DE104740C - - Google Patents

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DE104740C
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Germany
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shaft
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ammunition
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A9/00Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
    • F41A9/01Feeding of unbelted ammunition
    • F41A9/06Feeding of unbelted ammunition using cyclically moving conveyors, i.e. conveyors having ammunition pusher or carrier elements which are emptied or disengaged from the ammunition during the return stroke
    • F41A9/07Reciprocating conveyors, i.e. conveyors pushing a plurality of ammunition during the feeding stroke

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Intermediate Stations On Conveyors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schüsswaffen, Geschosse, Verschanzung.
FRIED. KRUPP in ESSEN.
Munitionsaufzug für Kriegsschiffe, Panzerthürme u.dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. November 1898 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein für Kriegsschiffe, Panzerthürme u. dgl. bestimmter Munitionsaufzug, welcher sich vor bekannten Constructionen durch seine einfache Bauart sowie dadurch auszeichnet, daß er wenig Platz erfordert und im Bedarfsfalle eine große Menge Munition schnell an die Verbrauchsstelle zu schaffen vermag. Die Erfindung besteht darin, daß ein mit Schaltklinken versehenes Gestänge, welches an einem die Munition führenden Förderschacht angeordnet ist und mittelst eines Motors auf- und abbewegt wird, die Munition einem Tisch, welcher an dem einen Ende des Förderschachtes angeordnet ist, entnimmt und sie mit Hülfe von Schaltklinken, welche an dem Förderschacht angebracht sind, nach dem anderen Ende des letzteren befördert. Um hierbei die Bedienung des Aufzuges von den dazu bestimmten Mannschaften möglichst unabhängig zu machen, ist die Einrichtung so getroffen, daß entweder, wenn die oberste Patrone nicht abgenommen werden sollte, der Aufzug sich selbstthätig stillsetzt, oder daß er die am oberen Ende angelangte Patrone selbstthätig aus dem Förderschacht entfernt.
Die Erfindung wird durch die beiliegende Zeichnung veranschaulicht, in welcher Fig. ι einen senkrechten axialen Schnitt durch den Aufzug darstellt. Fig. 2 und 2a zeigen in Seitenansicht, von rechts gesehen, das obere und untere Ende des in Fig. ι dargestellten Aufzuges. Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1, von oben gesehen. Fig. 4 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform des neuen Aufzuges in senkrechtem axialen Schnitt. Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4, von oben gesehen. Fig. 6 zeigt eine Einzelheit aus Fig. 4. Fig. 7 stellt in einem senkrechten axialen Schnitt das obere Ende eine dritten Ausführungsform des neuen Aufzuges dar. Fig. 8 ist die zugehörige Seitenansicht, von rechts gesehen. Fig. 9 ist ein Schnitt nach Linie 9-9 von Fig. 7, Fig. 10 ein Schnitt nach Linie 10-10 der Fig. 7, beide Schnitte von oben gesehen; einzelne Theile sind weggelassen. Fig. 11 ist eine Einzeldarstellung.
Es soll zunächst der in Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Aufzug beschrieben werden.
Als Führungsschacht für die Munition dient ein Rohr α, welches mit einem Längsschlitz b versehen ist. Durch letzteren hindurch greifen die . federnden Schaltklinken c c1 c2 eines Gestänges d, welches in einer an dem Rohre a angeordneten Führung a1 auf und ab zu gleiten vermag. An der dem Schlitz b gegenüberliegenden Seite des Rohres α sind an diesem letzteren ebenfalls federnde Schaltklinken e e1 e2 angebracht, welche durch Schlitze in der Rohrwandung in das Rohrinnere hineinreichen. Die gegenseitige Entfernung der Schaltklinken c c1 c2 ist ebenso wie die der Klinken e e1 e2 gleich der Hublänge des Gestänges d, während die unterste Schaltklinke e ebenfalls um eine Hublänge von dem für die Aufnahme der zu befördernden Munition bestimmten Tisch α2
(2. Auflage, ausgegeben am S. Mai igogj
entfernt ist. Es ist nun leicht verständlich, daß, wenn Munition, z. B. eine Patrone X, auf den Tisch a2 gestellt und das Gestänge d in eine auf- und abgehende Bewegung versetzt wird, die bis unter den Tisch a2 herabgehende Schaltklinke c die Patrone erfassen, sie bis zur Höhe der Schaltklinke e heben und an diese, welche sich unter den Boden der Patrone setzt, abgeben wird. Während das Gestänge d sich wieder nach unten bewegt, bleibt die Patrone über der Schaltklinke e stehen, um bei der folgenden Aufwärtsbewegung des eventuell eine neue Patrone von dem Tisch α2 mitnehmenden Gestänges von der Schaltklinke c1 erfaßt und bis auf die Klinke e1 gehoben zu werden. Ist in dieser Weise die Patrone an das obere Ende des Führungsschachtes gekommen, so wird sie von Hand dem Schacht entnommen.
