DE1217397B - Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Bis- bzw. Tetrakis-benzoesäureestein und deren Säureaditkmssalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Bis- bzw. Tetrakis-benzoesäureestein und deren Säureaditkmssalzen

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DE1217397B
DE1217397B DENDAT1217397D DE1217397DA DE1217397B DE 1217397 B DE1217397 B DE 1217397B DE NDAT1217397 D DENDAT1217397 D DE NDAT1217397D DE 1217397D A DE1217397D A DE 1217397DA DE 1217397 B DE1217397 B DE 1217397B
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bis
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ethylenediamine
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DENDAT1217397D
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Inventor
Dr. Karl Schlögl Wien Dr. Otto Kraupp
Original Assignee
LENTIA Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ein- und Verkauf, München
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 q-32/01
Nummer: 1217 397
Aktenzeichen: L41559IVb/12q
Anmeldetag: 26. März 1962
Auslegetag: 26. Mai 1966
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Bisbzw. Tetrakis-benzoesäureestern' der allgemeinen Formel
CH3O
COO-A-
-N-R
CH2-I
!-CH2-N-A-OOC R
Verfahren zur Herstellung von neuen basischen
Bis- bzw. Tetrakis-benzoesäureestern und deren
Säureadditionssalzen
Anmelder:
Lentia Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Ein- und Verkauf,
München 15, Schwanthalerstr. 39
Als Erfinder benannt:
Dr. Otto Kraupp,
Dr. Karl Schlögl, Wien
werden, daß man in an sich bekannter Weise 3,4,5-Tri-
in der A einen gegebenenfalls verzweigten Alkylen- 20 methoxybenzoesäurechlorid mit einem Halogenrest mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, R einen nieder- alkohol der allgemeinen Formel
molekularen Alkylrest oder den Rest
HO —A —Hal
CH3O
J 25 in der Hal ein Halogenatom bedeutet, reagieren
/^X „„ _ . läßt und 2 bzw. 4 Mol des erhaltenen Esters der
CH3O-A J>— COO- A— allgemeinen Formel
CH3O
CH3O
bedeutet, und deren Säureadditionssalzen.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 2 bzw. 4MoI 3,4,5 - Trimethoxybenzoesäure oder deren Säurehalogenide, Ester oder Anhydrid mit 1 Mol eines Alkohols der allgemeinen Formel
HO-A-N-CH2-CH2-N-A-OH
CH3O
COO —A-Hai
CH3O
mit 1 Mol eines Diamins der allgemeinen Formel HN — CH2 — CH2 — NH
Ri
Ri
R2
R2
in der Ri einen niedermolekularen Alkylrest oder die Gruppe — A—OH bedeutet, umsetzt.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Umsetzung von 3,4,5-Trimethoxybenzoesäurechlorid mit den genannten Dialkoholen in wasserfreien, inerten organischen Lösungsmitteln allein oder in Gegenwart tertiärer Amine als säurebindendes Mittel oder ohne Lösungsmittel allein in Gegenwart von tertiären Aminen. Die neuen Bis- und Tetrakis-benzoesäureester können außerdem dadurch hergestellt in der R2 einen niedermolekularen Alkylrest oder ein Wasserstoffatom bedeutet, umsetzt.
Die Umsetzung dieser halogenierten Ester mit den Diaminen gestaltet sich besonders vorteilhaft durch Erhitzen in Dimethylformamid als Lösungsmittel, wobei Kondensationsmittel wie Natriumhydrid oder Natriumamid anwesend sein können, jedoch nicht unbedingt erforderlich sind. Gemäß einer anderen Variante können die Diamine selbst als säurebindende Mittel dienen, wobei sie dann im Überschuß angewendet werden.
