DE1193418B - Hubkippvorrichtung zum Entleeren von Muellgefaessen in staubfreie Schuettvorrichtungen an Muellsammelwagen - Google Patents

Hubkippvorrichtung zum Entleeren von Muellgefaessen in staubfreie Schuettvorrichtungen an Muellsammelwagen

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DE1193418B
DE1193418B DEE22686A DEE0022686A DE1193418B DE 1193418 B DE1193418 B DE 1193418B DE E22686 A DEE22686 A DE E22686A DE E0022686 A DEE0022686 A DE E0022686A DE 1193418 B DE1193418 B DE 1193418B
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Inventor
Ernst Goetz
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Streuber & Lohmann Eisenwerk
Original Assignee
Streuber & Lohmann Eisenwerk
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    • B65F3/02Vehicles particularly adapted for collecting refuse with means for discharging refuse receptacles thereinto
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B65f
Deutsche Kl.: 8Id-I
Nummer: 1193 418
Aktenzeichen: E 22686 XI/81 d
Anmeldetag: 6. April 1962
Auslegetag: 20. Mai 1965
Die Erfindung betrifft eine Hubkippvorrichtung zum Entleeren von Müllgefäßen in staubfreie Schüttvorrichtungen an Müllsammelwagen, mit zwei durch Druckluft beaufschlagten Arbeitszylindern zum Heben und Kippen der Müllgefäße, wobei der die Müllgefäße aufnehmende Kipparm an der Frontplatte der Schüttung angelenkt ist.
Ausgehend von der Tatsache, daß das Anheben des Müllgefäßes weniger Kraft als das Einkippen erfordert und folglich die Arbeitsdrücke im Kippzylinder höher als im Hubzylinder sind, liegt der Erfindung in erster Linie die Aufgabe zugrunde, eine Hubkippvorrichtung der genannten Art so auszugestalten, daß der für den Kippzylinder erforderliche Arbeitsdruck reduziert wird und damit die durch hohen Arbeitsdruck auftretenden ungünstigen Auswirkungen auf die Schüttung, die Müllwagenwand und die Müllgefäße vermieden werden. Gleichzeitig soll dabei sichergestellt sein, daß der Kipparm in der Einkippendstellung den erforderlichen Druckaufschlag erhält, der nötig ist, um festhaftende Abfallprodukte in dem Müllgefäß zu lösen. Bei gewichtsmäßig leichter und einfacher Konstruktion des Kipparms soll dabei sichergestellt sein, daß der Kipparm bei Beginn des Hubvorganges verriegelt ist, d.h. der Kippzylinder auf den Kipparm nicht einwirken kann, bevor nicht der durch den Hubzylinder bewirkte Hubvorgang ganz oder zumindest zum überwiegenden Teil ausgeführt ist.
Dies wird nach der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, daß der Kipparm unter Bildung eines zur Vertikalen spitzen Vorkippwinkels an der Frontplatte angelenkt ist und der Angriffswinkel des am Kipparm angelenkten Kippzylinders sowie der Vorkippwinkel so aufeinander abgestimmt sind, daß der Kippzylinder auf den Kipparm zu Beginn des Hubvorganges an einem kurzen Hebelarm entgegengesetzt der Kipprichtung und am Ende des Einkippens an einem langen Hebelarm in der Kipprichtung wirkt.
Vorzugsweise wird der Kipparm etwa zur Hälfte seiner Länge durch den Hubzylinder selbst gebildet und ist an der Frontplatte derart angeordnet, daß die Achsenlinie der Einhängehaken für das Müllgefäß von Beginn des Einkippens an mit der Drehachse des Kipparms an der Frontplatte zusammenfällt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung entsteht der Vorkippwinkel des Kipparms durch an der Schüttung angeordnete Kippschienen, durch die der Kipparm während des Hubvorganges weiter vorgekippt wird, wobei der Kippzylinder aus seiner Verriegelungsstellung ausgeschwenkt und seine Kolben-Hubkippvorrichtung zum Entleeren von
Müllgefäßen in staubfreie Schüttvorrichtungen
an Müllsammelwagen
Anmelder:
Eisenwerk Streuber & Lohmann G. m. b. H.,
Herford
Als Erfinder benannt:
Ernst Götz, Herford
stange in Kipprichtung um ein geringes Maß ausgezogen wird, wodurch ein in der Kolbenstange angeordnetes, die Druckluft zum Kippzylinder freigebendes Steuerventil geöffnet wird.