Der Antrieb des Gestänges vollzieht sich in folgender Weise.
Das Gestänge d ist durch einen Arm f mit der Kolbenstange g verbunden, deren Kolben sich in dem Druckwassercylinder h auf- und abbewegt. Der Zutritt und Ausfluß des Druckwassers wird in bekannter und auch aus der Zeichnung ersichtlicher Weise mittelst des Schiebers h1 geregelt, welchen eine Feder s1 in seiner oberen Stellung zu halten bestrebt ist, und welcher durch einen federnden, in eine Rast der Schieberstange einfallenden Riegel t1 in seiner unteren Lage festgehalten werden kann. Befindet sich der Schieber h1 in der unteren Stellung, so tritt Druckwasser auf der unteren Seite des Kolbens in den Druckwassercylinder ein und bewirkt das Aufwärtsgehen der Kolbenstange g und des mit dieser verbundenen Gestänges d. Hat letzteres seine höchste Stellung erreicht, so stößt ein am Gestänge angebrachter Anschlag v1 gegen den einen Arm eines Winkelhebels w1, so daß dessen anderer Arm, welcher in den Riegel t1 eingreift, letzteren aus der Rast der Schieberstange auslöst. Infolge dessen wird der Schieber h1 durch die Feder s1 in seine obere Stellung gebracht und läßt nun das Druckwasser auf die obere Kolbenseite einwirken, so daß das Gestänge d sich abwärts bewegt. Nähert sich letzteres seiner tiefsten Stellung, so trifft der am Gestänge befestigte Arm r1, welcher bis dahin wirkungslos auf der Schieberstange entlang glitt, gegen den Anschlag h2 und führt den Schieber h1 wieder in die untere Stellung. Hierbei bewirkt das Eigengewicht des Gestänges, daß dessen Abwärtsbewegung auch dann noch andauert, wenn der Schieber h1 den Zutritt des Druckwassers zur oberen Kolbenseite bereits abgesperrt hat und den Eintritt des Druckwassers zur unteren Kolbenseite bereits gestattet. Infolge dessen vermag das Gestänge den Schieber h1 bis in seine unterste Stellung zu führen, in welcher er durch Einschnappen des Federriegels t1 in die Rast der Schieberstange festgelegt wird. Das Spiel des Kolbens beginnt nun von neuem.
Um zu verhindern, daß die am oberen Ende des Förderrohres α angelangte Patrone, falls sie nicht abgenommen wird, von der nachfolgenden Patrone aus dem Rohr geworfen wird, ist die Einrichtung getroffen, daß für diesen Fall die Antriebsvorrichtung sich selbstthätig stillsetzt. Zu diesem Zwecke theilt sich (Fig. 3) die Speiseleitung i des Druckwassercylinders h in zwei Arme i1 und i2, in welche je ein Absperrorgan k1 bezw. k2 eingeschaltet ist; hinter den Absperrorganen vereinigen sich die Arme i1 i2 wieder. Als Absperrorgan ist im vorliegenden Falle der besseren Uebersichtlichkeit wegen eine Drosselklappe gewählt; selbstverständlich könnte auch jede andere Absperrvorrichtung angewendet werden.
Die Drosselklappe k1 der Zweigleitung i1 steht (Fig. I, 2 und 2a) durch einen mit einem Gegengewicht ausgerüsteten Hebel I1 und eine Zugstange m mit dem einen Arm eines am oberen Ende des Schachtrohres angebrachten Winkelhebels n, dessen anderer Arm unter dem Druck einer Feder n1 in das Innere des Schachtrohres und in die Bahn der Patrone hineinreicht, derartig in Verbindung, daß, wenn eine Patrone am oberen Ende des Schachtrohres anlangt, sie den in das Schachtinnere hineinragenden Arm des Winkelhebels η nach außen drängt und dadurch unter Vermittelung der Stange m und des Hebels I1 die Drosselklappe k1 schließt. Wird die Patrone weggenommen, ,so tritt unter der vereinten Wirkung der Feder n1 und des Gegengewichtes am Hebel I1 der eine Schenkel des Winkelhebels η wiederum in das Schachtinnere ein, während sich gleichzeitig die Drosselklappe k1 wieder öffnet.
