DE1059613B - Verfahren zur Herstellung regenerierter Cellulosefaeden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung regenerierter CellulosefaedenInfo
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- DE1059613B DE1059613B DEC13245A DEC0013245A DE1059613B DE 1059613 B DE1059613 B DE 1059613B DE C13245 A DEC13245 A DE C13245A DE C0013245 A DEC0013245 A DE C0013245A DE 1059613 B DE1059613 B DE 1059613B
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
- D01F2/06—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
- D01F2/08—Composition of the spinning solution or the bath
- D01F2/10—Addition to the spinning solution or spinning bath of substances which exert their effect equally well in either
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Description
Die britische Patentschrift 634 868 gibt die Herstellung regenerierter Cellulosefäden an, nach der Viskose
durch eine Düse in ein saures Fällbad versponnen wird, in Gegenwart einer sehr geringen Menge aufgelösten,
im wesentlichen stabilen oberflächenaktiven polymerisieren Alkylenoxyds, um die Verstopfung der
Düse während des Spinnvorganges zu verhindern. Das polymerisierteAlkylenoxyd kann zur Viskose oder zum
Fällbadizugegeben werden. Es; werden nur sehr geringe Mengen der Verbindung angewendet. Die britische
Patentschrift 557 218 beschreibt ein Abfahren zur
Herstellung regenerierter Cellulosefäden, nach dem die Viskose in Gegenwart einer geringen Menge eines
Materials in ein Fällbad versponnen wird, die geeignet ist, die Bildung von Niederschlägen an der
Wand der Düsenlöcher zu verhindern, und das ein Polyalkylenoxyd enthält, das in Viskose oder in dem
Fällbad löslich oder auf schlämmbar ist und ein Molekulargewicht von mindestens 400 hat. Nur geringe
Mengen des Polyalkylenoxyds genügen, um die Verstopfung der Düsenlöcher zu verhindern.
Die nach diesen Verfahren hergestellten, regenerierten Cellulosefäden haben eine normale Struktur mit
einer Haut und einem Kern.. Solche Fäden zeigen einen Unterschied in der Anfärbbarkeit und im Aufschwellen
zwischen der Haut und dem Kern, und man nimmt an, daß die Cellulosemoleküle der Haut stärker orientiert
sind als die. des Kerns und daß die Stärke der Fäden hauptsächlich von der Haut abhängt. Es ist
bekannt, daß technische regenerierte Cellulosefäden, wie sie bei der Herstellung von Reifen benutzt werden,
eine dickere Haut als gewöhnliche Textilfaden besitzen. Wenn diese technischen Fäden gezwirnt und
gedoppelt werden, um einen Kord zu bilden, findet ein gewisser Verlust in der Stärke statt.
Zweck der Erfindung ist die Herstellung regenerierter Cellulosefäden mit dicker Haut, glatter Oberfläche
und hoher Festigkeit in feuchtem Zustand, die gezwirnt und gedoppelt werden können, um einen
Kord mit guter Zugfestigkeit zu ergeben.
Nach der Erfindung besteht ein Verfahren zur Herstellung regenerierter Cellulosefäden darin, die Viskose
bei einer Salzzahl zwischen 6 und 15 in ein wäßriges, saures Fällbad zu verspinnen, das mindestens
0,03 Gewichtsprozent Polyäthylenoxyd enthält mit einem Molekulargewicht zwischen 600 und 6000,
Schwefelsäure in einem Prozentgehalt von 1,0 bis l,3mal dem Prozentgehalt des in der Viskose enthaltenen
Natriumhydroxyds und von 3 bis 15% Zinksulfat, um Fäden zu bilden. Das Polyäthylenoxyd
kann ein Durchschnittsmolekulargewicht von 1500 haben.
Das wäßrige saure Fällbad enthält Schwefelsäure in einem Prozentgehalt von 1,0- bis l,3mal dem Pro-Verfahren
zur Herstellung
regenerierter Cellulosefäden
regenerierter Cellulosefäden
Anmelder:
Courtaulds Limited, London
Courtaulds Limited, London
Vertreter: Dr. A. Marck, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Roseggerstr. 3
Frankfurt/M., Roseggerstr. 3
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 29. Juni 1955
Großbritannien vom 29. Juni 1955
Ernest Edward f allis und David Nicholson Tyler,
London,
sind als Erfinder genannt worden ,
sind als Erfinder genannt worden ,
zentgehalt des Natriumhydroxyds in der Viskose und 3 bis 15% Zinksulfat. . . / '
Außer der dicken Haut und der glatten Oberfläche können die Fäden einen bohnenförmigen Querschnitt
und eine ineinander übergehende Grenze zwischen der Haut und dem Kern haben. In gewissen Fällen kann
der Kern sehr klein oder überhaupt nicht vorhanden sein. Nach dem Verfahren der Erfindung werden Fäden
erhalten, deren Wasseraufnahmefähigkeit herabgesetzt ist. Es können unreife Viskosen versponnen
werden.
