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Vorrichtung zur automatischen Regelung von Setzmaschinen DieErfindung
betrifft eine Vorrichtung zur selbsttätigen Austragsregelung der schweren Stoffe
bei Setzmaschinen für Grob- und Feinkorn, mit oder ohne Graupenbett, zum Waschen
von Kohlen, Erzen oder allen anderen Stoffen.
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Diese Setzmaschinen bestehen im wesentlichen aus einer Kammer, der
sogenannten Setzkammer, in die das zu w-aschen(le Gut eingeführt wird, welches in
seiner Gesamtheit (las Setzbett bildet. In einer zweiten Kammer befindet sich ein
Kolben, welcher einer \!'assersäule eine Schwingbewegung erteilt. Idas Wasser lockert
das Setzbett, welches auf einem I_öclterrost ruht, finit einer bestimmten Freduenz
auf. Die Schwingbewegung kann ebenfalls durch jegliche andere Einrichtung, z. B.
Druckluft, erzeugt werden.
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Infolge der Pulsationen, denen das Gut unterworfen ist, tritt eine
Trennung in mehrere Schichten ein, so daß sich die schwersten- in der untersten,
die leichteren in der obersten Schicht befinden.
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Das schwere Gut kann über eine Schwelle am Ende der Setzmaschine,
wie es allgemein für Grobkornsetzmaschinen für Korn größer als z. B. 15 mm
der Fall ist, ausgetragen werden. Es kann aber auch durch das gelochte Blech ausgetragen
werden, welches sich unterhalb des Setzbettes befindet. In
diesem
Falle ist dieses Blech gewöhnlich mit einem Graupenbett, welches aus einem schwereren
als das zu waschende Gut besteht, überdeckt. Diese Ausführung wird im allgemeinen
für Feinkorn, kleiner als z. B. 15 mm, angewandt. In der folgenden Beschreibung
wird nachstehende Bezeichnungsweise gewählt: Grobkornsetzmaschine: Setzmaschine
wie oben erläutert, ohne Graupenbett; Feinkornsetzmaschine: Setzmaschine zum Waschen
von Feinkorn, ohne Graupenbett; Graupenbettsetzmaschine: Feinkornsetzmaschine mit
Graupenbett.
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Man kennt mehrere Geräte zur selbsttätigen Austragsregelung als Funktion
der Zusammensetzung dies Bettes der in. Setzmaschinen getrennten Stoffe.
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Einige dieser Geräte verwenden einen im Setzbett befindlichen Schwimmer,
der sich entsprechend dem Anteil an schweren Stoffen mehr oder weniger hoch einstellt.
Dieser Schwimmer betätigt vermittelseines Servomotors sich im auszutragenden Gut
bewegende Klappen.. Diese Klappen oder Schieber öffnen mehr oder weniger, wenn die
auszutragenden, Mengen größer oder kleiner sind.
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Der Nachteil dieser Geräte besteht darin, daß die Regelklappen oder
Schieber sich im auszutragenden Gut bewegen:; trotz der verwendeten, selbst starken
Servomotoren kommt es vor, daß die Schieber klemmen und die Arbeit des Gerätes hemmen.
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Andere Geräte benutzen für Feinkorrnsetzmaschinen mit und ohne Graupenbett
einen. im Setzbett und für Grobkornsetzmaschinen einen in einem durch das Bett gehenden
Rohr befindlichen Schwimmer. Die Eintauchtiefe des, Schwimmers im Bett oder sein
Ausschlag in dem durch das Bett gehenden Rohr sind eine Funktion der Zusammensetzung
dieses Bettes. Ein vom Schwimmer ausgehendes mechanisches Verbindungsglied erlaubt,
entsprechend der Lage des Schwimmers, einen Lufthahn mehr oder weniger zu öffnen:,
welches als Organ der Austragsregielung der schweren Stoffe dient, wie bei der Beschreibung
der Erfindung weiter unten erläutert wird.
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Diese Geräte haben gegenüber jenen, die eine Klappe betätigen, große
Vorteile: Der Lufthahn ist leicht und ausgeglichen. Er hat einen außerordentlich
geringen Kraftbedarf und, was besonders wichtig ist, er befindet sich über der Setzmaschine
außerhalb des Setzbettes.