Die Drosselklappe k2 der Zweigleitung i2 ist mit. einem Hebel I2 versehen, der ein Gegengewicht trägt und in dessen Langschlitz ein am unteren Ende des Förderschachtes gerade geführter Bolzen 0 eingreift. Beim Niedergang des Gestänges d trifft dessen unteres Ende auf den Bolzen 0, drückt ihn abwärts und bewirkt dadurch das Schließen der Drosselklappe k2. Geht das Gestänge d wieder aufwärts, so öffnet sich die Drosselklappe A2 infolge des am Hebel 12 angebrachten Gegengewichts.
Das Zusammenwirken der beiden Drosselklappen vollzieht sich in folgender Weise: Im Beginn der Förderung bleibt die Drosselklappe k1, solange nicht eine Patrone am oberen Ende des Aufzugschachtes angekommen ist, offen, während die Drosselklappe k2 bei jedem Niedergang des Gestänges vorübergehend geschlossen wird, ohne daß jedoch dadurch das Druckwasser, welches dann durch den
Arm i1 der Druckleitung allein fließt, in seinem Zutritt zum Druckzylinder h behindert wird. Langt nun eine Patrone am oberen Ende des Förderschachtes an, so drängt sie den in das Schachtinnere ragenden Schenkel des Winkelhebels η nach außen und schließt dadurch die Drosselklappe k1 der Zweigleitung i1. Auch jetzt wird der Zutritt des Druckwassers zum Cylinder h nicht unterbrochen, da die Leitung i2 wieder offen ist. Wird nun die Patrone nicht aus dem Aufzugschacht entfernt, so bleibt die Klappe k1 beim Niedergang des Gestänges geschlossen, und letzteres schließt, unten angelangt, auch die Drosselklappe k2, so daß jetzt dem Druckwasser der Zutritt zum Cylinder h vollständig gesperrt ist und der Aufzug stehen bleibt. Nimmt man dann die am oberen Schachtende befindliche Patrone ab, so öffnet sich die Drosselklappe k1 sofort wieder, und der Aufzug beginnt wieder zu fördern.
Die auf- und abgehende Bewegung des Gestänges', welche im vorliegenden Falle durch einen hydraulischen Cylinder erfolgt, kann natürlich auch in beliebiger anderer Weise, z. B. mittelst Elektromotors, Handantriebs u.s.w. erfolgen (s. hierzu das Patent Nr. 99335 der Klasse 35). Das Stillsetzen des Aufzuges für den Fall, daß die oberste Patrone nicht abgenommen wird, wird dann in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, bewirkt.
Bei dem in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Aufzug findet eine selbstthätige Unterbrechung des Betriebes nicht statt, vielmehr wird die oberste Patrone mittelst eines am oberen Ende des Förderschachtes angeordneten drehbaren Tisches aus dem Schacht entfernt. Ebenso findet die Zuführung der Patronen zum Schacht mittelst eines am unteren Ende des Schachtes angebrachten, drehbaren Tisches statt. Im Uebrigen aber entspricht die Einrichtung des Aufzuges der. mit Bezug auf die Fig. 1 bis 3 beschriebenen, wird also hier nicht weiter erläutert. ;
In Fig. 4 ist H eine seitlich des Aufzugschachtes α angeordnete senkrechte Achse, auf welcher am oberen Ende der Tisch J1 für das Ablegen, am unteren Ende der Tisch /2 für das Einlegen der Patronen befestigt ist. Diese Tische tragen, wie besonders aus Fig. 5 er- ' sichtlich, drei um 120° zu einander versetzte Hohlcylinder K1 bezw. K2, welche, um das Einsetzen und Herausnehmen der Patronen zu ermöglichen, nach außen hin offen sind. Der Tisch 71 unterscheidet sich von dem Tische /2 nur dadurch, daß innerhalb der Hohlcylin- ! der K1 ,der Boden des Tisches J1 durchbrochen ist, und daß jeder der drei Hohlcylinder K1 mit einer Sperrklinke e2 versehen ist (Fig. 4 oben). Die beiden Tischen gemeinschaftliche Achse H wird durch die Bewegung des Gestänges d absetzend derartig gedreht, daß .
immer je einer der Hohlcylinder K1 bezw. K2 innerhalb des Schachtes α liegt.
