DE129571C - - Google Patents

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DE129571C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/26Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for printing, stamping, franking, typing or teleprinting apparatus

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Ausführung jener Apparate, die zur Frankirung von Briefen und anderen Postsendungen dienen und bei denen nach Einwurf des Portobetrages ein Stempel zum einmaligen Gebrauche ausgelöst wird, welcher, der Sendung aufgedrückt, die erfolgte Erlegung des Portos bescheinigt.
Dergleichen Frankirapparate bestehen im Wesentlichen aus einem Stempelapparat mit Druckvorrichtung und einer durch eine Münze ausgelösten Kuppelungsvorrichtung, mittelst welcher die Druckvorrichtung mit einem Handgriff gekuppelt oder, falls die Druckvorrichtung gewöhnlich gesperrt ist, diese ausgelöst wird, so dafs die Stempelung alsdann erfolgen kann.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine neue Anordnung des Druckstempels, durch welche bei einfacher Construction völlige Sicherheit gegen unrechtmäfsige Benutzung des Apparates erreicht wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 der ganze Apparat in senkrechtem Schnitt dargestellt, und zwar der Stempel im nicht ausgelösten Zustande, während Fig. 2 die Stempelungsvorrichtung perspectivisch in der Lage darstellt, welche die Theile unmittelbar vor dem Herabsenken des Stempels auf den zu stempelnden Gegenstand einnehmen.
Die Abstempelungsvorrichtung besteht aus dem an der Feder a, und zwar an deren nach unten gebogenem Ende befestigten Stempel c und einem zwischen den Schienen d verschiebbaren Farbekissen e. Beide Theile c und e stehen unter dem Einflufs des Hebels g, der in k seinen Drehpunkt hat und durch Vorziehen des Griffes w gedreht werden kann, wenn durch Einwurf des Portobetrages eine Kuppelungsvorrichtung mit diesem herbeigeführt worden ist. Der Hebel g ist unten gabelförmig gestaltet, und zwar läuft jeder Schenkel der Gabel wiederum in zwei Arme / und 0 aus.
Vor Einwurf der Münze nehmen die Theile des Stempelmechanismus die in Fig. 1 dargestellte Lage ein, d. h. das Farbekissen e befindet sich über einer im Boden des Gehäuses befindlichen Oeffnung und der Stempel c liegt diesem auf, während eine an den Armansätzen ο befindliche Feder η den Arm f in etwas schräger, nach unten geneigter Stellung hält; die Armansätze / umfassen seitlich am Farbekissen befindliche Stifte m.
Um eine Abstempelung vorzunehmen, schiebt man den zu stempelnden Gegenstand so zwischen das Ende' des Armes/' und die Bodenplatte des Gehäuses, dafs die für den Stempelabdruck bestimmte Stelle des Briefes o. dgl. unter die vom Farbekissen bedeckte Bodenöffnung zu liegen kommt. Wird nun nach Einwurf des Portobetrages der Hebel g durch Ziehen am Knopf W gedreht, so gelangt er in die Stellung nach Fig. 2, wobei die unten an seinen
Gabelschenkeln an deren Innenseiten befestigten Stifte h unter den vorspringenden Seitenkanten i der Feder α hingleiten und dieselbe anheben und spannen; gleichzeitig ziehen die Anne / auch das Farbekissen e nach hinten, welches somit die Bodenöffnung freigiebt, und bewirken die Arme ο die Andrückung des Armes / mit dem darauf liegenden Briefe o. dgl. gegen die Bodenöffnung. Haben die Stifte h endlich die hinteren Enden der vorspringenden Kanten i erreicht, so schnellt die bisher gespannte Feder α den Stempel e hammerartig auf den zu stempelnden, vom Arm / gehaltenen Gegenstand, so dafs die Stempelung erfolgt, worauf die Feder jedoch so viel zurückschnellt, dafs der Stempel wieder aufser Berührung mit der bedruckten Fläche kommt. Wird der Knopf w durch die Wirkung einer Feder zurückgezogen, so gleiten die Stifte h über die oberen Flächen der Federverbreiterungen ο hinweg und drücken die Feder etwas nach unten, bis die Stifte h, an den vorderen Enden der Kantenverbreiterungen i angekommen, die Feder freigeben und diese sich wieder etwas hebt, worauf die Arme / das inzwischen bis an den Stempel c herangekommene Farbekissen mit seinen Ansätzen ^ unter die Auskehlungen χ der Stempelseitenflächen drücken, so dafs der Stempel gehoben wird, nach erfolgtem Durchgang der Ansätze \ unter den Randnuthen χ gegen das Farbekissen schnellt und auf diesem zur nächsten Stempelung wieder mit Farbe versehen wird.