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Allerdings weisen diese Vorrichtungen einige Mängel auf: Man beobachtet
häufig Staub und Schlammablagerungen an .den Küken .der Hähne, wodurch veränderliche
Widerstände entstehen, die bedeutend werden können. In solchem Fall leidet die Empfindlichkeit
des Gerätes, ganz besonders in jenen Regelzonen, in denen die Kraftwirkung des Schwimmers
sehr gering ist.
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Die Erfindung bezweckt, diese Mängel zu beheben und die Regelempfindlichkeit
in hohem Maß zu steigern. Durch Zwischenschaltung eines hydraulischen Servomotors,
welcher die Lufthähne auch dann betätigt, wenn, die Bewegungswiderständle groß und
veränderlich sind, wird vom Schwimmer nur eine sehr .geringe konstante Kraftwirkung
gefordert. Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung ist so eingerichtet,
daß der hydraulische Servomotor jede gewünschte Leistung entwickeln kann.
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Die Erfindung kann dlaher für jeden beliebigen Setzmaschinentyp verwendet
werden, um Schieber oder Klappen sicher zu betätigen, selbst im Falle außerordentlicher
Widerstände.
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In der Zeichnung sind als Ausführungsbeispiele Vorrichtungen entsprechend
der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Graupensetzmaschine im Schnitt,
Fig. 2 in Auf riß und Schnitt eine zwangsläufig gesteuerte Vorrichtung entsprechend
den Merkmalen der Erfindung, angewendet auf eine Feinkornr oder Graupenbettsetzmaschine,
Fig. 3 in Aufriß und Schnitt eine zwangsläufig gesteuerte Vorrichtung entsprechend
den Merkmalen dier Erfindung, angewendet auf eine Feinkorn- oder Graupenbettsetzmaschi@.ne,
jedoch einer'anderen Ausführungsform, Fig. 4 eine weitere Variante in der Ausführung
der obigen Vorrichtung, Fig. 5 eine Grobkoresetzmaschine im Schnitt, Fig.6 in Aufriß
und Schnitt eine zwangsläufig gesteuerte Vorrichtung entsprechend den Merkmalen
der Erfindung in der Anwendung auf eine Grobkornsetzmaschine, Fig. 7 in Aufriß und
Schnitt eine zwangsläufig gesteuerte Vorrichtung, entsprechend den Merkmalen der
Erfindung ebenfalls auf eine Grobkornsetzmaschine angewendet, jedoch in einer anderen
Ausführungsform, und Fig. 8 zeigt im Schnitt und in großem Maßstab eine Einzelheit
der obigen Vorrichtung, bestehend aus einem Kolben mit Ventil.
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Die in Fig. i dargestellte Setzmaschine ist eine Graupenbettsetzmaschine,
bestehend aus mehreren hinte.reinandergeschalteten Elementen mit je einer Antriebskammer
i, in welcher sich ein Kalben 2 bewegt, der dem Wassereine hin. und her gehende
Bewegung erteilt. Dieses Wasser durchströmt das gelochte Blech 3 sowie das Graupenbett
4 und bewirkt eine Verlagerung des zu waschenden Gutes, z. B. in zwei Schichten
5 und 6, wobei das Gut der Schicht 5 das schwerste ist.
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Die Erfindung betrifft die Vorrichtung, welche den Austrag des schweren
Gutes 5 durch das Graupenbett 4 und den gelochten Setzgutträger 3 selbsttätig regelt.
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Zu diesem Zweck befindet sich zwischen dier Antriebskammer i und dem
Setzgutträger jedes Elementes über seine ganze Breite eine Luftkammer welche durch
einen Hahn 8 mit der Atmosphäre verbunden werden, kann. Wenn dieser Hahn vollständig
geschlossen ist, bleibt die Kolbenbewegung ohne Wirkung auf die Luftkammer 7, und
die gesamte Wassermenge geht durch das Setzbett, was dem maximalen Austrag der schweren
Stoffe 5 entspricht.
