DE109754C - - Google Patents
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- DE109754C DE109754C DENDAT109754D DE109754DA DE109754C DE 109754 C DE109754 C DE 109754C DE NDAT109754 D DENDAT109754 D DE NDAT109754D DE 109754D A DE109754D A DE 109754DA DE 109754 C DE109754 C DE 109754C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G9/00—Draw-gear
- B61G9/04—Draw-gear combined with buffing appliances
- B61G9/045—Draw-gear combined with buffing appliances with only metal springs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vibration Dampers (AREA)
- Platform Screen Doors And Railroad Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Oktober 1898 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Kuppelung der Zug- und Stofsvorrichtung mit Centralkuppelungen
durch Hebel, Federn oder federnde Hebel. Durch diese Anordnung, sowie durch die Wahl des Verhältnisses der Längen von
dem Angriffspunkte des Zugorganes einerseits und der Buffer andererseits von dem Drehpunkte
der Hebel wird die beim Anziehen, der Zugvorrichtung erzeugte Bewegung in gleichem
Sinne, aber in einem gröfseren Verhältnisse auf die Stofsvorrichtung übertragen. Hierdurch
wird der Angriffspunkt des Zughakens vor die vordere Fläche des Mittelbuffers oder vor die
durch die Vorderkanten der seitlichen Bufferscheiben zu legende Ebene verlegt und dadurch
ein leichteres Kuppeln der Fahrzeuge, sowie das Anliegen der Buffer während der Fahrt
erzielt.
Bei den bisherigen Kuppelungseinrichtungen, bei denen die Fahrzeuge mit Centralkuppelungen
versehen waren, mufsten zum Kuppeln der beiden Kuppelungstheile die Stofsvorrichtungen
(Buffer) entweder durch ruhigen Druck oder starke Stöfse zusammengeprefst werden. Die
Buffer selbst ragten bei ungekuppelten Fahrzeugen über die Eingriffslinie x-x (Fig. 1) hinaus,
mufsten also in bedeutendem Mafse zusammengeprefst werden. Dadurch waren Stöfse beim'Kuppeln nicht zu vermeiden, das Kuppeln
selbst erfolgte unsicher und gefährlich, die Kuppelungen und Buffer wurden leicht beschädigt.
Dagegen können solche Fahrzeuge, die mit der Einrichtung vorliegender Erfindung ausgerüstet
sind, viel sicherer und leichter gekuppelt werden; denn bei diesen reichen die Buffer nicht über die Eingriffslinie x-x hinaus,
stehen vielmehr hinter derselben zurück (siehe Fig. 1) und die Buffer pressen sich erst dann
zusammen, wenn auf die bereits gekuppelten Fahrzeuge Zugkräfte einwirken. Dadurch kann
mit weniger Kraftaufwand ein leichteres und sicheres Kuppeln erzielt werden. Die Fahrzeuge
brauchen nicht auf einander gestofsen oder gedrückt zu werden, um die Buffer zu spannen.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Ausführüngsformen dieser Einrichtung
zur Darstellung gebracht, wobei die einzelnen Ausführungsformen der Umwandlung der Wagen
mit den bisherigen Kuppelungen in solche mit Centralkuppelungen Rechnung tragen, welche
bei der geplanten Einführung der Centralkuppelungen an Eisenbahnfahrzeugen eintreten
dürften oder möglich sind.
In Fig. ι bis 3 ist die Einrichtung an Fahrzeugen
mit Zughaken der gewöhnlichen Schraubengelenkkuppelungen und Seitenbuffern
dargestellt, unter denen die selbstthätigen Centralkuppelungen angebracht sind. Die Buffer
berühren sich erst dann und spannen, wenn die Centralkuppelungen gekuppelt sind. Es
sind deshalb die selbstthätigen Centralkuppelungen so angebracht, dafs die Eingriffslinie x-x
der Centralkuppelungen in einem bestimmbaren Abstande von den Buffern der Fahrzeuge liegt;
die Buffer der gekuppelten Fahzeuge haben deshalb einen bestimmten Abstand von einander
(s. Fig. 1). Hierbei ist angenommen, dafs die selbstthätigen Centralkuppelungen mit seitlichem
Spielraum an den Fahrzeugen befestigt sind, wozu der Bolzen C (Fig. ι und 3) vorgesehen
ist, zu dem Zwecke, dafs die Fahrzeuge die vorkommenden Curven mit genügender Sicherheit
durchfahren und während der Fahrt unruhig laufen können. Dem wirkt entgegen, dafs die Buffer der Fahrzeuge beim Anziehen
der Zugvorrichtung mit entsprechendem Druck an einander geprefst werden und dadurch die
störende Bewegung der Fahrzeuge durch die zwischen den Buffern entstehende Reibung verhindern.
