DE1237369B - Einrichtung zur ferngesteuerten Abschaltung einer Fluessigkeitszapfanlage - Google Patents
Einrichtung zur ferngesteuerten Abschaltung einer FluessigkeitszapfanlageInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.:
B67d
Deutsche Kl.: 42 ρ-9/03
Nummer: 1237 369
Aktenzeichen: J 28298IX c/42 ρ
Anmeldetag: 8. Juni 1965
Auslegetag: 23. März 1967
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur ferngesteuerten Abschaltung einer Flüssigkeitszapfanlage
mit Mengen- und Preiszählwerk, deren Absperrventil von der der kleinsten Mengen- oder Preiseinheit zugeordneten
Welle des Zählwerkes gesteuert wird.
Insbesondere bei Kraftwagentankanlagen wird in jüngerer Zeit versucht, durch eine entsprechende
Automatisierung des Tankvorganges Bedienungspersonal einzusparen. Für diese Zwecke ist es bekannt,
Zapfsäulen mit Vorgabezählwerken auszurüsten, die das Absperrventil der Zapf anlage mittels
einer bei Erreichen der vorgegebenen Zapfraenge wirksam werdenden Auslösevorrichtung betätigen.
Die einzelnen Zapfsäulen einer Tankstelle können mit einer zentralen Steuereinheit verbunden sein. Auf
der zentralen Steuereinheit wird die aus den einzelnen Zapfsäulen entnommene Menge nebst dem zugehörigen
Betrag angezeigt.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine mit einem Mengen- und Preisanzeigewerk versehene
Zapfanlage mit einer Fernbedienung oder Fernsteuerung zur Beendigung des Zapfvorganges bei
Erreichen einer einem bestimmten DM-Betrag entsprechenden Abgabe oder einer bestimmten abgegebenen
Menge einzurichten.
Dies wird für eine Einrichtung der oben angegebenen Art dadurch erreicht, daß zwischen dem
Zählwerk und dem Absperrventil ein Schrittschaltwerk angeordnet ist, dessen Stoßklinke mit dem Zugorgan
eines Elektromagneten derart verbunden ist, daß die Stoßklinke erst bei Stromführung des
Elektromagneten in Wirkverbindung mit dem zugehörigen Klinkenrad gelangt.
Vorteilhaft wird der Elektromagnet auf dem die Stoßklinke tragenden Hebel angeordnet, während
der Anker mit der Stoßklinke verbunden ist. Dadurch wird die Abschaltung von dem hin- und herschwingenden
Hebel unabhängig und ist mit einfachen Mitteln betriebssicher ausführbar.
Zweckmäßig befindet sich das Klinkenrad in einer Stellung, die beim erstmaligen Eingriff der Stoßklinke
sofort den Abschaltvorgang einleitet, so daß die Abschaltung durch einen während der Abgabe
der letzten Einheit ausgesandten Stromimpuls bewirkt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Figuren näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 a bis 1 c eine auseinandergezogene Ansicht der Abschalt- und Auslösevorrichtungen eines bekannten
Zählwerkes,
Fig. 2 einen Teil der Fig. 1 mit der Fernsteuereinrichtung.
Einrichtung zur ferngesteuerten Abschaltung
einer Flüssigkeitszapf anlage
einer Flüssigkeitszapf anlage
Anmelder:
Jürgens & Wayne
Apparate- und Pumpenbau G. m. b. H.,
Einbeck (Hann.), Grimsehlstr. 44
Als Erfinder benannt:
Willibald Bittner, Einbeck (Hann.)
Die Abschalteinrichtung ist in der F i g. 2 im Zusammenhang mit einer Benzinzapfanlage mit Mengen-
und Preisanzeigewerk dargestellt, für die sie vorzugsweise entwickelt ist, obwohl die Erfindung
nicht zwangläufig hierauf beschränkt ist. Der Abschaltpunkt liegt entweder bei einem vollen Liter der
getankten Menge oder einer vollen Preiseinheit, z. B.
einer DM, der zugehörigen Tankmenge. Die Zapfanlage kann daneben auch ohne Einschränkung für
normalen handbetätigten Betrieb verwendet werden. In der ferngesteuerten Arbeitsweise wird die Beendigung
eines manuell begonnenen Tankvorganges durch einen Stromimpuls einer bestimmten Mindestdauer
ausgelöst. Die Auslösung erfolgt durch Schließung eines im Stromkreis des Auslösemagneten liegenden
Kontaktes, z. B. einer Steuereinheit.
Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit ist für die Figuren eine gedehnte Darstellung der in der Einrichtung
teilweise unmittelbar über- und nebeneinanderliegenden Teile gewählt.
