DE124134C - - Google Patents
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- DE124134C DE124134C DENDAT124134D DE124134DA DE124134C DE 124134 C DE124134 C DE 124134C DE NDAT124134 D DENDAT124134 D DE NDAT124134D DE 124134D A DE124134D A DE 124134DA DE 124134 C DE124134 C DE 124134C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L27/00—Distribution or expansion valve-gear peculiar to free-piston machines or engines and not provided for in F01L21/00 - F01L25/00
- F01L27/04—Delayed-action controls, e.g. of cataract or dashpot type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
124134 KLASSE 14 e.
in BERLIN.
Pateatirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1900 ab.
Die Erfindung betrifft eine Dampfpumpe, welche mittelst eines an sich bekannten Kataraktes
in der Weise gesteuert wird, dafs sie in bestimmten regelbaren Pausen arbeitet, wobei
sie die zu befördernde Flüssigkeit schnell ansaugt und schnell weiterdrückt, um dann
eine bestimmte Zeit lang im Ruhestande zu'
verharren.
Eine derartige Pumpe kann für beliebige Zwecke benutzt werden, eignet sich aber besonders
als Mischpumpe, wenn es sich darum handelt, in bestimmten Zwischenräumen kleine
Mengen einer Flüssigkeit irgend einer anderen Flüssigkeit zuzusetzen, z. B. zum Beimischen'
von Kalkmilch zu Ammoniakwä'ssern zwecks
Gewinnung des Ammoniaks. Bei einer derartigen Einrichtung müfste die Pumpe in der
Minute nur einen oder zwei: Hübe machen, was bei continuirlicher Bewegung der Pumpe
den Nachtheil haben würde, dafs der in dem Wasser süspendirte Kalk sich in der Pumpe
niederschlagen und die Ventile in kurzer Zeit verstopfen würde. Bei den bisherigen Einrichtungen
hat man deshalb Handpumpen verwendet, welche man in bestimmten Zwischenräumen, ζ. B. jede Viertelstunde, eine gewisse
Anzahl Hübe machen liefs. Hierbei zeigte sich aber der Uebelstand, dafs namentlich im Nachtbetrieb
die Pumpe unregelmäfsig gehandhabt wurde, so dafs den Ammoniak wässern bald
gar keine, ' bald zu viel Kalkmilch zugesetzt wurde. Die vorliegende Dampfpumpe arbeitet
dagegen vollkommen selbstthätig und kann so eingestellt werden, dafs sie in bestimmten Zwischenräumen einen Hub schnell vollführt,, um
in den Pausen im Ruhestände zu verharren.
Das wesentliche Kennzeichen der vorliegenden Dampfpumpe besteht darin, dafs der Steuerungshebel
in der Mittellage durch die eine von zwei einander gegenüberliegenden Klinken festgestellt wird und mit der Kolbenstange durch
eine auf Drück und Zug zu beanspruchende Feder bezw. eine besondere Druck- und einebesondere
Zugfeder in der W^eise verbunden ist, dafs nach Feststellen des Steuerungshebels
bei der Weiterbewegung des Dampfkolbens
die Feder in dem einen oder dem anderen Sinne bezw. die Druck- oder die Zugfeder
gespannt wird, um den Steuerungshebel nach seiner für die untere Klinke mittelst eines
Kataraktes, für die obere Klinke mittelst der Kolbenstange bewirkten Auslösung in die eine
oder die andere Endstellung zu bringen.
Eine derartige Pumpe ist auf der beiliegenden Zeichnung schematisch in Fig. 1 bis 4 in vier
verschiedenen Stellungen dargestellt. Fig. ia bis 4 a zeigen die entsprechenden Schieberstellungen.