609 570/543
3 4
Schließlich können die neuen Bis- und Tetrakis- Folge hat. Gegenüber dem in der coronargefaß-
benzoesäureester dadurch hergestellt werden, daß erweiternden Wirkung etwa gleichwertigen 2,6-Bis-
man in an sich bekannter Weise 2 bzw. 4MoI diäthanolamino-4,8-dipiperidmo-pyrimido-[5,4-d]-
eines Alkali- oder Silbersalzes der 3,4,5-Trimethoxy- pyrimidin besitzen die erfindungsgemäß erhältlichen
benzoesäure mit 1 Mol einer Dihalogenverbindung 5 Substanzen den Vorteil einer zusätzlichen anti-
der allgemeinen Formel fibrillatorischen Wirkung, der in der Therapie der
Coronarerkrankung insofern eine Bedeutung zu-
jjal ν Qn2 QfJ2 ν a Hai kommt, als Durchblutungsstörungen des Herzens
ι ι in der Regel auch mit Störungen der Erregüngs-
λ pig io bildung und Weiterleitung im Herzen gekoppelt
sind. Ferner ist beim 2,6-Bis-diäthanolamino-4,8-di-
in der R3 einen niedermolekularen Alkyirest bzw. piperidino-pyrimido-[5,4-d]-pyrimidininjenenDosen,
die Gruppe Hai—A— und Hai ein Halogenatom die für die Coronargefäßerweiterung zur Anwendung
bedeutet, umsetzt. kommen, keine Erhöhung des Gehirndurchflusses
Die neuen Bis- bzw. Tetrakis-benzoesäureester 15 zu verzeichnen, während bei den erfindungsgemäßen
können entweder als freie Basen oder auch als Substanzen bereits mit der Coronargefäßerweiterung
Säureadditionssalze anfallen. Im Fall der Isolierung eine Erhöhung des Gehirndurchflusses auftritt,
der Verbindungen in Form der freien Basen können Die Verbesserung der Hirndurchblutung stellt aber
diese anschließend in Säureadditionssalze über- einen nicht unerheblichen Faktor bei der Therapie
geführt werden. 20 von Gefäßerkrankungen dar, da damit auch die
Die Herstellung der als Ausgangsmaterial ver- nervösen Regulationen des Kreislaufs verbessert
wendeten Dialkohole kann auf mehreren Wegen werden. Durch diese Wirkungen auf die Herztätigkeit
erfolgen. Sie sind beispielsweise durch Umsetzung und die Gehirndurchblutung zeigen sich also die
von den entsprechenden ω-Halogenalkanolen mit erfindungsgemäßen Verbindungen auch dem 2,6-Bis-
den entsprechenden gegebenenfalls N-alkylierten 25 diäthanolamino-4,8-dipiperidino-pyrimido-[5,4-d]-
Äthylendiaminen im Falle der Herstellung von Ver- pyrimidin überlegen.
bindungen, in denen A einen gegebenenfalls alkyl- Die in den Beispielen angegebenen Teile sind
substituierten Propylenrest darstellt, durch Anlage- Gewichtsteile,
rung von a,/?-ungesättigten Carbonsäureestern an B e i s ρ i e 1 1
gegebenenfalls N-alkylierte Diamine und anschlie- 30
ßende Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid oder Zu einer Lösung von 13 Teilen N,N'-Dimethyl-Natriumalkohol zugänglich. Außerdem können sie N5N' - bis - (3 - hydroxypropyl) - äthylendiamin und durch Anlagerung von Äthylenoxyd an N-alkylierte 12 Volumteilen absolutem Pyridin in 80 Volumteilen Äthylendiamine hergestellt werden. Die Dihalogen- absolutem Dioxan werden 35 Teile 3,4,5-Trimethoxyverbindungen können durch Austausch der Hydroxy- 35 benzoylchlorid, gelöst in 70 Volumteilen absolutem gruppen in den Dialkoholen gegen Halogen mit Dioxan, unter Rühren während 30 Minuten zuge-Hilfe der üblichen Halogenierungsmittel erhalten tropft. Hierauf wird der Ansatz noch 3 Stunden bei werden. 100° C gerührt und dann das überschüssige Lösungs-Für die Herstellung der Ausgangsstoffe wird ein mittel im Vakuum abgedampft. Der Eindampfrück-Schutz im Rahmen der Erfindung nicht beansprucht. 40 stand wird mit Essigester und gesättigter Sodalösung Durch die spezifische Wirkung der erfindungs- behandelt, die organische Phase wird abgetrennt, gemäß erhältlichen Substanzen auf den Coronar- mit Wasser behandelt, mit Natriumsulfat getrocknet gefäßwiderstand wird die Sauerstoffversorgung des und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Herzens verbessert, was in einer starken Verminde- so erhaltene Rückstand wird in Äther aufgenommen rung der arteriovenösen Sauerstoffdifferenz zum 45 und durch Filtration von 4 Teilen unlöslichem Tri-Ausdruck kommt. In dieser Wirkung sind die Ver- methoxybenzoesäureanhydrid abgetrennt. Nach Einfahrensprodukte bisher bekannten, coronargefäß- dampfen des Äthers erhält man 32,5 Teile N,N'-Dierweiternd wirkenden Substanzen, wie N-Phenyl- methyl - Ν,Ν' - bis - [3 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy)-propyl - N - diphenylpropylamin und 2 - Äthyl- propyl]-äthylendiamin, das entspricht einer Ausbeute 3-(3',5'-dijod-4'-hydroxybenzoyl)-cumaron, über- 50 von 86% der Theorie. F. 75 bis 77°C.