Zweckmäßig trägt die Kolbenstange des Hubzylinders eine Einhängemulde mit Einhängehaken für die Stegachse des Müllgefäßes, wobei sich die Achslinie der Einhängehaken rechtwinklig mit der Mittellinie der Kolbenstange schneidet.
Vorzugsweise ist die Einhängemulde mit schräg abwärts gerichteten Armen mit Laufrollen versehen, die den Kipparm in seiner Ausgangsstellung und beim Hubvorgang auf den Kippschienen abstützen. Die Arme der Einhängemulde sind nach einem weiteren Merkmal mit Abtreppungen versehen, die in der Hubendstellung an einem Querrohr des Kipparms in einer Stellung zur Anlage kommen, in der die Stegachse des Müllgefäßes mit der Kipparmdrehachse fluchtet. Hierdurch wird erreicht, daß das Müllgefäß um die nach DIN 6628 vorgeschriebene Drehachse an der Frontplatte zur Anlage kommt, wodurch dieser Arbeitsvorgang störungsunanfällig wird. Zweckmäßig sind an der Einhängemulde ein Schutzblech von U-förmigem Querschnitt und am Hubzylinder Laufschienen angebracht, auf denen sich das Schutzblech mit zwei Laufrollen beim Hubvorgang abstützt.
Mit der Hubkippvorrichtung nach der Erfindung wird nicht nur die eingangs gestellte Aufgabe einwandfrei gelöst und damit eine neue und gegenüber vorbekannten Hubkippvorrichtungen besonders vorteilhafte Ausgestaltung erreicht, sondern darüber hinaus noch ein für die Praxis besonders wesentlicher Vorteil erreicht: Mit der Hubkippvorrichtung nach der Erfindung verkürzt sich nämlich die insgesamt für den Hubkippvorgang erforderliche Zeit, da kein
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getrenntes Nacheinander von Hub- und Kippbe- der bei der bekannten Vorrichtung vorgesehenen wegung stattfindet, sondern ein Teil der Kippbewe- gleichzeitigen und gleich hohen Beaufschlagung von gung durch den Hubzylinder und während des Hub- Hubzylinder und Kippzylinder wird auch keine Vorganges bewirkt wird, indem während des Hub- absolut sicher wirkende Verriegelung des Kippzylinvorganges die Einhängemulde mit den Laufrollen an 5 ders während des ganzen Hubvorganges oder wenigden Kippschienen sich abstützend abrollt, so daß der stens zu Beginn des Hubvorganges erreicht, wenn in Kippann am Ende des Hubvorganges sich bereits in der Hubvorrichtung etwa eine Hemmung eintritt, einer Stellung befindet, in der er bereits etwa ein Diese vorbekannte Vorrichtung ist daher weder hin-Drittel des insgesamt notwendigen Kippwinkels von sichtlich ihrer Ausgestaltung noch ihrer Funktion etwa 120° zurückgelegt hat. Das Vorkippen des io zur Lösung der hier vorliegenden Aufgabe geeignet. Kipparms durch den Hubzylinder bei der Vorrich- Von einer Hubkippvorrichtung anderer Art, bei rung gemäß der Erfindung hat weiter den Vorteil, der der Kipparm nicht an der Frontplatte der Schütdaß Kipp- und Hubzylinder gleich groß und mit tung angelenkt ist, sondern vielmehr auf einer gegleich großen Kolbenflächen ausgerüstet sein können, sonderten am Schüttungsgehäuse angebrachten Welle so daß z. B. Müllgefäße bis 501 Inhalt mit einem 15 gelagert ist und bei der keine gesonderten Arbeitsmaximalen Druck von 7 atü gehoben und eingekippt zylinder für das Heben und Kippen vorgesehen sind, werden können. sondern die Bewegung des Kipparms durch Drehen Die Hubkippvorrichtung nach der Erfindung unter- der Welle des Kipparms erreicht wird und die Hubscheidet sich somit sowohl hinsichtlich Aufgabe und bewegung des Kippwagens durch ein mechanisches Lösung wie auch hinsichtlich der erreichten Vorteile 20 Gestänge während der Kippbewegung erfolgt, ist es von vorbekannten Hubkippvorrichtungen in grund- bekannt, den Kipparm mit einem Vorkippwinkel zu legender Weise. So ist bei einer bekannten Hubkipp- versehen. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist der vorrichtung der hier in Rede stehenden Art ein senk- Vorkippwinkel des Kipparms notwendig, um die recht hängender Kipparm vorgesehen, in dem ein komplizierte Kulissensteuerung für das Anheben des hängender Hubzylinder mit einem Hubwagen ange- 25 Wagens bzw. Schlittens am Kipparm zwischen ordnet ist. Die Aufhängehaken für die Stegachse des Wagenwand und Kipparm unterzubringen, hat also Müllgefäßes sind dabei in einer vor dem Hubzylinder funktionsmäßig auf den Hubkippvorgang keine mit und dem Kipparm liegenden Ebene angeordnet. Der der Vorrichtung nach der Erfindung vergleichbare Kippzylinder ist bei der bekannten Vorrichtung auf Bedeutung.