Der Kolben des Dampfcylinders α ist mit
dem Pumpenkolben c direct durch die Kolbenstange b verbunden' und wird bei dem dargestellten Beispiel durch einen Drehschieber gesteuert,
der durch einen Steuerhebel i in seine verschiedenen Stellungen gebracht wird. Der
Schieber ist mit zwei in Fig. ia bis 4a mit
punktirten Linien dargestellten Kanälen B und C und das Schiebergehäuse mit vier Oeffnungen
E, A, O und U versehen. Durch die Oeff-
nung E tritt der Dampf aus dem Dampfmantel bis unter den Schieber, während die Oeffnungii
mit dem Auspuffrohr verbunden ist. Die Öe'ffnung
U steht mit dem unteren und die Oe'ffnung 0 mit dem Oberen Ende des Cylinders ä
in Verbindung.
Die Bewegung des Steuerungshebels i wird durch eine Feder / bewirkt, welche bei der
mittleren Stellung des Kolbens und des Steuerungshebels i ohne Spannung ist und bei den
Bewegungen des Kolbens nach der eitlen bezW. der anderen Richtung auf Druck bezw. auf
Zug beansprucht wird. Diese Feder utaifaföt
die drehbar mit der Kolbenstange b verbundene Stange k, welche mit ihrem oberen Ende frei
durch einen an dem Steuerungshebel i drehbarangebrachten Block j hin durch tritt. Das
obere Ende der Feder / ist an diesem Block j. das untere Ende dagegen an 'dem Unteren
Ende der Stange k selbst befestigt. Der Block/ ist in einer Schleife m geführt, welche bei dem
dargestellten Beispiel um den Drehbolzen .des Winkelhebels q drehbar ist, aber auch an einem
anderen Theil des Maschinenrahmens drehbar befestigt werden kann. Diese Schleife bestimmt
die Endstellungen des Steuerungshebels. 'Der Steuerungshebel i wird durch zwei Klinken
ο und ρ in seinen Bewegungen ''aufgehalten·.
Die Klinke ο ist mittelst des Armes n, der
Stangen.u Und w und des Winkelhebels ν mit
einem Winkelhebel q verbunden ■, der von
einem an der Kolbenstange b befestigten Anschlag
f beeinflußt wird. Die andere Klinke ρ ist durch die Stange t mit einem Winkelhebel s
verbunden j gegen welchen ein Anschlag Λ der - durch Gewichte belasteten Kolbenstange f des
Kataraktes g änstöfst·, sobald sie in die tiefste
L;age herabsinkt.
■Ein an der Kolbenstange b befestigter Arm d
nimmt, beim Hochgehen der Kolbenstange die Ka'tafaktkolbenstange_/ mit hoch·. Die Kolbenstange
b ist ferner durch eine Stange χ mit einem in dem Behälter ^ ''angebrachten drehbaren Rührflügel y verbunden·, welche'm bei
jedem Spiel der Pumpe eine schwingende Bewegung ertheilt wird.
. In Fig. ι ist die Pumpe in der Stellung dargestellt·,
welche sie einnimmt-, wenn sie soeben einen Hub Vollendet hat und der Katarakt sich
noch annähernd in seiner höchsten Stellung befindet. In dieser Stellung ist, wie aus Fig. ia
zu ersehen, die Dampfeiritrittsöfmung E abgesperrt. Die Feder Z ist gespannt und zieht an
dem Steuerungshebel f·, welcher durch die Klinke ψ in seiner mittleren Stellung gehalten
wird.
Wenn die Kolbenstange / des Kataraktes g
ihre tiefste. Stellung erreicht (Fig. 2), trifft der Anschlag h auf den Winkelhebel s, so dafs
die Klinke _£ unter dem Steuerungshebel i fortbewegt
Wird. Letzterer wird ■· infolge dessen durch die Feder / nach unten gezogen, so
dafs·, der Schieber die in Fig. 2a dargestellte Lage einnimmt. In dieser ist die Dampfeinfri'ttsö'ffnung
E durch den Kanal C mit der Unter den Kolben führenden Oeffnung Z7 verbunden,
während der obere Theil des Cylinders α durch den Kanal B mit der Auspuff-Öffnung
A in Verbindung steht. Der Kolben des Dampfcylinders α wird infolge dessen gehoben,
so dafs die Putripe c aus dem Behälter \ Flüssigkeit ansaugt. Bei dieser Aufwärtsbewegung
des Dampfkolbens wird der Steue-'rungshebel i durch die Feder / wieder nach
oben geschoben.
