DE19780C - Apparat zur kontinuirlichen Darstellung von Brom - Google Patents
Apparat zur kontinuirlichen Darstellung von BromInfo
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- DE19780C DE19780C DENDAT19780D DE19780DA DE19780C DE 19780 C DE19780 C DE 19780C DE NDAT19780 D DENDAT19780 D DE NDAT19780D DE 19780D A DE19780D A DE 19780DA DE 19780 C DE19780 C DE 19780C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/09—Bromine; Hydrogen bromide
- C01B7/096—Bromine
Landscapes
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in LEOPOLDSHALL.
Bei dem im R. P. No. 9353 beschriebenen Apparate zur continuirlichen Darstellung von
Brom haben sich verschiedene Unvollkommenheiten gezeigt, welche durch weitere hinzugefügte
Vorrichtungen gehoben sind.
I. Die Vertheilung der zufliefsenden bromhaltigen Lauge über den Inhalt des Thurmes in
der im Haupt-Patente angegebenen Weise war nicht genügend gleichmäfsig.
Da die bis jetzt bekannten Apparate zur gleichmäfsigen Vertheilung von Flüssigkeiten in
Absorptionsthürme etc. für den vorliegenden Zweck nicht haltbar sind, so wird folgende,
in Fig. ι gezeichnete Vorrichtung benutzt.
Die heifse bromhaltige Lauge fliefst durch das mit hydraulischem Verschlüsse versehene
Rohr α zunächst in eine quer durch die ganze Weite des Thurmes A reichende Trommel b
aus Thon oder Sandstein, welche an jeder Seite mit einer Reihe schräg nach unten gerichteter
Löcher versehen ist.
Unterhalb dieser Trommel befindet sich eine rund herum dicht eingekittete Sandsteinplatte e.
In dieser Platte sind in regelmäfsiger Entfernung von einander und in Reihen angeordnet
schwach konisch geformte, unten schräg abgeschnittene und am oberen Ende mit einem
Schlitze versehene Thonröhrchen so eingekittet, dafs die schräge Spitze an der unteren Seite
hervorragt, während der mit Schlitz versehene obere Theil nach oben vollständig frei hervorragt.
Die Röhrchen sind in Fig. 2 im Längenschnitt x, Querschnitt s und Ansicht y gezeichnet.
Die Platte liegt genau waagrecht und die Röhrchen sind ebenfalls genau in gleicher Höhe
angeordnet. Die einzelnen Reihen sind so gestellt, dafs jeder aus den Oeffnungen der
Trommel ausfliefsende Flüssigkeitsstrahl in den Raum zwischen je zwei Reihen der Röhrchen
trifft.
Die Lauge vertheilt sich demnach gleichmäfsig über Platte, gelangt durch die Schlitze
in die Röhrchen und von deren Spitzen in feinen Strahlen auf die den Thurm in der angedeuteten
Weise nahezu bis oben anfüllenden Kugeln.
Anzahl und Gröfse wird so gewählt, dafs die Flüssigkeit den Querschnitt derselben nur zum
geringsten Theile ausfüllt und daher die aufsteigenden Chlor- und Bromdämpfe gleichmäfsig
der Flüssigkeit entgegen durch die Röhrchen nach oben steigen können.
. Die Dämpfe werden durch Rohr ο der in dem Kühlgefäfse β stehenden Thonschlange zugeführt.
. Die Dämpfe werden durch Rohr ο der in dem Kühlgefäfse β stehenden Thonschlange zugeführt.
II. Die im Haupt-Patente angegebene Vorrichtung zum Austreiben des freien Chlors und
Broms aus der am Boden des Apparates sich
sammelnden Lauge mittelst eingeleiteten Wasserdampfes ist durch den in der Zeichnung, Fig. i,
mit B bezeichneten Apparat ersetzt. Derselbe hat folgende Einrichtung:
In einem aus Sandstein, Cementbeton oder anderem widerstandsfähigen Material hergestellten
viereckigen Gefäfse ist eine Anzahl, in vorliegendem Falle vier, an drei Wänden dicht
anschliefsender, an der vierten Wand dagegen einen schmalen Schlitz lassender, auf Sockeln
ruhender Sandsteinplatten/über einander liegend angeordnet.
