DE1198827B - Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten

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DE1198827B
DE1198827B DES84545A DES0084545A DE1198827B DE 1198827 B DE1198827 B DE 1198827B DE S84545 A DES84545 A DE S84545A DE S0084545 A DES0084545 A DE S0084545A DE 1198827 B DE1198827 B DE 1198827B
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Germany
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piperazine
acid
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hydroxy
decomposition
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English (en)
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Gilbert Regnier
Roger Canevari
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten Es wurde ein Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten der allgemeinen Formel in der R ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls durch einen Alkyl- oder Alkoxyrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest, Ri ein Wasserstoffatom, eine Acetylgruppe oder einen Alkylrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, R2 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxy- oder Methylgruppe und Ra ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest darstellt, sowie von deren Salzen gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise entweder a) eine Verbindung der allgemeinen Formel in der Z ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, mit einem Piperazinderivat der allgemeinen Formel oder dessen Hydrochlorid kondensiert und ge. gebenenfalls anschließend erhaltene Verbindun. gen, in denen R, eine Acetylgruppe darstellt mittels Salzsäure verseift oder b) eine Hydroxysäure der allgemeinen Formel mit einem Piperazinderivat der allgemeinen Formel worin R' einen gegebenenfalls durch einen Alkyl- oder Alkoxyrest mit höchstens 5 Kohlenstöffatomen substituierten Phenylrest bedeutet, in Gegenwart von Formaldehyd kondensiert und gegebenenfalls die erhaltene Carbonsäure durch Behandlung mit Methanol in Gegenwart von Schwefelsäure in den Methylester überführt und gegebenenfalls anschließend die so erhaltene Base mit einer Säure in ein Salz überführt.
  • Die Kondensation der Verbindung der allgemeinen Formel 1I mit dem Piperazinderivat der allgemeinen Formel III führt man in einem Lösungsmittel, wie beispielsweise einem aromatischen Kohlenwasserstoff oder einem Alkohol mit niedrigem Molekulargewicht, bei der Siedetemperatur - des gewählten Lösungsmittels (60 bis 135°C) in Gegenwart eines säurebindenden, alkalischen Mittels, wie beispielsweise Kaliumcarbonat, Triäthylamin oder eines Uberschusses des N-monosubstituierten Piperazins, durch.
  • Zur Umsetzung der Hydroxysäure der allgemeinen Formel IV mit dem Piperazinderivat der allgemeinen Formel V in Gegenwart von Formaldehyd löst man das Piperazinderivat in einem polaren Lösungsmittel, insbesondere einem Alkohol mit niedrigem Molekulargewicht, und gibt eine wäßrige Formaldehydlösung in äquimolarer Menge und die substituierte Salicylsäure, vorzugsweise in großem Uberschuß (50 bis 200%), um Nebenreaktionen, insbesondere eine Disubstitution des Rings der verwendeten Säure, auf ein Minimum herabzusetzen, zu.
  • Die Umsetzung wird 1 bis 5 Tage bei gewöhnlicher Temperatur durchgeführt, doch kann sie in gewissen Fällen durch schwaches Erwärmen auf höchstens 50°C beschleunigt werden.
  • Bei den gemäß der Verfahrensweise b) hergestellten Verbindungen hängt die Stellung des Restes in der oben angegebenen allgemeinen Formel I von der Stellung und der Art des Substituenten R2 im Benzolring ab.
  • Wenn R2 ein Wasserstoffatom ist, erfolgt die Substitution des Benzolrings der Salicylsäure durch den Rest in den Stellungen 3, 4, 5 oder 6 (Numerierung nach B e i 1 s t e i n); wenn R2 eine Methylgruppe ist, wie es bei o- oder m-Kresotinsäure und 6-Methylsalicylsäure der Fall ist, erfolgt die Substitution des Benzolrings nur in 3- oder 5-Stellung; wenn R2 eine Hydroxygruppe ist, wie es bei den 2,3-, 2,4-, 2,5- und 2,6-Dihydroxybenzoesäuren der Fall ist, erfolgt die Substitution des Benzolrings nur in 3-oder 5-Stellung.
