DE75361C - Anlafsvorrichtung für Drehstromtreibmaschinen - Google Patents
Anlafsvorrichtung für DrehstromtreibmaschinenInfo
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- DE75361C DE75361C DENDAT75361D DE75361DA DE75361C DE 75361 C DE75361 C DE 75361C DE NDAT75361 D DENDAT75361 D DE NDAT75361D DE 75361D A DE75361D A DE 75361DA DE 75361 C DE75361 C DE 75361C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/30—Structural association of asynchronous induction motors with auxiliary electric devices influencing the characteristics of the motor or controlling the motor, e.g. with impedances or switches
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Anlassen von Drehstromtreibmaschinen bedarf man erfahrungsgemäfs bedeutend geringerer
Spannungen, als beim Volllauf herrschen sollen. Der Grund hiervon liegt darin, dafs in
dem mit in sich geschlossenen Strombahnen versehenen Anker (Kurzschlufsanker), so lange
derselbe noch nicht eine nahezu synchrone Drehung mit der der Kraftlinien des Drehfeldes
erreicht hat, schon bei geringer Feldstärke so mächtige Ströme erregt werden, dafs
die nöthige Zugkraft ausgeübt wird. Zur Erzeugung der geringen Feldstärke ist aber ein
kleiner Spannungsunterschied an den Klemmen der erregenden Windungen der Maschine ausreichend.
Erst nachdem der Anker eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat, braucht man
nach und nach ein stärkeres Feld. Würde man von Anfang an die Maschine mit der vollen Spannung anlassen, so würde sie zu
schnell in Gang kommen und einen starken Stromstofs im Leitungsnetz verursachen. Das
Anlassen mittelst vorgeschalteter Widerstände würde dem zwar abhelfen, allein diese Widerstände
verursachen einen nutzlosen Kraftverbrauch und müssen sehr grofs gebaut werden, um einer zu grofsen Erwärmung vorzubeugen.
Die neue Anlafsvorrichtung bezweckt ein langsames Anlassen der Drehfeldtreibmaschinen
durch allmälige Steigerung der Spannung, ohne dafs elektrische Energie verschwendet wird.
Auf Fig. 1 ist die Anordnung schematisch dargestellt. Drei Spulen S1 S2 S3 sind je auf
einen getheilten Eisenkern gewickelt; diese drei Kerne sind nach Art der Drehstromwandler
unter sich durch zwei Joche magnetisch verbunden. Die Spulen sind an je einem ihrer
Enden an die Leitungen L1 L2 L3 angeschlossen,
während die anderen Drahtenden gemeinsam durch das Leitungsstück N verbunden
sind. Dieses Stück N bildet den neutralen — oder Knoten- — Punkt des Drehstromes.
Von der Drehstromtreibmaschine D führen Leitungen I1 /2 I3 zu den gemeinsam
bewegten Stromschlufsstücken (etwa Schleiffedern) C1 C2 C3. Befinden sich diese letzteren
ganz dicht bei N (unten), so ist keine Spannung zwischen I1 I2 I3 möglich. Je weiter man die
Schleifstücke von der neutralen Schiene entfernt, um so höher steigt die der Maschine
zugeführte Spannung, bis man an die oberen Enden der Spulen gelangt, wo dann die volle
Leitungsspannung herrscht. In Wirklichkeit wird man meistens die Schleiffedern c, C2 C3
nicht unmittelbar auf den Windungen der Spulen s schleifen lassen, sondern sich eines
Schaltbrettes (Fig. 2) mit einer dreitheiligen Kurbel und besonderer Stromschlufsplättchen
bedienen, wobei letztere mit Unterabtheilungen oder Windungsgruppen der Spulen in Verbindung
stehen. Auf Fig. 2 sind diese Verbindungsleitungen für die mittlere Spule S2
der Deutlichkeit halber fortgelassen. Steht die dreifache Kurbel auf den Plättchen 1, 1, 1, so
erhält die Treibmaschine keine Spannung, da ihre Leitungen nur an die neutrale Stelle des
Drehstromnetzes angeschlossen sind, dreht man
aber die Kurbel nach und nach auf die Plättchen 2, 3, 4 u. s. w., so fängt die Maschine
allmälig zu laufen an.