Der obere Tisch J1 stützt sich auf eine Kugelbahn R, während die Achse H an ihrem unteren Ende in einem Spürlager L ruht und mit einem Kegelrad M1 versehen ist, welches in ein zweites Kegelrad M2 eingreift. Die Achse W des letzteren trägt noch ein Sperrrad N (Fig. 6), in welches die federnde Sperrklinke P1 eines um dieselbe Achse ~W schwingenden Hebels 0 eingreift. Eine Schraubenfeder Q ist bestrebt, diesen Hebel O in einer schräg nach oben gerichteten Lage zu erhalten, in welcher sein Ende in der Bahn des Gestänges d liegt. An dem Spurlager L ist noch eine federnde Klinke P2 vorgesehen, welche während der Drehung der Achse H nach einander in drei am unteren Rande des Tisches /2 befindliche Rasten 5 einzufallen und so die genaue Einstellung der Hohlcylinder K2 bezw. K1 in Beziehung auf das Schachtrohr zu sichern bestimmt ist. Die Sperrklinke P2 ist mit einer schrägen Fläche V ausgerüstet, auf welche beim Niedergang des Gestänges d ein am letzteren angebrachter Vorsprung T einwirkt.
Die Wirkungsweise des Aufzuges ergiebt sich hiernach wie folgt: Wenn das Gestänge d sich aufwärts bewegt, so fällt die Klinke P2 unter dem Zug ihrer Feder in eine der Rasten' 5 ein und legt die beiden Tische J2 und J1 fest. Dieser Zustand bleibt auch während eines Theiles des Gestängeniederganges unverändert. Es können daher die beiden gerade von außen zugänglichen Hohlcylinder K2 des Tisches /a mit Patronen beschickt und aus den beiden ebenfalls von außen zugänglichen Hohlcylindern K1 des Tisches J1 die Patronen entfernt werden. Nähert sich das Gestänge d bei seinem Niedergang seiner unteren Stellung, so trifft zunächst der Ansatz T gegen die schräge Fläche V der Sperrklinke P2 und drängt letztere aus der Rast S des Tisches J2, so daß jetzt die Achse H nicht mehr gegen Drehung gesichert ist. Im weiteren Verlaufe der Abwärtsbewegung des Gestänges drückt dessen unteres Ende den schwingenden Hebel O nach unten und bewirkt dabei mittelst der Sperrklinke P1, des Sperrrades IV und der Kegelräder M2 M1 eine Drehung der Achse H um 120°. Infolge dessen tritt am unteren Ende des Aufzuges eine gefüllte Kammer K2 in den Schacht hinein und eine leere Kammer aus dem Schacht heraus, während am oberen Ende des Schachtes der umgekehrte Vorgang stattfindet. Bei der folgenden Aufwärtsbewegung des Gestänges d zieht die Schraubenfeder Q den Hebel O in seine ursprüngliche Lage, wobei die Sperrklinke P1 wirkungslos über die Zähne des Sperrrades N hinweggeht, und darauf giebt der Ansatz T die Sperrklinke P2 frei, welche dann unter dem Zug ihrer Feder wieder in die Rast 5 einfällt.
Die in den Fig. 7 bis 11 dargestellte Ausführungsform des neuen Aufzuges hat die Eigenthümlichkeit, daß der obere Theil des Aufzugschachtes beim Niedergang des Gestänges d sich umlegt und die oben angelangte Patrone in eine schräge Abführungsrinne oder dergleichen gleiten läßt. Im Uebrigen stimmt der Aufzug mit dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten überein.
Das Umlegen des oberen Theiles des Aufzugschachtes wird durch die nachstehend beschriebene Anordnung ermöglicht.
Auf dem tischartig ausgebildeten Theile A des Förderschachtes α steht eine die Fortsetzung des letzteren bildende cylindrische Schale B, an welcher die oberste Sperrklinke e2 angebracht ist und welche durch ein Auge f fest mit einer Achse r verbunden ist. Letztere ist in zwei Armen s s1 des Lagerstuhles C in der Weise gelagert, daß die Schale B aus der in Fig. 7 mit vollen Linien gezeichneten Lage in die durch strichpunktirte Linien angedeutete Stellung gebracht werden kann. Auf der Achse r sind ferner (Fig. 7 und 9) zwei Zahnradsegmente q angebracht, welche in eine am Lagerstuhl C in senkrechter Richtung gerade geführte Zahnstange D eingreifen. Letztere, welche in Fig. 11 besonders dargestellt ist, ist mit dem Lagerstuhl C durch eine Schraubenfeder F verbunden, welche die Zahnstange nach oben zu ziehen bestrebt ist, und besitzt an ihrem unteren Ende Vorsprünge t, mit welchen die auf der Zeichnung nach rechts zeigenden Arme von am Gestänge d drehbar angeordneten Hebeln E (Fig. 7 und 10) zusammen zu wirken bestimmt sind, während die entgegengesetzt gerichteten Arme dieser Hebel E auf einer in der Längsachse des Förderschachtes angebrachten Bahn u u1 geführt werden. Oberhalb der Nasen t befindet sich an der Zahnstange ein federnder Riegel w, welcher bei der Bewegung der Zahnstange an der Wand des Lagerstuhles C entlang gleitet und beim Abwärtsgang der ,Zahnstange in ein Loch Z des Lagerstuhles einzuspringen vermag. In den Riegel w greift ein ebenfalls an der Zahnstange gelagerter Winkelhebel υ ein, auf welchen eine am Gestänge d drehbar angebrachte Nase χ einzuwirken bestimmt ist. Die Nase χ vermag, wie aus der Zeichnung (Fig. 7) ersichtlich, nur in einer Richtung auszuschwingen und wird durch eine Feder immer wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt.