  • Die neuen Basen können beispielsweise durch Kristallisation, Destillation oder Chromatographie oder durch Bildung von Salzen, Kristallisation derselben und Zersetzung in alkalischem Medium gereinigt werden.
  • Die Salze der erfindungsgemäß herstellbaren starken Basen können durch Umsetzung der Basen mit Säuren in geeigneten Lösungsmitteln hergestellt werden. Als organische Lösungsmittel kann man Alkohole, -Äther oder Ketone verwenden. Als anorganisches Lösungsmittel verwendet man vorteilhafterweise Wasser. Als zur Bildung der Salze verwendbare Säuren kann man in der Reihe der anorganischen Säuren Salzsäure, Bromwasserstoff säure, Schwefelsäure und Phosphorsäure und in der Reihe der organischen Säuren Essigsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Oxalsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Methansulfonsäure und Benzoesäure nennen.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen haben bemerkenswerte pharmakologische und therapeutische Eigenschaften. Insbesondere ist ihre antiinflammatorische und analgetische Wirksamkeit beträchtlich; sie sind bei ihrer Anwendung als entzündungshemmende bzw. analgetische Mittel dem 3,5-Dioxo-1,2-diphenyl-4-n-butylpyrazolidin überlegen, wie aus folgender Tabelle hervorgeht
    Tabelle der Versuchsergebnisse
    COOR3
    R- N N-CH2
    ORt
    R2
    Verbindung Index der entzündungs- Index der analgetischen
    gemäß R ORi R2 R3 hemmenden Wirkung* Wirkung**
    Beispiel
    1 a 3"-OCH3-phenyl 4'-0H H CH3 6@ = 2 -
    1 c 4"-OCH3-phenyl 4'-0H H CH3 6 = 1,2 i00 = 5
    1 e 2"-OCH3-phenyl 4'-0H H CH3 @# = 4 66 = 7,3
    1 f 2"-OCH3-phenyl 4'-0H H H - 1@ = 15
    1 g 2"-CH3-phenyl 4'-0H H CH3 8# = 1,17 i = 3,77
    1 h Phenyl 4'-0H H CH3 - 67 = 6,7
    1 n 2"-OCH3-phenyl 2'-0H H CH3 # = 8,4 20 = 12
    1 o 2"-OCH3-phenyl 3'-0H H CH3 - 6@ = 15
    1 r 2"-OCH3-phenyl 4'-0H 2'-CH3 CH3 2
    600 = 4,96 6 0 = 12
    4 e 2"-OCH3-phenyl 4'-0H 2'-CH3 H i23 = 3,11 > # _ > 5
    Fortsetzung
    Verbindung Index der entzündungs- Index der analgetischen
    gemäß R 0R1 R2 R3 hemmenden Wirkung* Wirkung**
    Beispiel
    4 h 2"-OCH3-phenyl 4'-0H 2'-0H H 1 = 3,3 33 375 3 = 11,2
    440
    4 i 2"-OCHs-phenyl 4'-0H 2'-0H H 200 = 4 53 219 3 - 4,10
    2 a H 4'-0H H C113 - 116'4 = 10,9
    2 b H 4'-0H H H 2 = 5,34 788 0 7 = 15,77
    400
    2 d H 2'-O11 H C113 - 110,7 = 8,8
    2 g H 4'-0C2115 H C113 - 5 = 6,9
    3 H 4'-O - COCHs H C113 - 123,5
    33,3 - 3,7
    3,5-Dioxo-1,2-diphenyl-4-n-butylpyrazolidin 3p5 = 1,77 11 120 - 2,8
    * Index der entzündungshemmenden Wirkung ** Index der analgetischen Wirkung
    _ DLso
    DLm analgetische Dosis
    entzündungshemmende Dosis beide Mengen sind angegeben in mg/kg Maus bei intraperitonealer
    Gabe. Die analgetische Wirksamkeit wurde an der erhitzten Platte
    beide Mengen sind angegeben in mg(kg Ratte bei oraler Gabe. bestimmt; es wurde die Erhöhung der Zeit bis zum Ablecken der
    Die entzündungshemmende Dosis ist diejenige Dosis, die erforder- Pfoten gegenüber unbehandelten Kontrollen gemessen. Die
    lich ist, um eine 40%ige Hemmung des an der Rattenpfote durch analgetische Dosis ist diejenige Dosis, die erforderlich ist, um die
    Kaolin erzeugten Odems zu bewirken. Wahrnehmungsschwelle des Schmerzes um 50% zu erhöhen.
