DE10322C - Maschine zur Herstellung plattenförmiger und anders geformter Gegenstände aus vegetabilischen Materialien - Google Patents

Maschine zur Herstellung plattenförmiger und anders geformter Gegenstände aus vegetabilischen Materialien

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DE10322C
DE10322C DENDAT10322D DE10322DA DE10322C DE 10322 C DE10322 C DE 10322C DE NDAT10322 D DENDAT10322 D DE NDAT10322D DE 10322D A DE10322D A DE 10322DA DE 10322 C DE10322 C DE 10322C
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Germany
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Application number
DENDAT10322D
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English (en)
Original Assignee
P. BREDT in Barmen
Publication of DE10322C publication Critical patent/DE10322C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/08Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds carried by a turntable
    • B30B11/10Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds carried by a turntable intermittently rotated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

1879.
Klasse 89.
PAUL BREDT in BARMEN.
Maschine zur Herstellung plattenförmiger und anders geformter Gegenstände aus
vegetabilischen Materialien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1879 ab.
Die vorliegenden Neuerungen beziehen sich auf Apparate zur Herstellung von plattenförmigen und anders geformten Gegenständen aus Papierbrei, Holz- oder Strohstoff, Abfällen, kurz aus einer breiartigen Masse von mehr oder minder zerkleinerten vegetabilischen Materialien, welche noch mit passenden Farbstoffen, Bindemitteln event. Zusätzen zur Erzielung gröfserer Härte etc. versetzt sein kann.
Die aus solcher Masse angefertigten Gegenstände dienen zum Ausfüllen von Broschen, Knöpfen, zu Kärtchen für das Aufwickeln von Garn und zu den verschiedenartigsten anderen Zwecken.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Anordnung dargestellt, mittelst deren der Maschine die Masse in abgemessenen Quantitäten zugeführt und das Product durch mehrfache Pressung in verlangter Form fertig gestellt wird. Der Einfachheit wegen ist die Anfertigung von kreisrunden Scheiben vorausgesetzt; jedoch ist klar, dafs durch Einsetzen passender Formen und Stempel auch andere Gegenstände auf der Maschine erzeugt werden können.
Fig. ι zeigt einen Verticaldurchschnitt der Maschine mit gehobenen Stempeln, Fig. 2 eine . Kopfansicht mit gesenkten Stempeln, Fig. 3 bis 7 sind Details. Die Masse wird vermittelst einer Pumpe A dem Behälter B entnommen und der Maschine C zugeführt, welche auf einem Tische D befestigt ist. Die Masse im Behälter B wird durch einen rotirenden Flügelapparat b1 in stetiger Bewegung und somit gleichmäfsig dick erhalten. Die Pumpe A