Die Schlitze befinden sich abwechselnd an zwei gegenüberliegenden Wänden, aufserdem ist
jede Platte mit einer Reihe kleiner Löcher versehen.
In der Mitte des Apparates steht vertical ein oben mit der Dampfleitung in Verbindung zu
setzender, sämmtliche Platten durchdringender, durchbohrter Sandsteinstutzen g. Derselbe setzt
sich auf einen am Boden liegenden und quer durch den Apparat reichenden, ebenfalls mit
Bohrung in der Längsrichtung und aufserdem mit in regelmäfsigen Entfernungen angeordneten
Seitenöffnungen versehenen Sandsteinstutzen h dicht auf. Die Bohrungen der Stutzen communiciren.
Der Apparat arbeitet folgendermafsen:
Die durch den Thurm A rieselnde Lauge sammelt sich unter dem Siebboden c, gelangt
von hier durch Rohr d in den Apparat B und fiiefst nun im Zickzack in der durch die Pfeile
angedeuteten Richtung von oben nach unten über sämmtliche Platten, um vom Boden ab
durch ,das aufsteigende Rohr i in den Abflufskanal
k zu gelangen.
Der Apparat ist also fortwährend etwa bis zur Spitze des Rohres d mit Flüssigkeit angefüllt.
Gleichzeitig wird durch g gespannter Wasserdampf zugeleitet, der durch die Oeffnungen in B ausströmt
und die Lauge beständig im Sieden erhält.
Die entwickelten Dämpfe steigen vorzugsweise durch die Löcher der Platten / nach oben und
zwingen so die Lauge, ihren Weg über die Platten fort durch die Schlitze zu nehmen.
Durch den Apparat wird die Lauge von anhängenden geringen Mengen freien Chlors und
Broms vollständig befreit.
Die Dämpfe sammeln sich in dem oberen Theile des Apparates, vermischen sich dort mit
dem durch das punktirt gezeichnete Rohr / aus dem Waschapparate D zugeführten Chlorgase,
steigen durch das noch genügend freien Querschnitt bietende Rohr d in den Thurm A zurück
und durchstreichen denselben von unten nach oben.
III. Die nach dem Passiren des Kühlgefäfses p mit dem flüssigen Brom in die
Flasche q gelangenden, nicht condensirbaren Dämpfe wurden bislang durch Rohr r in ein
mit Wasser und Eisenspänen gefülltes Gefäfs geleitet. Die Absorption war unvollkommen,
und es trat in dem Apparate ein der Höhe des Gefäfses entsprechender Druck auf, der das
Dichthalten des Apparates bedeutend erschwerte. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, verfahren
wir folgendermafsen:
In das zum Ueb erlaufen eingerichtete Gefäfs u taucht ein mittelst Bügel an der Stange t
drehbar aufgehängtes Thonrohr s ein; in dieses mündet seitlich das Rohr r.
Oberhalb der Einmündung liegt ein durchlöcherter Boden und darauf ruht bis oben hin
eine Füllung von Eisenspänen. Auf letzteren liegt ein zweiter durchlöcherter Boden, auf
welchen mittelst des Rohres / ein schwacher Wasserstrahl geleitet wird.
Die Dämpfe dringen also von unten in die durch Wasser stets feucht erhaltenen Eisenspäne,
alles Chlor und Brom wird absorbirt und die gebildete Lauge, welche sich in dem Gefäfse u sammelt, fließt durch das Rohr ν
continuirlich in das vorgestellte Gefäfs w. Luft und Wasserdämpfe können aus der oberen
Oeffnung des Rohres ί ungehindert entweichen.
