplatten.
Aufserdem hat sie gegenüber diesen Platten (harveysirte oder Nickelstahlplatten mit künstlicher
oder natürlicher Härtung u. s. w.) die Vortheile, dafs sie
ι. beim Abkühlen (Abschrecken, Härten in
Wasser, Oelen, Mischungen u. s. w.) sich nicht verziehen,
2. keine Spannungen erhalten;
3. beim Beschiefsen werden sich etwa entstehende Risse nicht fortpflanzen, sondern stets
an der stärksten oder schwächsten Stelle der nächstgelegenen Vertiefung (Erhöhung) endigen
u. s. w.
Ferner kann man eine harte oder härtbare Platte nehmen, sie in die Form der Beschufsseite
bringen und auf der Rückseite aus weichem (event, billigem Material) eine vorher
hergestellte Platte zur Versteifung und Verstärkung anbringen.
Die dauerhafte Verbindung dieser zwei (odermehr) völlig verschiedenartigen Platten unter
einander und mit dem Schiff oder den zu schützenden Theilen kann durch Verschweifsen
(sowohl durch Erhitzen im Ofen oder mittelst elektrischen Stromes) oder durch Verlöthen,
Umbiegen der Ecken oder durch Vernieten, Verschrauben, Verkeilen u. s. w. geschehen.
Der Endzweck aller dieser Einrichtungen, Mafsnahmen u. s. w., die nach allen bekannten
Richtungen weiter zu verbessern sind, ist der, alle Vortheile einseitig künstlich oder natürlich
gehärteter Panzerplatten mit allen Vortheilen dieser neuen Formen und Vorrichtungen (Blatt 1
und 2) zu vereinigen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Rippenkörpern, insbesondere von Panzern, dadurch
gekennzeichnet, dafs die auf beliebige Art gegen einander bewegten Formhälften die zwischen ihnen eingeschlossene
flüssige, zähflüssige oder erwärmte Metallmasse, die ausjrer^hie^en^njiärtbaxeji oder
nicht härtbaren Sdb.iehten__ bjste_hea__k.anrj,
"effipressen und derselben dadurch die gewünschte
Form gegeben wird.
2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Erstarren
der eingeschlossenen Metallmasse die Formen nach Bedarf so weit von einander entfernt
(gelüftet) werden, dafs die Metallmasse, frei auf oder zwischen Stützpunkten ruhend,
erstarren und erkalten kann.
3. Giefsform zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs die stärker hervortretenden Theile der Formen (13, 14, 11, 21) beweglich sind,
damit sie den Schrumpfungen oder Dehnungen der Metallmasse beim Erkalten folgen können.
4. Ausführung der Giefsform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dafs die stark hervortretenden
beweglichen Theile (13, 14 [Fig.3], 11, 21 [Fig. 1]) der Giefsformen
durch je ein Zweigrohr (20, 12) der Wasserleitung beständig gekühlt werden, um ein
An- oder Verbrennen der Theile zu verhindern.
5. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs die jeweilige Stellung der beweglichen Formen zwecks Ueberwachung mittelst Zifferblatt und Zeiger oder Anzeigevorrichtungen
u. s. w. erkennbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134281C true DE134281C (de) |
Family
ID=402420
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT134281D Active DE134281C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134281C (de) |
-
0
- DE DENDAT134281D patent/DE134281C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2558449B2 (de) | Verfahren zur Vereinigung des Hauptzulaufs einer Sandform mit dem metallischen Ende eines Zuführungsrohrs und Dichtungsausbildung zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE7532061U (de) | Einrichtung fuer den mechanisierten niederdruckguss | |
| DE102006036369A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauteilen durch integriertes Schmelzen, Gießen und Umformen | |
| DE134281C (de) | ||
| DE3401354A1 (de) | Verfahren zum giessen von graugussteilen | |
| DE2936418A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum giessen von metallen unter verwendung einer form | |
| DE2122752A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Gußblöcken und Elektronenstrahl-Schmelzofen zur Realisierung dieses Verfahrens | |
| DE1817064A1 (de) | Vermittels kontinuierlichem Schweissvorgang durchgefuehrtes Verfahren zum Herstellen metallischer Gegenstaende | |
| DE168572C (de) | ||
| DE69000282T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von duennen metallprodukten mittels strangguss. | |
| DE460873C (de) | Einrichtung zur Herstellung von Straengen beliebiger Laenge durch Eingiessen des Metalls in eine bewegliche, z.B. umlaufende Rinne | |
| DE40919C (de) | Form zum Giefsen von Verbundblöcken | |
| AT228952B (de) | ||
| DE2238751C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Gießen von Blöcken | |
| DE412395C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus geschmolzenem Gut aller Art | |
| DE2063545B2 (de) | Viereckige Stranggießkokille | |
| AT295765B (de) | Kokille zum Herstellen von Hohlblöcken aus Metall oder Metallegierungen | |
| AT88165B (de) | Gießverfahren und Form zur Herstellung möglichst blasen- und lunkerfreier Blöcke aus Flußeisen oder Stahl oder anderen Metallen. | |
| AT131620B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung offener und geschlossener Hohlkörper im Schleuderguß. | |
| DE22291C (de) | Gufsform für die Herstellung von Compound - Panzerplatten | |
| AT20657B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entnahme von Glas aus Glasöfen. | |
| DE892820C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in Formen, insbesondere zum Herstellen von Kokillenguss | |
| DE744230C (de) | Verfahren und Kokille zum Herstellen plattierter Gussbloecke | |
| DE186665C (de) | ||
| DE13590C (de) | Vorrichtungen zum Giefsen von Flufseisenblöcken |