besteht aus dem Cylinder αl mit der Einmündung α 2 für das Saugrohr as, welches nach B führt. Der Plungerkolben «4 bewegt sich bei jedem Hube an der Oeffhung «2 vorbei; beim Niedergang saugt er unterhalb der Oeffnung «2, beim Aufgang drückt er nur denjenigen Theil der angesaugten Masse durch die Druckventil-Oefmung a'°, welche von der Oeffnung a% bis zur Grenze des Hubes übrig bleibt, nachdem der erste Theil durch die Saugrohrleitung nach dem Behälter B zurückgegangen ist. Der Kolben kann nun in der Traverse /i3, wie aus der Zeichnung ersichtlich, höher oder niedriger geschraubt und demnach das geförderte Quantum Masse abgegrenzt werden; die Auf- und Niederbewegung wird weiter unten beschrieben.
Bei jedem Hube des Pumpenkolbens wird in beschriebener Weise ein Quantum Masse durch das Druckrohr α6 zu einem auf dem Tische befestigten Recipienten E gefördert. Dieser hat den Zweck, während der Dauer eines Pumpenhubes die Masse aufzunehmen und zu geeigneter Zeit plötzlich an die Maschine abzugeben. Um dies zu bewerkstelligen, hat der Recipient einen ausgebohrten Theil, in welchem ein Kölbchen £' beweglich ist, welches durch eine Feder <?2 (oder durch ein Gewicht) niedergedrückt wird. Ist das Ausflufsrohr e3 geschlossen, so macht das Kölbchen e ' der eintretenden Masse unter Druckausübung Platz, so dafs nach Oeffnung von e3 die Masse mit einer gewissen Geschwindigkeit ausfliefst. Dieses Oeffnen und Schliefsen besorgt die Maschine, wie nachher beschrieben.
Die Prefsarbeit besteht dann zunächst in einem möglichst weitgehenden Ausdrücken der Flüssigkeit, wobei Volumenverminderung stattfindet, dann im genauen Formenpressen ohne Volumenverminderung. Zur Ausführung dieser Arbeiten ist die drehbare Scheibe F mit mehreren Löchern/1/2/3... versehen, in gleichen Abständen von einander und vom Mittelpunkte. Die Form stimmt mit dem zu pressenden Muster überein. Die vorhin erwähnte Lochscheibe F bewegt sich über einer zweiten Scheibe G, welche auf dem Tische befestigt ist, im Mittelpunkte eine Führung für eine durchgehende Triebstange H bildet und mit der rotirenden Scheibe F correspondirende Oeffnungen bezw. Vertiefungen hat. Die Triebstange H ist am oberen Ende mit einer dritten Scheibe / fest verschraubt, in welcher Stempel f P if: .. befestigt sind, die in die Löcher in der Scheibe F passen. Bei der in der Zeichnung dargestellten Lage ist die Oeffnung/1 in der Scheibe F zur Aufnahme der Masse bereit, die beim Niedergang des Stempels i1 zusammengeprefst werden soll. Zu diesem Zwecke mufs Wasser entweichen können, und deshalb ist in der darunter befindlichen vertieften Oeffnung der Scheibe G durch eine Einlage von Holz, Rohr, Drahtgewebe und anderem porösen Material ein Filterboden gebildet. Sobald der Stempel bei seinem Auf-

