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Papierstoff-Holländer mit spiralförmig verlaufendem Trog. Die Erfindung
bezieht sich auf Papierstoff-Holländer mit spiralförmig verlaufendem Trog, bei denen
der Stoff nach seinem Durchgangzwischen Mahlwalze und Grundwerk über den Scheitelpunkt
der Mahlwalze gehoben wird und dann durch einen kegelstumpfförmig@n Teil wieder
in den Trog fließt und zum Mahlwerk dann zurückkehrt.
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Der Zweck der Erfindung ist es, gewisse Verbesserungen in der Ausgestaltung
dieser Art Holländer vorzunehmen, um eine größere, zwangläufige Stoffumlaufgeschwindigkeit
im Trog zu erzielen.
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Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen
veranschaulicht. Es zeigt Abb. i eine Seitenansicht, wobei ein Teil der Außenwand
ausgebrochen ist, um einige Einzelheiten im Innern zu zeigen, Abb. 2 eine Draufsicht
des Holländers, Abb. 3 einen Teilschnitt.
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Der Holländer besitzt den bekannten spiralförmigen Trog c mit der
üblichen Mahlwalze ri mit Grundwerk 12. Die Mahlwalze ist mit einer Haube 13 versehen,
die gleichzeitig zum Schutze und zur Führung des durch die Mahlwalze beförderten
Stoffes dient.
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Der Trog C von im allgemeinen U-förmigem Querschnitt endet in seinem
oberen Teile zur Ablenkung und Führung des Stoffes in einem rohrartigen Ansatz von
der ungefähren Form eines sich in einer Richtung verjüngenden hohlen Kegelstumpfes,
dessen oberes Ende geschlossen, dessen unteres Ende offen, und i der auf einer Seite
offen ist. Dieser ablenkende kegelstumpfförinige Teil D besteht aus dem Bodenstück
23, der Seitenwand 1q., der Endwand 15 und der gewölbten Decke 16; auf seiner offenen
Seite wird der Kegelstumpf D vom Umfang der Mahlwalze begrenzt. Der obere Teil des
Troges C ist somit hier überdeckt. Die Seitenwand 14 und der gewölbte Teil 16 wirken
als Ablenker. Da gerade dieses Ablenken angestrebt wird, kann entweder die Wandung
und die gewölbte Decke zu diesem Zwecke benutzt oder aber es kann hierfür ein besonderer
Ablenker vorgesehen werden. Die Seitenwand 14 und die gewölbte Decke 16 können als
eine Fortsetzung der Trogwand C angesprochen werden.
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Der kegelstumpfförmige Teil D besitzt eine seitliche Einlaßöffnung
17, durch welche der von der Walze kommende Stoff einfließt, und das weite offene
Erde des Kegelstumpfes D mündet in den Trog C. Die Mittellinie des kegelstumpfförmigen
Teiles D ist annähernd parallel zur Mahlwalzenachse, und der Einlal3 17 steht ungefähr
in einem rechten Winkel zur Auslaßöffnung. Der obere geschlossene Teil des kegelstumpfförmigen
Teiles ruht mittels des Supports 2o auf der Seitenwand 1g auf. Die Seitenwandung
14. des kegelstumpfförmigen Teiles D mündet in die gewölbte Decke 16, um eine glatte,
stoffablenkende Oberfläche zu bilden, welche im Vertikalquerschnitt ungefähr halbkreisförmig
ist. Die gewölbte Decke 16 des kegelstumpfförmigen Teiles D ist mit Haltern zi versehen,
denen ähnliche Halter 22 an der Haube zur Mahlwalze entsprechen, wodurch die gewölbte
Decke 16 mit der Haube 13 zusammengehalten wird. Der kegelstumpfförmige Teil D ist
in der Richtung des Stoffflusses geneigt. Der Trog sowohl als die Haube werden vorzugsweise
aus
armiertem Beton hergestellt und mit glasierten Plättchen bekleidet, um die Stoffreibung
möglichst zu vermindern.
