DE272803C - - Google Patents
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- DE272803C DE272803C DENDAT272803D DE272803DA DE272803C DE 272803 C DE272803 C DE 272803C DE NDAT272803 D DENDAT272803 D DE NDAT272803D DE 272803D A DE272803D A DE 272803DA DE 272803 C DE272803 C DE 272803C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P1/00—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/02—Details of starting control
- H02P1/04—Means for controlling progress of starting sequence in dependence upon time or upon current, speed, or other motor parameter
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- Power Engineering (AREA)
- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
Firma CARL FRANCKE in BREMEN.
Vielfach geschieht das Ein- und Ausschalten von elektrisch angetriebenen Pumpwerken, seien
es selbsttätig schaltende oder von Hand einzuschaltende, in der Weise, daß das Anlaufen des
Pumpenmötors durch Schließen eines in der Stromzuleitung zum Motor liegenden Hauptstromschalters
und das Stillsetzen durch Öffnen des gleichen Schalters stattfindet.
Bei ganz kleinen Motoren verzichtet man
Bei ganz kleinen Motoren verzichtet man
ίο der Einfachheit wegen zuweilen auf die Verwendung
von Anlaßvorrichtungen, dafür muß man aber den Übelstand in den Kauf nehmen, daß sowohl beim Ausschalten als auch ganz
besonders beim Einschalten des Motors heftige Stromstöße auftreten, welche nicht nur Motor
und Pumpe gefährden, sondern auch unangenehm auf das den Strom liefernde Elektrizitätswerk
rückwirken.
Ein einfaches Mittel, den Stromstoß beim Einschalten zu vermindern, besteht darin, daß in den Stromlauf des Motors ein Widerstand geschaltet wird, der dauernd im Stromlauf verbleibt. Mit dieser Einrichtung ist aber ein erheblicher Verlust an elektrischer Energie verbunden, da in dem Widerstand während der ganzen Dauer des Arbeitens des Motors elektrische Energie in Wärme umgesetzt wird. Nur dann arbeitet ein Motor ökonomisch, wenn er unter Verwendung eines Anlaßwiderstandes angelassen wird, wobei eine Vernichtung elektrischer Energie in dem Widerstand nur während der kurzen Dauer der Anlaßperiode stattfindet. Bei einer Reihe von Schalt- und Anlaßanordnungen ist die Einrichtung so getroffen, daß für das Ingangsetzen der Pumpenmaschinen nur der Hauptstromschalter von Hand oder mittels einer selbsttätig wirkenden mechanischen Vorrichtung geschlossen und für das Stillsetzen der gleiche Schalter geöffnet wird. Beim Schließen des Schalters erhält der Motor infolge geeignet bemessener Anlaßwiderstände im Stromlauf einen so großen Stromstoß, daß er anläuft. Zwischen dem Motor und dem Anlasser ist dann eine mechanische oder elektrische Kupplung derart eingerichtet, daß der anlau- 4^ fende Motor den Anlaßwiderstand mit mäßiger Geschwindigkeit allmählich kurzschließt. Diese Anordnung läßt den ersten notwendigerweise ausgiebig zu bemessenden Stromstoß nicht vermeiden. Für das Stillsetzen wird der Betriebsstrom mittels des Hauptstromschalters unterbrochen und der Anlaßwiderstand durch Ausbleiben des Stromes oder durch den auslaufenden Motor in den Stromkreis des Motors wieder eingeschaltet (Anlaßstellung). Durch die plötzliche Abschaltung des Motors treten aber infolge der plötzlichen Verminderung der Stromabgabe heftige Spannungsschwankungen auf, die auf das Elektrizitätswerk ungünstig zurückwirken.
