DE272803C - - Google Patents

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DE272803C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/02Details of starting control
    • H02P1/04Means for controlling progress of starting sequence in dependence upon time or upon current, speed, or other motor parameter

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
Firma CARL FRANCKE in BREMEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Juli 1912 ab.
Vielfach geschieht das Ein- und Ausschalten von elektrisch angetriebenen Pumpwerken, seien es selbsttätig schaltende oder von Hand einzuschaltende, in der Weise, daß das Anlaufen des Pumpenmötors durch Schließen eines in der Stromzuleitung zum Motor liegenden Hauptstromschalters und das Stillsetzen durch Öffnen des gleichen Schalters stattfindet.
Bei ganz kleinen Motoren verzichtet man
ίο der Einfachheit wegen zuweilen auf die Verwendung von Anlaßvorrichtungen, dafür muß man aber den Übelstand in den Kauf nehmen, daß sowohl beim Ausschalten als auch ganz besonders beim Einschalten des Motors heftige Stromstöße auftreten, welche nicht nur Motor und Pumpe gefährden, sondern auch unangenehm auf das den Strom liefernde Elektrizitätswerk rückwirken.
Ein einfaches Mittel, den Stromstoß beim Einschalten zu vermindern, besteht darin, daß in den Stromlauf des Motors ein Widerstand geschaltet wird, der dauernd im Stromlauf verbleibt. Mit dieser Einrichtung ist aber ein erheblicher Verlust an elektrischer Energie verbunden, da in dem Widerstand während der ganzen Dauer des Arbeitens des Motors elektrische Energie in Wärme umgesetzt wird. Nur dann arbeitet ein Motor ökonomisch, wenn er unter Verwendung eines Anlaßwiderstandes angelassen wird, wobei eine Vernichtung elektrischer Energie in dem Widerstand nur während der kurzen Dauer der Anlaßperiode stattfindet. Bei einer Reihe von Schalt- und Anlaßanordnungen ist die Einrichtung so getroffen, daß für das Ingangsetzen der Pumpenmaschinen nur der Hauptstromschalter von Hand oder mittels einer selbsttätig wirkenden mechanischen Vorrichtung geschlossen und für das Stillsetzen der gleiche Schalter geöffnet wird. Beim Schließen des Schalters erhält der Motor infolge geeignet bemessener Anlaßwiderstände im Stromlauf einen so großen Stromstoß, daß er anläuft. Zwischen dem Motor und dem Anlasser ist dann eine mechanische oder elektrische Kupplung derart eingerichtet, daß der anlau- 4^ fende Motor den Anlaßwiderstand mit mäßiger Geschwindigkeit allmählich kurzschließt. Diese Anordnung läßt den ersten notwendigerweise ausgiebig zu bemessenden Stromstoß nicht vermeiden. Für das Stillsetzen wird der Betriebsstrom mittels des Hauptstromschalters unterbrochen und der Anlaßwiderstand durch Ausbleiben des Stromes oder durch den auslaufenden Motor in den Stromkreis des Motors wieder eingeschaltet (Anlaßstellung). Durch die plötzliche Abschaltung des Motors treten aber infolge der plötzlichen Verminderung der Stromabgabe heftige Spannungsschwankungen auf, die auf das Elektrizitätswerk ungünstig zurückwirken.
Die Erfindung bezweckt eine theoretisch mit ganz geringen Stromstößen und praktisch stoßfrei stattfindende Ein- und Abschaltung des Pumpenmotors.
Auf der Zeichnung sind unter Fig. ι und 2 zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. In Fig. I, nach der der Antrieb mittels Gleichstromes stattfindet, sind O1, a2 die Zuleitungen für den Betriebsstrom. Der Anlasser b2 gestattet durch Verschiebung eines Kontakt-Schlittens mit den Kontakten k3, £4, fe5, kB und den daneben befindlichen drei gleich langen
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Kontakten sowohl eine vollständige Aus- und Einschaltung des Betriebsstromes als auch eine allmähliche Kurzschließung der Anlaßwiderstände W1, w2, W3. Die Bewegung des Kontakt-Schlittens geschieht selbsttätig in der Weise, daß beispielsweise bei einer gewissen Mindestfüllung eines Wasserbehälters, der durch eine vom Motor / betriebene Pumpe mit Wasser versorgt wird, eine Einschaltung des Stromes
ίο für den Motor stattfindet. Der Kontaktschlitten wird dagegen in entgegengesetzter Richtung bewegt, sobald in dem Wasserbehälter ein bestimmter Höchstwasserstand vorhanden ist. Die Bewegung des Schlittens kann auf verschiedene Weise hervorgerufen werden, beispielsweise durch die Bewegungen eines in dem Behälter sich befindenden Schwimmers, entweder unmittelbar oder auch durch elektrische oder hydraulische Übertragung. Der Strom verläuft beim Einschalten durch den Schaltanlasser b2 und über die Widerstandsstufen W4, w5, we> W1 eines zweiten Anlassers b3. Dieser Anlasser steht unter dem Einfluß des Motorstromes, derart, daß bei Stromgebung auf den Motor der Anlasser b3 aus der Anlaßstellung bis zur Kurzschlußstellung der Widerstände W4 bis W1 verschoben wird. Wird der Motor abgeschaltet, so bewegt sich der Anlasser b3 in entgegengesetzter Richtung bis zur Anlaßstellung. Diese Bewegung kann auf verschiedene Weise hervorgerufen werden. Beispielsweise kann der Betriebsstrom durch die Windungen K eines Magneten geschickt werden, dessen Eisenkern W1 bei Stromgebung in die Spule eingezogen wird, dagegen bei Unterbrechung des Stromes unter dem Einfluß eines Gewichtes X aus der Spule herausfällt. Diese Auf- und Abbewegungen des Eisenkernes können entweder unmittelbar zur Bewegung des Anlassers b3 benutzt werden oder
auch unter Zwischenschaltung beliebiger Übertragungsglieder, beispielsweise auf elektrischem Wege oder auch auf hydraulischem Wege, wie z. B. in der Figur angedeutet ist.