    Die in den folgenden Beispielen angegebenen Schmelzpunkte wurden auf der Mikrokoflerbank bestimmt. Beispiel 1 a) 1-(4'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(3"-methoxyphenyl)-piperazin Zu einer Lösung von 33,7 g 4-(3'-Methoxyphenyl)-piperazin in 300 cm3 wasserfreiem Toluol mit einem Gehalt von 55 g Kaliumcarbonat setzt man innerhalb von 5 Minuten bei 60°C 36,8 g 3-Carbomethoxy-4-hydroxybenzylchlorid (F. 60'C) zu. Dann erhitzt man das Gemisch 6 Stunden unter Rückfluß.
  • Anschließend kühlt man ab und setzt 700 cm3 Wasser zu, um das gebildete Kaliumchlorid zu lösen. Man dekantiert und extrahiert die Toluollösung mehrere Male mit 10%iger Methansulfonsäure. Die sauren Lösungen werden vereinigt und mit Äther gewaschen. Anschließend macht man mit Kaliumcarbonat alkalisch und extrahiert die ölige Base mit Chloroform. Nach dem Trocknen über wasserfreiem Kaliumcarbonat und Verdampfen des Lösungsmittels löst man den Rückstand in 80 cm3 Äthanol. Man gewinnt 36,5 g Base mit einem Schmelzpunkt von 82°C, dessen in Äthanol hergestelltes Dihydrochlorid bei 166 bis 168°C schmilzt.
  • Nach dem gleichen Verfahren wurden hergestellt: b) 1-(4'-Hydroxy-3'-carboxybenzyl)-4-(3"-methoxyphenyl)-piperazin Ausbeute 76%. Das Dihydrochlorid schmil2t bei 155 bis 163'C (Zersetzung).
  • c) 1-(4'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(4"-methoxyphenyl)-piperazin aus p-Methoxyphenylpiperazin; Ausbeute: 80%. Die Base schmilzt bei 85 bis 89°C. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 160 bis 165°C (Zersetzung).
  • d) 1-(4'-Hydroxy-3'-carboxybenzyl)-4-(4"-methoxyphenyl)-piperazin Ausbeute: 50%- Das entsprechende Dihydrochlorid schmilzt bei 150 bis 153'C (Zersetzung). e) 1-(4'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxvphenvl)-biperazin aus o-Methoxyphenyl-piperazin; Ausbeute: 420%. Die Base schmilzt bei 110 bis 118°C. Das entsprechende Dihydroehlorid schmilzt bei 165 bis 171'C (Zersetzung).
  • f) 1-(4'-Hydroxy-3'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin Ausbeute: 430%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 169 bis 172°C (Zersetzung).
  • g) 1-(4'-Hydroxy-3-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methylphenyl)-piperazin aus o-Tolyl-piperazin; Ausbeute: 58%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 174 bis 184°C (Zersetzung).
  • h) 1-(4'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-phenylpiperazin aus Phenylpiperazin; Ausbeute: 90%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 165 bis 170°C (Zersetzung).
  • i) 1-(4'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-äthoxyphenyl)-piperazin aus o-Äthoxyphenyl-piperazin (Kp.o,9 130°C); Ausbeute: 70%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 169 bis 172°C (Zersetzung).
  • j) 1-(4'-Athoxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin aus o-Methoxyphenyl-piperazin und 4-Athoxy-3-carbomethoxy-benzylbromid (Kp.o,® 140 bis 146°C; n' = 1,5645). Das Dihydrochlorid schmilzt bei 201 bis 203'C (Zersetzung).
  • k) 1-(4'-Athoxy-3'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphen.yl)-piperazin Ausbeute: 40%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 143 bis 146°C (Zersetzung).
