DE117657C - - Google Patents

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DE117657C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/03Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for controlling the direction of rotation of DC motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 117657 KLASSE 21 c.
Umkehrschalter für Elektromotoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1900 ab.
Die starke Funkenbildung bei Umkehrwiderständen ist, zum grofsen Theile wenigstens, darauf zurückzuführen, dafs die Umkehr der Drehrichtung zu früh erfolgt, nämlich dann, wenn der Motor noch in der alten Richtung läuft.
Dieser Uebelstand soll durch die vorliegende Erfindung behoben werden. Diese beruht auf der Erwägung, dafs, solange der Motor nach erfolgter Ausschaltung noch läuft, er als Dynamo genug elektrische Energie entwickelt, um ein magnetisches Sperrsystem zu betreiben. Diese magnetische Sperrung verhindert die frühzeitige Umschaltung, während sie die Ausschaltung oder Einschaltung des Motors in der alten Richtung nicht behindert.
In den Zeichnungen Fig. 1 und 2 ist z. B. eine Ausführung für einen Umkehranlasser dargestellt, bei dem die Umschaltung durch einen getrennten Umschalter, und zwar durch den Regulirhebel selbst, von seiner Ausschaltstellung aus erfolgt. Das Schaltungsschema ist, und zwar beispielsweise für einen Nebenschlufsmotor, in der Fig. 3 gegeben.
Geht durch das Solenoid s Strom hindurch, so zieht dieses den Anker α an; letzterer hat eine Nase κ, welche so angeordnet ist, dafs der Regulirhebel h gegen dieselbe stöfst, wenn der Anker angezogen ist. Erst wenn der Strom im Solenoid genügend nachgelassen hat, wird der Anker α durch die Blattfeder b wieder abgedrückt und der Regulirhebel frei, so dafs die Umschaltung erfolgen kann.
Aus der Schaltungsanordnung geht hervor, dafs das Solenoid s während des Betriebes des Motors kurz geschlossen ist, und zwar durch den Kurzschlufscontact c, welcher den Anlafswiderstand w und das Solenoid s aus dem Magnetstromkreis m durch Kurzschliefsung ausschaltet, sobald der Regulirhebel auf dem letzten Contact angelangt ist. Beim Ausschalten des Motors und nach erfolgter Ausschaltung sind jedoch hinter einander geschaltet: die Armatur r, der Anlafswid erstand w, das Solenoid s und der Feldmagnet m, so dafs der durch den Motor — so lange er läuft — als Dynamomaschine erzeugte Strom das Solenoid, wie erforderlich, durchfliefst. Die Umschaltung wird also hierdurch thatsächlich durch den Anker a mit seiner Nase η verhindert, bis der Motor zum Stillstand gekommen ist.
Beim Einschalten des Motors wird der Anker α bei der vorliegenden Schaltung ebenfalls angezogen, aber erst dann, wenn der Regulirhebel bereits den Anlafscontact erreicht hat; eine Sperrung tritt also dann nicht ein.
Diese magnetische Sperrung kann bei allen Umkehranlafswiderständen, sowie Umkehranlafs- und Regulirwiderständen angebracht werden. Es ist aufserdem unerheblich, ob das Solenoid während des Betriebes unter Strom bleibt oder nicht. Wesentlich ist nur, dafs es von dem als Dynamo laufenden Motor gespeist wird, also erst dann aufser Thätigkeit tritt, und die Sperrung für das Regulirsystem aufhebt, wenn der Motor genügend zum Stillstand gekommen ist.
Es ist auch nicht erforderlich, dafs der Schalter direct mit einem Widerstand vereinigt ist. Er kann auch getrennt vom Widerstand angeordnet werden, auch, z. B. bei kleinen Motoren, ganz ohne Widerstand. In jedem Falle wird durch
die magnetische Sperrung die frühzeitige Umkehr der Drehrichtung vermieden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Umkehrschalter für Elektromotoren, gekennzeichnet durch eine elektromagnetische Sperrvorrichtung, welche, durch den bei der Ausschaltung als Stromerzeuger arbeitenden Motor erregt, die Umschaltung der Drehrichtung so lange verhindert, bis die Umdrehungszahl sich genügend vermindert hat.
    Umkehrschalter nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verbindung mit einem . Widerstand zu einem Umkehrwiderstand.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT117657D Expired DE117657C (de)

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DE117657C true DE117657C (de) 1900-01-01

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