DE229540C - - Google Patents

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DE229540C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L9/00Electric propulsion with power supply external to the vehicle
    • B60L9/16Electric propulsion with power supply external to the vehicle using AC induction motors
    • B60L9/30Electric propulsion with power supply external to the vehicle using AC induction motors fed from different kinds of power-supply lines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Werden Fahrzeuge mit verschiedenen Spannungen betrieben, so muß an den Übergangsstellen von dem mit einer Spannung gespeisten Fahrleitungsteil auf einen mit anderer Spannung gespeisten eine Umschaltung der Apparate stattfinden. Um hierbei von der Achtsamkeit des Wagenführers unabhängig zu sein, sind bereits Relais verwendet worden, welche die Steuerstromkreise auf dem Fahrzeuge entsprechend der zugeführten Spannung schließen. Diese Umschaltung allein genügt jedoch für den Betrieb mit der geänderten Spannung in vielen Fällen nicht. Beispielsweise muß die Schaltung der selbsttätigen Höchststromausschalter sowie der Vorschaltwiderstände für die Steuerstromkreise der geänderten Spannung angepaßt werden.
Erfindungsgemäß wird diese Umschaltung in besonders einfacher Weise dadurch erreicht,
ao daß besondere Kontakte auf der Fahrtrichtungssteuerwalze sowie die dazugehörigen Kon-' taktfinger in dem Steuerschalter angebracht sind, und daß der Wagenführer zu dem richtigen . Umlegen dieser Schaltwalze dadurch gezwungen wird, daß die Steuerstromkreise über die Fahrtrichtungssteuerwalze geführt sind. Erst wenn diese Schaltwalze in die der jeweiligen Spannung und demzufolge der Lage des Relais entsprechende Schaltstellung umgelegt ist, kann ein Steuerstrom fließen und somit durch Drehen der Fahrwalze ein Anfahren des Fahrzeuges oder Zuges erfolgen. . Die Zeichnung stellt als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Schaltbild für ein mit vier Motoren ausgerüstetes Fahrzeug dar. Die Betriebsspannungen mögen im Verhältnis 1:2 stehen und 600 und 1200 Volt betragen.
ι ist die Oberleitung, 2 der Stromabnehmerbügel, 3,4 zwei selbsttätige Ausschalter und.5 die zu den Motoren 6 bis 9 führende Leitung. Von den Klemmen der selbsttätigen Ausschalter 3 und 4 führen Leitungen 10 bis 13 zu den Kontaktfingern 14 bis 17, die an dem mit den Kontaktstücken 18 bis 31 besetzten Fahrtrichtungssteuerschalter 32 anliegen. Hinter dem selbsttätigen Ausschalter 4 zweigen die Leitungen 33, 34 ab. Erstere führt zu dem Relais 35, letztere über die Vorschaltwiderstände 36, 37 zu dem Kontaktfinger 38, der an der Hauptschaltwalze 39 anliegt. Von den Klemmen des Vorschaltwiderstandes 36 führen die Leitungen 40, 41 zu den Kontaktfingern 42, 43 einerseits und 44 andererseits.
Relais 35 schließt in seiner Ruhelage mittels der Kontaktbrücke 45 die Kontakte 46, 47 kurz, während bei angezogenem Anker dasselbe für die Kontakte 48,49 der Fall ist. Die Kontakte 46, 48 liegen an Erde; von den Kontakten 47, 49 führen die Leitungen 50, 51 zu den an dem Fahrtrichtungssteuerschalter 32 anliegenden Kontaktfingern 52, 53. An der Hauptschaltwalze 39 liegen außer dem Kontaktfinger 38 die Kontaktfinger 54 bis 68 an, von denen Steuerleitungen zu den Steuerspulen der Hüpfer 69 bis 83 führen. Diese Hüpfer stellen in bekannter Weise die zum
Anfahren erforderlichen Schaltungen der Motoren her. Die entsprechende Speisung der Steuerspulen erfolgt über auf der Hauptschaltwalze 39 sitzende Kontaktstücke, die ebenso wie die Steuerspulen nicht dargestellt sind, da ihre Anordnung für die Erfindung von keiner Bedeutung ist. Die freien Klemmen sämtlicher Steuerspulen sind miteinander verbunden und mittels der Leitung 85 an den Kontaktfinger 86 angeschlossen. 87, 88 sind schließlich Kontaktfinger, von denen die Steuerleitungen 89, 90 zu dem nicht dargestellten Fahrtrichtungsschalter führen.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Befindet sich das Fahrzeug unter einer mit 1200 Volt gespeisten Fahrleitung, so muß der Wagenführer den Fahrtrichtungssteuerschalter
32 für Vorwärtsfahrt in die Stellung »vorwärts«, »1200 Volt« bringen. Alsdann kann aus der Oberleitung 1 über Stromabnehmer 2, selbsttätigen Ausschalter 3, Leitung 11, Kontaktfinger 14, Kontaktstück 26, Kontaktfinger 15, Leitung 12, selbsttätigen Ausschalter 4 und Leitung 5 Strom zu den Motoren gelangen.
