DE104740C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE104740C DE104740C DENDAT104740D DE104740DA DE104740C DE 104740 C DE104740 C DE 104740C DE NDAT104740 D DENDAT104740 D DE NDAT104740D DE 104740D A DE104740D A DE 104740DA DE 104740 C DE104740 C DE 104740C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shaft
- elevator
- cartridge
- linkage
- ammunition
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 11
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 206010011416 Croup infectious Diseases 0.000 description 1
- 230000002301 combined effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A9/00—Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
- F41A9/01—Feeding of unbelted ammunition
- F41A9/06—Feeding of unbelted ammunition using cyclically moving conveyors, i.e. conveyors having ammunition pusher or carrier elements which are emptied or disengaged from the ammunition during the return stroke
- F41A9/07—Reciprocating conveyors, i.e. conveyors pushing a plurality of ammunition during the feeding stroke
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Intermediate Stations On Conveyors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schüsswaffen, Geschosse, Verschanzung.
FRIED. KRUPP in ESSEN.
Munitionsaufzug für Kriegsschiffe, Panzerthürme u.dgl.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein für Kriegsschiffe, Panzerthürme u. dgl. bestimmter
Munitionsaufzug, welcher sich vor bekannten Constructionen durch seine einfache Bauart sowie dadurch auszeichnet, daß er
wenig Platz erfordert und im Bedarfsfalle eine große Menge Munition schnell an die Verbrauchsstelle
zu schaffen vermag. Die Erfindung besteht darin, daß ein mit Schaltklinken versehenes
Gestänge, welches an einem die Munition führenden Förderschacht angeordnet ist und
mittelst eines Motors auf- und abbewegt wird, die Munition einem Tisch, welcher an dem
einen Ende des Förderschachtes angeordnet ist, entnimmt und sie mit Hülfe von Schaltklinken,
welche an dem Förderschacht angebracht sind, nach dem anderen Ende des letzteren
befördert. Um hierbei die Bedienung des Aufzuges von den dazu bestimmten Mannschaften
möglichst unabhängig zu machen, ist die Einrichtung so getroffen, daß entweder,
wenn die oberste Patrone nicht abgenommen werden sollte, der Aufzug sich selbstthätig
stillsetzt, oder daß er die am oberen Ende angelangte Patrone selbstthätig aus dem Förderschacht
entfernt.
Die Erfindung wird durch die beiliegende Zeichnung veranschaulicht, in welcher Fig. ι
einen senkrechten axialen Schnitt durch den Aufzug darstellt. Fig. 2 und 2a zeigen in
Seitenansicht, von rechts gesehen, das obere und untere Ende des in Fig. ι dargestellten
Aufzuges. Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1, von oben gesehen. Fig. 4 veranschaulicht
eine weitere Ausführungsform des neuen Aufzuges in senkrechtem axialen Schnitt. Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4,
von oben gesehen. Fig. 6 zeigt eine Einzelheit aus Fig. 4. Fig. 7 stellt in einem senkrechten
axialen Schnitt das obere Ende eine dritten Ausführungsform des neuen Aufzuges dar. Fig. 8 ist die zugehörige Seitenansicht,
von rechts gesehen. Fig. 9 ist ein Schnitt nach Linie 9-9 von Fig. 7, Fig. 10 ein Schnitt nach
Linie 10-10 der Fig. 7, beide Schnitte von oben gesehen; einzelne Theile sind weggelassen.
Fig. 11 ist eine Einzeldarstellung.
Es soll zunächst der in Fig. 1 bis 3 veranschaulichte
Aufzug beschrieben werden.
Als Führungsschacht für die Munition dient ein Rohr α, welches mit einem Längsschlitz b
versehen ist. Durch letzteren hindurch greifen die . federnden Schaltklinken c c1 c2 eines Gestänges
d, welches in einer an dem Rohre a angeordneten Führung a1 auf und ab zu gleiten
vermag. An der dem Schlitz b gegenüberliegenden Seite des Rohres α sind an diesem
letzteren ebenfalls federnde Schaltklinken e e1 e2
angebracht, welche durch Schlitze in der Rohrwandung in das Rohrinnere hineinreichen.