legen, was an Versuchen zur Bestimmung der arterio- Die so erhaltene ditertiäre Base wird in Äther venösen Sauerstoffdifferenz an Hunden deutlich gelöst und die Lösung mit Salzsäuregas gesättigt, wird. Bei einer Dosis von 0,2 mg/kg bewirkt das Nach Isolieren und Umfallen aus Methanol—Äther erfindungsgemäß erhältlicheN,N'-Dimethyl-N,N'-bis- erhält man das Dihydrochlorid. F. 170 bis 174° C. [3 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy) - propyl] - äthylen- 55 Ferner können aus dem N,N'-Dimethyl-N,N'-bisdiamin-dihydrochlorid beim Hund einen Abfall der [3-(3',4',5'-trimethoxybenzoxy)-propyl]-äthylendiamin arteriovenösen Sauerstoffdifferenz von 12,2 Volum- durch Umsatz mit den entsprechenden Säuren folprozent O2 auf 8,1 Volumprozent O2, das N,N'-Di- gende Salze dargestellt werden:
äthyl - Ν,Ν' - bis - [3 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy)- Dihvdrobromid F 196 bis 200°C
propyl]-äthylendiamin-dihydrochlorid einen solchen 60 n;v,;Li™i,™ -a ϋ λ ' V ' tv' ^n u- «op
vonΊώ Volumprozent O2 auf 9,2 Volumprozent O2, D&lttZtXl ' F » b!s 65°C
während das N-Phenylpropyl-N-diphenylpropylamin Dihydrojodid Hydrat ... K 60 bis 65 C
bei der gleichen Dosis einen Abfall von 16,0 Volum- f. · a ,V "I ρ·™™ *"£
Prozent auf 15,6 Volumprozent hervorruft und eine rv Γ£ι 1 if'' Y £" on i"S q}<£
Verabreichung von 2-Äthyl-3-(3',5'-dijod-4'-hydroxy- 65 Di-p-toluolsulfonat F. 80 bis 84°C
benzoyl)-cumaron in einer Dosis von 1 mg/kg zu- In analoger Weise können hergestellt werden:
nächst eine leichte Senkung, dann aber eine Steige- aus Ν,Ν' - Dipropyl - Ν,Ν' - bis - (3 - hydroxypropyl)-
rung der arteriovenösen Sauerstoffdifferenz zur äthylendiamin und 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid
das N,N'-Dipropyl-N,N'-bis-[3-(3',4',5'-trimethoxybenzoxy) - propyl] - äthylendiamin - dihydrobromid. F. 200 bis 2050C.
Die Herstellung des als Ausgangsmaterial dienenden N,N'-Dimethyl-N5N'-bis-(3'-hydroxypropyl)-äthylendiamins erfolgt auf folgende Weise: Zu 10 Teilen Ν,Ν'-Dimethyläthylendiamin werden unter Eiskühlung allmählich 25 Teile Acrylsäuremethylester in kleinen Portionen zugesetzt. Nach 1 stündiger Reaktion bei Zimmertemperatur werden noch weitere 15 Teile Acrylsäuremethylester zugegeben, worauf die Mischung 1 Stunde am Wasserbad erhitzt wird. Nach nochmaliger Zugabe von 7 Teilen Acrylsäuremethylester wird noch einmal 1 Stunde am Wasserbad erhitzt und der überschüssige Acrylester dann bei vermindertem Druck entfernt.