IV. Zum regelmäfsigen Gange des patentirten Apparates ist ein möglichst gleichmäfsiger Chlorstrom
unbedingt erforderlich. Um diesen genau beurtheilen und erforderlichenfalls reguliren zu
können, benutzen wir folgende, bei D, Fig. i, gezeichnete Vorrichtung:
In die mit dem Chlorentwickler in Verbindung stehende Rohrleitung m ist ein rechtwinklig gebogenes,
an seiner tiefsten Stelle mit einem Tubus versehenes Glasrohr ζ eingeschaltet.
Diese Tubulatur steht mittelst Gummischlauches mit einem in der Höhe der Biegung
am gegenüberstehenden, zum Waschapparate D führenden Rohrstücke angebrachten kleinen
Stutzen in Verbindung. Während des Betriebes sammelt sich in dem Knierohre Z eine geringe
Menge condensirten Wassers und fiiefst durch die Tubulatur in den Waschapparat D.
Genügt der freie Querschnitt in der Biegung von Z nicht mehr zum Durchgange des Chlores,
so wird der auf der Seite der Chlorentwickler entstehende Ueberdruck so lange Wasser austreiben,
bis sich der Querschnitt entsprechend vergröfsert hat und Gleichgewicht eingetreten
ist. Man wird also nach der Gröfse des freien Querschnittes die Stärke des Chlorstromes beurtheilen
können.
Soll der Chlorentwickler von dem Apparate abgesperrt werden, so wird der Schlauch u vom
Tubus abgezogen, zugeklemmt und durch einen anderen mit der Wasserleitung in Verbindung
stehenden Schlauch Wasser in das Glasknie geleitet, bis vollständiger Abschlufs erreicht ist.
Claims (1)
- Paten τ-Ansprüche:Die Vorrichtung zum Vertheilen der bromhaltigen Flüssigkeit in dem Apparate zur continuirlichen Brom darstellung (R. P. No. 9353), bestehend in einem Siebboden, in dessen Durchbohrungen seitlich mit einem Schlitze versehene und unten schräg abgeschnittene Thonröhrchen eingesetzt sind, und in einer über diesem Siebboden liegenden Trommel mit zwei Reihen seitlicher Ausflufsöffnungen. Der Apparat und das Verfahren, um die aus dem im Haupt - Patente beschriebenen Apparate zur continuirlichen Darstellung von Brom abfliefsende Lauge ebenfalls in continuirlicher Weise von freiem Brom und Chlor dadurch vollständig zu befreien, dafs dieselbe über ein terrassenförmiges System von Platten einem Dampfstrome entgegengeführt wird.Die Vorrichtung und das Verfahren zum Absorbiren der in der Kühlschlange nicht condensirten Brom- und Chlordämpfe in continuirlicher Weise und unter Vermeidung jeglichen Gegendruckes dadurch, dafs dieselben in einen mit Eisenspänen gefüllten Cylinder eintreten, in welchen von oben continuirlich Wasser eingeleitet wird, während unten die gebildete Lauge continuirlich abfliefst.Die Vorrichtung zum Beobachten, Reguliren und Absperren des Chlorstromes, bestehend in einem in die Chlorgasleitung eingeschalteten Glasknie, an dessen tiefster Stelle sich der Querschnitt, dem Drucke des Chlorgases entsprechend, durch Zutritt oder Austritt von Wasser selbstthätig regulirt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19780C true DE19780C (de) |
Family
ID=296571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19780D Active DE19780C (de) | Apparat zur kontinuirlichen Darstellung von Brom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19780C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5542249A (en) * | 1993-10-22 | 1996-08-06 | Madison Combustion Associates | Exhaust apparatus |
-
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US5542249A (en) * | 1993-10-22 | 1996-08-06 | Madison Combustion Associates | Exhaust apparatus |
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