  • 1) 1-(3'-Acetoxy-4'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin aus o-Methoxyphenyl-piperazin und 3-Acetoxy-4-carbomethoxy-benzylbromid. Ausbeute: 540%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 130°C.
  • Das als Ausgangssubstanz verwendete Bromderivat wurde durch Bromierung von 2-Acetoxy-4-methylbenzoesäuremethylester (Kp.o,01 92 bis 102°C) mittels N-Bromsuccinimid in Tetrachlorkohlenstof in Gegenwart von Benzoylperoxyd hergestellt. Der genannte Benzoesäureester wurde seinerseits durch Acetylierung von m-Kresotinsäuremethylester mit Essigsäureanhydrid in Essigsäure bei 70°C in Gegenwart einer Spur Schwefelsäure hergestellt.
  • m) 1-(2'-Acetoxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin F. 142 bis 145°C (Zersetzung).
  • -Das als Ausgangssubstanz verwendete 2-Acetoxy-3-carbomethoxy-benzylbromid (F. 100°C) wurde analog dem im Beispiel 1, 1) beschriebenen Verfahren aus 3-Methyl-2-acetoxybenzoesäuremethylester (Kp.o,ol 90 bis 95°C, nö° = 1,5115) hergestellt.
  • n) 1-(2'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin durch Hydrolyse der Verbindung m) mit Salzsäure. Hierzu erhitzt man die Lösung von 17,5g der Verbindung m) in 54 cm3 4%iger Salzsäure 1 Stunde unter Rückfluß. Nach Abkühlen und Filtrieren engt man das Filtrat zur Trockne ein und kristallisiert den Rückstand aus Äthanol um. Ausbeute: 310%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 151 bis 156°C (Zersetzung). Die Base schmilzt bei 114 bis 117°C. o) 1-(3'-Hydroxy-4'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin-dihydrochlorid durch 1stündiges Erhitzen von 7,8 g 1-(2"-Methoxyphenyl)-4-(3'-acetoxy-4'-carbomethoxy-benzyl)-piperazin in 37 cm3 4%iger Salzsäure zum Sieden unter Rückfluß und Kristallisieren aus Wasser; Ausbeute: 80%; F.215 bis 217°C.
  • p) 1-(3'-Methyl-4'-hydroxy-5'-carbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin aus 3-Methyl-4-hydroxy-5-carbomethoxy-benzylchlorid. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 140 bis 150°C (Zersetzung).
  • q) 1-(3'-Methyl-4'-hydroxy-5'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin Ausbeute: 50%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 164 bis 167°C (Zersetzung).
  • r) 1-(2'-Methyl-4'-hydroxy-5'-ca.rbomethoxy-benzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin aus 2-Methyl-4-hydroxy-5-carbomethoxy-benzylchlorid in einer Ausbeute von 30%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 167 bis 177°C (Zersetzung).
  • s) 1-(2'-Methyl-4'-hydroxy-5'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin wurde mit analoger Ausbeute erhalten. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 154 bis 162°C (Zersetzung). Beispiel 2 a) 1-(3'-Carbomethoxy-4'-hydroxybenzyl)-piperazin Zu einer Suspension von 17 g Piperazin-hexahydrat in 100 cm3 Methanol setzt man 7,4 cm3 konzentrierte Salzsäure (d = 1,19) zu, um das Piperazin-monohydrochlorid zu bilden. Diese Bildung ist von der Lösung der Substanz begleitet. Zu der erhaltenen Lösung setzt man bei 70°C 9 g 3-Carbomethoxy-4-hydroxybenzylchlorid innerhalb von 5 Minuten zu und erhitzt dann das Gemisch 1 Stunde lang bei 70°C. Es bildet sich ein reichlicher Niederschlag von Piperazin-dihydrochlorid.