Bei einer anschließenden fraktionierten Destillation des Eindampfrückstandes erhält man als bei 0,3 mm Hg bei 114 bis 1170C übergehende Hauptfraktion 24,3 Teile N,N'-Dimethyl-N,N'-bis-(2-carbomethoxyäthyl)-äthylendiamin, das entspricht einer Ausbeute von 82% der Theorie. 50 Teile des so erhaltenen Bis-esters werden in 150 Volum teilen absolutem Äther gelöst, worauf diese Lösung unter Rühren und Eiskühlung innerhalb 30 Minuten zu einer Suspension von 10 Teilen Lithiumaluminiumhydrid in 150 Volum teilen absolutem Äther getropft wird. Nach 8stündigem Kochen unter Rückfluß währenddessen noch fünfmal 2 Teile Lithiumaluminiumhydrid in gleichen Zeitabständen zugesetzt werden, zersetzt man das Reaktionsgemisch mit wenig Eiswasser, trennt die wäßrige Phase ab, filtriert von unlöslichen anorganischen Bestandteilen ab, wäscht den Niederschlag erschöpfend mit Äther nach und dampft die gesammelten Ätherlösungen ein. Der Eindampfrückstand wird im Vakuum bei 0,1 mm Hg destilliert, wobei die Hauptfraktion bei 124 bis 128 0C übergeht. Man erhält so 25,4 Teile N,N'-Dimethyl-N,N'-bis-(3-hydroxypropyl)-äthylendiamin, das sind 65% der Theorie. F. des Dipikrats 148 bis 149°C.
In analoger Weise lassen sich herstellen: N,N'-Dipropyl - N5N' - bis - (3 - hydroxypropyl) - äthylendiamin und N5N' - Diäthyl - N5N' - bis - (3 - hydroxypropyl)-äthylendiamin.
Beispiel 2
Eine Mischung von 8 Teilen 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid und 3,3 Teilen 3-Chlorpropanol wird allmählich auf 1000C erhitzt. Bei 6O0C wird die Mischung homogen, und es setzt Chlorwasserstoffentwicklung ein. Nach insgesamt 3 stündigem Erhitzen auf 1000C wird der Ansatz mit 50 Volumteilen Äther verdünnt, dreimal mit gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und der Äther im Vakuum abgedampft. Der Eindampfrückstand läßt sich aus Äther—Petroläther Umkristallisieren. Man erhält so 8,3 Teile 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure-(3'-chlorpropyl)-ester. F. 57 bis 59°C. Ausbeute 82% der Theorie.
28,8 Teile 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure-(3'-chlorpropyl)-ester und 11 Teile Ν,Ν'-Diäthyläthylendiamin werden in 100 Volum teilen wasserfreiem Dimethylformamid 24 Stunden am Wasserbad erhitzt. Nach beendeter Reaktion wird das Dimethylformamid im Vakuum abgedampft und der Abdampfrückstand in Essigester und Wasser aufgenommen. Die Essigesterphase wird getrennt, zweimal mit Wasser gewaschen, dann wird ihr das Amin durch zweimaliges Ausschütteln mit 3 η-Salzsäure entzogen. Nach Alkalisieren der" sauren Lösung mit Kaliumcarbonat wird das Amin in Äther aufgenommen, die Lösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Man erhält als Rückstand 17 Teile Ν,Ν'-Diäthyl-N5N' - bis - [3 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy) - propyl]-äthylendiamin, das sind 55% der Theorie.
Die Base kann in ätherischer Lösung durch Sättigen mit Bromwasserstoffgas in das Dihydrobromid vom Schmelzpunkt 76 bis 790C übergeführt werden.
In analoger Weise werden dargestellt:
3,4,5 - Trimethoxybenzoesäure - (3' - brompropyl)-ester, F. 63 bis 660C;
3,4,5 - Trimethoxybenzoesäure - (3' - jodpropyl)-ester, F. 53 bis 57°C; diese können durch Umsetzung mit Ν,Ν'-Dimethyläthylendiamin in die im Beispiel 1 beschriebene Verbindung übergeführt werden;
3,4,5 - Trimethoxybenzoesäure - (2' - chloräthyl)-ester, F. 73 bis 74° C, der durch Umsetzung mit Ν,Ν'-Dimethyläthylendiamin in das N5N'-Dimethyl - N5N' - bis - [3 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy) - äthyl] - äthylendiamin übergeführt werden kann; F. des Dihydrochlorids 173 bis 1760C;
3,4,5 - Trimethoxybenzoesäure - (4' - chlorbutyl)-ester, Kp.p,4 160 bis 17O0C, der durch Um-. Setzung mit Ν,Ν'-Diäthyläthylendiamin in das N1N' - Diäthyl - N,N' - bis - [3 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy) - butyl] - äthylendiamin übergeführt werden kann; F. des Dihydrobromids 182 bis 1860C.