Um das selbsttätige Spannen und Pressen der Buffer gegen einander herbeizuführen,
ist folgende Einrichtung getroffen:
Zwei Federn FF sind mit der Centralkuppelung K durch Stangen und der daran
befindlichen Muffe M mit der Nase N so in Verbindung gebracht, dafs die auf die
Centralkuppelung einwirkenden Zugkräfte bei f auf die Federn FF übertragen werden. Die
Federn FF stützen sich mit einem ihrer Enden fif, gegen feste Punkte des Fahrzeuggestelles,
während sie mit dem anderen Ende fnfn
gegen die Bufferstangen b b drücken und die Buffer B zusammendrücken. Nötigenfalls sind
die Bufferstangen bufnfn mit den Federn FF
so verbunden, dafs diese die Buffer in die bezeichnete Lage zurückbewegen. Die Federn
stellen in diesem Falle federnde einarmige Hebel dar, welche sich gewissermafsen um
feste Punkte bei f/f, drehen und bei ff die
durch die Centralkuppelung erzeugte Bewegung entsprechend vergröfsert auf die Buffer
bei fnfn übertragen, so dafs, wenn durch die
Zugkräfte die Centralkuppelungen in geringer Länge aus den Fahrzeugen herausgezogen werden,
die Buffer durch diese Bewegung in entsprechend gröfserem Mafse herausgedrückt und
mit den Buffern der gekuppelten Fahrzeuge entsprechend zusammengeprefst werden. Hierbei
dienen die Federn FF gleichzeitig als Zugfedern, so dafs hierfür keine besondere Feder
angewendet zu werden braucht. Wenn Druckkräfte auf die Centralkuppelung wirken und
diese in das Fahrzeug einpressen, dann werden die Federn FF durch die Centralkuppelungen
nicht beansprucht, sondern stützen sich bei f Ulf in gegen das Fahrzeuggestell und dienen
als Bufferfedern, so dafs auch hierbei entsprechende Bufferspannung vorhanden ist. Wenn
Zugkräfte nicht mehr auf die Centralkuppelungen einwirken, werden die Buffer durch
die Federn FF ebenfalls in die Ruhelage zurückgedrückt,
während eine besondere Feder Flt dazu dient, die Centralkuppelung in die Kuppellage
zurückzudrücken.
Fig. ι bis 3 zeigen auch noch die Anordnung, solche Fahrzeuge, die mit Seitenbuffern und
unterhalb derselben liegenden Centralkuppelungen ausgerüstet sind, mit solchen Fahrzeugen
kuppeln zu können, die mit den gebräuchlichen Seitenbuffern und den bisher gebräuchlichen Schraubengelenkkuppelungen ausgerüstet
sind. Oberhalb der Centralkuppelungen sind deshalb noch Zughaken angebracht
und die Federn FF derart gelegt, dafs die gebräuchlichen Zugvorrichtungen nicht verändert
werden müssen.
Die Ausführungsform Fig. 1 bis 3 kann an Wagen mit den gebräuchlichen Buffern und
Schraubengelenkkuppelungen und unterhalb der Zughaken liegenden Centralkuppelungen leicht
angebracht werden, ohne dafs die Schraubengelenkkuppelungen mit ihren Zugvorrichtungen
verändert werden. Es sind nur Verstärkungen und Führungen für die Centralkuppelung anzubringen
und für die Federn FF die nöthigen Anlagepunkte^ bei /„/„ und /,„/„, zu beschaffen
(s. Fig. ι bis 3).
Die Federn FF nach Fig. 1 bis 3 können
auch durch Hebel ersetzt werden, wenn man die gebräuchlichen Bufferfedern beibehalten
will, und die Feder F11 der Centralkuppelung
so eingerichtet ist, dafs sie gegen Zug und Druck wirkt, beispielsweise dadurch, dafs durchgehende
Zugstangen für die Centralkuppelung angewendet werden. Wenn die statt der Federn FF angewendeten Hebel stark genug
sind, so können auch die gebräuchlichen Bufferfedern wegfallen, da die Feder Fn auch
die Wirkung solcher Bufferfedern übernimmt, wie in Fig. 4 und 5 dargestellt ist. Diese
Hebel sind entweder einarmige Hebel oder nach der Ausführungsform Fig. 4 und 5 kurze
doppelarmige Hebel FF und F1 F1 mit Verbindungsstangen
V V.
Fig. 6 bis 8 zeigen eine weitere Ausführungsform, bei der die Fahrzeuge mit Centralkuppelung
und mit oder ohne Seitenbuffer versehen sind. Bei solcher werden die Federn FF mit
der Centralkuppelung K durch die Zugstange oder Führungsstange P und einen Bolzen ρ
durch die Federbunde in Verbindung gebracht, so dafs die auf die Centralkuppelungen einwirkenden
Zug- und Druckkräfte bei -p auf die Federn -F F übertragen werden. Die
Federn FF stützen sich hierbei an ihren Enden fifi ge8en feste Punkte des Fahrzeuggestelles,
während sie mit den Enden fnfn auf einen
Steg St wirken, welcher die beiden Bufferstangen b b des Centralbuffers verbindet. Die
Federn FF bilden auch in diesem Falle federnde einarmige Hebel, wie in Fig. 1 bis 3,
und erzeugen dieselbe Wirkung auf die Centralbuffer Bn wie die Federn FF auf die Seitenbuffer.