einer Konsole der Müllwagenrückwand und am 30 Schließlich ist eine bloß als Kippvorrichtung wir-Kipparm unterhalb dessen Drehpunkt so angelenkt, kende Einrichtung zum Entleeren von Müllgefäßen daß seine Mittelachse in der vertikalen Ruhestellung in Müllsammelwagen bekannt, bei der das in die des Kipparms in Kipprichtung kurz vor dem Dreh- Kippvorrichtung eingesetzte Müllgefäß von Hand punkt des Kipparmes verläuft. Bei dieser vorbekann- zwecks Entleerung ein- und danach zurückgekippt ten Vorrichtung, bei der Hub- und Kippzylinder 35 wird. Zur Erleichterung des Hochschwenkens der unterschiedlich groß sind und unterschiedlich große Vorrichtung mit einem gefüllten Gefäß ist zwischen Kolbenflächen haben, sind Heben und Kippen ge- Müllwagenwand und Kippvorrichtung ein aus Drucktrennte, sich nacheinander abspielende Vorgänge. federn bestehender Kraftspeicher angeordnet, der Zunächst wird nämlich der Hubwagen mit dem einge- beim Zurückkippen der Kippvorrichtung gespannt hängten Müllgefäß im vertikal hängenden Kipparm 40 wird und die dadurch gespeicherte Energie beim bis ganz nach oben angehoben, und erst dann erfolgt Hochkippen wieder freigibt. Die Anordnung ist derdas Kippen des Kipparms mittels des Kippzylinders. art, daß der Kraftspeicher in der Ausgangsstellung Eine kurze schräge Auflaufschiene, auf die der mit der Kippvorrichtung auf diese ein negatives Moment einer Rolle versehene Hubwagen am Hubende auf- ausübt und die Kippvorrichtung sperrt. Ein Vorläuft, dient lediglich dazu, den Kipparm am Ende 45 kippwinkel ist bei dieser reinen Kippvorrichtung des Hubvorganges um ein kleines Maß (etwa 10°) nicht vorgesehen, und der Kraftspeicher ist nur über aus der Vertikalen zu verschwenken, um so den den Einkippweg wirksam und hat in der Ausgangsohnehin positiven Angriffswinkel des Kippzylinders stellung seine volle Spannung; in der Einkippendam Kipparm etwas zu vergrößern. Eine wirksame, stellung ist dagegen die Wirkung der Energiespeicher den Kippzylinder bezüglich seines Arbeitsdruckes 50 gleich Null.
entlastende Vorkippung wird daher bei der bekann- Die vorbekannten Einrichtungen konnten daher
ten Vorrichtung nicht erreicht. Vielmehr muß der weder einzeln noch in Kombination eine Anregung
Kippzylinder bei Beginn der Einkippbewegung und zur Schaffung einer Hubkippvorrichtung gemäß der
in der Einkippendstellung, bedingt durch seine un- Erfindung geben.