Die gegenseitige Entfernung der Schaltklinken c c1 c2 ist ebenso wie die der Klinken e e1 e2
gleich der Hublänge des Gestänges d, während die unterste Schaltklinke e ebenfalls um eine
Hublänge von dem für die Aufnahme der zu befördernden Munition bestimmten Tisch α2
(2. Auflage, ausgegeben am S. Mai igogj
entfernt ist. Es ist nun leicht verständlich, daß, wenn Munition, z. B. eine Patrone X,
auf den Tisch a2 gestellt und das Gestänge d in eine auf- und abgehende Bewegung versetzt
wird, die bis unter den Tisch a2 herabgehende Schaltklinke c die Patrone erfassen,
sie bis zur Höhe der Schaltklinke e heben und an diese, welche sich unter den Boden der
Patrone setzt, abgeben wird. Während das Gestänge d sich wieder nach unten bewegt,
bleibt die Patrone über der Schaltklinke e stehen, um bei der folgenden Aufwärtsbewegung
des eventuell eine neue Patrone von dem Tisch α2 mitnehmenden Gestänges von der
Schaltklinke c1 erfaßt und bis auf die Klinke e1
gehoben zu werden. Ist in dieser Weise die Patrone an das obere Ende des Führungsschachtes gekommen, so wird sie von Hand
dem Schacht entnommen.
Der Antrieb des Gestänges vollzieht sich in folgender Weise.
Das Gestänge d ist durch einen Arm f mit der Kolbenstange g verbunden, deren Kolben
sich in dem Druckwassercylinder h auf- und abbewegt. Der Zutritt und Ausfluß des Druckwassers
wird in bekannter und auch aus der Zeichnung ersichtlicher Weise mittelst des Schiebers h1 geregelt, welchen eine Feder s1
in seiner oberen Stellung zu halten bestrebt ist, und welcher durch einen federnden, in
eine Rast der Schieberstange einfallenden Riegel t1 in seiner unteren Lage festgehalten
werden kann. Befindet sich der Schieber h1
in der unteren Stellung, so tritt Druckwasser auf der unteren Seite des Kolbens in den
Druckwassercylinder ein und bewirkt das Aufwärtsgehen der Kolbenstange g und des mit
dieser verbundenen Gestänges d. Hat letzteres seine höchste Stellung erreicht, so stößt ein
am Gestänge angebrachter Anschlag v1 gegen den einen Arm eines Winkelhebels w1, so
daß dessen anderer Arm, welcher in den Riegel t1 eingreift, letzteren aus der Rast der
Schieberstange auslöst. Infolge dessen wird der Schieber h1 durch die Feder s1 in seine obere
Stellung gebracht und läßt nun das Druckwasser auf die obere Kolbenseite einwirken,
so daß das Gestänge d sich abwärts bewegt. Nähert sich letzteres seiner tiefsten Stellung, so
trifft der am Gestänge befestigte Arm r1, welcher
bis dahin wirkungslos auf der Schieberstange entlang glitt, gegen den Anschlag h2
und führt den Schieber h1 wieder in die untere Stellung. Hierbei bewirkt das Eigengewicht
des Gestänges, daß dessen Abwärtsbewegung auch dann noch andauert, wenn der Schieber
h1 den Zutritt des Druckwassers zur oberen
Kolbenseite bereits abgesperrt hat und den Eintritt des Druckwassers zur unteren Kolbenseite
bereits gestattet. Infolge dessen vermag das Gestänge den Schieber h1 bis in seine
unterste Stellung zu führen, in welcher er durch Einschnappen des Federriegels t1 in die
Rast der Schieberstange festgelegt wird. Das Spiel des Kolbens beginnt nun von neuem.
Um zu verhindern, daß die am oberen Ende des Förderrohres α angelangte Patrone,
falls sie nicht abgenommen wird, von der nachfolgenden Patrone aus dem Rohr geworfen
wird, ist die Einrichtung getroffen, daß für diesen Fall die Antriebsvorrichtung sich selbstthätig
stillsetzt. Zu diesem Zwecke theilt sich (Fig. 3) die Speiseleitung i des Druckwassercylinders
h in zwei Arme i1 und i2, in welche
je ein Absperrorgan k1 bezw. k2 eingeschaltet
ist; hinter den Absperrorganen vereinigen sich die Arme i1 i2 wieder. Als Absperrorgan ist
im vorliegenden Falle der besseren Uebersichtlichkeit wegen eine Drosselklappe gewählt;
selbstverständlich könnte auch jede andere Absperrvorrichtung angewendet werden.