Die Vorrichtung arbeitet nun in folgender Weise:
Im Ruhezustande befinden sich beide Anlasser in ihrer tiefsten Stellung. Ist im Hochbehälter der erwähnte niedrigste Wasserstand eingetreten, so wird selbsttätig der Anlasser δ2 angehoben.
Findet von der Stromquelle her durch die Leitungen O1, a2 Stromgebung statt, so wird der Motorstrom zunächst durch die Widerstände W1 bis W3 und ze>4 bis W1 abgeschwächt. Da die Widerstände W1 bis ws stufenweise kurzgeschlos-
55. sen werden, wird die Stromgebung zum Motor stufenweise stärker und der Motor läuft an. Infolge Stromgebung nach dem Motor wird der Anlasser aufwärts wandern und dabei stufenweise auch die Widerstände W1 bis W1 kurzschließen, worauf der Motor mit voller Ge- 6p schwindigkeit und voller Kraft arbeiten wird. Ist im Hochbehälter ein bestimmter Höchstwasserstand erreicht, so wandert der Anlasser b2 abwärts, schaltet in den Motorstromkreis stufenweise die Widerstände W3 bis W1 ein, dabei den Antrieb des Motors schwächend, worauf schließlich am Anlasser b2 der Betriebsstrom ganz vom Motor abgeschaltet wird. Ist dieses eingetreten, so wandert auch der Anlasser bs abwärts infolge Ausbleibens des Stromes in der Spule K. Findet dagegen beim Aufgang des Anlassers δ2 keine Stromgebung von der Stromquelle her statt, etwa infolge einer Störung, so werden zwar die sämtlichen Widerstände des Anlassers b2, das sind W1 bis W3, kurzgeschlossen, der Motor kann aber noch nicht anlaufen, weil keine Stromgebung stattfindet. Findet daraufhin wiederum Stromgebung von der Stromquelle her statt, so muß der Betriebsstrom für den Motor über die Widerstände wA bis W1 verlaufen, bis infolge des daraufhin eintretenden Hochgehens des Anlassers b3 auch diese Widerstände wiederum kurzgeschlossen werden. Es kann aber auch der Fall eintreten, daß während des Betriebes des Motors der Betriebsstrom an der Stromquelle oder auf dem Wege von der Stromquelle nach dem Anlasser b2 an irgendeiner beliebigen Stelle unterbrochen wird. Dann geht jedesmal der Anlasser bs in seine Anlaßstellung zurück, so daß bei Wiederkehr des Stromes eine entsprechende Schwächung des Anlaufstromes stattfindet.
Fig. 2 zeigt die Anordnung für den Betrieb mittels Drehstromes. Ihre Wirkungsweise ist die gleiche wie diejenige der Fig. 1, so daß hierauf nicht weiter eingegangen zu werden braucht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbsttätige Anlaßvorrichtung für Elektromotoren mit zwei in Reihe geschalteten Anlassern, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Anlasser (b2), der mit Hauptstromkontakten für die vollständige Unterbrechung des Betriebsstromes verbunden ist, unter dem Einfluß einer beliebigen, für die normale selbsttätige Ein- und Ausschaltung bestimmten Kraft (z. B. des Druckes eines Wasserbehälters) in die Laufstellung oder in eine Haltestellung bei Unterbrechung des Betriebsstromes .verschoben wird, und der andere Anlasser (b3) unter dem Einfluß des durch den Motor fließenden Anlaufstromes selbsttätig kurzgeschlossen oder beim Abschalten des Betriebsstromes selbsttätig in die Anlaßstellung verschoben wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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