B e i s ρ i e 1 3
8,8 Teile N,N' - Dimethyl - N5N' - bis - (2 - hydroxyäthyl)-äthylendiamin werden in 200 Volumteilen absolutem Toluol suspendiert und nach Zusatz von 23 Teilen 3,4,5 - Trimethoxybenzoesäurechlorid
2 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wird die Mischung mit Salzsäuregas gesättigt, der dabei entstandene Niederschlag wird abgesaugt und zweimal aus Äthanol—Äther umkristallisiert. Man erhält 19 Teile Ν,Ν'-Dimethyl-N5N' - bis - [2 - (3',4',5' - trimethoxybenzoxy) - äthyl]-äthylendiamindihydrochlorid. F. 173 bis 176°C. Ausbeute 60% der Theorie.
Das als Ausgangsmaterial verwendete N,N'-Dimethyl - N5N' - bis - (2 - hydroxyäthyl) - äthylendiamin kann wie folgt dargestellt werden:
In eine Lösung von 10 Teilen Ν,Ν'-Dimethyläthylendiamin in 50 Volumteilen Methanol wird Äthylenoxyd bis zur Sättigung eingeleitet.
Nach Abklingen der exothermen Reaktion läßt man 1 Stunde bei Zimmertemperatur stehen, dampft dann das Lösungsmittel ab und reinigt den Rückstand durch fraktionierte Destillation. Das reine N5N' - Dimethyl - N5N' - bis - (2 - hydroxyäthyl) - äthylendiamin siedet bei 0,4 mm Hg bei 150 bis 1700C. F. des Dipikrates 2200C.
Beispiel 4
8,8 Teile N5N' - Dimethyl - N5N' - bis - (2 - hydroxyäthyl)-äthylendiamin werden in absolutem Dioxan
3 Stunden mit 40,8 Teilen 3,4,5-Trimethoxybenzoe-
säureanhydrid erhitzt. Nach beendeter Reaktion wird das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft, der Rückstand in Essigester aufgenommen und mit konzentrierter wäßriger Sodalösung gewaschen. Nach Abdampfen der Essigesterlösung erhält man 16,35 Teile N,N'-pimethyl-NfN'-bis-[2-(3',4/,5/-trimethoxybenzoxy)-äthyl]-äthylendiamin, das sind 58% der Theorie.
Beispiel 5
9,5 Teile gut gepulvertes 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid werden unter Rühren portionenweise in eine Mischung von 5,2 Teilen N,N'-Diäthyl-N,N'-bis-(4 - hydroxybutyl) - äthylendiamin und 5,0 Teilen Triäthylamin eingetragen. Das Gemisch wird anschließend 3 Stunden unter Rühren auf 1000C erwärmt und anschließend im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird in Essigester aufgenommen, mit gesättigter Sodalösung und dann mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Nach Aufnehmen in Äther und Abtrennen unlöslicher Anteile wird die Ätherlösung mit Bromwasserstoff behandelt und das Dihydrobromid gefällt.
Man erhält 10 Teile N,N'-Diäthyl-N,N'-bis-[4-(3/,4/,5'-trimethoxybenzoxy)-butyl]-äthylendiamindihydrobromid. F. 182 bis 186°C. Ausbeute 62% der Theorie.
Das als Ausgangsmaterial verwendete Ν,Ν'-Diäthyl-bis-(4-hydroxybutyl)-äthylendiamin kann wie folgt dargestellt werden:
Zu einer eisgekühlten und gerührten Lösung von 11 Teilen Ν,Ν'-Diäthyläthylendiamin in 20 Volumteilen absolutem Dioxan wird eine Lösung von 15 Teilen 3-Carbomethoxypropionylchlorid in 15 Volumteilen desselben Lösungsmittels langsam zugetropft. Es werden weitere 15 Volumteile Dioxan hinzugefügt, das Gemisch 30 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt, mit Äther versetzt und das ausgeschiedene Aminhydrochlorid abgesaugt. Das Filtrat wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand bei 0,6 mm Hg und 190 bis 2100C Luftbadtemperatur destilliert. Man erhält 15,4 Teile N,N'-Diäthyl-N,N'-bis-(3-carbomethoxypropionyl)-äthylendiamin. F. 66 bis 700C. Das Diamin wird im Tetrahydrofuran unter 18stündigem Erhitzen mit Lithiumaluminiumhydrid analog der im Beispiel 1 gegebenen Vorschrift reduziert. Nach Aufarbeitung wie im Beispiel 1, am N,N'-Dimethyl-N,N'-bis-(3-hydroxypropyl)-äthylendiamin beschrieben, wird das Bis-(4-hydroxybutyl)-diamin bei einer Luftbadtemperatur von 120 bis 14O0C
ίο und 0,2 mm Hg destilliert. Ausbeute 70% der Theorie.