Bei dem obenerwähnten bekannten Zählwerk für Zapfanlagen ist mit der der kleinsten Mengen- oder
Preiseinheit entsprechenden Rolle 1 des Zählwerkes eine synchron umlaufende Achse 4 gekoppelt, auf
der ein Exzenter 40 befestigt ist. Neben dem Exzenter 40 befindet sich noch eine Endabschaltscheibe 5 auf
der Achse 4. Auf dem Exzenter 40 liegt ein Arm eines Hebels 6 auf, der somit bei der Entnahme einer
kleinsten Einheit — entsprechend einer Umdrehung der Rolle 1 — einmal auf und ab bewegt wird. Außer
dem Hebel 6 ist eine Stoßklinke 7 auf einer Welle befestigt Die Stoßklinke 7 wirkt mit einem Klinkenrad
8 zusammen, das auf seinem Umfang eine größere Zahnlücke aufweist. Eine Sperrklinke 9 ist um eine
weitere Achse gegen eine Feder schwenkbar und
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greift jeweils hinter einen Zahn des Klinkenrades 8, um dieses gegen Rückdrehen zu sichern. Das
Klinkenrad 8 wird also pro Mengen- oder Preiseinheit um einen Zahn über die Stoßklinke 7 weitergedreht.
In der Nullstellung greift der vordere Teil 5 der Sperrklinke 9 in die Zahnlücke des Klinkenrades
8 ein.
Die der kleinsten Einheit zugeordnete Rolle 1 des Zählwerkes trägt ein Zahnrad 2 mit 20 Zähnen, das
über ein Zwischenrad mit einem weiteren, auf der Achse 4 befestigten Zahnrad 3 mit ebenfalls 20 Zähnen
verbunden ist. Die Achse 4 läuft infolge der dadurch gebildeten Übersetzung von 1:1 synchron mit
der Rolle des Zählwerkes um.
Während der Flüssigkeitsentnahme aus der Zapfanlage wird das auf der Welle 10 befestigte Klinkenrad
8 schrittweise entsprechend den gezählten kleinsten Einheiten weitergeschaltet. Ein radial aus der
Welle 10 herausstehender Stift 11 bewegt dabei einen Anschlag 12 in Richtung des Pfeiles 41, der über
eine Stellschraube 13 einen Vorabschalthebel 14 nach oben drückt.
Der nach oben gehende Vorabschalthebel 14 vermindert über die ihm zugeordneten Teile kurz vor
der Beendigung des Zapfvorganges die Durchflußmenge der Zapfanlage zur Vermeidung einer plötzlichen
Abschaltung aus der vollen Durchflußmenge auf einen Bruchteil davon, so daß die Endabschaltung
mit der gewünschten Genauigkeit erfolgen kann.
Eine Drehfeder 15 sucht die Achse 10 mit dem Klinkenrad 8 ständig in seine Anfangsstellung
zurückzudrehen. Der Vorabschalthebel 14 greift mit einem gabelförmigen Ende 42 über einen Stift 17,
der in der Nabe einer Vorabschaltfalle 18 befestigt ist. Die Vorabschaltfalle 18 weist am Ende ihres
hebelartigen Armes eine Rolle 19 auf, die auf der Bahn einer Vorabschaltkurve 20 abrollt. Die Vorabschaltkurve
20 wird über eine Achse 16 zusammen mit dem Voräbschalthebel 14 verstellt.
Durch eine Zugfeder 21 steht die Achse 16 unter Vorspannung in Richtung des Pfeiles 41. Auf die
Achse 16 ist eine Ventilsteuerscheibe 23 fest aufgesetzt, deren Schaltarm über ein Zwischengestänge
22 das nicht weiter dargestellte Steuerventil der Zapfanlage betätigt.
Wenn der Vorabschalthebel 14 in der geschilderten Weise nach oben gedrückt wird, gelangt mittels
der über den Stift 17 eingeleiteten Schwenkbewegung die Rolle 19 aus der Stufe der spiralförmigen
Vorabschaltkurve 20 heraus, so daß sich in diesem Augenblick die Achse 16 unter Wirkung
der Zugfeder 21 in Pfeilrichtung drehen kann und die Ventilsteuerscheibe 23 mitnimmt. Die Drehung
der Ventilsteuerscheibe 23 wird aber durch einen mit ihr zusammenarbeitenden Endabschalthebel 25 zunächst
auf 24,5° begrenzt, da dann die Spitze 26 des Endabschalthebels 25 gegen eine Endabschaltscheibe
5 anliegt und an diese gedrückt gehalten wird. Damit ist die gedrosselte Stellung des Pumpenventils
kurz vor dem Abschaltpunkt eingestellt.
