DE129090C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F12/00—Parts or details of threshing apparatus
- A01F12/10—Feeders
- A01F12/14—Feeders with band-cutters
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Threshing Machine Elements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 129090 KLASSE 45 e.
Bei bisher bekannten ähnlichen Einlegvorrichtungen für Dreschmaschinen erfolgt die Zuführung
der Garben zur Dreschtrommel mittels an ihren Mantelflächen mit Stiften versehener
.Trommeln oder mittels in Oeffnungen einer umlaufenden Trommel sich führender, excentrisch
gelagerter Mitnehmer, die gegebenenfalls in ihrer Greifhöhe verstellbar sind.
Der Zweck vorliegender Erfindung besteht nun darin, an Einlegern der zuletzt genannten
Art Vorrichtungen zu schaffen, durch welche der Dreschtrommel stets gleiche Getreidemengen
zugeführt und Verstopfungen in zweckmäßiger Weise dadurch verhindert werden, daß eine
Regelung des zugeführten losen Getreides durch selbstthätige Aenderung der zur Wirkung
kommenden Mitnehmerlänge erfolgt und daß beim Einlegen ganzer Garben eine Schneidvorrichtung
in Thätigkeit tritt, durch welche die Garbenseile zerschnitten werden.
Dies wird dadurch erreicht, daß eine be- \vegliche Rückwand des Einlegers durch die
je nach Maßgabe der zugeführten Strohmengen auftretende Zunahme der auf diese ausgeübten
Druckwirkung nach hinten gedrückt wird und gleichzeitig über den Mitnehmern angeordnete
Auflagestäbe gehoben werden, so daß die wirksame Greifhöhe der aus der Zuführungstrommel tretenden Mitnehmer vermindert wird.
Beim Einlegen gebundener Garben wird die
('2. Auflage, ausgegeben am 27. Februav igo4J
erwähnte Rückwand so weit zurückgedrückt, daß durch Vermittlung einer Zahnstange und
eines Zahnsegmentes, welche durch eine unter Federwirkung stehende Verzahnung von der
Welle der Zuführungstrommel aus angetrieben werden, ein an dieselbe angelenktes Messer
zum Zerschneiden des Garbenseiles vorgeschoben wird.
Die im Vorstehenden ihren allgemeinen Merkmalen nach gekennzeichnete Einlegvorrichtung
soll in Folgendem an Hand der ein Ausführungsbeispiel derselben darstellenden Zeichnung näher erläutert werden.
Fig. ι und 3 zeigen die Einlegvorrichtung in beiden Endansichten. Fig. 2 ist ein senkrechter
Querschnitt durch die gesammte Vorrichtung. Fig. 4 veranschaulicht die Einlegvorrichtung
theils in Oberansicht, theils .im wagerechten Schnitt. Fig. 5 bringt das Messer
zum Zerschneiden des Garnseiles in seiner Ruhe, sowie in der Gebrauchsstellung in
Draufsicht zur Darstellung.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der oberhalb der umlaufenden Zuführungstrommel 4 angeordnete
Einlegkasten 2 mit einer um eine Achse schwingend angeordneten Rückwand 18
versehen, deren Achse durch Vermittlung von Hebeln 16, 17 (Fig. 3) mit den die Bodenfläche
des Einlegkastens bildenden Auflagestäben 10 verbunden sind, deren durch Schar-
niere angelenkte vordere Endstücke IQ auf dem
Umfange der Zuführungstrommel 4 schleifen. In derselben sind auf gekröpfter Welle 3 die
diametral angeordneten Mitnehmer 9 excentrisch gelagert, welche zwischen den Auflagestäben
10, 19 aus Oeffnungen der Trommel 4 herausragen und im weiteren Verlauf der Trommeldrehung
infolge der excentrischen Lagerung in* dieselbe eingezogen werden (Fig. 2).
An der unteren Kante der beweglichen Rückwand 18 sind die beiden segmentartig
ausgebildeten Schneiden 21 des Messers zum Zerschneiden des Garbenseiles angelenkt, welches
mittels der Gelenkstangen 23 an die sich am Gestell in horizontaler Richtung führende
Zahnstange 22 (Fig. 5) angeschlossen ist. Diese Zahnstange steht mit einem auf der Welle 26
sitzenden Zahnsegment 25 in Eingriff (Fig. 1 und 2), wobei mit der Welle 26 durch Kurbel
27 eine Zahnstange 28 gelenkig verbunden ist, die an ihrer unteren Seite auf der mit den
Zähnen 31 versehenen Nabe 30 der auf der Welle der Zuführungstrommel sitzenden Riemscheibe
schleift und unter Wirkung eines am Gestell federnd gelagerten Hebels 35 steht, der
in der Ruhelage der Schneidvorrichtung, gegen den an der Stange 28 sitzenden Daumen 33
anschlagend, die Zähne der Stange 28 außer Eingriff mit den diametral angeordneten Zähnen
31 der rotirenden Nabe erhält. Die Zähne 32 der Stange 28 kommen mit den Zähnen 31 erst
dann in Eingriff, sobald die bewegliche Rückwand 18 genügend weit nach rückwärts ausschwingt
und das an dieselbe angelenkte Messer 21 sowie die-Zahnstange 22 nach rückwärts
schiebt. Durch die hierbei bewirkte Drehbewegung des Zahnsegmentes 25 und der Welle 26 wird die Stange 28 entgegen der
Wirkung der den Hebel 35 beeinflussenden Feder 34 vorgeschoben, wodurch die Zähne 32
mit den Zähnen 31 (Fig. 1) in Eingriff kommen.