In analoger Weise wird das N,N'-Diäthyl-N,N'-Ws-(5-hydroxyamyl)-äthylendiamin, ausgehend von 4-Carbomethoxy-butyrylchlorid, hergestellt. Kp.o 2 130 bis 150°C.
Beispiel 6
2,9 Teile N,N,N',N'-Tetrakis-(3-hydroxypropyl)-äthylendiamin werden mit 50 Volumteilen absolutem Dioxan und 3,5 Volumteilen Pyridin gemischt und zu einer Lösung von 9,5 Teilen 3,4,5-Trimethoxybenzoylchlorid in 60 Volumteilen Dioxan langsam zutropfen gelassen. Nach 3stündigem Erhitzen wird das Gemisch, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält 6,1 Teile amorphes N,N, N/,N'-Tetrakis-[3-(3',4/,5/-trimethoxybenzoxy)-propyl] - äthylendiamin. Ausbeute 57% der Theorie. Cl-Wert des Dihydrochlorids gefunden 6,0, berechnet 6,2.
Das Ν,Ν,Ν',Ν' - Tetrakis - (3 - hydroxypropyl)-äthylendiamin wird analog der im Beispiel 1 beschriebenen Methode durch Umsetzung von Äthylendiamin mit Acrylsäuremethylester im Molverhältnis 1 : 4 und anschließende Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid in absolutem Tetrahydrofuran erhalten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Bis- bzw. Tetrakis-benzoesäureestern der allgemeinen Formel
    CH3O
    OCH3
    COO — A —N-CH2-CH2 — N — A — OOC
    in der A einen gegebenenfalls verzweigten Alkylenrest mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen und R einen niedermolekularen Alkylrest oder den Rest
    CH3O
    COO-A —
    bedeutet, und deren Säureadditionssalzen, d a durch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise entweder
    a) 2 bzw. 4 Mol 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure oder deren Säurehalogenide, Ester oder An-
    OCH3
    OCH3
    hydrid mit 1 Mol eines Alkohols der allgemeinen Formel
    HO—A—N—CH2-CH2-N—A—OH Ri Ri
    in der Ri einen niedermolekularen Alkylrest bzw. die Gruppe — A — OH bedeutet, umsetzt oder
    b) 3,4,5 - Trimethoxybenzoesäurechlorid mit einem Halogenalkohol der allgemeinen Formel
    HO —A —Hai
    in der Hai ein Halogenatom bedeutet, reagieren läßt und 2 bzw. 4 Mol des erhal-
    9 10
    tenen Esters der allgemeinen Formel bzw. ein Wasserstoffatom bedeutet, umsetzt
    CH O oder
    3I c) 2 bzw. 4 Mol eines Alkali- oder Silbersalzes
    •/=\ der 3,4,5-Trimethoxybenzoesäure mit 1 Mol
    CH3O —<i J^— COO — A — Hai 5 einer Dihalogenverbindung der allgemeinen
    j Formel
    CH3O HaI-A-N-CH2-CH2-N-A-HaI
    mit 1 Mol eines Diamins der allgemeinen 1 1
    Formel 10 R3 R3
    JJ^ (^Jj2 CH2 NH *n ^er -^3 emen niedermolekularen Alkylrest
    ι ι bzw. die Gruppe Hai — A— und Hai ein
    £ £ Halogenatom bedeutet, zur Reaktion bringt
    und gegebenenfalls die erhaltenen Basen in
    in der R2 einen niedermolekularen Alkylrest 15 die Säureadditionssalze überführt.
    609 570/543 5. 66 © Bundesdruckerei Berlin
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