Die Drosselklappe k1 der Zweigleitung i1
steht (Fig. I, 2 und 2a) durch einen mit einem Gegengewicht ausgerüsteten Hebel I1 und eine
Zugstange m mit dem einen Arm eines am oberen Ende des Schachtrohres angebrachten
Winkelhebels n, dessen anderer Arm unter dem Druck einer Feder n1 in das Innere des
Schachtrohres und in die Bahn der Patrone hineinreicht, derartig in Verbindung, daß, wenn
eine Patrone am oberen Ende des Schachtrohres anlangt, sie den in das Schachtinnere
hineinragenden Arm des Winkelhebels η nach außen drängt und dadurch unter Vermittelung
der Stange m und des Hebels I1 die Drosselklappe
k1 schließt. Wird die Patrone weggenommen,
,so tritt unter der vereinten Wirkung der Feder n1 und des Gegengewichtes
am Hebel I1 der eine Schenkel des Winkelhebels η wiederum in das Schachtinnere ein,
während sich gleichzeitig die Drosselklappe k1
wieder öffnet.
Die Drosselklappe k2 der Zweigleitung i2 ist
mit. einem Hebel I2 versehen, der ein Gegengewicht
trägt und in dessen Langschlitz ein am unteren Ende des Förderschachtes gerade
geführter Bolzen 0 eingreift. Beim Niedergang des Gestänges d trifft dessen unteres Ende auf
den Bolzen 0, drückt ihn abwärts und bewirkt dadurch das Schließen der Drosselklappe k2.
Geht das Gestänge d wieder aufwärts, so öffnet sich die Drosselklappe A2 infolge des am Hebel
12 angebrachten Gegengewichts.
Das Zusammenwirken der beiden Drosselklappen vollzieht sich in folgender Weise: Im
Beginn der Förderung bleibt die Drosselklappe k1, solange nicht eine Patrone am
oberen Ende des Aufzugschachtes angekommen ist, offen, während die Drosselklappe k2 bei
jedem Niedergang des Gestänges vorübergehend geschlossen wird, ohne daß jedoch dadurch
das Druckwasser, welches dann durch den
Arm i1 der Druckleitung allein fließt, in seinem
Zutritt zum Druckzylinder h behindert wird. Langt nun eine Patrone am oberen Ende des
Förderschachtes an, so drängt sie den in das Schachtinnere ragenden Schenkel des Winkelhebels
η nach außen und schließt dadurch die Drosselklappe k1 der Zweigleitung i1. Auch
jetzt wird der Zutritt des Druckwassers zum Cylinder h nicht unterbrochen, da die Leitung
i2 wieder offen ist. Wird nun die Patrone nicht aus dem Aufzugschacht entfernt,
so bleibt die Klappe k1 beim Niedergang des
Gestänges geschlossen, und letzteres schließt, unten angelangt, auch die Drosselklappe k2,
so daß jetzt dem Druckwasser der Zutritt zum Cylinder h vollständig gesperrt ist und der
Aufzug stehen bleibt. Nimmt man dann die am oberen Schachtende befindliche Patrone
ab, so öffnet sich die Drosselklappe k1 sofort wieder, und der Aufzug beginnt wieder zu
fördern.
Die auf- und abgehende Bewegung des Gestänges', welche im vorliegenden Falle durch
einen hydraulischen Cylinder erfolgt, kann natürlich auch in beliebiger anderer Weise,
z. B. mittelst Elektromotors, Handantriebs u.s.w. erfolgen (s. hierzu das Patent Nr. 99335 der
Klasse 35). Das Stillsetzen des Aufzuges für den Fall, daß die oberste Patrone nicht abgenommen
wird, wird dann in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, bewirkt.