Ein einfaches Mittel, den Stromstoß beim Einschalten zu vermindern, besteht darin, daß in den Stromlauf des Motors ein Widerstand geschaltet wird, der dauernd im Stromlauf verbleibt. Mit dieser Einrichtung ist aber ein erheblicher Verlust an elektrischer Energie verbunden, da in dem Widerstand während der ganzen Dauer des Arbeitens des Motors elektrische Energie in Wärme umgesetzt wird. Nur dann arbeitet ein Motor ökonomisch, wenn er unter Verwendung eines Anlaßwiderstandes angelassen wird, wobei eine Vernichtung elektrischer Energie in dem Widerstand nur während der kurzen Dauer der Anlaßperiode stattfindet. Bei einer Reihe von Schalt- und Anlaßanordnungen ist die Einrichtung so getroffen, daß für das Ingangsetzen der Pumpenmaschinen nur der Hauptstromschalter von Hand oder mittels einer selbsttätig wirkenden mechanischen Vorrichtung geschlossen und für das Stillsetzen der gleiche Schalter geöffnet wird. Beim Schließen des Schalters erhält der Motor infolge geeignet bemessener Anlaßwiderstände im Stromlauf einen so großen Stromstoß, daß er anläuft. Zwischen dem Motor und dem Anlasser ist dann eine mechanische oder elektrische Kupplung derart eingerichtet, daß der anlau- 4^ fende Motor den Anlaßwiderstand mit mäßiger Geschwindigkeit allmählich kurzschließt. Diese Anordnung läßt den ersten notwendigerweise ausgiebig zu bemessenden Stromstoß nicht vermeiden. Für das Stillsetzen wird der Betriebsstrom mittels des Hauptstromschalters unterbrochen und der Anlaßwiderstand durch Ausbleiben des Stromes oder durch den auslaufenden Motor in den Stromkreis des Motors wieder eingeschaltet (Anlaßstellung). Durch die plötzliche Abschaltung des Motors treten aber infolge der plötzlichen Verminderung der Stromabgabe heftige Spannungsschwankungen auf, die auf das Elektrizitätswerk ungünstig zurückwirken.
Die Erfindung bezweckt eine theoretisch mit ganz geringen Stromstößen und praktisch stoßfrei
stattfindende Ein- und Abschaltung des Pumpenmotors.
Auf der Zeichnung sind unter Fig. ι und 2 zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
In Fig. I, nach der der Antrieb mittels Gleichstromes stattfindet, sind O1, a2 die Zuleitungen
für den Betriebsstrom. Der Anlasser b2 gestattet durch Verschiebung eines Kontakt-Schlittens
mit den Kontakten k3, £4, fe5, kB und
den daneben befindlichen drei gleich langen
55
60
Kontakten sowohl eine vollständige Aus- und Einschaltung des Betriebsstromes als auch eine
allmähliche Kurzschließung der Anlaßwiderstände W1, w2, W3. Die Bewegung des Kontakt-Schlittens
geschieht selbsttätig in der Weise, daß beispielsweise bei einer gewissen Mindestfüllung
eines Wasserbehälters, der durch eine vom Motor / betriebene Pumpe mit Wasser
versorgt wird, eine Einschaltung des Stromes
ίο für den Motor stattfindet. Der Kontaktschlitten
wird dagegen in entgegengesetzter Richtung bewegt, sobald in dem Wasserbehälter ein bestimmter
Höchstwasserstand vorhanden ist. Die Bewegung des Schlittens kann auf verschiedene
Weise hervorgerufen werden, beispielsweise durch die Bewegungen eines in dem Behälter
sich befindenden Schwimmers, entweder unmittelbar oder auch durch elektrische oder hydraulische
Übertragung. Der Strom verläuft beim Einschalten durch den Schaltanlasser b2
und über die Widerstandsstufen W4, w5, we>
W1 eines zweiten Anlassers b3. Dieser Anlasser steht
unter dem Einfluß des Motorstromes, derart, daß bei Stromgebung auf den Motor der Anlasser
b3 aus der Anlaßstellung bis zur Kurzschlußstellung
der Widerstände W4 bis W1 verschoben
wird. Wird der Motor abgeschaltet, so bewegt sich der Anlasser b3 in entgegengesetzter
Richtung bis zur Anlaßstellung. Diese Bewegung kann auf verschiedene Weise hervorgerufen
werden. Beispielsweise kann der Betriebsstrom durch die Windungen K eines Magneten geschickt werden, dessen Eisenkern W1
bei Stromgebung in die Spule eingezogen wird, dagegen bei Unterbrechung des Stromes unter
dem Einfluß eines Gewichtes X aus der Spule herausfällt. Diese Auf- und Abbewegungen des
Eisenkernes können entweder unmittelbar zur Bewegung des Anlassers b3 benutzt werden oder
auch unter Zwischenschaltung beliebiger Übertragungsglieder, beispielsweise auf elektrischem
Wege oder auch auf hydraulischem Wege, wie z. B. in der Figur angedeutet ist.