Infolge des weiteren Durchflusses schiebt die Stoßklinke 7 das Klinkenrad 8 langsam weiter, so
daß die Spitze 26 des Endabschalthebels 25 schließlich in eine Nut 27 der Endabschaltscheibe 5 einfällt.
Dadurch wird eine auf der Endabschaltscheibe
23 gelagerte Klinke 24 freigegeben, so daß sich die Ventilsteuerscheibe ?3, weiterdreht und das Ventil
schließt. Über ein Öestänge 57 wird von der Ventilsteuerscheibe
23 auch der nicht dargestellte Pumpenmotor der Zapfanlage abgeschaltet. Zur Voreinstellung
eines weiteren Zapfvorganges wird die Achse 10 mit dem Klinkenrad 8 durch eine nicht
weiter dargestellte Mitnahmeeinrichtung in die der gewünschten Einheit entsprechende Eingriffsstellung
mit der Stoßklinke 7 gebracht.
Zur erfindungsgemäßen elektromagnetisch fernsteuerbaren Abschaltung der vorbeschriebenen bekannten
Einrichtung nach F i g. 1 dient der in der Fig. 2 dargestellte abgewandelte Teil der Anordnung.
Das Klinkenrad 8 arbeitet mit einer Stoßklinke T zusammen, die auf einer in einer Buchse 33 des
Hebels 6' gelagerten Welle 34 befestigt ist. Auf der Welle 34 ist ferner noch ein Klemmstück 35 aufgeklemmt,
das der Stoßklinke T auf der anderen Seite des Hebels 6' gegenübersteht. An dem Hebel 6'
ist ferner mittels eines Lagerwinkels 36 ein kleiner Elektrozugmagnet 37 befestigt, dessen mit dem Anker
verbundene Zugstange an einen Zapfen 38 des Klemmstückes 35 angreift. Außerdem ist am Rechenwerk
ein Stützhebel 39 angesetzt, in dessen Hohlkehle sich der Zapfen 32 des Hebels 31 abstützen
kann.
Die Stoßklinke T steht bei stromlosem Magneten 37 so vor dem Klinkenrad 8, daß sie während der
pendelnden Bewegung des Hebels 6' nicht mit den Zähnen des Klinkenrades 8 in Berührung kommt.
Daher bleibt das Klinkenrad 8, solange der Magnet 37 stromlos ist, in seiner Ruhestellung, die der
letzten Umdrehung der Zählwerksrolle 1 vor dem Abschalten entspricht. Das Klinkenrad hat in der
Abschaltstellung eine Zahnlücke von zwei Zähnen Länge. Dadurch wird vermieden, daß während der
letzten Umdrehung noch um einen Zahn zugestellt wird. Wird im Bereich des Durchlaufes der Anzeigestellung
Ziffer acht bis Ziffer zwei der Zählwerksrolle 1 der Magnet 37 eingeschaltet, so zieht die
Zugstange des Magneten 37 die Stoßklinke T in die Zahnlücke und drückt während des Exzenterhubes
den letzten Zahn vor der Lücke etwas weiter, wodurch der Hebel 12 den Hebel 14 hochdrückt, so
daß der Abschaltvorgang in der oben beschriebenen Weise eingeleitet wird und abläuft. Nach dem Eingriff
der Stoßklinke T in das Klinkenrad kann der Magnet 37 wieder abgeschaltet werden.
Claims (4)
1. Einrichtung zur ferngesteuerten Abschaltung einer Flüssigkeitszapfanlage mit Mengen- oder
Preiszählwerk, deren Absperrventil von der der kleinsten Mengen- oder Preiseinheit zugeordneten
Welle des Zählwerkes gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Zählwerk und dem Absperrventil ein Schrittschaltwerk (6', T, 8) angeordnet ist, dessen
Stoßklinke (7') mit dem Zugorgan eines Elektromagneten (37J derart verbunden ist, daß die
Stoßklinke (7') erst bei Stromführung des Elektromagneten (37) in Wirkverbindung mit dem zugehörigen
Klinkenrad (8) gelangt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (37) auf
dem die Stoßklinke (7') tragenden Schwinghebel (6') befestigt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Klinkenrad
(8) während des Zapfvorganges in einer Stellung befindet, aus der beim ersten Eingriff der Stoßklinke
die Abschaltung erfolgt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Klinkenrad in der Ruhestellung
gegenüber der Stoßklinke (70 eine Zahnlücke
aufweist und die Stoßklinke (7') so vor dem Klinkenrad steht, daß sie beim Eingriff
lediglich mit der Rückflanke des letzten Zahnes in Wirkverbindung gelangt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1965
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