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Ist im Gegensatz dazu der Lufthahn 8 weit geöffnet, kann das Wasser
sich frei in der Luftkammer 7 auf und ab bewegen, und die Wirkung des Wasser-
| stoßen auf das Setzlxtt uii;l somit der Austrag des |
| sohweren Gutes 5 ist ein Minimum. |
| Jeder Stellung des Schließorgans des Lufthahns 8 |
| entspricht daher eine genau bestimmte Austrags- |
| menge der schweren Stoffe. |
| Um die selbsttätige Regelung zu erreichen, ge- |
| nügt es, den, Lufthahn 8 mehr oder weniger zu |
| öffnen, wenn die Schichthöhe kleiner oder größer |
| wird. Zu diesem Zweck taucht ein Schwimmer in die |
| Schichten 5 und 6 des Setzbettes ein. Die Erfahrung |
| zeigt, daß diese beiden Schichten sich wie Flüssig- |
| keiten mit verschiedener Dichte verhalten; die der |
| Wasserbewegung ausgesetzten Stoffe bleiben sozu- |
| sagen im Wasser in Schwebe. Die Gleichgewichts- |
| lage des Schwimmers ist abhängig von den je- |
| weiligen Schichtdicken von 5 und: 6, deren Summe |
| konstant bleibt. |
| Um die selbsttätige Regelung zu verwirklichen, |
| genügt es daher, durch eine geeignete Vorrichtung |
| den Schwimmer 9 mit dem Lufthahn 8 zu verbinden. |
| Vor allem diese Vorrichtung ist Gegenstand der Er- |
| findung. Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung |
| ist in Fig. 2 dargestellt. |
| Der Schwimmer 9 ist am Ende einer Stange io |
| angebracht und bei 11 und 12 gelenkig mit Hebeln |
| 13 und 14 verbunden. Der Hebel 13 kann sich um |
| den Festpunkt i .s frei bewegen. Der Hebel 14, |
| welcher sich um den Festpunkt 16 drehen kann, ist |
| über diesen Punkt hinaus verlängert und ist, durch |
| eine Schubstange 17 mit einem Hebel 18 verbunden. |
| Die Schubstange ist mit ihren beiden Enden ge- |
| lenkig mit den Hebeln 14 und 18 verbunden und |
| kann in der Weise verstellt werden, daß man den |
| Einfluß der Scliw,immerbewegung auf den Hebel 18 |
| entsprechend den Erfordernissen verändern kann. |
| Der Hebel 18 ist um einen Festpunkt i9 beweglich |
| und trägt an seinem anderen Ende ein Schirm- |
| segment 20. |
| Anderseits ist das Verschlußorgan des Luft- |
| hahns 8 mit Hilfe einer Stange mit einem Kolben |
| 21 verbunden, welcher sich in einem Zylinder 22 |
| bewegt. Dieser Zylinder hat auf seiner ganzen Länge |
| Kanäle 23, welche durch Zulaufstiicke 24, eines- je |
| Kanal 23, an eine Druckflüssigkeit führende Lei- |
| tung 25 angeschlossen sind. Durch die aus den Zu- |
| lau.fstücken 24 austretenden Strahlen der Druck- |
| flüssigkeit entsteht durch dynamische Wirkung auf |
| jeder Seite des Kolbens 21 ein bestimmter Druck, da |
| der Zylinder 22 jederzeit mit Druckflüssigkeit ge- |
| füllt ist. Das |
| 2o hemmt einige der |
| Flüssigkeitsstrahlen aus den Zulaufstiicken 24, z. B. |
| zwei, wie in Fig.2 dargestellt. Die gehemmten |
| Strahlen können im Innern des Zylinders 22 dyna- |
| misch keine Druckwirkung mehr ausüben. |
| Nehmen wir an, daß zu irgendeinem Zeitpunkt ein |
| Gleichgewichtszustand bei feststehendem Schirm- |
| segment hergestellt sei und daß der Fliistsigkeitsdruck |
| auf beiden Seiten dies Kolbens 22 der gleiche sei. |
| Wenn nun das Schirmsegment 2o durch den Schwim- |
| mer 9 nach unten bewegt wird, wie im Fall der |
| Fig. 2, erhalten zwei unterhalb des Kolbens befind- |
| liche Zulaufstücke keine Druckflüssigkeitsstrahleri |
| mehr und sind so gewissermaßen an den Rücklauf |
geschlossen, indem die Druckflüssigkeit durch die beiden entsprechenden Kanäle 23
austritt, während anderseits eine zusätzliche Flüssigkeitsmenge oberhalb des Kolbens
21 in den Zylinder 22 eintritt. Die aus dem Zylinder 22 ausgetretene Flüss@iglceit
wird in einer Sammelrinne 26 aufgefangen.
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Man sieht also, daß der Kolben 27 sich nach unten zu bewegen beginnt.
Wenn das Schirmsegment 2o stillsteht, kommt auch der Kolben zum Stillstand, sobald
er die Öffnungen, welche hinter dem Schirmsegment 20 liegen, erreicht hat.
