DE115201C - - Google Patents

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DE115201C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/02Patterned paper
    • D21H27/04Patterned paper marbled
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/02Patterned paper
    • D21H5/04Patterned paper marbled

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  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gebräuchlichen Marmorirverfahren für Papier u. s. w. bestehen darin, dafs man Farben entweder auf eine Leimflüssigkeit oder reines Wasser aufbringt und nun das Papier entweder mit der Hand auf die Farbeschicht langsam auflegt und rasch wieder abhebt, oder diese Handarbeit durch eine Maschine, z. B. die der deutschen Patentschrift 97392, ausüben, läfst, welche Maschine das Marmoriren von Papierbahnen ermöglicht.
. Das Marmoriren des Papiers in Oelfarben ist bisher nur durch · Handarbeit möglich, und selbst hierbei bedient man sich nur selten des reinen Wassers als Marmorirbad, da die Vortheile, die das reine Wasser dem aus einer Leimflüssigkeit bestehenden gegenüber besitzt, durch die · Nothwendigkeit einer sehr sorgfältigen Behandlung aufgeboten werden. Papierbahnen konnte man in Oelfarben überhaupt nicht marmoriren, da hierzu die einleitend erwähnte Maschine nicht benutzt werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung ist die zur Ausübung des neuen Marmorirverfahrens dienende Einrichtung in der oberen Ansicht und im senkrechten Schnitt dargestellt.
Der Behälter α ist mit Wasser 'gefüllt. Aus den Farbenbehältern b tropfen die Oelfarben auf den Wasserspiegel, auf dem sie sich ausbreiten, so dafs die Herstellung des Marmorirwassers also nichts Neues bietet. Anstatt nun aber, wie bisher gebräuchlich, das zu marmorirende Papier durch die Hand oder Maschine auf die den Wasserspiegel bedeckende Farbenschicht zu legen bezw. zu drücken und so letztere auf das Papier zu übertragen, wird das zu marmorirende Papier durch das Marmorirwasser hindurchgezogen und letzteres gleichzeitig in eine fliefsende Bewegung versetzt.
Zu diesem Zwecke ist in dem Gefäfs a die Walze c so gelagert, dafs sie in das Marmorirwasser eintaucht und demnach das von der Papierwalze d ab- und unter Walze c hindurchgezogene Papier auch durch das Marmorirwasser hindurchgeht. Bei ruhendem Marmorirwasser würde das Hindurchführen des Papiers an ein und derselben Stelle des Marmorirwassers nichts nutzen. Das Marmorirwasser wird daher in eine fliefsende Bewegung versetzt, was dadurch geschieht,·, dafs der Behälter a vor den Farbbehältern b mit einem Wasserzulauf, und hinter der Walze c mit einem Ablaufe versehen ist. Zwischen den Farbbehältern b und der Walze c ist ein vortheilhaft verstellbares Gitter h angeordnet.
Der Vorgang beim Marmoriren von Papierbahnen ist folgender.
Durch Rohr e fiiefst ununterbrochen Wasser in den Behälter a. Da das Wasser durch Rohr f wieder abfliefst, so befindet sich der Wasserspiegel fortwährend in einer fliefsenden Bewegung, die durch die Walze c eine Stauung erfährt. Die aus den Farbbehältern b auf das fliefsende Wasser wieder tropfenden Oelfarben verbreiten sich sofort, werden von dem. fliefsenden Wasser mitgeführt, passiren hierbei
das Gitter, wodurch die Musterung entsteht, treffen endlich auf das von der Papierwalze d unter Walze c ununterbrochen hindurchgeführte Papier und werden von diesem in dem Mafse aufgenommen, wie sie durch das fliefsende Wasser herangeführt werden. Das Muster wird hierbei nur durch das Gitter erzeugt, was aber nicht ausschliefst, dafs man noch mit dem Malstocke oder Pinsel nachhilft.
Auch die Geschwindigkeit, mit der das Marmorirwasser bezw. die Farbschicht fliefst im Verhältnifs zur Durchgangsgeschwindigkeit des Papiers durch das Marmorirwasser, beeinflufst die Musterbildung, und da man die Durchgangsgeschwindigkeit des Papiers sehr leicht und rasch ändern kann, so hat man es ganz in der Hand, auch bei Anwendung ein und desselben Gitters b die Musterbildung nach Wunsch zu ändern. Statt eines Gitters h kann man auch zwei oder mehrere anordnen.
Die Bewegung der Farbschicht zur Walze kann durch einen gegen die Walze gerichteten Luftstrom unterstützt werden. Man ordnet dann an der Einflufsseite des Behälters α einen Windkessel g an, aus dem die Luft in schräger Richtung auf die Marmorirflüssigkeit bläst (Fig. .2).

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zum Marmoriren von Papier, Stoff oder dergl. in Bahnen mit Hülfe einer auf Wasser schwimmenden Oelfarbenschicht, dadurch gekennzeichnet, dafs man das die Farbenschicht tragende Wasser gegen die über bezw. durch das Marmorirwasser gezogene Papierbahn fliefsen läfst.
    Eine Ausführungsform des durch An1 sprach ι gekennzeichneten Verfahrens, darin bestehend, dafs man das die Farbschicht tragende Marmorirwasser durch ein oder mehrere Gitter (h) fliefsen läfst, bevor sie an das zu marmorirende Papier gelangt.
    Eine Ausführungsform des durch Anspruch ι gekennzeichneten Verfahrens, darin bestehend, dafs man die Farbschicht auf der Oberfläche des Marmorirwassers durch einen auf letztere wirkenden Luftstrom gegen das zu marmorirende Papier treibt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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