DE7437C - Verfahren zur Erzeugung von Spritzmarmor auf Papier und die dazu erforderliche Maschine - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Spritzmarmor auf Papier und die dazu erforderliche Maschine

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DE7437C
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J. FELLER, Lackirer, und G. CH. SCHMIDT, Mechaniker, in Offenbach a./M. Mittelseestrafse22
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B11/00Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing
    • D06B11/0056Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing of fabrics

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Description

1879.
Klasse
JEAN FELLER und GEORG CHRISTIAN SCHMIDT in OFFENBACH a. M. Verfahren zur Erzeugung von Spritzmarmor auf Papier und die dazu erforderliche
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1879 ab.
Die Herstellung des Spritzmarmors auf Papier, gewöhnlich Agathmarmor, Gustavmarmor, Cararamarmor etc. genannt, dieses sehr beliebten und vielfach angewendeten Buntpapieres, geschieht noch jetzt meistentheils durch Handarbeit, und zwar im allgemeinen auf folgende Weise.
Der Bogen Papier wird von dem betreffenden Arbeiter auf ein dem Bogen gleich grofses Brett gelegt, glatt ausgebreitet und mit Farbe grundirt, oder blos mit Wasser angefeuchtet. Sodann nimmt der Betreffende, einen Pinsel, taucht ihn in Farbe, und schlägt mit dem Stiel des Pinsels, den er mit der rechten Hand am oberen Ende ergreift, auf einen in der linken Hand gehaltenen Stock, durch diesen Schlag wird die Farbe aus dem Pinsel heraus und auf das in geeigneter Entfernung liegende Papier gespritzt, wodurch Spritzflecken auf dem Papier entstehen, die dann auf dem gefeuchteten Papier unregelmäfsig verlaufen. Das Auge verfolgt hierbei aufmerksam die entstehende Zeichnung und die Hände bringen Stock und Pinsel von •einer Stelle zur anderen, hier wird etwas mehr, dort weniger gespritzt, man ist eben bemüht die Fläche des Papiers gleichmäfsig zu bedecken, wozu Geschicklichkeit und eine stete Aufmerksamkeit gehört. Sodann wird der Pinsel weggelegt, ein zweiter ergriffen und mit einer anderen Farbe gespritzt; bei mehrfarbigem Papier mufs sogar dreimal, mit drei verschiedenen Farben und Pinseln gespritzt werden, hierauf wird das Brett sammt Bogen zum Trockenen weggelegt und mit einem weiteren Bogen ebenso verfahren etc.
In beiliegender Zeichnung ist das durchlaufende endlose Papier durch die mit A bezeichnete Linie angedeutet. Es läuft in der Richtung des Pfeils oder entgegengesetzt, und kommt entweder von einer Grundirmaschine, mit noch feuchter Farbe bedeckt, oder passirt, wenn es schon gefärbt und trocken ist, von einer Papierrolle kommend, einen Zwischenappärat, in welchem es mit Wasser, oder noch besser durch Dampf gefeuchtet wird.
In Fig. ι' sind Bi Bm Bn mit verschiedenen Farben gefüllte Kastenpaare, die sich mit ihrer hohlen Axe C in den Lagern D oscillirend bewegen. Diese Kastenpaare reichen über die ganze Breite des Papiers, wie Fig. 2 zeigt. Die Platte E, welche mit dem Kasten verschraubt ist und ihn verschliefst, ist in Fig. 3 nochmals und zwar im Durchschnitt gezeichnet. Sie hat eine Nuth F, die über die Platte E geht (s. Fig. 2). Diese Nuth F ist mit einer Leiste G versehen, Fig. 3, welche durch zwei gleiche Schrauben H stellbar ist. Eine dieser Schrauben H ist in Fig. 1 bei dem Kastenpaare Bu und in Fig. 3 zu sehen; jede ist mit einem Handrad J versehen und durch Packung abgedichtet. Die Verbindung mit dem Innern der Kästen und der Platte E ist durch eine Anzahl Löcher, wie in Fig. 2 bei Bw gezeichnet, hergestellt. Vor die Platte E ist ein dichtes Gewebe oder Filz gespannt, welches durch den Rahmen K festgehalten wird und welches verhindert, dafs, wenn die Leiste G geöffnet und der Kasten mit Farbe gefüllt ist, letztere auslaufen kann. Hierzu ist noch nöthig, dafs sich zwei Kastenpaare mit gelinder elastischer Pressung berühren. Dadurch wird etwas Farbe durch die Maschen und zwischen die Gewebe gebracht, geprefst und hierbei, sowie bei dem Auseinanderschwingen der Kästen entstehen Spritztropfen, die auf das unten durchlaufende Papier fallen. Die Bewegung der Kastenpaare findet mit Hülfe der Kurbel Z, der Pleuelstangen M und der Kurbelscheibe N statt, Fig. 1 und 2. Durch eine Nuth F in der Kurbelscheibe kann man den Hub der Kurbeln stellen, die Kastenpaare lang oder kurz schwingen lassen und mit den, durch rechtes und linkes Schraubengewinde leicht zu verlängernden oder zu kürzenden Pleuelstangen M, kann man den Weg der Kästen und das Zusammenpressen derselben reguliren. Die Kurbelscheibe N sitzt auf der Axe O fest, welche noch mit der Antriebsriemenscheibe P versehen ist. Jedes Kastenpaar, Bi Bn Bin, wird von einer besonderen Zugvorrichtung, bestehend aus obengenannten Kurbeln, Pleuelstangen, Kurbelscheiben, Axen und Riemscheiben, in Bewegung gesetzt. Sämmtliche Mechanismen sind an dem eisernen Gestell Q angebracht. E sind Reservoire, welche mit Farbe gefüllt und durch das Rohr »S und ein Stück Gummischlauch T, oder durch Packung mit der hohlen Axe C und dadurch mit den Farbkasten verbunden sind, wodurch letztere immer gefüllt erhalten werden.
Die Wirkung dieser Spritzmarmorirmaschine ist nun kurz folgende. Während das feuchte
Papier unter den Kastenpaaren Bi Bn Bm durchläuft, erhält es die gewünschte Spritzmarmorirung, sodann geht es durch einen Trockenkanal, wo es durch Wirkung mechanischer Vorrichtungen etc. binnen wenigen Minuten getrocknet wird, hierauf wird es wieder aufgerollt oder gleich in Bogen geschnitten. Es können nach Belieben eine oder mehrere Farben gleichzeitig aufgespritzt werden, man kann die Farbenspritzung feiner oder gröber, und zwar in jedem einzelnen Kasten durch die Schrauben H und die Leiste G vermittelst der Handräder J stellen; auch kann man die einzelnen Spritzungen dichter oder weiter entfernt von einander machen durch langsameren und schnelleren Gang der Axe O etc.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung mit Farbe gefüllter, und sich durch Zuflufs aus einem Farbenreservoir gefüllt haltender, schwingender Farbenkasten, welche an der Seite durchbrochen und mit wenig durchlassenden Stoffen, Zeugen oder Filz überzogen sind, zur Zertheilung eines Farbenquantums auf erforderliche Breite in einzelnen Tropfen, welche durch schwingende Bewegung der Farbenkasten und dabei stattfindendes Pressen der davor gespannten Tücher, Zeugen oder Filz in regulirbarer Gröfse und mit regulirbarer Kraft auf darunter weggezogene Stoffe und Papiere geschleudert werden können, zur Erzeugung des sogenannten Spritzmarmors.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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