Die Federn FF dienen gleichzeitig als Bufferfedern des Centralbuffers B1 und als
Zugfedern der Centralkuppelung, während eine Druckfeder Fn im Sinne der Ausführungsform
Fig. ι bis 3 dazu dient, die Centralkuppelung in ihre zum Kuppeln erforderliche Lage zu
drücken. Auch bei dieser Ausführungsform
Fig. 6 bis 8 können die Federn FF durch einfache Hebel ersetzt werden.
Eine andere Ausführungsform zeigen die Fig. 9 bis 12 in Abänderung der Construction
Fig. 6 bis 8 und unter Beibehaltung des Erfindungsprincips.
Die Führungsstange P der Centralkuppelung ist hier mittels zweier doppelarmiger Hebel FF mit den Bufferstangen des
Centralbuffers B, in Verbindung gebracht. Das Doppelhebelpaar FF greift in die Führungsstange P und wirkt auf das Doppelhebelpaar
F1 F1, das wiederum auf die Bufferstangen b b
des Centralbuffers wirkt.
Die Fig. 13 bis 15 zeigen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes an solchen
Fahrzeugen, die mit den bekannten Schraubengelenkkuppelungen und Seitenbuffern versehen
sind und von denen angenommen wird, dafs sie aufserdem auch noch beim Uebergang zur
Centralkuppelung mit Centralkuppelungen und Centralbuffern versehen werden sollen. Hier
ist ein einarmiger Hebel F angewendet, welcher, von der Centralkuppelung bewegt, die
gleiche Wirkung auf den Centralbuffer ausübt, wie die Federn FF in Fig. 1 bis 5 auf die
SeitenbufFer oder die Federn FF in Fig. 6 bis 8 auf die Centralbuffer. Die Centralkuppelung
ist mit einer Zugfeder F11 und der Centralbuffer
mit einer Stofsfeder Fn, versehen. Findet
ein , Kuppeln zweier solcher Fahrzeuge mit ihren Centralkuppelungen statt, so erhalten
beim Anziehen der Fahrzeuge die Centralbuffer im Sinne vorliegender Erfindung ihre
voreilende Bewegung und drücken auf einander. Findet dagegen ein Kuppeln der Fahrzeuge
mit den gebräuchlichen Schraubengelenkkuppelungen statt, wie dies in der Uebergangsperiode
von Schraubengelenkkuppelungen auf Centralkuppelungen stattfinden mufs, so steht die
Centralkuppelung nicht im Wege und das Kuppeln kann in der bisher gebräuchlichen
Weise erfolgen durch Anziehen der Schraubengelenkkuppelung, bis die Seitenbuffer auf einander
drücken.
Der Einfachheit halber ist in den beiliegenden Zeichnungen ein Hebelverhältnifs 1 : 2 angenommen.
Dieses Verhältnifs kann nach freier Wahl abgeändert werden, um einen gröfseren oder geringeren Einflufs der Zug- und Druckkräfte
auf die Bufferspannung auszuüben.
Claims (3)
1. Eine Kuppelung der Zug- und Stofsvorrichtung
von Eisenbahnfahrzeugen durch Hebel, gekennzeichnet durch eine solche
Anordnung der Hebel und Wahl des Verhältnisses der Längen von dem Angriffspunkt des Zugorganes einerseits und der
Buffer andererseits von dem Drehpunkt derselben, dafs die beim Anziehen der Zugvorrichtung
erzeugte Bewegung in gleichem Sinne, aber in einem gröfseren Verhältnifs auf die Stofsvorrichtung übertragen wird,
zu dem Zwecke, den Angriffspunkt des Zughakens vor die vordere Fläche des Mittelbuffers
bezw. vor die durch die Vorderkanten der seitlichen Bufferscheiben zu legende
Ebene verlegen zu können und dadurch ein leichteres Kuppeln der Fahrzeuge, gleichwohl
aber ein Anliegen der Buffer während der Fahrt zu erzielen.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten
Einrichtung, bei welcher die Federn, starren oder federnden Hebel einarmige Hebel bilden, die mit dem einen
Ende auf feste Punkte des Wagengestelles und mit dem anderen Ende auf die Buffer
einwirken, während sie zwischen ihren Enden mit den Zugvorrichtungen in Verbindung
gebracht sind (Fig. 1 bis 3, 6 bis 8, 13 bis ι 5).
3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten
Einrichtung, bei welcher zwei oder mehrere Doppelhebel entweder direct oder mit besonderen Verbindungen zwischen
die Zugvorrichtung und die Stofsvorrichtung eingeschaltet sind (Fig. 4, 5, 9 bis 12).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (2)
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| DENDAT109754D Active DE109754C (de) |
Family Applications Before (1)
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|---|---|---|---|
| DENDAT113200D Active DE113200C (de) |
Country Status (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE113200C (de) |
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