Der Vorteil der vorliegenden Arbeitsweise wird in erhöhtem Maß errecht, ■ wenn es in Verbindung mit
dem sogenannten Heißstreckverfahren angewendet wird, bei dem die frisch ersponnenen Fäden einer
Streckung unterworfen werden, während sie durch ein Bad mit heißer verdünnter Säure geführt werden, wie
in der britischen Patentschrift 467 500 angegeben ist.
Wenn die erfindungsgemäß verdickten Fäden zur
Herstellung von aus Gummi und Kunstseide zusammengesetzten Gegenständen, z. B. Reifen, Verwendung
finden, dann weisen die Korde eine verbesserte Qualität auf, und sie haben eine größere Beständigkeit gegen
Ermüdung als Produkte, die nicht aus nach dem Ver-• fahren der Erfindung erhaltenen Fäden hergestellt
sind.
Das Verfahren ist auch zur Herstellung von Textilgarnen und von Stapelfasern anwendbar. Die Fäden
haben einen größeren Widerstand gegen Abreibung und Verschmutzung, und sie sind in der Tapeziererei
und für die Teppicherzeugung verwendbar.
909 557/407
In dem folgenden Beispiel sind, die Prozentgehalte nach Gewichtsprozenten angegeben.
''Viskose',, die 7,0% Natriumhydroxyd, 7,5% Cellulose
und 41 "/o'Schwefelkohlenstoffgehalt, berechnet auf
das Gewicht von Alpha-Cellulose, enthielt, wurde bei
einer Salzzahl von 9,3 durch eine Düse mit 750 Löchern ;von je 0,0625 mm Durchmesser in ein wäßriges
Fällbad versponnen, das 7,0% Schwefelsäure, 13,5% Natriumsulfat, 6,6% Zinksulfat und 0,5% eines Polyäthylenoxyds
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1500 enthielt, bei 55° C versponnen. Die
Eintauchlänge der Fäden in dem Bad war 82,5 cm, und der gebildete Faden mit 750 Einzelfäden wurde
aus dem Bad durch eine Galette abgezogen und durch ein warmes wäßriges Säurebad bei 95° C auf eine
zweite Galette geführt, die um so viel schneller drehte, daß die Fäden eine Streckung von 87 °/o erhielten. Das
heiße wäßrige Säurebad enthielt 3,0% Schwefelsäure, 0,8% Natriumsulfat und 0,4% Zinksulfat. Die gestreckten
Fäden hatten eine Geschwindigkeit von 47 m in der Minute. Sie wurden dann mit einem verdünnten
Säurebad derselben Zusammensetzung wie das heiße wäßrige Säurebad behandelt, indem diese ohne
Nachlassen der Spannung gestreckt wurden, bis die Regenerierung im wesentlichen vollständig war, und
dann mit Wasser gewaschen und mit einem Fertigungsmittel behandelt, getrocknet und gesammelt. Die
Fäden wiesen 1710 Denier auf.
Ein gefärbter Querschnitt der Fäden zeigte, daß diese eine sehr dicke Haut und eine glatte Oberfläche
hatten. Viele der Fäden hatten keinen Kern; sie hatten folgende physikalische Eigenschaften:
Trockenfestigkeit 4,88 g/den
Trockendehnung . 8,3 %
Festigkeit nach Lagern bei einer relativen
Feuchtigkeit von 65 % 4,05 g/den
Dehnung nach Lagern bei einer relativen
Feuchtigkeit von 65 % ., 13,3 %
Naßfestigkeit 3,0 g/den
Naßdehnbarkeit ·., 24,6 °/o
Festigkeit des trockenen Kords . 3,65 g/den
Dehnung des trockenen Kords 14,8 %
Der Kord wurde hergestellt durch Zwirnen der Fäden mit einem S-Drall von 5 Drehungen je cm und
darauffolgendes Doublieren von zwei Fäden zusammen mit einem Z-Drall von 5 Drehungen je cm. Der
erhaltene Kord wies 4010 Denier auf.