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So entspricht jeder Lage des Schirmsegmentes 2o daher des Schwimmers
9 eine bestimmte Lage des Kolbens 21, d. h. eine genau bestimmte Öffnung des Lufthahns
B.
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Wenn infolge irgendeiner Ursache der Kolben von einer äußeren Kraft
beansprucht und. die Austrittsöffnungen überschreiten würde, würde der Druck unmittelbar
in entgegengesetzter Richtung wirken, und der Kolben stiege nach den Austrittsöffnungen
hin, welche sich hinter dem Schirmsegment 20 befinden.
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Die Vorrichtung erlaubt daher in der Tat, den Kolben genau in, der
durch den vom Schwimmer 9 gesteuerten Schirmsegmentverschluß 2o bestimmten Lage
zu halten.
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Diese Vorrichtung übt auf das Regelorgan des Lufthahns, 8 eine so
große Kraft aus, wie sie benötigt wird. Hierzu genügt es, die Abmessungen des Zylinders
22, des Kolbens 21, der Kanäle 23 und der Zulaufstücke 24 einigermaßen genau zu
bestimmen und ebenso den Druck, die Art der Flüssigkeit usw.
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Fig.3 stellt eine andere Ausführungsart der selbsttätigen Regelvorrichtung
nach der Erfindung dar. In diesem Fall ist an dem Hebel 18, auf der anderen Seite
vom Festpunkt i9, in welchem der Hebel 18 gelenkig gelagert ist, ein Drehsegment
27 befestigt. Dieses Drehsegment 27 ist genau der Längsseite des Zylinders 22 angepaßt,
über dessen ganze Höhe Austrittskanäle 28 angeordnet sind. Diese Kanäle sind durch
das Segment 27 verschlos, sen, außer in der Mitte des Segments 27, wo eine Öffnung
29 angeordnet ist, durch welche einige der Kanäle 28, z. B. zwei, in Fig. 3 mit
der Riicklaufleitung verbunden werden können. Die Druckflüssigkeit tritt durch die
Öffnung 29 aus und wird im Rohr 3o aufgefangen. Der Zylinder 22 wird an seinen beiden
Enden bei 31 und 32 mit Druckflüssigkeit ständig gespeist.
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Man erkennt, daß die Wirkungsweise der so beschriebenen Vorrichtung
zu dem gleichen Ergebnis führt wie jene der Vorrichtung von Fig. 2. Tatsächlich
ist für gewöhnlich bei ausgeglichenem Kolben 27 keine der Öffnungen 28 mit dem Rücklauf
in Verbindung, d. 11. daß die Öffnung 29 des Drehsegments sich genau gegenüber dem
Kolben 21 befindet. Wenn der Schwimmer 9 das Drehsegment 27 z. B. nach oben verstellt,
werden einige oberhalb des Kolbens liegende Kanäle 2-8 freigegeben, was eine Druckverminderung
auf die Kolbenoberseite zur Folge hat. Die Druckflüssigkeit auf der Kolbenunterseite
stößt diesen daher nach oben, bis die Offnungen, welche am Rücklauf liegen, vom
Kolben
verdeckt sind. So entspricht jeder Lage des Drehsegments
27, d. h. des Schwimmers, eine genau bestimmte Lage des Kolbens 21, d.'. h. des
Regelorgans.
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Die Ausführung nach Fig. 3 ist als Beispiel zu betrachten; das Prinzip
der Erfindung kann durch jede andere geeignete Vorrichtung verwirklicht werden.
Z. B. können:, wie Fig. 4 zeigt, die Kanäle 28 der Fig. 3 durch Kanäle 33 ersetzt
werden, die mit einem Ventil versehen. sind, welches z. B., wie in Fig. 4 dargestellt,
ein Kugel-Feder-Ventil sein kann. Für gewöhnlich ist die Kugel 34 durch eine Feder
35 anglepreßt (Ventil geschlossen). Die Kugel ist am Ende einer Stange 36 befestigt,
welche durch einen am Drehsegment befestigten Nocken angehoben werden kann. In diesem
Fall liegen die Kanäle 33, welche sich gegenüber einem Nocken 37 befinden, am Rücklauf.
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Für eine Grobkornsetzmaschine nach Fig. 5 gilt folgende Wirkungsweise:
Das Rohgut, welches in die Setzmaschine gelangt, wird in dieser unter dem Einfluß
der durch den Kolben 38 hin und her gehenden Flüssigkeitsbewegung in schwere und
leichte Stoffe unterteilt; diese wandern zu den zugehörigen Aust.ragsöffnungen.
