DE210209C - - Google Patents

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DE210209C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G27/00Jigging conveyors
    • B65G27/10Applications of devices for generating or transmitting jigging movements
    • B65G27/12Applications of devices for generating or transmitting jigging movements of shaking devices, i.e. devices for producing movements of low frequency and large amplitude
    • B65G27/14Applications of devices for generating or transmitting jigging movements of shaking devices, i.e. devices for producing movements of low frequency and large amplitude hydraulic

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 210209 -. KLASSE 81 e. GRUPPE
CARL WOLFF in WALDENBURG, Schles.
Antriebsvorrichtung für Förderrinnen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. August 1907 ab.
Die Erfindung behandelt eine neue Lösung der Aufgabe, einer Förderrinne in einer Richtung eine langsame, verzögerte Bewegung, in der anderen Richtung jedoch eine rasche, beschleunigte Bewegung zu erteilen, wie dies bereits bei der sogenannten Marcusrinne bekannt ist.
Bei dieser dient ein Kurbelgetriebe zum Antriebe, während bei einer anderen bekannten Antriebsvorrichtung für Förderrinnen ein schwungradloser Motor mit Differentialkolben verwendet wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt jedoch der Antrieb der Förderrinne durch einen gewöhnlichen schwungradlosen Kolbenmotor, dessen Kolben durch einen Widerstand in Form einer Feder- oder Kataraktbelastung stark beeinflußt wird. Da die Rinne mit der Kolbenstange des Motors gekuppelt ist, so bleibt beim langsamen Hingange des Kolbens und damit auch der 'Förderrinne das Fördergut in der Rinne liegen und folgt deren Bewegung, während beim raschen Richtungswechsel infolge der Massenträgheit des Förder - gutes die Rinne unter diesem hinweggleitet. Hierdurch gelangt das Fördergut ruckweise in der Förderrinne vorwärts.
Der schwungradlose Kolbenmotor mit nur einer Kolbenstange ist von den Pumpen für Kesselspeisung usw. sowie von den Gesteinsbohrmaschinen her bekannt; - als Kraftmittel dient Dampf oder Preßluft.
Als wesentlicher Bestandteil für den zu erreichenden Zweck tritt beim Gegenstande der Erfindung jedoch die Kupplung der Kolbenstange mit einem einseitig wirkenden Widerstände hinzu, welcher die Differenz der Kolbengeschwindigkeit zwischen dem Hin- und Rückgang des schwungradlosen Motors und damit auch der Rinne bewirkt.
Dieser Widerstand kann in verschiedener Weise ausgebildet sein, und zwar nach drei Hauptgesichtspunkten:
I. Durch Einschaltung einer Feder, welche durch die Kolbenkraft beim Hingange des Kolbens gespannt wird; beim Rückgange jedoch tritt die Kraft der sich nunmehr entspannenden Feder zur Kolbenkraft hinzu und bewirkt so die große Geschwindigkeitsdifferenz des Kolbens.
In den Fig. 1 und 2 bedeutet α den Motorzylinder mit Steuerung, in welchem sich der Kolben mit der Kolbenstange b bewegt. Diese greift an der Förderrinne c an, welche in irgendeiner Weise aufgehängt oder beweglich gelagert sein kann.
In der Fig. 1 ist die Feder d konzentrisch um die Kolbenstange angeordnet, während in der Fig. 2 die Feder d von der Kolbenkraft unter Vermittlung der Rinne gespannt wird· und auf diese entsprechend unmittelbar einwirkt.
II. Der Widerstand kann durch Einschaltung eines Luft- oder Flüssigkeitskataraktes gebildet werden.
Die Fig. 3 bis 7 zeigen hierfür verschiedene Ausführungsmöglichkeiten.
Fig. 3 zeigt den Katarakt als einfach wirkende Pumpe ausgebildet. In dem Zylinder k bewegt sich der von der Kolbenstange b angetriebene Kolben e. Beim Hingange saugt dieser durch das Saugventil I die Brems'
flüssigkeit an und drückt sie durch das Druckventil m. Durch den Kanal η . wird die Flüssigkeit wieder dem Saugventil zugeführt. Durch die mittels einer Schraubenspindel einstellbare Federbelastung h auf dem Druckventil m kann die Kataraktwirkung geregelt werden.
Die Fig. 4 zeigt den Zylinder k mit dem Kolben e und einem durchlöcherten Ventil f, welches als Saugventil wirkt und beim Kolbenhingange das Bremsmittel (Flüssigkeit oder Luft) ungehindert in das Zylinderinnere treten läßt. Beim Kolbenrückgange bleibt das Ventil f geschlossen, und das Bremsmittel muß durch die einen Widerstand' bildenden Löcher im Ventilteller treten, deren Größe und Anzahl die Kataraktwirkung bestimmt. Durch Änderung der Größe und Anzahl der Löcher ergibt sich die Möglichkeit der Regulierung.
Die Fig. 5 zeigt den Zylinder k, in welchem sich der hohle Kolben e bewegt. Das Bremsmittel kann durch das durchlöcherte Ventil f am Kolbenboden in das Kolbeninnere treten, und zwar ungehindert beim Kolbenhingange; beim Kolbenrückgange tritt das Bremsmittel durch die den Widerstand bildenden Löcher im Ventilteller in den Zylinder zurück.
. Die Fig. 6 zeigt den Zylinder k, in welchem sich der Kolben e mit dem Ventil f bewegt.
Der Zylinder ist mit dem Bremsmittel angefüllt, welches beim Hingange ungehindert durch das Ventil f im Kolben treten kann, beim Rückgange aber den Widerstand der Löcher im Ventilteller vorfindet.
Die Fig. 7 zeigt den Zylinder k mit dem Kolben e. Das durchlöcherte. Ventil/ ist im Zylinderdeckel 0 angeordnet. Beim Hingange findet der Kolben keinen Widerstand, da das Ventil f die Luft im Zylinder ungehindert austreten läßt. Beim Rückgange kann die Luft jedoch nur langsam durch die Löcher im Ventil treten, wodurch eine Luftverdünnung und daher die Kataraktwirkung entsteht.
III. Der Widerstand kann durch Einschaltung einer Feder und eines Kataraktes gleichzeitig gebildet werden.
Da mit jeder der genannten Vorrichtungen ein langsamer Hingang und rascher Rückgang des Kolbens und damit der Förderrinne erzielt werden kann, so folgt hieraus, daß man eine Kombination beider auf die Kolbenstange einwirken lassen kann.
Die Fig. 8 zeigt diese Kombination, und zwar ist d die Feder, und I und m sind die Saug- bzw. Druckventile des Kataraktes entsprechend der Fig. 3. Die regelbare Federbelastung h kann aber auch durch die Federbelastung i auf dem anderen Druckventil m der doppeltwirkenden Pumpe ersetzt werden. Durch diese Vertauschung der Katarakteinwirkung auf den Kolben nimmt das Fördergut in der Rinne die entgegengesetzte Transportrichtung