Die Wirkungsweise der soeben erläuterten Vorrichtung gestaltet sich demnach wie folgt:
Die Zuführung des Getreides zur Dreschtrommel erfolgt, wie bereits erläutert, mittels
der in Oeffnungen der umlaufenden Trommel 4 sich führenden, excentrisch gelagerten Mitnehmer
9. Ist nun in dem Einleger eine so große Strohmenge eingeführt, daß hierdurch eine regelmäßige Abführung des Strohs nach
der Dreschtrommel verhindert wird, so wird zunächst durch die sich gegen die Rückwand
18 pressenden Strohmengen eine Druckwirkung auf dieselbe ausgeübt und diese nach
hinten gedrückt. Durch Vermittlung der gelenkig verbundenen Hebel 16 und 17 wird
die Bewegung der Rückwand 18 auf die Auflagestäbe' 10 übertragen, so daß dieselben entsprechend,
dem Ausschlag der Rückwand 18 emporgehoben werden. Je nach dem Ausschlag
dieser Auflagestäbe 10 wird die wirksame Greifhöhe der aus der Zuführungstrommel
4 tretenden Mitnehmer 9 mehr oder weniger vermindert, wobei durch die scharnierartig'
angelenkten Enden 19 der Auflagestäbe ein gänzliches Versagen der Greifvorrichtung verhindert
wird. Durch die Verminderung der Greifhöhe werden der Trommel stets gleiche Mengen Getreide zugeführt und hierdurch eine
sonst eintretende Verstopfung in zweckmäßiger Weise vermieden.
Wird die Druckwirkung gegen die Rückwand ,18 noch mehr vergrößert, wie es beispielsweise
beim Einlegen gebundener Garben der Fall sein würde, so wird die Rückwand 18
so weit zurückgedrückt, daß neben der weiteren Verminderung der wirksamen Greifhöhe
der Mitnehmer 9 durch Vermittlung der hierdurch nach hinten verschobenen, an das
Messer 21 angelenkten Zahnstange 22 eine Drehung des Zahnsegmentes 25 und somit der
Welle 26 bewirkt. Dies hat zur Folge, daß die Stange 28 entgegen der Wirkung der den
Hebel 35 beeinflussenden Feder 34 mit ihren Zähnen 32 gegen die'Zähne 31 der auf der
Welle 3 der Zuführungstrommel 4 sitzenden Nabe 30 gepreßt wird. Eine weitere Drehung
der Trommel 4 bewirkt eine weitere Mitnahme der Stange 28 entgegen der Wirkung der
Feder 34, hierdurch ein weiteres Abwickeln der Zahnstange 22 auf dem Segment 25, wodurch
die Schneiden des an die Rückwand angelenkten Messe'rs 21 zum Zerschneiden des
Garbenseiles in den Einlegraum vorgeschoben werden. Die Auslösung der Schneidvorrichtung
tritt unter der Wirkung der Feder 34 in dem Augenblick ein, wo durch die Weiterdrehung
der Trommel 4 die Zähne 31 und 32 außer Eingriff kommen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:I. Einlegvorrichtung für Dreschmaschinen, bei welcher die Zuführung der Garben zur Dreschtrommel mittels in Oeffnungen einer umlaufenden Trommel sich führender, excentrisch gelagerter Mitnehmer bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch die je nach Maßgabe der zugeführten Strohmengen auftretende Druckwirkung auf eine bewegliche Rückwand (18) des Einlegers diese nach hinten gedrückt wird und gleichzeitig mit derselben durch Vermittlung von Hebeln (16, 17) über den Mitnehmern (9) angeordnete Auflägestäbe (10) gehoben werden, so daß die wirksame Greifhöhe der aus der Zuführungstrommel (4) tretenden Mitnehmer (9) vermindert wird, zum Zweck, der Trommel stets gleiche Mengen Getreide zuzuführen und Verstopfungen zu vermeiden.Einlegvorrichtung für Dreschmaschinen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einlegen gebundener Garben die Rückwand (18) so weit zurückgedrückt wird, daß ein an dieselbe angelenktes Messer (21) zum Zerschneiden des Garbenseiles vorgeschoben wird, und zwar durch Vermittlung einer Zahnstange (22) und eines Zahnsegmentes (25), welche durch eine unter Federwirkung (34) stehende Verzahnung (32, 31) von der Welle der Zuführungstrommel aus angetrieben werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT9641D AT9641B (de) | 1900-11-09 | 1901-10-14 | Einlegevorrichtung für Dreschmaschinen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE129090C true DE129090C (de) |
Family
ID=397576
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1900129090D Expired - Lifetime DE129090C (de) | 1900-11-09 | 1900-11-09 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE129090C (de) |
-
1900
- 1900-11-09 DE DE1900129090D patent/DE129090C/de not_active Expired - Lifetime
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