Die schwerem Stoffe gelangen in die Austiragskammer 41, deren Breite. gleich der
Setzmaschinenbreite ist, und an deren oberem Ende die Luftkammer 42 angeordnet ist;
welche durch den Lufthahn 43 mit der Atmosphäre verbunden werden kann. Die leichten
Stoffe werden zu beiden Seiten von der Kammer 42 nach 44 ausgetragen. Wenn der Lufthahn
43 vollständig geöffnet ist, kann das vom Kolben bewegte Wasser in der Luftkammer
42 frei steigen und fallen. Bei jeder Aufwärtsbewegung werden die schweren Stoffe
vorangetrieben, die sich in der Weise zwischen den beiden Klappen 45 und 46 befinden,
daß sie zwischen diesen eine Böschung bilden, so daß sie nur durch Schwerkraftwirkung
abfließen können. Wenn der Lufthahn 43 geschlossen ist, bleibt das Wasser in der
Kammer 42 unbewegt, und der Austrag an schweren Stoffen isst ein Minimum. So entspricht
jeder Stellung des Kükens des Lufthahns 43 eine genau bestimmte Austragsmenge der
schweren Stoffe. Um die selbsttätige Regelung zu erzielen, genügt es, den Lufthahn
43 mehr oder weniger zu öffnen., wenn die Dicke der schweren Schicht mehr oder weniger
groß ist.
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Zu diesem Zweck ist ein Schwimmer 47 in einem vertikalen Rohr 48,
welches durch Setzbett und Rost geht, angeordnet. Dieses Rohr 48 ist an seinem oberen
Ende offen und steht finit der Atmosphäre in Verbindung. Der Schwimmer folgt unbehindert
den Pulsationen der Flüssigkeit, in welche er eintaucht. Sein Arbeiten ist völlig
sicher, da er von einer in zwei Lagern laufenden Stange 49 geführt wird.
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Wenn die Schichtdicke der schweren Stoffe größer wird, erhöht sich
der Widerstand, den das Setzbett der Wasserbewegung bietet, und das Wasser hat das
Bestreben, in das Rohr 48 zu gehen: die vertikalen Auslenkungen des Schwimmers nehmen
zu. Wenn anderseits die Schichtdicke der schweren Stoffe abnimmt, ist das Wasser
weniger bestrebt, in das Rohr 48 einzutreten: Die vertikalen Auslenkungen des Schwimmers
nehmen ab. Um die selbsttätige Aus-
| tragsregelung der schweren Stoffe in der Setz- |
| maschine zu verwirklichen, genügt es also, den |
| Schwimmer 47 durch eine geeignete Vorrichtung |
| mit dem Lufthahn 43 zu verbinden. |
| Fig.6 zeigt als Beispiel eine erfindungsgemäße |
| Vorrichtung zur Verbindung von Schwimmer und |
| Lufthahn. |
| Die Stange 49 des Schwimmers 47 ist in zwei |
| Lagern 5o und 51 geführt. Sie trägt einen Mit- |
| nehmer 52, welcher das Ende eines Hebels 53 an- |
| hebt, sobald die Auslenkungen des Schwimmers groß |
| genug sind. Dieser Hebel ist in einem Festpunkt 54 |
| drehbar gelagert und an seinem anderen Ende durch |
| die Schubstange 17, welche entsprechend der ge- |
| wünschten Regelung verstellt werden kann, mit dem |
| Hebel 18 verbunden; dieser Hebel entspricht dem |
| Hebel 18 der Fig. 2. Alle übrigen Elemente zwischen |
| diesem Hebel 18 und dein Lufthahn sind ebenfalls |
| den nach Fig. 2 beschriebenen gleich. |
| Darüber hinaus ist an den Hebel 53 vor dem Fest- |
| punkt 54 eine Stange 56 in 55 gelenkig angeschlos- |
| sen. Diese Stange 56 ist mit einem Kolben 57 ver- |
| bunden, welcher sich in einem Zylinder 58 bewegt. |
| Dieser Zylinder erhält ununterbrochen an seinem |
| oberen Ende durch das Rohr 59 zugeführte Druck- |
| flüssigkeit. Der Kolben wird also dauernd mit |
| gleicher Geschwindigkeit nach unten gestoßen und |
| drückt auf die Stange 56 und die Hebel 53 und 17. |
| Das Schirmsegment 2o ist daher dauernd im Sinne |