Die Vorrichtung arbeitet nun in folgender Weise:
Im Ruhezustande befinden sich beide Anlasser in ihrer tiefsten Stellung. Ist im Hochbehälter
der erwähnte niedrigste Wasserstand eingetreten, so wird selbsttätig der Anlasser δ2 angehoben.
Findet von der Stromquelle her durch die Leitungen O1, a2 Stromgebung statt, so wird der
Motorstrom zunächst durch die Widerstände W1 bis W3 und ze>4 bis W1 abgeschwächt. Da die
Widerstände W1 bis ws stufenweise kurzgeschlos-
55. sen werden, wird die Stromgebung zum Motor stufenweise stärker und der Motor läuft an. Infolge
Stromgebung nach dem Motor wird der Anlasser L· aufwärts wandern und dabei stufenweise
auch die Widerstände W1 bis W1 kurzschließen,
worauf der Motor mit voller Ge- 6p schwindigkeit und voller Kraft arbeiten wird.
Ist im Hochbehälter ein bestimmter Höchstwasserstand erreicht, so wandert der Anlasser b2
abwärts, schaltet in den Motorstromkreis stufenweise die Widerstände W3 bis W1 ein, dabei den
Antrieb des Motors schwächend, worauf schließlich am Anlasser b2 der Betriebsstrom ganz
vom Motor abgeschaltet wird. Ist dieses eingetreten, so wandert auch der Anlasser bs abwärts
infolge Ausbleibens des Stromes in der Spule K. Findet dagegen beim Aufgang des
Anlassers δ2 keine Stromgebung von der Stromquelle her statt, etwa infolge einer Störung,
so werden zwar die sämtlichen Widerstände des Anlassers b2, das sind W1 bis W3, kurzgeschlossen,
der Motor kann aber noch nicht anlaufen, weil keine Stromgebung stattfindet. Findet daraufhin
wiederum Stromgebung von der Stromquelle her statt, so muß der Betriebsstrom für den
Motor über die Widerstände wA bis W1 verlaufen,
bis infolge des daraufhin eintretenden Hochgehens des Anlassers b3 auch diese Widerstände
wiederum kurzgeschlossen werden. Es kann aber auch der Fall eintreten, daß während des
Betriebes des Motors der Betriebsstrom an der Stromquelle oder auf dem Wege von der Stromquelle
nach dem Anlasser b2 an irgendeiner beliebigen
Stelle unterbrochen wird. Dann geht jedesmal der Anlasser bs in seine Anlaßstellung
zurück, so daß bei Wiederkehr des Stromes eine entsprechende Schwächung des Anlaufstromes
stattfindet.
Fig. 2 zeigt die Anordnung für den Betrieb mittels Drehstromes. Ihre Wirkungsweise ist
die gleiche wie diejenige der Fig. 1, so daß hierauf nicht weiter eingegangen zu werden
braucht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Selbsttätige Anlaßvorrichtung für Elektromotoren mit zwei in Reihe geschalteten Anlassern, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Anlasser (b2), der mit Hauptstromkontakten für die vollständige Unterbrechung des Betriebsstromes verbunden ist, unter dem Einfluß einer beliebigen, für die normale selbsttätige Ein- und Ausschaltung bestimmten Kraft (z. B. des Druckes eines Wasserbehälters) in die Laufstellung oder in eine Haltestellung bei Unterbrechung des Betriebsstromes .verschoben wird, und der andere Anlasser (b3) unter dem Einfluß des durch den Motor fließenden Anlaufstromes selbsttätig kurzgeschlossen oder beim Abschalten des Betriebsstromes selbsttätig in die Anlaßstellung verschoben wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE272803C true DE272803C (de) |
Family
ID=529320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT272803D Active DE272803C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE272803C (de) |
-
0
- DE DENDAT272803D patent/DE272803C/de active Active
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