  • Anschließend kühlt man ab, filtriert das Salz ab und entfernt das Lösungsmittel unter vermindertem Druck. Der erhaltene ölige Rückstand wird bis zu dem pH-Wert 2 mit 20%iger Salzsäure angesäuert. Die Lösung wird mehrere Male mit Äther extrahiert und mit Kaliumcarbonat stark alkalisch gemacht. Die alkalische gesättigte Lösung wird mehrere Male mit Chloroform extrahiert und das Chloroform über wasserfreiem Kaliumcarbonat getrocknet. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck erhält man 8,75g ölige rohe Base, deren in Isopropanol hergestelltes Dihydrochlorid in hydratisierter Form kristallisiert; Ausbeute: 62%. Das mit 0,5 Mol Wasser kristallisierende Salz schmilzt bei 165 bis 171'C (Zersetzung), das mit 1 Mol Wasser kristallisierende Salz schmilzt bei 180 bis 185°C (Zersetzung).
  • b) 1-(3'-Carboxy-4'-hydroxybenzyl)-piperazin wurde in einer Ausbeute von 61% hergestellt. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 205 bis 210°C (Zersetzung).
  • Nach dem gleichen Verfahren wurden hergestellt: c) 1-(2'-Acetoxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-piperazin aus 3-Carbomethoxy-2-acetoxy-benzylbromid und Piperazinhexahydrat nach der Verfahrensweise des Beispiels 2, a); Ausbeute: 50%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei ungefähr 250°C (Zersetzung).
  • d) 1-(2'-Hydroxy-3'-carbomethoxy-benzyl)-piperazin durch Hydrolyse der Verbindung c) mit Salzsäure nach der Verfahrensweise von Absatz n) des Beispiels 1; Ausbeute: 300%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 173 bis _ 183'C (Zersetzung).
  • e) 1-(3'-Acetoxy-4'-carbomethoxy-benzyl)-piperazin aus 4-Carbomethoxy-3-acetoxy-benzylbromid und Piperazinhexahydrat nach der Verfahrensweise des Beispiels 2, a); Ausbeute 60%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 190 bis 196°C (Zersetzung).
  • f) 1-(3'-Hydroxy-4'-carbomethoxy-benzyl)-piperazin durch Hydrolyse der Verbindung e) mit Salzsäure nach der Verfahrensweise von Absatz n) des Beispiels 1; Ausbeute: 27%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 180 bis 185°C (Zersetzung).
  • g) 1-(3'-Carbomethoxy-4'-äthoxybenzyl)-piperazin aus Piperazin-hexahydrat und 4-Äthoxy-3-carbomethoxy-benzylbromid; Ausbeute: 42%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 180 bis 192°C (Zersetzung). Beispiel 3 1-(3'-Carbomethoxy-4'-acetoxybenzyl)-piperazin Zu einer Lösung von 25 g wasserfreiem Piperazin in 750 cm3 trockenem Benzol setzt man innerhalb von 10 Minuten bei einer Temperatur von 16°C eine Lösung von 23,5 g 3-Carbomethoxy-4-acetoxybenzylchlorid in 100 cm3 trockenem Benzol zu. Es bildet sich ein reichlicher Niederschlag. Man läßt 3 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur reagieren. Anschließend filtriert man das gebildete Piperazinhydrochlorid ab, wäscht die Benzollösung mit Wasser und extrahiert dann mehrere Male bei einer Temperatur von 10°C mit 10%iger Methansulfonsäure. Die saure Lösung wird mit Äther gewaschen und anschließend mit Kaliumcarbonat alkalisch gemacht. Die alkalische Lösung wird mehrere Male mit Äther extrahiert. Nach dem Trocknen des Äthers über Kaliumcarbonat und Verdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck erhält man 11 g rohe, ölige Base, deren in Äthanol hergestelltes Dihydrochlorid bei 212°C unter Zersetzung schmilzt.
  • Das als Ausgangsprodukt verwendete Chlorid (Kp.o,a 140 bis 146°C; nös = 1,5292) wurde durch Acetylierung von 3-Carbomethoxy-4-hydroxy-benzylchlorid mittels Essigsäureanhydrid in Gegenwart von Schwefelsäure bei 70°C hergestellt.