Die in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Kuppelungsvorrichtung besteht aus einem auf dem Zapfen q drehbar gelagerten Münzenempfänger p, welcher mit einem rückwärts gerichteten Arm r versehen ist. Wenn eine Münze .vom bestimmten Gewicht in den Münzenempfänger ρ herunterfällt, so wird derselbe umkippen und die Münze in den Trichter s hinabgleiten lassen. Durch den Trichter stürzt die Münze herunter, bis dieselbe von einer an der Auflage des Rahmens ν befestigten Platte t gehalten wird, wobei die Münze in Schlitze tritt, welche in dem der Zugstange angeschlossenen Rahmen ν und in dein in letzterem geführten Schieber u vorgesehen sind, so dafs die beiden genannten Theile durch die Münze mit einander gekuppelt werden. Das eine Ende des um k drehbaren Hebels g greift in einen Schlitz des Schiebers ic, während das andere Ende dieses Hebels zur Bewegung des Stempels dient.
Die Kuppelung des Rahmens ν und des Schiebers u erfolgt, wie erwähnt, durch die Mün^e, und zwar wird diese beim Ausziehen des Knopfes n> zwischen die beiden Schlitze dieser Theile geklemmt, da der Rahmen ν gegen den Schieber ic etwas voreilt und die Münze gegen die vordere Kante des in u befindlichen Schlitzes drückt, worauf die Münze von der Platte t abgestreift und von den genannten Theilen mitgenommen wird; hierbei erfolgt die Drehung des Hebels g und die Abwärtsbewegung des Stempels in der oben beschriebenen Weise. Läfst man den Knopf iv los, so schiebt die auf dessen Zugstange befindliche Feder den Rahmen ν und den Schieber u zurück, wo ebenfalls eine geringe Verschiebung beider gegen einander erfolgt und die alsdann nicht von den Schlitzkanten gehaltene Münze nach unten in einen Behälter fällt.
Wird eine zu leichte Münze in den Apparat geworfen, so wird der Empfänger ρ beim Niederfall der Münze in denselben nicht umkippen und der Schieber η beim Hinausziehen des Griffes w nicht mitgenommen werden, wohingegen ein am Rahmen ν befindlicher Arm y die Drehung eines Winkelhebels ö veranlafst, dessen oberer Arm einen Schlitz besitzt, in welchen der Ansatz r des Münzenempfängers ρ eingreift; bei Vorwärtsbewegung des Rahmens ν wird daher der Empfänger ρ gesenkt und die Münze zum Auswurf gebracht, die jedoch nicht in den sich gleichzeitig vorwärts bewegenden Trichter s fallen kann.
Bei Verwendung in Bureaus kann der oben beschriebene Apparat derart angeordnet werden, dafs man es nicht nöthig hat, behufs Auslösung des Apparates für jede Stempelung eine Münze zu benutzen, und kann ferner das Auslösewerk mit einer Zählvorrichtung vereinigt werden, welche die jeweilige Anzahl der ausgeführten Stempelungen anzeigt, so dafs die Post den einzufordernden Betrag stets erkennen kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Selbstkassirende Abstempelungsvorrichtung für Briefe u. dgl., bei welcher nach Einwurf des Portobetrages die Freigabe eines gelenkig gelagerten, den Stempel tragenden Hebels erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs der an einer Feder (ai) befestigte und in der Ruhelage gegen ein Farbkissen geprefste Stempel (c) beim Vorziehen eines nach Münzeinwurf freigegebenen Schiebers (w) mittelst der am unteren Theile eines drehbaren Hebels (g) angebrachten Stifte (h) so weit nach oben bewegt und dabei die Feder (a i) unter gleichzeitiger seitlicher Verschiebung des Farbkissens gegespannt wird, bis die Haltestifte von dem breiteren Theile der Feder (i) abgleiten, wodurch der an ihr befestigte Stempel (c) gegen die zu stempelnde Fläche geschnellt wird, wobei gleichzeitig mit der Vorbewegung des Hebels (g) ein an dessen gegabeltem Ende aufgehängter gelenkiger Arm (f) den zu stempelnden Brief u. s. w.
    gegen eine gelochte, mit der Oeffnung dem Stempel gegenüber befindliche Platte prefst.
  2. 2. Abstempelungsvorrichtung nach Anspruch i,. dadurch gekennzeichnet, dafs das von dem Auslösehebel (g) bei Hebung des federnden Steinpelhammers seitlich verschobene Farbkissen fm), ebenso der Stempel (c) mit seitlichen keilförmigen Rändern (^) bezw. vorspringenden Gleitflächen (χ) versehen sind, zum Zwecke, bei Rückgang des Auslösehebels das Kissen fm) und den Stempel fc) ohne gleitende Bewegung ihrer Grundflächen auf einander wieder zur gegenseitigen Auflage zu bringen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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