Ferner fließt abzweigend hinter dem selbsttätigen Ausschalter 4 ein Strom über Leitung
33 und Relais 35 zur Erde. Da die Betriebsspannung 1200 Volt beträgt, schließt das Relais 35 die oberen Kontakte 48, 49 mittels der Kontaktbrücke 45 kurz. Ein zweiter, hinter dem selbsttätigen Ausschalter 4 abzweigender Strom fließt über Leitung 34, Vorschaltwiderstände 36, 37 zum Kontaktfinger 38 und je nach der Stellung der Hauptschaltwalze 39 über einen oder mehrere der Kontaktfinger 54 bis 68 und die zugehörigen Steuerspulen zur Leitung 85 und über Kontaktfinger 86, Kontaktstück 20, Kontaktfinger 53, Leitung 51, Kontakt 49, Kontaktbrücke 45, Kontakt 48 zur Erde.
Gelangt das Fahrzeug auf die mit 600 Volt gespeiste Oberleitung, so ist der über das Relais 35 zur Erde fließende Strom nicht mehr imstande, die Kontaktbrücke 45 in der oberen Lage zu halten; letztere fällt daher herunter und trennt die Kontakte 49, 48. Hierdurch werden sämtliche Steuerströme unterbrochen und sämtliche eingeschaltet gewesenen Hüpfer geöffnet. Um weiterfahren zu können, ist der Wagenführer daher genötigt, die Umschaltwalze in die Stellung »vorwärts«, »600 Volt« umzuschalten. Alsdann kann der von den Hüpfern kommende Steuerstrom über Leitung 85, Kontaktfinger 86, Kontaktstück 22, Kontaktfinger 52, Leitung 50, Kontakt 47, Kontaktbrücke 45, Kontakt 46 zur Erde fließen. Mit dem Umlegen des Fahrtrichtungssteuerschalters 32 ist die Kontaktbrücke 30 unter die Kontaktfinger 43, 44 gelangt. Der von der Oberleitung 1 zu den Steuerspulen der Hüpfer fließende Strom geht infolgedessen auf dem Wege: Leitungen 34, 40, Kontaktfinger 43, Kontaktstück 30, Kontaktfinger 44, Leitung 41, Vorschaltwiderstand 37 zum Kontaktfinger 38. Der den Steuerspulen der Hüpfer vorgeschaltete Widerstand ist dementsprechend um den Betrag des Widerstandes 36 vermindert, so daß bei geeigneter Bemessung auch bei der verringerten Spannung wieder Strom derselben Stärke wie bei der hohen Spannung die Steuerspulen durchfließt.
Ferner ist durch das Umlegen der Umschaltwalze 32 eine Änderung in der Schaltung der selbsttätigen Stromunterbrecher herbeigeführt. Denn der aus der Oberleitung 1 über Stromabnehmer 2 kommende Strom fließt einmal über den selbsttätigen Stromunterbrecher 3, Leitung 11, Kontaktfinger 14, Kontaktstück 24, Kontaktfinger 17 und die Leitungen' 13 und 5 zu den Motoren und zweitens über Leitung 10, Kontaktfinger 16, Kontaktstück 28, Kontaktfinger 15, Leitung 12, selbsttätigen Stromunterbrecher 4 und Leitung 5 zu den Motoren. Während bei der Speisung mit 1200 Volt die Unterbrecher 3 und 4 hintereinander geschaltet waren, sind bei der Speisung mit 600 Volt die Unterbrecher einander parallel geschaltet; die höchstzulässige Stromstärke ist damit in letzterem Falle auf den doppelten Betrag bemessen.
