DE12801C - Transportable Quecksilbersäule zur Druckregulirung an Spundapparaten - Google Patents

Transportable Quecksilbersäule zur Druckregulirung an Spundapparaten

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DE12801C
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W. WOLF in Heidelberg
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12LPITCHING OR DEPITCHING MACHINES; CELLAR TOOLS
    • C12L9/00Venting devices for casks, barrels, or the like

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Description

1879.
Klasse 64.
WILHELM WOLF in HEIDELBERG. Transportable Quecksilbersäule zur Druckreguürung an Spundapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1879 ab.
Die auf der Zeichnung mit A bezeichnete Quecksilbersäule besteht aus einem Glasrohr a, welches mit Quecksilber so weit gefüllt ist, dafs die Höhe der Säule ungefähr α/2 Atmosphäre entspricht. Mit diesem Glasrohr ist am oberen Ende ein weiter Glascylinder b verbunden und mit diesem wiederum ein Eisenrohr c, das am oberen Ende mit -einer Stellschraube d versehen ist. In diesen Apparat geht bis beinahe auf den Boden ein engeres Glasrohr e, das in dem weiteren Eisenrohr c mit einem engen, gebogenen Eisenrohr f verbunden ist und durch die Stellschraube d festgestellt werden kann.
Dieses enge Eisenrohr steht durch den Gummischlauch g mit dem Kohlensäureapparat und mit den Fässern in Verbindung.
Entsteht nun eine so heftige Kohlensäureentwicklung entweder im Bier oder im Apparat, dafs ein höherer Druck erzeugt wird, als der Höhe der Quecksilbersäule entspricht, so wird die letztere gehoben und in den weiten Glascylinder b geworfen und gestattet dadurch der Kohlensäure das Zurücktreten in den Apparat.
Durch Ausziehen und Einschieben des engen Glasrohres e kann die Höhe der Quecksilbersäule verkleinert oder vergröfsert werden. Man hat somit die beliebige Regulirung der Druckhöhe in der Hand.
Die Verbindung der Fässer unter sich und mit dem Apparat geschieht auf folgende Weise:
Auf jedes zu spundende Fafs werden zwei Hähne aufgeschraubt, wovon der eine mit einem T-Stück versehen ist. An das T-Stück dieses Hahnes werden die beiden Enden der von den beiden Nachbarfässern kommenden Schläuche angeschraubt und das eine Ende des T-Stücks am ersten Fafs mit dem Hahn i in Verbindung gebracht. Wenn nun sämmtliche Hähne geöffnet sind, so ist eine vollständige Communication zwischen den Fässern und der Quecksilbersäule bezw. dem Apparate hergestellt. Diese Communication bleibt auch dann noch bestehen, wenn ein Fafs dazwischen ausgeschaltet wird. Man schraubt in diesem Fall einfach, wie dies bei k ersichtlich, den mit T-Stück versehenen Hahn von den unteren ab, nachdem man die beiden Hähne geschlossen hat.
Die Verschraubung der Schläuche ist so geordnet, dafs deren Enden auch unter sich angeschraubt werden können, was bei weiter abseits liegenden Fässern von Vortheil ist.
Der Kohlensäureapparat besteht aus dem Säuregefäfs L, dem Entwicklungsgefäfs M und dem Waschapparat N. In der Mitte des Säuregefäfses L befindet sich das Ventil v, welches durch das Rädchen r geöffnet oder geschlossen werden kann. Das durch L gehende Rohr 0 dient als Ausströmungsrohr des Entwicklungsgefäfses M und zugleich als Druckausgleichungsrohr für L, zu welchem Zwecke es am oberen Theil in L durchbohrt ist. Am oberen Theil des Rohres 0 sitzt ein Ventil /, welches das Uebersteigen des Wassers aus dem Waschapparat N in den Entwicklungsapparat M verhindert. Die Fortsetzung des Rohres 0 mündet bei q in den Waschapparat JV.
Die Ausströmungsöffnung aus dem Waschapparat N befindet sich bei s. Dieselbe ist mit dem Schlauche g der Quecksilbersäule und dem Hahn i verbunden. Das Säuregefäfs L wird mit verdünnter Salzsäure, das Entwicklungsgefäfs M mit Marmor bezw. kohlensaurem Kalk, der Waschapparat N mit Wasser gefüllt, und zwar durch die mit Deckel und Bügelschrauben versehenen Oeffnungen bei / und u und durch die Kapselschraube w.
Die Verschlüsse y, y' und y" dienen zum Entleeren und Reinigen der Gefäfse.
χ ist ein Quecksilbermanometer zur Beobachtung des Druckes.
Durch das Oeffnen des Ventiles ν strömt die Salzsäure auf die Marmorstücke bezw. den kohlensauren Kalk, macht die darin enthaltene Kohlensäure frei, welche durch das Rohr Ό in den Waschapparat geführt und von da durch ί und i in die Fässer geleitet wird und bei zu heftiger Entwicklung durch die Quecksilbersäule entweicht. Die künstliche Entwicklung ist nur dann nöthig, wenn unter der angelegten Fafsreihe sich ein schadhaftes Fafs befindet, um den durch Entweichung der Kohlensäure verminderten Druck künstlich wieder herzustellen. Es kann daher die Quecksilbersäule auch ohne
Kohlensäureapparat mit den Fässern verbunden werden und dadurch als Spundapparat dienen.
Namentlich ist die Anwendung einer Quecksilbersäule von grofser Wichtigkeit, denn dadurch ist es möglich, den Apparat im Keller beliebig herumzufuhren. Derselbe ist zu diesem Zweck auf einen dreirädrigen Wagen montirt; durch diese Einrichtung kommt die Anwendung von grofsen Bleirohrleitungen, deren Reinigung fast zur Unmöglichkeit gehört, in Wegfall.
Ferner ist die Regulirung des Druckes durch die Quecksilbersäule eine so sicher und leicht zu beobachtende, dafs auch der geringste Druckunterschied herzustellen ist.
Die Verbindung der Fässer unter sich und mit dem Apparat ist so bequem, dafs auch ein wenig geübterer Arbeiter die Aus- und Einschaltung eines Fasses ohne Gefahr für die Communication herstellen kann.
Die Zusammenstellung des Kohlensäureapparates endlich ist eine so einfache, dafs alle so leicht zerstörbaren Gummiverbindungen und Quetschhähne vermieden werden können, und derselbe bequem in die nächste Nähe der zu spundenden Fässer geführt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Eine Quecksilbersäule, bestehend aus ejnem mit Quecksilber gefüllten Rohr a in Verbindung mit der centralen Zuleitung f für die Kohlensäure, welche Zuleitung behufs der Druckregulirung verschiebbar ist, und mit einem weiteren Rohr b, welches sich oberhalb an das Rohr α als Auffangegefäfs anschliefst, dergestalt, dafs bei zu starkem Drucke das Quecksilber in das Auffangegefäfs treten und die überschüssige Kohlensäure entweichen kann. Diese Quecksilbersäule kann entweder für sich oder in Verbindung mit einem Kohlensäureapparat transportabel gemacht sein und als Spundapparat dienen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT12801D Transportable Quecksilbersäule zur Druckregulirung an Spundapparaten Active DE12801C (de)

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