Da die Windungen der Spulen S1 S2 S3
mit äufserst geringen Widerständen gebaut werden können, so tritt auch keine bedeutende
Erhitzung derselben ein.
Bei der Ausführung der beschriebenen Vorrichtung ist darauf zu achten, dafs beim Uebergange
der Schleiffeder von einem Plättchen zum anderen der Strom nicht unterbrochen wird. Es mufs deswegen das Schleifstück
breiter sein, als der Abstand der Stromschlufsplättchen von einander. Dies bringt nun aber
den Nachtheil, dafs bei vorübergehender gleichzeitiger Berührung der zwei benachbarten
Plättchen durch das Schleifstück die betreffende Spulenabtheilung kurzgeschlossen wird und in
derselben seitens der anderen Spulen ein starker Strom erregt wird.
Um dies zu vermeiden, kann man sich mehrerer Mittel bedienen. Eines derselben
besteht darin, dafs man die Zuleitungsdrähte, welche in Fig. 2 punktirt sind, aus schlechtleitender Masse (Eisen oder Neusilber) macht,
so dafs dieselben einem zu starken Anwachsen des Stromes in der kurzgeschlossenen Abtheilung
einen gewissen Widerstand bieten.
Da die elektromotorische Kraft nur einer Spulenabtheilung sehr klein ist, so genügt auch
ein verhältnifsmäfsig kleiner Betrag von Widerstand.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche, etwas abgeänderte Anordnung. Ein anderes Mittel ist eine Abänderung
desjenigen, welches bei den Zellenschaltern für Sammelbatterien benutzt wird.
Man macht die Abstände der Stromschlufsplättchen i, 2, 3, 4 etwas gröfser und benutzt
ein aus zwei von einander getrennten Theilen bestehendes Schleifstück (Fig. 4). Zwischen
diesen Theilen schaltet man nun eine Spule J mit bestimmter Selbstinduction ein, z. B. einige
Windungen, welche um einen Eisenring gewickelt sind, oder einen gewöhnlichen Widerstand.
Befindet sich die Kurbel z. B. in solcher Stellung, dafs sich eine Schleiffeder auf dem
Plättchen 3 und die andere auf dem Plättchen 4 befindet, so kann in der betreffenden Spulenabtheilung
vermöge der Selbstinduction bezw. des vorgeschalteten Widerstandes in J kein zu
grofser Strom entstehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Verminderung des Stromverbrauches beim Anlassen von Drehstromtreibmaschinen, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Inductors, welcher aus drei unter sich magnetisch verbundenen Eisenkernen besteht, die von je einer untertheilten Spule so umgeben sind, dafs je ein Ende dieser Spulen an je eine der drei Hauptleitungen angeschlossen wird und die anderen Enden dieser Spulen unter sich verbunden sind, wobei die drei Leitungen der anzulassenden Treibmaschine durch einen Regelungsschalter derart stufenweise verschoben werden, dafs sie gleichmäfsig nach und nach an weiter vom Knotenpunkte entfernte Windungen angeschlossen werden.Hierzu 1.Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75361C true DE75361C (de) |
Family
ID=348329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75361D Expired - Lifetime DE75361C (de) | Anlafsvorrichtung für Drehstromtreibmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75361C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1180836B (de) * | 1959-04-27 | 1964-11-05 | Dr Gerd Hinrichs | Hochbelastbarer Regeltransformator mit beweg-barem Gleit- oder Rollkontakt |
| DE1296680B (de) * | 1965-04-14 | 1969-06-04 | Kawabe Takao | Anlasser fuer Wechselstrommotoren |
-
0
- DE DENDAT75361D patent/DE75361C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1180836B (de) * | 1959-04-27 | 1964-11-05 | Dr Gerd Hinrichs | Hochbelastbarer Regeltransformator mit beweg-barem Gleit- oder Rollkontakt |
| DE1296680B (de) * | 1965-04-14 | 1969-06-04 | Kawabe Takao | Anlasser fuer Wechselstrommotoren |
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