Bei dem in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Aufzug findet eine selbstthätige Unterbrechung
des Betriebes nicht statt, vielmehr wird die oberste Patrone mittelst eines am oberen Ende
des Förderschachtes angeordneten drehbaren Tisches aus dem Schacht entfernt. Ebenso
findet die Zuführung der Patronen zum Schacht mittelst eines am unteren Ende des Schachtes
angebrachten, drehbaren Tisches statt. Im Uebrigen aber entspricht die Einrichtung des
Aufzuges der. mit Bezug auf die Fig. 1 bis 3 beschriebenen, wird also hier nicht weiter erläutert. ;
In Fig. 4 ist H eine seitlich des Aufzugschachtes α angeordnete senkrechte Achse, auf
welcher am oberen Ende der Tisch J1 für das Ablegen, am unteren Ende der Tisch /2 für
das Einlegen der Patronen befestigt ist. Diese Tische tragen, wie besonders aus Fig. 5 er- '
sichtlich, drei um 120° zu einander versetzte Hohlcylinder K1 bezw. K2, welche, um das
Einsetzen und Herausnehmen der Patronen zu ermöglichen, nach außen hin offen sind. Der
Tisch 71 unterscheidet sich von dem Tische /2
nur dadurch, daß innerhalb der Hohlcylin- ! der K1 ,der Boden des Tisches J1 durchbrochen
ist, und daß jeder der drei Hohlcylinder K1
mit einer Sperrklinke e2 versehen ist (Fig. 4 oben). Die beiden Tischen gemeinschaftliche
Achse H wird durch die Bewegung des Gestänges
d absetzend derartig gedreht, daß .
immer je einer der Hohlcylinder K1 bezw. K2
innerhalb des Schachtes α liegt.
Der obere Tisch J1 stützt sich auf eine Kugelbahn R, während die Achse H an ihrem
unteren Ende in einem Spürlager L ruht und mit einem Kegelrad M1 versehen ist, welches
in ein zweites Kegelrad M2 eingreift. Die Achse W des letzteren trägt noch ein Sperrrad
N (Fig. 6), in welches die federnde Sperrklinke P1 eines um dieselbe Achse ~W schwingenden
Hebels 0 eingreift. Eine Schraubenfeder Q ist bestrebt, diesen Hebel O in einer schräg
nach oben gerichteten Lage zu erhalten, in welcher sein Ende in der Bahn des Gestänges
d liegt. An dem Spurlager L ist noch eine federnde Klinke P2 vorgesehen, welche
während der Drehung der Achse H nach einander in drei am unteren Rande des Tisches /2
befindliche Rasten 5 einzufallen und so die genaue Einstellung der Hohlcylinder K2 bezw. K1
in Beziehung auf das Schachtrohr zu sichern bestimmt ist. Die Sperrklinke P2 ist mit einer
schrägen Fläche V ausgerüstet, auf welche beim Niedergang des Gestänges d ein am letzteren
angebrachter Vorsprung T einwirkt.
Die Wirkungsweise des Aufzuges ergiebt sich hiernach wie folgt: Wenn das Gestänge d
sich aufwärts bewegt, so fällt die Klinke P2 unter dem Zug ihrer Feder in eine der Rasten' 5
ein und legt die beiden Tische J2 und J1 fest. Dieser Zustand bleibt auch während eines
Theiles des Gestängeniederganges unverändert. Es können daher die beiden gerade von außen
zugänglichen Hohlcylinder K2 des Tisches /a
mit Patronen beschickt und aus den beiden ebenfalls von außen zugänglichen Hohlcylindern
K1 des Tisches J1 die Patronen entfernt werden. Nähert sich das Gestänge d bei
seinem Niedergang seiner unteren Stellung, so trifft zunächst der Ansatz T gegen die schräge
Fläche V der Sperrklinke P2 und drängt letztere aus der Rast S des Tisches J2, so daß jetzt
die Achse H nicht mehr gegen Drehung gesichert ist. Im weiteren Verlaufe der Abwärtsbewegung
des Gestänges drückt dessen unteres Ende den schwingenden Hebel O nach unten
und bewirkt dabei mittelst der Sperrklinke P1, des Sperrrades IV und der Kegelräder M2 M1
eine Drehung der Achse H um 120°. Infolge dessen tritt am unteren Ende des Aufzuges
eine gefüllte Kammer K2 in den Schacht hinein und eine leere Kammer aus dem Schacht
heraus, während am oberen Ende des Schachtes der umgekehrte Vorgang stattfindet. Bei der
folgenden Aufwärtsbewegung des Gestänges d zieht die Schraubenfeder Q den Hebel O in seine
ursprüngliche Lage, wobei die Sperrklinke P1 wirkungslos über die Zähne des Sperrrades N
hinweggeht, und darauf giebt der Ansatz T die
Sperrklinke P2 frei, welche dann unter dem Zug ihrer Feder wieder in die Rast 5 einfällt.