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Anschließend an den Boden 23 des kegelstumpfförmigen Teiles D ist
ein Schaber 24 für die Mahlwalze =i angebracht, um den der Mahlwalze anhaftenden
Stoff zu entfernen; dadurch wird der von der Mahlwalze abgenommene Stoff in der
Richtung der Bodenlinie des kegelstumpfförmigen Teiles D fortbewegt. Gleichzeitig
verhindert der Schaber 2.4 infolge seiner.Höheneinstellung das Zurücktreten des
im kegelstumpfförmigen Teile D angestauten Stoffes zwischen die Messerzellen der
Mahlwalze. Unter dem Schaber24 ist eineWasserzuführung 25 angeordnet, die aus einem
gelochten Rohr besteht, dessen Lochungen derart angeordnet sind. daß dem Boden des
kegelstumpfförmigen Teiles D Wasser zugeführt wird, um den Durchfluß des Stoffes
zu erleichtern. Der Schaber 24 und das Wasserrohr 25 sind auf einem Halter 26 angeordnet.
Das Wasser wird durch Rohr 27 zugeführt.
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Die Arbeitsweise des neuen Holländers ist folgende Der Stoff wird
in den Trog C eingetragen und durch die Drehung der Mahlwalze zwischen dieser und
dem Grundwerk hindurchbefördert, worauf er durch die Mahlwalze nach oben und über
den Scheitelpunkt der Walze in den kegelstumpfförmigen Teil D des Troges C gelangt.
Dieser Teil D bewirkt die Richtungsänderung des von der Mahlwalze kommenden Stoffflusses
und beschleunigt den Fluß des Stoffes durch den spiralförmigen Trog C bis zur Rückkehr
des Stoffes zum Grundwerk. Dieser Vorgang wird solange, wie es im einzelnen Falle
erforderlich ist, fortgesetzt und dann der Stoff durch ein Entleerungsventil abgelassen.
Der Stoff, der vom Scheitelpunkte der Mahlwalze kommt, fließt durch die Öffnung
17 in den kegelstumpfförmigen Teil D, bis er an die Seitenwand 14 gelangt, die sich
dem Fluß des Stoffes entgegenstellt und seine Richtung ändert, um ihn auf seinen
Weg durch den Trog C zu leiten. Die Ablenkung und Bewegung im Trog wird durch die
Neigung des Bodens 23 des kegelstumpfförmigen Teiles D und die winkelförmige Anordnung
der Wandung 14 beschleunigt, wobei der von der Mahlwalze nachdrängende Stoff auf
den Stoff, welcher bereits gegen den ablenkenden kegelstumpfförmigen Teil D preßt,
einen Druck ausübt und ihn auf dem abfallenden Boden und Trog entlangschiebt. Der
nachdrängende Stoff hat das Bestreben, sich gegen die Wandung 14 aufzuhäufen, wobei
durch die Decke 16 ein Überfließen über die Wandung verhindert wird und wobei die
gewölbte Decke den aufgehäuften Stoff zusammendrückt und dadurch mithilft, den abgelenkten
Stoff rascher den Trog entlangzuschieben. Die Vorwärtsbewegung des Stoffes im Trog
wird außerdem durch Wasser, das durch die Vorrichtung 25 dem Trog C zugeführt wird,
erleichtert. Die wasserzuführende Vorrichtung ist in einem Halter des Schabers 24
angeordnet, welcher den der Mahlwalze anhaftenden Stoff von dieser entfernt und
in den Trog oberhalb der wasserzuführenden Vorrichtung befördert. Durch die Anordnung
des Schabers oberhalb der Wasserzuführung wird durch den darüberfließenden Stoff
das Wasser gut über die Bodenoberfläche des Troges verteilt, ehe die Richtungsänderung
des Stoffes eintritt.
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Zum Schluß soll noch auf den besonderen, mit der vorliegenden Erfindung
erstrebten und erzielten technischen Fortschritt hingewiesen werden, der im wesentlichen
darin besteht, daß der Stoff im Holländertrog von dem Augenblick an, in welchem
er vom Scheitel der Mahlwalze kommt, bis zu seinem Wiedereintritt zwischen Mahlwalze
und Grundwerk ständig unter Druck steht, das heißt also, mit einer größeren Geschwindigkeit
den Trog durchfließt, als sie sich allein aus dem Troggefälle in Verbindung mit
dem Eigengewicht des Stoffes ergeben würde. Der praktische Vorteil besteht darin,
daß in einem solchen Holländer Stoffe von einer bisher unerreichten Dicke behandelt
werden können, wobei Umlaufgeschwindigkeiten erzielt werden, die trotzdem weit über
der bisher auch bei Stoffen von viel geringerer Dichtigkeit erreichten Höchstgrenze
liegen.