DE109097C - - Google Patents

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DE109097C DENDAT109097D DE109097DC DE109097C DE 109097 C DE109097 C DE 109097C DE NDAT109097 D DENDAT109097 D DE NDAT109097D DE 109097D C DE109097D C DE 109097DC DE 109097 C DE109097 C DE 109097C
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  • Exposure And Positioning Against Photoresist Photosensitive Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Zusatz zum Patente 92835 vom 13. Dezember 1896.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juli 1898 ab. Längste Dauer: 12. Dezember 1911.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren und die zur Durchführung desselben dienende Einrichtung haben eine Vervollkommnung der nach dem Haupt-Patent auf photographischem W.ege bewirkten Herstellung der Patronen und der hierbei verwendeten Raster zum Zwecke. Diese Vervollkommnung besteht einerseits darin, dafs Carrirung (insbesondere in der Contur), Farben und Bindungsarten viel schärfer und genauer der Musterzeichnung entsprechend zum Ausdruck gebracht werden und die bei dem früheren Verfahren auftretenden Fehler oder Unsicherheiten in der Wiedergabe ganz ausgeschlossen sind; andererseits darin, dafs die an Stelle der Raster tretenden Hülfsmittel in geringerer Zahl als diese Raster nothwendig und nicht nur bedeutend billiger und leichter herzustellen sind, sondern auch der Nachtheil beseitigt wird, welcher durch das den Durchsichtigkeitsgrad störende Korn der Gelatine hervorgerufen wird, auf welcher die bisherigen Raster hergestellt sind.
Beim vorliegenden Verfahren wird eine mit vielen kleinen Oeffnungen gleicher Gröfse versehene Lochplatte angewendet. Diese- Platte wird, wenn hinter derselben ein lichtempfindlich gemachtes Papier aufgestellt wird und die Zahl der Löcher dieser Platte ebenso grofs wie die der Quadrate der mit einem Liniennetz versehenen Mattscheibe ist, in jedem Quadrat die Projection der Blendenöffnung des Objectivs zur Darstellung bringen, vorausgesetzt, 'dafs die Projectionen der Mittelpunkte der Löcher in der Lochplatte den Mittelpunkten der Quadrate auf der Mattscheibe entsprechen. Das ganze projieirte Bild wird daher auf dem Papiere in solchen Figuren erscheinen, welche die Umrifsformen der Blendenöffnung zeigen.
Wie bei der Herstellung von Tönungseffecten wird zunächst die Musterzeichnung auf die gewünschte Anzahl von Quadraten in der Länge und Breite der Mattscheibe projicirt, sodann diese letztere aus dem Rahmen des Aufnahmetisches entfernt und durch die Lochplatte ersetzt, während in einem zweiten, dahinter befindlichen Rahmen ein lichtempfindliches Papier befestigt wird, auf welchem bei richtiger scharfer Einstellung der Rahmen zu einander, zum Objectiv und zu der auf einem Rahmen befestigten Musterzeichnung das ganze projieirte Bild mit solchen Figuren bedeckt erscheinen wird, welche der Form der Blendenöffnung entsprechen, somit beispielsweise Quadrate sind, wenn diese Oeffnung quadratisch ist. Die photographische Wirkung ist also genau dieselbe wie diejenige, welche bei der nach dem üblichen Patronirverfahren von Hand gemachten Ausfüllung der Quadrate eintritt.
Fig. ι stellt eine solche Lochplatte dar und Fig. 2 zeigt eine Blende mit quadratischer Oeffnung. Sind die durch erstere erzeugten Projectionen der quadratischen Blendenöffnung etwas kleiner als die Quadrate der Mattscheibe,
so entstehen auf dem an Stelle der letzteren eingestellten lichtempfindlichen Papier nach dem Auscopiren weifse Zwischenlinien, welche die Garrirung in der Figur der Musterzeichnung bilden, wie dies durch Fig. 3 veranschaulicht wird. Um auch im photographisch zu reproducirenden Grunde der Musterzeichnung die Begrenzungslinien der Felder, welche die Carrirung zu bilden haben, zum Ausdruck zu bringen, wird eine Blende benutzt, deren quadratische Oeffnung durch ein eingesetztes, μη-durchsichtig gemachtes Quadrat so weit ausgefüllt ist, dafs nur Schlitze in Form eines Linienquadrates für den Durchgang der Lichtstrahlen frei bleiben, wie dies durch Fig. 4 erläutert wird, welche eine solche Blende veranschaulicht.