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Antriebsvorrichtung für Förderrinnen, bestehend aus einem an der Rinne angreifenden, schwungradlosen Kolbenmotor, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenmotor (a) mit einem regelbaren Widerstand in Form eines Flüssigkeits- oder Luftkataraktes oder mit einer einseitig wirkenden Federbelastung oder mit einer Kombination dieser beiden Widerstände zusammenwirkt, zu dem Zweck, einen langsamen Hingang und einen raschen Rückgang der Förderrinne zu erzielen, mit der Möglichkeit, die Förderrichtung der Rinne schnell umzukehren.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein fein durchlöchertes Ventil ff) am Zylinder oder im Kolben des Kataraktes angeordnet ist, um die Bewegung des Kataraktkolbens und damit der Förderrinne nach der einen Richtung hin zu verlangsamen (Fig. 4 bis 7). ■
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrinne bzw. deren Antriebsmotor mit einer einfach wirkenden Pumpe mit stark gedrosseltem bzw. belastetem Druckventil verbunden ist (Fig. 3).
■ 4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch I1 gekennzeichnet durch eine einseitig wirkende Federbelastung in der Richtung der Kolbenstange des schwungradlosen Kolbenmotors oder der Förderrinne (Fig. 1 und 2).
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne bzw. deren Antriebsmotor mit der Kolbenstange einer schwungradlosen Pumpe gekuppelt ist, bei welcher die Druckventile der beiden Pumpenseiten je nach der gewünschten Förderrichtung der Rinne auf einer Seite stark gedrosselt bzw. belastet werden (Fig. 8).
6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Rinne ein Katarakt und eine einseitig in' der Richtung der Kolbenstange des schwungradlosen Kolbenmotors oder .der Rinne wirkende Federbelastung zusammen einwirken (Fig. 8).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE210209C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3212630A (en) * 1963-04-26 1965-10-19 Kenneth M Allen Reciprocating conveyor
US3826356A (en) * 1971-07-07 1974-07-30 Netter Fa J Vibratory chute
DE3610139A1 (de) * 1986-03-26 1987-10-01 Karl Bergmann Gmbh Dipl Ing Schwingfoerderer nach dem gleitfoerderprinzip

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3826356A (en) * 1971-07-07 1974-07-30 Netter Fa J Vibratory chute
DE3610139A1 (de) * 1986-03-26 1987-10-01 Karl Bergmann Gmbh Dipl Ing Schwingfoerderer nach dem gleitfoerderprinzip

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