Claims (2)

gang die Scheibe F frei läfst, schaltet diese um eine Theilung und führt die vorhin vorgeprefste Scheibe unter den Stempel i2 zur zweiten Pressung, dann unter P zur dritten. Der Stempel ?'4 soll zum Formenpressen bestimmt sein, wobei das Volumen des zu pressenden Gegenstandes nicht vermindert werden soll; es fällt demnach hier der Filterboden fort, statt dessen ist ein platter Metallboden vorhanden oder ein von unten bewegter Stempel /£4 giebt der Scheibe von unten ebenfalls eine Form. Diese Formgebung kann nach Bedarf bei den übrig bleibenden Löchern wiederholt werden, der letzte Stempel aber ist zum Ausdrücken der fertigen Scheiben bestimmt, weshalb die betreffende Oeffnung in der Scheibe G ohne Boden ist. Ein untergestellter Behälter nimmt die ausfallenden Scheiben auf, die dann noch getrocknet werden müssen. Die Triebstange H, unter dem Tische gabelförmig gestaltet, hat ein Zwischenstück k1 mit Zapfenloch, in welchem die Zugstange h% in Scharnieren befestigt ist; dieselbe hängt oben an dem Zapfen einer Kurbelscheibe K auf der Axe kx. Aufser dem Zapfen k2 trägt die Kurbelscheibe noch einen Knaggen k3 zum Bewegen des Stempels /54, der, wie oben erwähnt, zum Pressen der Scheiben von unten dienen soll. Um die Stempel-Bewegungen innerhalb der Oeffnungen in der Scheibe F möglichst langsam auszuführen, ist die Anordnung getroffen, dafs die Axe^' nicht mit gleichförmiger Geschwindigkeit rotirt; dies wird dadurch erreicht, dafs am Ende der Axe kl eine Scheibe k5 mit einem Schlitz kB, Fig. 6 und 7, aufgekeilt ist. In diesem Schlitz bewegt sich mittelst eines Gleitstückes k" der Zapfen einer Kurbelscheibe Z, welche auf einer Axe P, parallel mit der Axek1, sitzt. Auf diese bekannte Weise ist die Bewegung der Axe kl ungleichförmig gemacht, wenn die Axe /' gleichförmig rotirt, · Die Axe /1 ruht in den Lagern P und P und trägt am Ende Riemscheiben zum Betriebe. Von der Axe /' aus wird eine verticale Axe M durch ein Räderpaar ml und ;;z2 von gleicher Zähnezahl bewegt, welche oberhalb des Tisches eine Kurbelscheibe m3 trägt, die zum Schalten der Scheibe F bestimmt ist. Die Schaltung soll bei ungefähr . einer Vierteldrehung stattfinden, bei weiterer Vierteldrehung soll die Schaltklinke ruhen, bei der dritten Vierteldrehung zurückgehen, bei der letzten Vierteldrehung wieder ruhen. In Fig. 3, 4 und 5 ist die Schaltbewegung besonders gezeichnet und verständlich gemacht. Zur Bewegung des Pumpenkolbens ist die gegabelte Triebstange H mit einer Traverse ha versehen, welche die Verlängerung der Kolbenstange durchtreten und mit ihr verschrauben läfst, so dafs diese an der Bewegung der Triebstange H theilnimmt. Die Triebstange H dient nun aufserdem zum Bewegen der Prefsstempel il P i3. . . Durch Schnurbewegung ist noch angedeutet, dafs von der Axe /' das Rührwerk b' in Betrieb gesetzt werden kann. Es erübrigt noch, anzugeben, wie das Oeffnen und Schliefsen der Austrittsöffnung am Recipienten E von der Maschine ausgeführt wird. Die Stempelscheibe / trägt einen Stift 2, welcher in einer geschlitzten Stange eA mit der Scheibe auf- und niedergeht. Diese Stange führt sich in einem Kreuzstück des Rohres es als Stempel oder Kolben und ist durchbohrt. Die Länge des Schlitzes in der Stange es ist um die eben erwähnte Bohrung geringer als der Hub der Stempelscheibe I, so dafs beim Aufgang derselben am Ende des Hubes die Stange e* gehoben und die Durchgangsöffnung von e3 frei wird. Beim Niedergang, wieder am Ende des Hubes der Scheibe /, wird die Stange i4 um die Bohrung niedergedrückt, also die Durchgangsöffnung von e3 geschlossen. Um die Formen nach und nach zu füllen, kann man mehrere Ausflufsöffnungen e3 anbringen und die Zahl der Stempel und Oeffnungen / der Scheibe F etc. passend vergröfsern. Paten τ-An sp rüche:
1. An einer Maschine zur Herstellung von plattenförmig oder anders gestalteten Gegenständen aus einer breiartigen Masse, der Mechanismus, um die Welle k' mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit zu bewegen.
2. Die Combination des Recipienten E und des in demselben angebrachten federnden Kolbens el mit der Speisepumpe A und dem Schieber oder Ventile i4 zum Zweck, wie in der Beschreibung auseinandergesetzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT10322D Maschine zur Herstellung plattenförmiger und anders geformter Gegenstände aus vegetabilischen Materialien Active DE10322C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1063199B (de) * 1956-11-19 1959-08-13 Siemens Ag Anordnung bei induktiv beeinflussten Gleisgeraeten fuer das Eisenbahn-sicherungswesen
DE1137067B (de) * 1959-08-14 1962-09-27 Standard Elektrik Lorenz Ag Elektromagnetisches Gleisgeraet, insbesondere fuer Achszaehleinrichtungen im Eisenbahnsicherungswesen
DE1169491B (de) * 1959-06-04 1964-05-06 Tech Pour L Ind Nouvelle S A I Achszaehl-Impulsgeber in Eisenbahnanlagen

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