Wenn der Dampf kolben etwa die Hälfte seines Weges zurückgelegt hat, trifft der Steuerungshebel i gegen die obere Klinke 0 und wird
dadurch in seiner Stellung; festgehalten (Fig, 3)-. In dieser ist 'die Dampfeintfittsöffnüng E abgesperrt
(Fig. 3 a), während die Auspufföffnung A mit dem oberen Theil des Cylinders
durch den Kanal B noch immer in Verbindung
steht. Der Kolben wird durch die Expansion ■des Dampfes bis an 1SeIh oberes Hubende getrieben,
wobei die Feder / auf Druck angespannt wird. ' '
Bevor der Kolben seine höchste Stellung erreicht, trifft der an der Kolbenstange b befestigte
Äfhl r gegen den Wihkelhebel q (Fig. 4.),
so dä'fs die obere Klinke ö bei Seite gedreht
und der Steüe'rüngshebel i freigegeben wird, welcher durch die Feder ) in seifte Hochstel- '
lung geschoben wird.' In dieser ist, wie 'aus
Fig. 4'a zu ersehen, dte DampfeifttfittsÖffriüng E
durch den Kanal C mit der über den Kolben führenden Oeffnung 'Ö verbünden, während
der untere Thei'l des Cylinders durch Öeffniing
Ü 'und Kanal B mit der Auspüfföffnüng A
in Verbindung s'teh't. ' Der Kolben Wird 'also
wieder nach unten getrieben Und die durch
die Pumpe c angesaugte Flüssigkeit fortgedrück't.
Bei dieser Abwärtsbewegung des Kolbens .zieht
die Feder / den. Steuefungshebel nä'ch unten,
bis er durch die Klinke ρ in seiner Mittelläge
festgehalten Wird, Worauf bei der weiteren
Abwärtsbewegung des KOlbetis die Feder Ϊ
gespannt Wird. Die Theile nehmen dann
wieder die.'in Fig. i dargestellte Stellung ein.
Wenn anstatt einer einzigen Zug- und Druckfeder zwei Federn benutzt werden 'Sollen, von
denen die eine lediglich auf Zug, die andere lediglich auf Druck beansprucht werden soll,
müssen diese Federn so angeordnet werden,, dafs bei der 'Aufwärtsbewegung des Kolbens
die Druckfeder, bei der Abwärtsbewegung dagegen die Zugfeder gespannt wird.
■Durch Verengerung 'oder Erweiterung der
Aüsfiufsöffnung des Kataraktes -g kann man
die Pausen zwischen den einzelnen Spielen der Purripe nach Belieben regeln., ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Dampfpumpe mit Kataraktsteuerung, dadurch gekennzeichnet, dafs der Steuerungshebel (i) mit der Kolbenstange durch eine Zug- und eine Druckfeder bezw. eine Zug- und Druck-■ feder (I) verbunden ist, welche nach Feststellen des Steuerungshebels (i) in der Mittellage durch die eine von zwei einander gegenüberliegenden Klinken (op) infolge der Weiterbewegung des Dampfkolbens in dem einen oder dem anderen Sinne gespannt wird, um den Steuerungshebel (i) nach seiner für die untere Klinke (p) mittelst' eines Kataraktes für die obere (o) von der Kolbenstange aus bewirkten Auslösung in die Endlagen zu bringen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124134C true DE124134C (de) |
Family
ID=392944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT124134D Active DE124134C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124134C (de) |
-
0
- DE DENDAT124134D patent/DE124134C/de active Active
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