Die in den Fig. 7 bis 11 dargestellte Ausführungsform
des neuen Aufzuges hat die Eigenthümlichkeit, daß der obere Theil des
Aufzugschachtes beim Niedergang des Gestänges d sich umlegt und die oben angelangte
Patrone in eine schräge Abführungsrinne oder dergleichen gleiten läßt. Im Uebrigen stimmt
der Aufzug mit dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten überein.
Das Umlegen des oberen Theiles des Aufzugschachtes wird durch die nachstehend beschriebene
Anordnung ermöglicht.
Auf dem tischartig ausgebildeten Theile A des Förderschachtes α steht eine die Fortsetzung
des letzteren bildende cylindrische Schale B, an welcher die oberste Sperrklinke e2 angebracht
ist und welche durch ein Auge f fest mit einer Achse r verbunden ist. Letztere ist
in zwei Armen s s1 des Lagerstuhles C in der Weise gelagert, daß die Schale B aus der in
Fig. 7 mit vollen Linien gezeichneten Lage in die durch strichpunktirte Linien angedeutete
Stellung gebracht werden kann. Auf der Achse r sind ferner (Fig. 7 und 9) zwei Zahnradsegmente
q angebracht, welche in eine am Lagerstuhl C in senkrechter Richtung gerade
geführte Zahnstange D eingreifen. Letztere, welche in Fig. 11 besonders dargestellt ist, ist
mit dem Lagerstuhl C durch eine Schraubenfeder F verbunden, welche die Zahnstange
nach oben zu ziehen bestrebt ist, und besitzt an ihrem unteren Ende Vorsprünge t, mit
welchen die auf der Zeichnung nach rechts zeigenden Arme von am Gestänge d drehbar
angeordneten Hebeln E (Fig. 7 und 10) zusammen zu wirken bestimmt sind, während die
entgegengesetzt gerichteten Arme dieser Hebel E auf einer in der Längsachse des Förderschachtes
angebrachten Bahn u u1 geführt werden. Oberhalb
der Nasen t befindet sich an der Zahnstange ein federnder Riegel w, welcher bei der
Bewegung der Zahnstange an der Wand des Lagerstuhles C entlang gleitet und beim Abwärtsgang
der ,Zahnstange in ein Loch Z des Lagerstuhles einzuspringen vermag. In den
Riegel w greift ein ebenfalls an der Zahnstange gelagerter Winkelhebel υ ein, auf welchen
eine am Gestänge d drehbar angebrachte Nase χ einzuwirken bestimmt ist. Die Nase χ
vermag, wie aus der Zeichnung (Fig. 7) ersichtlich, nur in einer Richtung auszuschwingen
und wird durch eine Feder immer wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt.
Die Wirkungsweise des Aufzuges ergiebt sich hiernach wie folgt: Beim Abwärtsgang des Gestänges
d nimmt dieses mittelst seiner gegen die Ansätze t der Zahnstange D sich stützenden
Hebel E unter Spannung der Feder F die Zahnstange zunächst mit. Infolge dessen versetzt
die letztere mittelst der Zahnsegmente q die Achse r in Drehung und schwenkt dadurch
die Schale B aus der in Fig. 7 mit vollen Linien gezeichneten Lage in die durch
strichpunktirte Linien angedeutete Stellung, so daß die in der Schale befindliche Patrone
vermöge ihres Eigengewichtes in die schräge Rinne G gleitet, welche die Patrone nach der
Verbrauchsstelle führt. In dem Augenblick, wo die Schale vollständig umgelegt ist, gehen
die bisher auf der Bahn u gleitenden Arme der Hebel E auf die Bahn u1 über und bewirken
dadurch, daß die anderen Arme der Hebel den Vorsprung t der Zahnstange D verlassen.
Gleichzeitig ist aber der Federriegel w gegenüber dem Loch Z des Lagerstuhles C
angelangt, springt in dieses Loch ein und legt die Zahnstange in der unteren, in Fig. 7 mit
strichpunktirten Linien angedeuteten Stellung fest. Diese Lage der Zahnstange und damit
die in Fig. 7 mit strichpunktirten Linien angedeutete Stellung der Schale B bleibt somit
während des weiteren Niederganges des Gestänges d so lange gewahrt, bis die Nase χ
des letzteren gegen den Winkelhebel ν anschlägt und dadurch den Riegel w aus dem Loch Z
zieht. Die hierbei frei werdende Kraft der Feder F zieht dann die Zahnstange D nach
oben und letztere bringt hierbei die Schale B in die ursprüngliche Stellung zurück, in welcher
die Schale auf dem Tisch A auf ruht. Die Schale befindet sich also schon wieder in
der für die Aufnahme einer neuen Patrone geeigneten Stellung, bevor der Aufwärtsgang
des Gestänges d und damit das Fördern beginnt.