Haben bei Verwendung einer solchen Blende die Projectionen des Linien quadrates dieser letzteren auf dem an Stelle der Mattscheibe eingestellten Papier dieselbe Gröfse wie die Quadrate der Mattscheibe, so decken die Linien der projicirten Linienquadrate die den Linien des Netzes der Mattscheibe entsprechenden Stellen des Papiers, und man bekommt eine' gewöhnliche Carrirung, wie sie Fig. 5 zeigt; sind die genannten Projectionen dagegen in ihrem Umrifs kleiner, so bilden sie Linienquadrate innerhalb der den Quadraten der Mattscheibe entsprechenden Felder auf dem Papier; man erhält dann Linienquadrate, die durch ein quadratisches Netz von -Zwischenräumen getrennt sind, wie in Fig. 6.
Um jede einzelne Farbe der Musterzeichnung photographiren zu können, bedient man sich in üblicher Weise der bekannten Farbenfilter, oder man macht von den sogenannten Maskenvorlagen gleichfalls bekannter Art Gebrauch, indem man in letzterem Falle die Musterzeichnung in mehrere getrennte Negativtheile zerlegt, die einer Reihe von nach einander hierbei anzuwendender Blenden entsprechen, diese Negativtheile genau auf einander gelegt vor dem Objectiv anbringt und einzeln photographirt, wodurch gegenüber Farbenfiltern der Vortheil einer Verkürzung der Expositionszeit erreicht wird. Oder aber man deckt einzelne Theile der Figur mit ■ Stückchen Papier auf der nachstehend erwähnten Bindungslochplatte ab und photographirt. '.
Um auch die Bindungen auf der Patrone zum Ausdruck zu bringen, werden nach vorliegendem Verfahren sogenannte Bindungslochplatten knapp auf die Lochplatte gelegt, um die entsprechenden Oeffnungen dieser letzteren derart zu decken, dafs nur durch in Uebereinstimmung mit der gewünschten Bindung gruppirte Löcher die Umrifsform der Blendenöffnung projicirt wird und somit die betreffende Bindung auf der Patrone erscheint.
Für schattirte Musterzeichnungen, bei welchen die helleren und dunkleren Stellen durch verschiedene Bindungen ausgedrückt werden, kommen, statt einer Blende, Blenden mit verschieden grofsen Qeffhungen gleicher Umrifsform zur Anwendung, um in analoger Weise wie mit dem im Haupt-Patent beschriebenen Raster verschiedene Grade der Lichtdurchlässigkeit und demnach die verschiedenen Bindungen zu erzeugen. In diesem Falle werden Lochplatte, und Bindungslochplatte für jede Blende .genau die gleiche Zeitdauer hindurch copirt, so dafs die Stärke der Belichtung der einzelnen Bindungen von der Gröfse der Blendenöffnung im Objectiv abhängig ist.
Derselbe Zweck kann auch auf die Weise erreicht werden, dafs alle zur Schattirung ausgewählten Bindungen einzeln mit derselben Blende im Objectiv, aber verschieden lange copirt werden. Ih diesem Falle ist die Stärke der durch Belichtung erzielten Wirkung der einzelnen Bindungen von der Länge der Expositionszeit der einzelnen Bindungen abhängig. Wenn die Patrone für ein zweischüssiges Gewebe, bei welchem jeder Schufs durch einzelne Linien dargestellt wird, gemacht werden soll, so kommen die früher beschriebene Lochplatte und zwecks Herstellung der Bindungen die bekannten Deckplatten zur Verwendung, dagegen werden solche Blenden benutzt, bei welchen ein : entsprechender .Theil ihrer (quadratischen) Oeffnung abgedeckt ist, um immer nur '· einen bestimmten Theil jedes Quadrates auf der Patrone zu belichten und in diesem Theil die gewünschte Bindung zu copiren.
Die Fig. 7 und 8 stellen solche Blenden dar, deren Oeffnung in der oberen bezw. unteren. Hälfte abgedeckt ist, so dafs also bei Benutzung dieser Blenden jedes. Quadrat auf der Patrone in zwei Hälften getheilt wird und jede beliebige Bindung einmal, im unteren, einmal im oberen Theile copirt werden kann.
In gleicher Weise dienen die Blenden Fig. 9, 10 und 11 für dreischüssige Patronen, jene nach Fig. 12 und 13 für Doppelgewebe mit doppelter Kette und einfachem Schufs und jene nach Fig. 14, 15, 16 und 17 für Doppelgewebe mit doppeltem Schufs.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprdch:
    i. Verfahren zur Herstellung von Patronen .für Webereizwecke nach Art des Patentes 92835 dahin abgeändert, dafs die Zeichnung nach ihrer Projection auf eine carrirte Mattscheibe durch eine, an Stelle der letzteren eingesetzte, mit feinen Oeffnungen in, den Quadraten der Mattscheibe entsprechender . Zahl und Anordnung versehene Lochplatte auf . lichtempfindliches Papier projicirt wird, wobei die Carrirung namentlich der Contur der Zeichnung, sowie die Farben derselben mit Hülfe von
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