Beim Ausführungsbeispiel kann wegen des einfachen Spannungsverhältnisses (1 : 2) für die eine Spannung eine Hintereinanderschaltung und für die andere eine Parallelschaltung der selbsttätigen Stromunterbrecher vorgenommen werden. Bei anderen Spannungsverhältnissen kann man einen selbsttätigen Stromausschalter mit zwei Auslösespulen vorsehen, von denen die der jeweiligen Betriebsspannung entsprechende Spule eingeschaltet wird. An Stelle zweier getrennter Auslösespulen kann auch eine.einzige mit einer dritten Klemme versehene Auslösespule benutzt werden. Für die höhere Betriebsspannung wird dann die ganze, für die niedere Betriebsspannung nur ein Teil der Spule benutzt.
Das Ausführungsbeispiel sieht die Schaltung von vier Fahrzeugmotoren vor. Diese wird man zweckmäßig, um normale Motoren verwenden zu können, mit einer Betriebsspannung von 600 Volt betreiben. Das Anlassen bei 600 Volt erfolgt dann in der Weise, daß auf den ersten vier Fahrstellungen die vier Motoren hintereinander, auf den nächsten vier Fahrstellungen zwei Gruppen von je zwei hintereinander geschalteten Motoren einander parallel und schließlich auf den letzten vier Fahrstellungen sämtliche Motoren parallel geschaltet sind. Bei der -höheren Betriebsspannung werden dann nur die acht ersten Fahr-Stellungen benutzt. Um den Wagenführer zu verhindern, in diesem Falle die Hauptschalt-
walze in die Stellung »vier Motoren parallel« zu bringen, kann durch die Umschaltwalze eine Verriegelung gesteuert werden, die in den Stellungen für 1200 Volt ein Drehen der Hauptschaltwalze über die achte Fahrstellung hinaus verhindert.
Schließlich kann das Relais 35 gleichzeitig dazu benutzt werden, die Lichtstromkreise des Fahrzeuges beim Übergang von der einen Spannung auf die andere selbsttätig umzuschalten, indem beispielsweise an dem Relais 35 eine weitere Kontaktbrücke 91 befestigt ist, die in ihrer unteren Lage die Kontakte 93, 94 überbrückt. Von den letzteren ist 93 durch Leitung 92 mit dem Stromabnehmer 2 verbunden; von dem Kontakt 94 führt eine Leitung zu dem Solenoid 95, welches die Schaltwalze 96 entgegen der Kraft der Feder 97 in die der niedrigeren Spannung entsprechende Betriebslage umzustellen bestrebt ist.
Aus dieser Schaltung ist ohne weiteres ersichtlich, daß beim Fahren mit geringer Spannung, wobei das Relais sich in seiner tiefen Lage befindet, das Solenoid 95 gespeist und die Schaltwalze 96 in der der niedrigen Spannung entsprechenden Schaltstellung gehalten wird. Gelangt, das Fahrzeug auf einen mit höherer Spannung gespeisten Abschnitt, so zieht das Relais 35 die Kontaktbrücken 45 und 91 hoch; infolgedessen wird der Speisestrom des Solenoides 95 unterbrochen, und Feder 97 kann nunmehr die Schaltwalze 96 in ihre 'andere Betriebslage umstellen, in der die Lichtstromkreise der höheren Spannung entsprechend geschaltet sind^
Gleichzeitig mit den Lichtstromkreisen können auch Heizstromkreise in der angegebenen Weise umgeschaltet werden.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Einrichtung zur Steuerung von Fahrzeugen, deren Fahrleitung streckenweise verschiedene Spannungen führt, und bei denen ein Relais die Steuerstromkreise entsprechend der zugeführten Spannung schließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstromkreise über den Fahrtrichtungssteuerschalter (32) geführt sind, der zur Vornahme der weiteren der Spannungsänderung entsprechenden Umschaltungen (z.B. der selbsttätigen Höchststromausschalter, der Vorschaltwiderstände in den Steuerstromkreisen) mit besonderen Kontakten auf der Schaltwalze und den dazugehörigen Kontaktfingern ausgerüstet ist, so daß ein und derselbe Schalter (32) als Fahrtrichtungssteuerschalter und als Umschalter der Stromkreise entsprechend der jeweiligen Spannung dient.
2. Einrichtung nach Anspruch 1 mit einem einen Beleuchtungsumschalter entgegen einer Rückstellkraft einstellenden Solenoid, dadurch gekennzeichnet, daß das Solenoid (95) durch den der niedrigsten Betriebsspannung entsprechenden Steuerstromkreis gespeist wird, bei Zuführung der höheren Betriebsspannung aber nicht erregt wird und somit durch den Umschalter (96) die Beleuchtungs- und nach Bedarf auch die Heizkörper der zugeführten Spannung entsprechend schaltet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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