günstigen Angriffswinkel und kurzen Hebelarme, mit 55 Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachdenen er am Kipparm wirksam werden kann, mit stehend an Hand der Zeichnung näher beschrieben, hohem Druck arbeiten, der sich ungünstig auf die In der Zeichnung zeigt schematisch
Schüttung, die Müllwagenwand und die Müllgefäße F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Hubkippvorauswirkt. Infolge des von Anfang an positiven An- richtung mit eingehängtem Müllgefäß in der Ausgriffswinkels des am Kipparm angreifenden Kipp- 60 gangsstellung,
Zylinders und infolge der im wesentlichen vertikalen F i g. 2 einen Teilschnitt nach der Linie H-II in
Stellung des Kipparms am Hubende und zu Beginn F i g. 1,
der Kippbewegung läßt sich bei der bekannten Vor- F i g. 3 einen Längsschnitt entsprechend F i g. 1
richtung auch nicht der notwendige Druckaufschlag in der Ankippstellung am Ende des Hubvorgangs,
des Kipparms in der Einkippendstellung erreichen, um 65 Fig. 4 einen Längsschnitt entsprechend Fig. 1
fest haftende Abfallprodukte aus dem Müllgefäß zu in der Einkippstellung,
lösen. Infolge des positiven Angriffswinkels des Kipp- F i g. 5 eine Vorderansicht der Vorrichtung ohne
Zylinders am Kipparm in der Ausgangsstellung und Müllgefäß und
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F i g. 6 in Vorderansicht einen Montagerahmen für ein weiteres Steuerventil angeordnet ist, das derart
eine Doppelschüttung. wirkt, daß der Kippzylinder erst am Ende des Hub-
An der Rückwand 1 des Müllsammelwagens ist Vorganges voll mit Druckluft beaufschlagt wird,
die Schüttung 2 mittels eines Montagerahmens 3 Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt: scharnierartig abschwenkbar angeordnet und nach 5 Nachdem das Müllgefäß 29 in die Einhängemulde 26 außen durch eine um die Achse 4 schwenkbare Front- eingehängt ist, wird der Schaltgriff 39 am Oberteil 17 platte 5 abgeschlossen. Die Frontplatte 5 weist eine des Kipparmes 17, 21 von Hand auf Stellung »Ein« Öffnung auf, die in üblicher Weise durch eine Ab- verdreht, wodurch das nicht dargestellte Steuerventil, schlußkappe 6 verschlossen ist. An den Montage- welches in der Luftzuführleitung zu den zwei rahmen 3 ist nach unten ein U-förmiger Ann 7 mit io Arbeitszylindern 10, 21 angeordnet ist, geöffnet QuerrahmenT (Fig. 6) angeordnet, der ein Kardan- wird. Die Druckluft strömt den Arbeitszylindern 10, gelenk 8 für die Anlenkung der Kolbenstange 9 des 21 über die Druckleitungen 40,41 zu. Die Einhänge-Kippzylinders 10 trägt. In F i g. 6 sind zwei derartige mulde 26 mit dem Müllgefäß 29 wird vom Hub-Arme dargestellt, die miteinander durch einen Trä- zylinder 21 so lange angehoben, bis sie mit ihren ger42 verbunden sind. Hierbei handelt es sich um 15 Abtreppungen 37 durch den Druck des Hubzylinders den Rahmen für eine Doppelschüttung. 21 am Querrohr 38 zur Anlage kommt. Während des
An dem Montagerahmen 3 und den Querarmen T Hubvorganges wird der Kipparm 17, 21 gleichzeitig
sind rechts und links neben dem Kippzylinder 10 durch das Abrollen der an den Stützarmen 31 der mittels Lagerböcke 11, Stützarme 12 und Vorstecker Einhängemulde 26 angeordneten Laufrollen 32 auf
12' zwei Kippschienen 13 befestigt (Fig.2, 3). Der 20 den an der Müllwagenwand befestigten und in Kipp-
Kippzylinder 10 trägt oben ein Augenlager 14, das richtung, d.h. gegenüber der Ausgangsstellung des
mit einem Bolzen 15 über Winkel 16 mit zwei Roh- Kipparmes 17,21 nach rechts außen schrägstehenden
renl7 des Kipparmes in Verbindung steht(Fig.5). Kippschienen 13 auf 40 bis 45° seines Kippweges
An der Frontplatte 5 sind Augenlager 18 angeordnet, verschwenkt. Der mit seinem oberen Ende am Hebel
an denen mittels Bolzen 19 der Kipparm mit Augen- 25 11 des Kipparmes 17, 21 angreifende Kippzylinder
laschen 20 angelenkt ist. 10 wird dadurch aus seiner gegenüber dem Dreh-
Der Kipparm besteht aus dem Hubzylinder 21, Punkt 19 des Kipparmes 17, 21 negativen Wirk-
den Rohren 17 mit Querrohr 38, an dem die Augen- stellung in die positive Wirkstellung verschwenkt