Die Wirkungsweise des Aufzuges ergiebt sich hiernach wie folgt: Beim Abwärtsgang des Gestänges d nimmt dieses mittelst seiner gegen die Ansätze t der Zahnstange D sich stützenden Hebel E unter Spannung der Feder F die Zahnstange zunächst mit. Infolge dessen versetzt die letztere mittelst der Zahnsegmente q die Achse r in Drehung und schwenkt dadurch die Schale B aus der in Fig. 7 mit vollen Linien gezeichneten Lage in die durch strichpunktirte Linien angedeutete Stellung, so daß die in der Schale befindliche Patrone vermöge ihres Eigengewichtes in die schräge Rinne G gleitet, welche die Patrone nach der Verbrauchsstelle führt. In dem Augenblick, wo die Schale vollständig umgelegt ist, gehen die bisher auf der Bahn u gleitenden Arme der Hebel E auf die Bahn u1 über und bewirken dadurch, daß die anderen Arme der Hebel den Vorsprung t der Zahnstange D verlassen. Gleichzeitig ist aber der Federriegel w gegenüber dem Loch Z des Lagerstuhles C angelangt, springt in dieses Loch ein und legt die Zahnstange in der unteren, in Fig. 7 mit strichpunktirten Linien angedeuteten Stellung fest. Diese Lage der Zahnstange und damit die in Fig. 7 mit strichpunktirten Linien angedeutete Stellung der Schale B bleibt somit während des weiteren Niederganges des Gestänges d so lange gewahrt, bis die Nase χ des letzteren gegen den Winkelhebel ν anschlägt und dadurch den Riegel w aus dem Loch Z zieht. Die hierbei frei werdende Kraft der Feder F zieht dann die Zahnstange D nach oben und letztere bringt hierbei die Schale B in die ursprüngliche Stellung zurück, in welcher die Schale auf dem Tisch A auf ruht. Die Schale befindet sich also schon wieder in der für die Aufnahme einer neuen Patrone geeigneten Stellung, bevor der Aufwärtsgang des Gestänges d und damit das Fördern beginnt.
Um das Fördern zu verhindern, wenn die Schale sich nicht in der richtigen Lage befindet, kann die mit Bezug auf Fig. 1 bis 3 beschriebene Drosselklappenanordnung vorgesehen sein. Dabei wird die Drosselklappe k1 (Fig. ι bis 3) mit der Achse r. durch einen Excenterantrieb oder dergleichen (s. Fig. 8 bei Y) verbunden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Munitionsaufzug für Kriegsschiffe, Panzerthürme u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Schaltklinken versehenes Gestänge, welches an einem ebenfalls mit Schaltklinken versehenen, zur Führung der Munition dienenden Schacht verschiebbar gelagert ist und mittelst eines Motors auf- und abbewegt wird, die Munition einem am einen Ende des Schachtes angeordneten " Tisch entnimmt und nach dem anderen Schachtende befördert.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Aufzuges, bei welcher der Aufzug sich selbstthätig stillsetzt, falls die oberste Patrone (Kartusche, Geschoß) nicht aus dem Aufzugschacht entfernt wird.
3. Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten Aufzuges, bei welcher das Zuführen der Patronen u. s. w. zum Schacht und das Abführen der Patronen aus dem Schacht mittelst am unteren und oberen Ende des Schachtes drehbar angeordneter Tische selbstthätig erfolgt.
Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten Aufzuges, bei welcher das obere Ende des Aufzugschachtes sich beim Niedergang des Fördergestänges selbstthätig umlegt und die Patrone u. s. w. in eine schräge Abführungsrinne oder dergleichen gleiten läßt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1175577B (de) * 1961-12-23 1964-08-06 Bofors Ab Vorrichtung zur Munitionsfoerderung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1175577B (de) * 1961-12-23 1964-08-06 Bofors Ab Vorrichtung zur Munitionsfoerderung

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