| des Pfeiles 6o in Bewegung. Daher ist der Kolben 21 |
| dauernd in Abwärtsbewegung, und der Hahn 43 |
| schließt immer mehr, Nvas einem immer geringer |
| werdenden Austrag der Setzmaschine entspricht. |
| Wenn die Schichtdicke der schweren Stoffe zu- |
| nimmt, nehmen die Buslenkungen des Schwimmers |
| 47 ebenfalls zu, und der Mitnehmer 52 erreicht den |
| Hebel 53, welcher z. 13. an seinem Ende eine Gabel |
| trägt, deren beide Zinken die Stange 49 umgeben. |
| Die vom Schwiinmtr au#gcülite Kraft genügt, um |
| den Kolben 57 nach oben zu führen, da dieser ein |
| Ventil trägt, welches öffnet, sobald der Kolben das |
| Bestreben hat, sich nach ollen zu Bewegen. Die |
| Druckflüssigkeit kann also mit Hilfe dieses Ventils |
| durch den Kolben austreten. Sobald der Mitnehmer |
| 52 den Hebel 53 nicht inelir aciliel)t, schließt sich das |
| Ventil, und die Druckfliissiglceit wirkt erneut auf |
| den Kolben 57; was ein gleiclnnäßiges Schließen des |
| Lufthahns 43 zur Folge liat. |
| Fig. 8 zeigt den Koll)eii 57 in Einzeldarstellung. |
| Er hat z. B. eine für gew-<ihnlich durch ein feder- |
| belastetes Ventil 62 verschloss,@ne Offnung 61. So- |
| bald der Kolben infolge der \\'irkung des Mit- |
| nehmers an der Scliw-iinni.erstange nach oben bewegt |
| wird, öffnet sich das X"enti162, und die Druckflüssig- |
| keit oberhalb des Kolbens kann durch die Öffnung |
| 61 abfließen. |
| Fig. 7 zeigt für ein- (irol)hornsetzmaschine eine |
| Ausführungsart, welche wie in Fig. 3 eine Vorrich- |
| tung mit Drehsegment verwendet an Stelle der Vor- |
| richtungen mit Druckfliissigkeitsstralilen. |
| Wie dargelegt, bestellt ein wesentliches 12erkmal |
| der Erfindung darin, daß die Regelorgane der Setz- |
| maschine, die veränderliche und manchmal beträcht- |
liche @'ci-stelll<räfte crf@ir<Lcrn, durch einen Schwimmer
mit schwacher und konstanter Kraftwirkung gesteuert werden, und zwar dergestalt,
daß jeder Schwimmerstellung eine ganz bestimmte Einstellung der Regelorgane entspricht.
Diese Arbeitsweise wird dank eines der oben beschriebenen hydraulischen Servomotoren
erzielt. Diese hydraulischen Servomotoren können eine so große Kraft entwickeln,
wie nötig ist; man kann sie daher nicht nur zur Verstellung eines Lufthahns, welcher
im Mittel keine große Kraft benötigt, @es sei denn er ist verschmutzt, sondern auch
zur Betätigung von Regelklappen oder Regelschiebern verwenden, die gewöhnlich große
Kräfte erfordern. So kann man bei einer Grobkornsetzmascliine, wie sie Fig. 5 zeigt,
einen der beschriebenen Servomotoren zur Betätigung eines Flügels wie 64 verwenden,
der am unteren Ende der Schwelle 46 gelenkig gelagert ist, oder auch noch eines
Flügels 65, welcher am oberen Ende der Schwelle 45 gelenkig gelagert ist. Diese
Flügel wären, z. B. für den Flügel 64, durch eine Stange 66, die in 67 aasgelenkt
ist, niit den Servomotoren verbunden. Derselbe Servomotor, welcher zwischen Schwimmer
und Lufthahn geschaltet ist, kann, wenn es zweckmäßig erscheint, gleichzeitig Lufthahn
und Flügel betätigen.
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Endlich können wieder bei der Grobkornsetzmaschine der Fig. 5 die
festen Schwellen 45 und 46, deren Höhe von Hand regelbar ist, durch bewegliche Kulissenschieber,
-r..13. in Gleitschienen, ersetzt werden, die durch Stangen an einem oder an mehreren
Servomotoren entsprechend der Erfindung befestigt sind. Diese 1?inrichtungen können
gleichzeitig einen RegeIluftliahn betätigen.