laschen 20 befestigt sind. Der Hubzylinder 21 ist und das nicht dargestellte, in der Bohrung der
durch zwei Stege 24 mit den beiden Rohren 17 ver- 30 Kolbenstange des Kippzylinders 10 angeordnete
bunden. An der Kolbenstange 25 des Hubzylinders weitere Steuerventil geöffnet, wodurch der Kipp-
21 ist am oberen Ende eine Einhängemulde 26 mit- zylinder 10 erst am Hubende des Hubzylinders 21
tels eines Augenlagers 27 befestigt, in deren zwei seine volle Beaufschlagung erlangt. Aus der Vorkipp-
Haken 28, die mit der Mittellinie des Hubzylinders stellung kippt der Kippzylinder den Kipparm 17, 21
21 fluchtend angeordnet sind, ein gestrichelt dar- 35 mit dem Müllgefäß 29 um den Drehpunkt 19 unter
gestelltes Müllgefäß 29 mit seiner Anhängestegachse Mitnahme der Frontplatte 5 in die Schüttung 2 am
30 eingehängt ist. Müllwagen ein. Beim Einkippen wird der Deckel des
An der Einhängemulde 26 sind rechts und links Müllgefäßes 29 durch die Abschlußklappe 6 der
schräg nach unten gerichtete Stützarme 31 mit Lauf- Frontplatte 5 in die sich die Nase auf dem Deckel
rollen 32 angeordnet, die den Kipparm in der Aus- 40 eingeschoben hat, geöffnet. InderEinkippendstellung
gangsstellung auf den zwei Kippschienen 13 abstützen schlägt infolge des wirksamen langen Hebelarmes des
und beim Hubvorgang gleichzeitig aufkippen, indem Kippzylinders 10 die Frontplatte 5 auf nicht darge-
die Laufrollen 32 auf den Kippschienen 13 abrollen. stellte Puffer an den Seitenwänden der Schüttung 2
Die Arme 31 der Einhängemulde sind mit Ab- auf, wodurch sich das Müllgefäß auch von festbacken-
treppungen 37 versehen, die in der Hubendstellung 45 den Abfallprodukten restlos entleert. In dem Augen-
an dem Querrohr 38 des Kippzylinders 17, 21 in blick, in dem sich beim Kippvorgang das Müllgefäß
einer Stellung zur Anlage kommen, in der die Steg- mit seinem Kopfreifen an die Frontplatte 5 legt, wird
achse 30 des eingehängten Müllgefäßes 29 mit der durch den Kipparm bzw. die Einhängemulde 26 in
Kipparmdrehachse 19 fluchtet (F i g. 3). bekannter Weise eine nicht dargestellte Verriegelung
Zur Bedienungsseite hin ist an der Einhängemulde 50 der Frontplatte 5 geöffnet, die dafür sorgt, daß die
26 ein U-förmig gebogenes Schutzblech 34 befestigt, Frontplatte 5 nicht vorzeitig einkippt,
das auf seiner Unterseite zwei Laufrollen 35 trägt, Zum Zurückkippen des Kipparmes 17, 21 mit dem
mittels deren sich dasselbe auf rechts und links am Müllgefäß 29 wird der Schaltgriff 39 von Hand auf
Hubzylinder 21 angeordneten Laufschienen 36 ab- die Stellung »Aus« verdreht, wodurch das nicht dar-
stiitzt. Dieses Schutzblech schützt den Hubzylinder 55 gestellte Steuerventil in den Zuleitungen geschlossen
21 und dessen Kolbenstange 25 gegen Verschmut- und gleichzeitig der Kippzylinder 10 und der Hub-
zung und dient gleichzeitig zur Abstützung des ein- zylinder 21 entlüftet werden. Durch eine ebenfalls
gehängten Müllgefäßes 29. nicht dargestellte Rückstellfeder der Frontplatte 5
An einem der Rohre 17 des Kipparmes ist auf der und durch das Eigengewicht bewegen sich die Bedienungsseite ein Schaltgriff 39 angebracht für das 60 Frontplatte 5 und der Kipparm 17, 21 mit Einhänge-Ein- und Abschalten des nicht dargestellten Steuer- mulde 26 und mit dem Müllgefäß 29 in die Ausventils, welches in der Luftzuführleitung zu den zwei gangslage zurück. Kurz bevor der Kipparm seine Arbeitszylindern 10, 21 angeordnet ist. Die Druck- Ruhestellung wieder erreicht, wird durch das in der luft wird dem Hubzylinder 21 über die an der unte- Bohrung der Kolbenstange des Kippzylinders 10 anren Stirnseite angeschlossene Rohrleitung 40 und 65 geordnete Steuerventil die abströmende Druckluft dem Kippzylinder 10 über die an die Kolbenstange 9 und damit die Rückkippgeschwindigkeit des Kippangeschlossene Rohrleitung 41 zugeführt. Die KoI- armes so stark abgebremst, daß derselbe, ohne benstange9 ist mit einer Bohrung versehen, in der störende Geräusche und ohne hohe Material-
Beanspruchungen zu verursachen, wieder in die Ausgangsstellung gelangt.