Um das Fördern zu verhindern, wenn die Schale sich nicht in der richtigen Lage befindet,
kann die mit Bezug auf Fig. 1 bis 3 beschriebene Drosselklappenanordnung vorgesehen
sein. Dabei wird die Drosselklappe k1 (Fig. ι bis 3) mit der Achse r. durch einen
Excenterantrieb oder dergleichen (s. Fig. 8 bei Y) verbunden.
Claims (3)
1. Ein Munitionsaufzug für Kriegsschiffe, Panzerthürme u. dgl., dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit Schaltklinken versehenes Gestänge, welches an einem ebenfalls mit Schaltklinken versehenen, zur Führung der
Munition dienenden Schacht verschiebbar gelagert ist und mittelst eines Motors auf-
und abbewegt wird, die Munition einem am einen Ende des Schachtes angeordneten "
Tisch entnimmt und nach dem anderen Schachtende befördert.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten
Aufzuges, bei welcher der Aufzug sich selbstthätig stillsetzt, falls die oberste Patrone (Kartusche, Geschoß) nicht
aus dem Aufzugschacht entfernt wird.
3. Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten
Aufzuges, bei welcher das Zuführen der Patronen u. s. w. zum Schacht
und das Abführen der Patronen aus dem Schacht mittelst am unteren und oberen Ende des Schachtes drehbar angeordneter
Tische selbstthätig erfolgt.
Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten
Aufzuges, bei welcher das obere Ende des Aufzugschachtes sich beim Niedergang des Fördergestänges selbstthätig umlegt
und die Patrone u. s. w. in eine schräge Abführungsrinne oder dergleichen gleiten
läßt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE104740C true DE104740C (de) |
Family
ID=375085
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT104740D Active DE104740C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE104740C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175577B (de) * | 1961-12-23 | 1964-08-06 | Bofors Ab | Vorrichtung zur Munitionsfoerderung |
-
0
- DE DENDAT104740D patent/DE104740C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175577B (de) * | 1961-12-23 | 1964-08-06 | Bofors Ab | Vorrichtung zur Munitionsfoerderung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1158875B (de) | Schusswaffe mit einem zweiteiligen Zylinderverschluss | |
| CH646580A5 (de) | Vorrichtung zum ausschneiden und transportieren eines gaerfutterblockes. | |
| DE4108662A1 (de) | Vorrichtung zum laden von rohrwaffen, insbesondere von panzerhaubitzen | |
| DE104740C (de) | ||
| DE2551299B2 (de) | Vorrichtung zum selbsttätigen Anbringen von Verschlüssen auf Behältern | |
| DE1246794B (de) | Selbsttaetige Schmiervorrichtung fuer intermittierenden Betrieb | |
| DE1189922B (de) | Hublader mit teleskopischem Zentralmast | |
| DE506253C (de) | Gewehr mit Patronenzubringer-Mechanismus | |
| DE1646364A1 (de) | Vorrichtung zum Beschicken und Laden eines Explosionsgenerators mit Sprengstoffpatronen | |
| DE1172074B (de) | Maehdrescher mit verlagerbarem Korntank | |
| DE226413C (de) | ||
| DE1428651C (de) | Vorrichtung zum automatischen Steuern der Ladevorrichtung eines automatischen Geschützes | |
| DE267364C (de) | ||
| DE1461944A1 (de) | Vorrichtung zum Einkleben und Umlegen der Verschlussflaechen von Verpackungen und zur Bewegung dieser Verpackungen | |
| DE236496C (de) | ||
| DE2048574C3 (de) | Vorrichtung zum Zufuhren, Vereinzeln und Einschrauben von Gewindeteilen | |
| AT236842B (de) | Vorrichtung zum Transport von Munition | |
| DE177471C (de) | ||
| DE119482C (de) | ||
| DE237267C (de) | ||
| DE123143C (de) | ||
| DE134540C (de) | ||
| DE213010C (de) | ||
| DE709238C (de) | Selbsttaetige Steuerung fuer die Winden von Heuaufzuegen | |
| DE181486C (de) |