DE259243C - Regelwerk fuer motorbogenlampen - Google Patents

Regelwerk fuer motorbogenlampen

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DE259243C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0042Mounting; Connecting
    • H05B31/0045Mounting; Connecting of individual lamps; Associated impedances

Landscapes

  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 259243 KLASSE 21/. GRUPPE
Regelwerk für Motorbogenlampen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1912 ab.
Werden Bogenlampen, bei welchen das Regelwerk durch einen kleinen Hilfsmotor angetrieben wird, nicht mit Hilfe der Vorschaltwiderstände aus einem Netz konstanter Spannung, sondern durch Maschinen mit stark abfallender Charakteristik betrieben, so treten verschiedene Nachteile am Regelwerk dadurch ein, daß dieses beim Zünden der Lampe bei einer acht- bis zehnmal kleineren Spannung arbeiten muß als
ίο im normalen Betrieb.
Wenn z. B. beim Zündvorgang die Kohlen sich berühren, so verschwindet die Spannung, die normal 6o bis 8o Volt beträgt, bis auf etwa 6 bis 8 Volt; trotz dieser geringen Spannung sollen aber sowohl die magnetischen Umschalter sicher arbeiten als auch der kleine Hilfsmotor, trotzdem einerseits sein Feld nur ein Zehntel der normalen Stärke beträgt und andererseits sein Anker, der normal bei so kleinen Motoren etwa 20 Volt Spannungsabfall hat, nur etwa ein Drittel seines Normalstromes erhält.
Bei den magnetischen Schaltern könnte man diesem Übelstand begegnen durch eine besonders empfindliche Bauart. Bei dem Hilfsmotor stellt sich aber, selbst wenn man einen abnormal starken Motor verwenden würde, der selbst noch bei so schwachem Feld und Ankerstrom das erforderliche Anzugsmoment geben würde, sofort ein neuer Ubelstand ein. Ist nämlich die Zündung erfolgt und schaltet nunmehr je nach den Schwankungen des Lichtbogens der Umschalter den Hilfsmotor für Rechts- oder Linkslauf, so entwickelt der Motor entsprechend der Spannung von 60 bis 80 Volt eine 20 bis 30 mal größere Kraft; auch bei der kleinsten Schwankung imLichtbogen kommt der Motor zu rasch auf Touren und schießt gewissermaßen weit über das Ziel hinaus, unterstützt durch sein zu großes Ankergewicht, da er ja mit Rücksicht auf die Zündspannung zu reichlich gewählt werden mußte. Die Lampe wird also über regulier en, wobei als weiterer Nachteil das starke Feuern an den Umschaltkontakten und ein starker Verschleiß auftritt, zumal das Umsteuern infolge des Uberregulierens viel häufiger erfolgt als bei einem normal verlaufenden Reguliervorgang.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die durch die Verschiedenheit der Betriebs- und Zündspannung hervorgerufenen Nachteile in einfacher Weise, indem ein besonderes Relais nach dem Zünden soviel Widerstände vor die Umschaltmagnete, den Motoranker und das Motorfeld schaltet, daß die Ströme und die Kräfte beim Betriebe nicht höher sind als beim Zünden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. In dieser stellt α das Relais gemäß der Erfindung dar. Seine Spule liegt an den Klemmen der Betriebsmaschine d. Im normalen Betriebe, also bei hoher Spannung, zieht es seinen Anker 5 entgegen der Wirkung der Feder c an und öffnet den Kurzschluß der Widerstände. Somit liegt der Widerstand e im Stromkreis der Umschaltrelais h und i, der Widerstand f im Stromkreis der Feldwicklung t, der Widerstand g im Ankerstromkreis des Hilfsmotors m, welcher die Bewegung der Kohlen k und I bewirkt.
Angenommen, die Kohlen stehen auseinander, der Bogen ist abgerissen, und die Lampe wird
durch Schließen des Schalters η in Betrieb gesetzt, dann hat infolge der hohen Spannung von etwa 120 Volt das Relais α seinen Anker angezogen und den Kurzschluß der Widerstände e, f, g geöffnet; das Steuerrelais ft zieht seinen Anker q nach links und gibt bei r Kontakt. Es fließt ein Strom über den Widerstand e und die Spule h des Umschalters h'. Dieser schließt den Ankerstromkreis des Hilfsmotors über den Widerstand g, während das Feld t dauernd über den Widerstand f erregt ist. Der Hilfsmotor bewirkt nun ein Nähern der Kohlen, bis sie sich berühren. In diesem Moment sinkt die Klemmenspannung bis auf 6 bis 8 Volt.
Das Relais α läßt seinen Anker los und schließt die Widerstände e, f, g kurz. Gleichzeitig gibt das Relais ft Kontakt nach s. Jetzt wird die Spule i des Umschalters ϊ sowie der Anker und das Feld des Hilfsmotors direkt erregt, und — da die Widerstände e, f, g kurzgeschlossen sind — genau so stark wie bei 60 bis 80 Volt. Der Motor bewirkt jetzt das Auseinanderregulieren der Kohlen unter Bildung des Lichtbogens, bis die Betriebsspannung erreicht ist, bei welcher der Anker des Relais ft seine Mittellage erreicht, indem jetzt die Zugkraft des Ankers q der Spannung der Feder u das Gleichgewicht hält. Bei dieser normalen Betriebsspannung sind die Widerstände e, f und g wieder vorgeschaltet und die Motor- und Um-Schalterkontakte arbeiten unter den günstigsten Bedingungen.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    ' Regelwerk für Motorbogenlampen, die durch Maschinen mit stark abfallender Charakteristik gespeist werden, dadurch, gekennzeichnet, daß ein von der Spannung abhängiges Relais (a) bei voller Höhe der Betriebsspannung Widerstände vor den zur Regelung des Elektrodenabstandes dienenden Motor (tn,t) und vor die zur Umsteuerung dieses Motors dienenden Umschalterspulen (h, i) legt, so daß diese unter den gleichen Bedingungen wie beim Zündvorgang arbeiten, zum Zwecke, bei kleinerem Motor kleineres Funken und sanfteres Ansprechen im Betriebe zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1912259243D 1912-06-28 1912-06-28 Regelwerk fuer motorbogenlampen Expired DE259243C (de)

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