Gleichzeitig mit dem Kipparm erreicht auch die Einhängemulde 26 mit dem Müllgefäß 29 wieder die Ausgangsstellung. Das entleerte Müllgefäß kann ausgehängt und ein gefülltes für einen neuen Arbeitsgang eingehängt werden.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Hubkippvorrichtung zum Entleeren von Müllgefäßen in staubfreie Schüttvorrichtungen an Müllsammelwagen mit zwei durch Druckluft beaufschlagten Arbeitszylindern zum Heben und Kippen der Müllgefäße, wobei der die Müllgefäße aufnehmende Kipparm an der Frontplatte der Schüttung angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kipparm (17, 21) unter Bildung eines zur Vertikalen spitzen Vorkippwinkels (α) an der Frontplatte (5) angelenkt ist und der Angriffswinkel des am Kipparm (17, 21) angelenkten Kippzylinders (10) sowie der Vorkippwinkel (α) so aufeinander abgestimmt sind, daß der Kippzylinder (10) auf den Kipparm (17, 21) zu Beginn des Hubvorganges an einem kurzen Hebelarm entgegengesetzt der Kippvorrichtung und am Ende des Einkippens an einem langen Hebelarm in der Kipprichtung wirkt.
2. Hubkippvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kipparm (17, 21) etwa zur Hälfte seiner Länge durch den Hubzylinder (21) selbst gebildet wird und an der Frontplatte (5) derart angeordnet ist, daß die Achsenlinie der Einhängehaken (28) für das Müllgefäß (29) von Beginn des Einkippens an mit der Drehachse (19) des Kipparmes (17, 21) an der Frontplatte (5) zusammenfällt.
3. Hubkippvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorkippwinkel (α) des Kipparmes (17,21) durch an der Schütrung (2) angeordnete Kippschienen (13) entsteht, durch die der Kippann (17, 21) während des Hubvorganges weiter vorgekippt wird, wobei der Kippzylinder (10) aus seiner Verriegelungsstellung ausgeschwenkt und seine Kolbenstange (9) in Kipprichtung um ein geringes Maß ausgezogen wird, wodurch ein in der Kolbenstange (9) angeordnetes, die Druckluft zum Kippzylinder (10) freigebendes Steuerventil geöffnet wird.
4. Hubkippvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (25) des Hubzylinders (21) eine Einhängemulde (26) mit Einhängehaken (28) für die Stegachse (30) des Müllgefäßes (29) trägt, wobei sich die Achsenlinie der Einhängehaken rechtwinklig mit der Mittellinie der Kolbenstange schneidet.
5. Hubkippvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhängemulde (26) mit schräg abwärts gerichteten Armen (31) mit Laufrollen (32) versehen ist, die den Kipparm (17, 21) in seiner Ausgangsstellung und beim Hubvorgang auf den Kippschienen (13) abstützen.
6. Hubkippvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (31) der Einhängemulde (26) mit Abtreppungen (37) versehen sind, die in der Hubendstellung an einem Querrohr (38) des Kipparmes (17, 21) in einer Stellung zur Anlage kommen, in der die Stegachse (30) des Müllgefäßes (29) mit der Kipparmdrehachse (19) fluchtet.
7. Hubkippvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einhängemulde (26) ein Schutzblech (34) von U-förmigem Querschnitt und am Hubzylinder (21) Laufschienen (36) angebracht sind, auf denen sich das Schutzblech (34) mit zwei Laufrollen (35) beim Hubvorgang abstützt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1017 979,
998, 1126 310;
deutsche Patentschriften Nr. 716 214, 1048221.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
509 570/68 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
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