  • Beispiel 4 a) 1-(2"-Methoxyphenyl)-4-(2',5'-dihydroxy-3'-carboxybenzyl)-piperazin Zu einer Lösung von 5,82 g 1-(2'-Methoxyphenyl)-piperazin und 14 g Gentisinsäure in 100 cm3 Äthanol setzt man 2,5 cm3 40%igen Formaldehyd zu und läßt das Gemisch 5 Tage unter Ausschluß von Licht stehen. Nach dieser Zeitspanne saugt man die gebildeten Kristalle ab. Man isoliert so 21,1 g rohe Base; F.217 bis 225°C.
  • Durch Bildung des Dihydrochlorids in Isopropanol gewinnt man schließlich 8,8 g 1-(2"-Methoxyphenyl)-4- (2',5'-dihydroxy- 3'- carboxybenzyl) -piperazin -dihydrochlorid in Form weißer Kristalle; F.200 bis 205°C (Zersetzung); Ausbeute: 67%.
  • b) Der entsprechende Methylester wird durch Veresterung des obigen Produkts mit Methanol in Gegenwart von Schwefelsäure erhalten. Sein Dihydrochlorid schmilzt bei 250 bis 255'C (aus 90%igem Äthanol).
  • In analoger Weise wurden hergestellt: c) 1-(3'-Methyl-4'-hydroxy-5'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin unter Verwendung von o-Kresotinsäure; Ausbeute: 610/0. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 164 bis 167°C (Zersetzung).
  • d) Der Methylester der Verbindung c) der Formel wurde durch Veresterung der Verbindung c) mit Methanol in Gegenwart von Schwefelsäure hergestellt. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 140 bis 150°C (Zersetzung). e) 1-(2'-Methyl-4'-hydroxy-5'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin unter Verwendung von m-Kresotinsäure. Ausbeute: 2901o. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 154 bis 162°C (Zersetzung).
  • f) Der Methylester der Verbindung e) der Formel Das Dihydrochlorid schmilzt bei 167 bis 177°C (Zersetzung).
  • g) 1-(2'-Methyl-4'-hydroxy-3'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin unter Verwendung von 6-Methylsalicylsäure; Ausbeute: 7701o. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 193 bis 195°C (Zersetzung).
  • h) 1-(2',4'-Dihydroxy-3'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin unter Verwendung von y-Resorcylsäure; Ausbeute: 4501o. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 158 bis 164°C (Zersetzung).
  • i) 1-(2',4'-Dihydroxy-5'-carboxybenzyl)-4-(2"-methoxyphenyl)-piperazin unter Verwendung von f3-Resorcylsäure; Ausbeute: 20%. Das Dihydrochlorid schmilzt bei 170 bis 176'C (Zersetzung).

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten der allgemeinen Formel in der R ein Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls durch einen Alkyl- oder Alkoxyrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest, R, ein Wasserstoffatom, eine Acetylgruppe oder einen Alkylrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, R2 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxy- oder Methylgruppe und Ra ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest darstellt, sowie von deren Salzen, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß man in an sich bekannter Weise entweder a) eine Verbindung der allgemeinen Formel in der Z ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, mit einem Piperazinderivat der allgemeinen Formel oder dessen Hydrochlorid kondensiert und gegebenenfalls anschließend erhaltene Verbindungen, in denen R, eine Acetylgruppe darstellt, mittels Salzsäure verseift oder b) eine Hydroxysäure der allgemeinen Formel mit einem Piperazinderivat der allgemeinen Formel worin R' einen gegebenenfalls durch einen Alkyl- oder Alkoxyrest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet, in Gegenwart von Formaldehyd kondensiert und gegebenenfalls die erhaltene Carbonsäure durch Behandlung mit Methanol in Gegenwart von Schwefelsäure in den Methylester überführt und gegebenenfalls anschließend die so erhaltene Base mit einer Säure in ein Salz überführt. In Betracht gezogene Druckschriften Britische Patentschrift Nr. 868 353.
DES84545A 1962-04-12 1963-04-03 Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten Pending DE1198827B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB868353A (en) * 1959-12-01 1961-05-17 Soc Ind Fab Antibiotiques Sifa Phenyl piperazine derivatives for therapeutic use and processes for the production of such derivatives

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