DE12607C - Verfahren, um mit Hülfe des Lichts Zeichnungen mit schwarzen Linien auf weifsem Grunde herzustellen und die hierbei benutzteu Apparate - Google Patents
Verfahren, um mit Hülfe des Lichts Zeichnungen mit schwarzen Linien auf weifsem Grunde herzustellen und die hierbei benutzteu ApparateInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
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Description
1880.
Klasse 87.
A. COLAS in NEUILLY s. Seine (Frankreich).
Verfahren, um mit Hülfe des Lichts Zeichnungen mit schwarzen Linien auf weifsem Grunde
herzustellen, und die hierbei benutzten Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1880 ab.
-Das Verfahren zerfällt in vier Theile:
ι. Die Zubereitung einer heliographischen Flüssigkeit,
2. die Maschine, durch welche die Flüssigkeit ganz gleichmäfsig auf das Papier aufgestrichen
wird,
3. die Vorrichtung zur Bewahrung des empfindlichen Papiers, und
4. das Verfahren, um auf diesem Papier Zeichnungen herzustellen.
I. Theil.
Die Zusammensetzung der heliographischen Flüssigkeit ist folgende:
10 g schwefelsaures Eisenoxyd,
20 cbcm Eisenchlorid,
10 g Gelatine,
10 g Weinsteinsäure, und
300 g destillirtes Wasser.
II. Theil.
Die Maschine zum Auftragen der Flüssigkeit auf die eine Seite des Papiers ist durch Fig. 1
der Zeichnung dargestellt, α ist der gläserne Behälter für die Flüssigkeit, b b sind zwei Stäbe
aus polirtem Glas, welche fest im Rahmen c gelagert sind, d ist ein dritter Stab, der beweglich
in c eingeschaltet ist und der, auf dem Papier ruhend, dieses immer gerade gegen das
Niveau der Flüssigkeit hält, efg ist ein System von Wellen, welches durch das Schwungrad h
gedreht wird und welches das endlose Papier i i i zieht, um es von der Trommel k durch den
Behälter α auf den Tisch / zu bringen. Ueber die Platte dieses Tisches bewegt sich um die
Wellen gg ein endloses Tuch mm, durch welches das Papier weiter transportirt wird. Die Bewegung
des Tuches geschieht vom Rade η aus, welches mittelst Riemenverbindung zwei gröfsere
Räder 0 treibt, die mit einem Gummikranz versehen sind, der, auf das benetzte Papier
drückend, dieses in der Bewegung mit sich nimmt. Weiter passirt dann das Papier über
Rollen und wird schliefslich auf Latten in einem Gestell zum Trocknen aufgehängt. Die Spiralfeder
q dient dazu, die Räder 0 gegen das Papier zu halten. Die Richtung der Bewegung
ist überall durch Pfeile angegeben.
III. Theil.
Nachdem das Papier trocken, darf es nicht der Luft ausgesetzt bleiben und kommt in den
Apparat, welcher durch Fig. 2 der Zeichnung dargestellt ist. Es ist dies eine einfache Presse,
in welcher sich zwei Platten BB, auf ihrer inneren Seite mit Kautschukplatten C C belegt,
befinden. Das empfindliche Papier wird zwischen die Platten gelegt und die Schraube D angezogen.
Durch den Druck dehnen sich die elastischen Gummiplatten aus, pressen sich gegen
den Rand des Kastens R und schliefsen auf diese Weise das Papier gänzlich vor jeder Berührung
mit Licht und Feuchtigkeit ab.
IV. Theil.
Die Zeichnung, die zu copiren ist, mufs auf dünnem Oelpapier, Pausleinewand oder überhaupt
auf irgend durchsichtiges Material (photographische Negativs) mit tiefschwarzen Linien
gezeichnet sein. Sie wird dann auf eine Glasscheibe gelegt, die in einem Holzrahmen sitzt.
Auf die Zeichnung legt man ein Stück des präparirten Papiers von der Gröfse der Zeichnung
mit der empfindlichen Seite gegen diese. Glas und Zeichnung werden dann auf einer
Holzplatte befestigt und dem Sonnenlicht einige Minuten ausgesetzt. Die grünlichgelbe Farbe
des präparirten Papiers verschwindet dann, und nur die Stellen, welche durch die schwarzen
Linien der Zeichnung geschützt sind, behalten ihre Farbe. Sobald der Grund des Papiers sich
weifs zeigt, wird dieses von der Glasplatte abgenommen und in ein Bad getaucht, das aus
200 g Gallussäure, aufgelöst in 20 g Aklohol, mit 1000 g Wasser verdünnt, hergestellt ist.
Hier werden augenblicklich die grünlichgelben Linien schwarz.' Das Blatt wird darauf in Wasser
gespült, die reproducirte Zeichnung ist damit unveränderlich.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Das ganze, oben beschriebene Verfahren, um Zeichnungen von schwarzen Linien auf weifsem Grunde mit Hülfe des Lichtes herzustellen. Die Zusammensetzung der heliographischen Flüssigkeit und des Reagensbades.
Die Maschine zum Auftragen der Flüssigkeit auf endloses Papier, bestehend aus einem Glasbehälter, .einem beweglichen Glasstabe, einem Wellensystem und einem Tische mit endlosem Tuche, das durch zwei, mit Gummikränzen versehene Räder gezogen wird.
Eine Bewahrungsvorrichtung für das empfindsame Papier, bestehend aus einer Presse, in der durch Druck zwei Kautschukplatten, deren Ränder beim Zupressen sich gegen den Rand eines Kastens legen, einen hermetischen Schlufs hervorbringen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE12607T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12607C true DE12607C (de) |
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Country Status (1)
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