Fäden, die unter denselben Bedingungen, aber ohne das Polyäthylenoxyd in dem Fällbad ersponnen waren,
hatten im allgemeinen Querschnitte mit granulierter Oberfläche, einer dünnen Haut und einen deutlich
ίο sichtbaren Kern. Die Fäden wiesen 1670 Denier und
folgende physikalische Eigenschaften auf:
Trockenfestigkeit 4,90 g/den
Trockendehnung 7,5 %
. Festigkeit nach Lagern mit einer relativen
Feuchtigkeit von 65 % . 3,90 g/den
Dehnbarkeit nach Lagern mit einer relativen Feuchtigkeit von 65 % 12 %
Naßfestigkeit : 2,55 g/den
Naßdehnbarkeit 21,5 %
Festigkeit des trockenen Kords .· 3,05 g/den
• Dehnbarkeit des trockenen Kords 12,1 %
Der Kord wies 3900 Denier auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung regenerierter Cellulosefäden mit einer dicken Haut, glatter Oberfläche und hoher Naß festigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß eine Viskose bei einer Salzzahl zwischen 6 und 15 in ein wäßriges saures Fällbad verspönnen wird, das mindestens 0,03 Gewichtsprozent eines Polyäthylenoxyds mit einem Molekulargewicht zwischen 600 und 6000, vorzugsweise 1500, Schwefelsäure in einem Prozentgehalt von 1,0- bis l,3mal dem Prozentgehalt des Natriumhydroxyds in der Viskose und 3 bis 15% Zinksulfat enthält, zu Fäden versponnen wird und, wenn gewünscht, die frisch gebildeten Fäden gestreckt werden, während sie durch ein Bad von heißer verdünnter Säure laufen.In Betracht gezogene Druckschriften:
österreichische Patentschrift Nr. 185 928;
britische Patentschrift Nr. 582 310;
französische Patentschrift Nr. 957 246.© 909 557/407 6.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB18759/55A GB813832A (en) | 1955-06-29 | Improvements in and relating to the production of artificial filaments, threads, fibres and like filamentary materials from viscose |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1059613B true DE1059613B (de) | 1959-06-18 |
Family
ID=10117914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC13245A Pending DE1059613B (de) | 1955-06-29 | 1956-06-21 | Verfahren zur Herstellung regenerierter Cellulosefaeden |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE1059613B (de) |
| ES (1) | ES229527A1 (de) |
| FR (1) | FR1152016A (de) |
| NL (1) | NL87530C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013002833B4 (de) | 2013-02-19 | 2017-03-23 | Deutsche Institute Für Textil- Und Faserforschung Denkendorf | Verfahren zur Herstellung von Celluloseregeneratfasern und Verwendung der nach dem Verfahren hergestellten Celluloseregeneratfasern |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB582310A (en) * | 1943-10-12 | 1946-11-12 | American Viscose Corp | Improvements in the manufacture of artificial filaments, films and the like from viscose |
| FR957246A (de) * | 1946-12-14 | 1950-02-17 | ||
| AT185928B (de) * | 1950-01-23 | 1956-06-25 | Algemene Kunstzijde Unie Nv | Verfahren zur Verhinderung des Verkrustens von Spinndüsen bzw. des Milchigwerdens von Viskosegebilden |
-
0
- NL NL87530D patent/NL87530C/xx active
-
1956
- 1956-06-21 DE DEC13245A patent/DE1059613B/de active Pending
- 1956-06-27 CH CH350413D patent/CH350413A/de unknown
- 1956-06-28 ES ES0229527A patent/ES229527A1/es not_active Expired
- 1956-06-29 FR FR1152016D patent/FR1152016A/fr not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB582310A (en) * | 1943-10-12 | 1946-11-12 | American Viscose Corp | Improvements in the manufacture of artificial filaments, films and the like from viscose |
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| AT185928B (de) * | 1950-01-23 | 1956-06-25 | Algemene Kunstzijde Unie Nv | Verfahren zur Verhinderung des Verkrustens von Spinndüsen bzw. des Milchigwerdens von Viskosegebilden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES229527A1 (es) | 1956-11-01 |
| CH350413A (de) | 1960-11-30 |
| NL87530C (de) | 1900-01-01 |
| FR1152016A (fr) | 1958-02-10 |
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