DE130470C - - Google Patents

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DE130470C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisherigen Constructionen von Nähmaschinen mit frei schwingendem Greifer wird, nachdem die Schlinge des Oberfadens um die Unterfadenspule herumgeführt und der Unterfaden gefafst worden ist, der Unterfaden durch den Oberfaden beim Hochgange des Fadenhebers in den Stoff hineingezogen. Es tritt dann bei weiterer Drehung die Spitze des Greifers in die neue Schlinge des Oberfadens, und dabei bewirkt die ansteigende Vorderkante des Greifers, dafs der zur Stichbildung nöthige Unterfaden von der Unterfadenspule abgezogen wird. Dabei findet aber, wenn die Spannung des Unterfadens nicht eine sehr lose ist, ein Durchziehen des letzten Stiches auf die Unterseite des Stoffes statt, weil inzwischen der Fadenheber sich wieder gesenkt hat und der Oberfaden nicht mehr gespannt gehalten wird. Die Folge davon ist, dafs die Verschlingungen von Ober- und Unterfaden auf die Unterseite des Stoffes statt in dessen Mitte zu liegen kommen, dafs also eine schlechte Naht gebildet wird. Es kommt dazu noch der Uebelstand, dafs der Unterfaden in dem Augenblick, wo die Oberfadenschlinge vom Greifer abgleitet und hochgezogen wird, straff über die Greifervorderkante gespannt ist, dafs also der Oberfaden sich unter ihm hindurchzwängen mufs, was häufig Veranlassung zu Fadenbrüchen giebt.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine neuartige Greiferconstruction, durch welche die erwähnten Uebelstände vermieden und die Herstellung einer tadellosen Naht selbst bei scharf gespanntem Unterfaden ermöglicht wird. Das Abziehen des Unterfadens . um die zur Bildung des nächsten Stiches erforderliche Länge wird nämlich in dem Augenblick vorgenommen, wo der Oberfaden durch den Fadenheber straff gespannt gehalten' ist, und zwar mit Hülfe eines über dem Ausschnitt des Greifers von der Drehungsrichtung desselben abgewendet angeordneten gekrümmten Hakens, welcher excenterartig über den Umfang des Greifers herausragt.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Gesammtanordnung des Greifers im Vertical· schnitt; Fig. 2 ist ein direct unter der Stichplatte geführter Horizontalschnitt durch Fig. 1; Fig. 3 zeigt den Greifer von vorn gesehen, Fig. 4 denselben in etwas anderer Stellung in Vorderansicht und Draufsicht. Fig. 5 bis 8 veranschaulichen verschiedene Phasen der Stichbildung.
α ist der am Ende einer Welle, die in bekannter Weise ihren Antrieb erhält, sitzende Greifer, dessen Spitze b die beim Anheben der Nadel aus ihrer tiefsten Stellung gebildete Schlinge erfafst, um sie nach unten zu ziehen und um die durch eine Brille (g) gehaltene Unterfadenspule f herumzuführen. Letztere wird durch eine Nase h, die in einen Ausschnitt i der Brille eingreift, gegen Verdrehungen gesichert.
Die Form des Greifers ist die allgemein bekannte, nur mit dem Unterschiede, dafs sein das Abgleiten der Oberfadenschlinge gestattender Ausschnitt durch einen von der Drehrichtung abgewendeten Haken c überdeckt wird, dessen Aufsenfläche über diejenige des Greifers hervorragt und diesen gewissermafsen zu einem Excenter umbildet.
Die Vorgänge bei der Stichbildung sind folgende:
Bis zu dem Augenblick, wo die Greiferspitze in die Oberfadenschlinge eintritt (Fig. 5), wird der Unterfaden durch den Haken c seitwärts vom Stichloch gespannt gehalten, so dafs er die Schlingenbildung des Oberfadens nicht hindern kann. Im weiteren Verlauf der Drehung wird die Oberfadenschlinge nach unten gezogen (Fig. 6), um schliefslich unter dem Unterfaden durchzugleiten (Fig. 7). Dieser liegt aber, da jetzt der kurze Radius des Excenters nach oben gerichtet ist, lose über der Vorderkante des Greifers, so. dafs der Oberfaden , ohne sich zu klemmen, darunter weggleiten kann. Der vom Oberfaden gefangene Unterfaden wird nunmehr vom hochgehenden Fadenheber in den Stoff hineingezogen (Fig. 8). In diesem Augenblick tritt der Haken c unter • I den__nqch festgehaltenen Unterfaden und Be- ! wirkt, da seine Excentricität zunimmt und das i Unterfadenende festgehalten wird, ein Abziehen von so viel Faden von der Spule _/", als zur nächsten Stichbildung nothwendig ist; er hält dabei gleichzeitig wieder den Unterfaden seitlich vom Stichloch gespannt, so dafs dieser die Schlingenbildung des Oberfadens nicht behindern kann, worauf die beschriebenen Vorgänge sich in der gleichen Reihenfolge wiederholen.
Die Neuerung läfst sich ohne Weiteres an jeder vorhandenen Nähmaschine mit frei schwingendem. Greifer anbringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Frei schwingender Greifer für Nähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs, um die Verschlingung von Ober- und Unterfaden sicher in das Innere des Stoffes zu bringen, ein an dem Greifer angeordneter, über dessen Um-Jang hinausragender Haken (c) das Abziehen des~Unterfadens in dem Augenblicke beginnen läfst, wo der Oberfaden durch den Fadenheber straff gespannt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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