DE60811C - Presse zur Herstellung von Faconstücken aller Art - Google Patents

Presse zur Herstellung von Faconstücken aller Art

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DE60811C
DE60811C DENDAT60811D DE60811DA DE60811C DE 60811 C DE60811 C DE 60811C DE NDAT60811 D DENDAT60811 D DE NDAT60811D DE 60811D A DE60811D A DE 60811DA DE 60811 C DE60811 C DE 60811C
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DE
Germany
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piston
press
tool
tool cylinder
cam plate
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60811D
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Original Assignee
RHEINISCHE maschinenfabrik Heinrich Stockheim in Nieder-Walluf
Publication of DE60811C publication Critical patent/DE60811C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D22/00Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
    • B21D22/02Stamping using rigid devices or tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in NIEDER-WALLUF.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf eine durch beiliegende Zeichnung dargestellte Presse, die den Zweck hat, Gegenstände herzustellen, welche nach einander von verschiedenen Werkzeugen geprefst, gelocht und bearbeitet werden müssen. Fig. 1 ist eine Vorderansicht, Fig. 2 ein Längsschnitt, Fig. 3 obere Ansicht, Fig. 4 Querschnitt und Fig. 2 a und 2 b sind Details der Construction. Fig. 5a, 5b und 5c zeigen die verschiedenen Werkzeuge im Werkzeugcylinder entsprechend ihrer periodischen Arbeitsfolge.
Die zu formenden oder zu bearbeitenden Materialien werden in die Matrize M, Fig. 2, eingelegt, durch den Stempel S niedergedrückt, geprefst und können sodann von den in einer Revolverscheibe A befindlichen Werkzeugen von unten geprefst und bearbeitet werden. Die einzelnen in den Aussparungen e1 e2 e3 des Werkzeugcylinders A befindlichen Werkzeuge müssen sämmtlich über einen vertical beweglichen Kolben K passiren und werden von diesem Kolben gegen das-Arbeitsstück bewegt, währenddem A stillsteht. Wenn der Kolben K in seiner tiefsten Stellung wieder angelangt ist, dreht sich der_ Werkzeugcylinder A wieder weiter, bis ein neues Werkzeug in e2 über den Kolben K zu stehen kommt; dasselbe wird sodann in gleicher Weise gegen das Arbeitsstück bewegt.
Die einzelnen Werkzeuge kuppeln sich mit dem Kolben K mittelst keilförmiger Nuth und Feder, wie weiter unten näher erläutert wird.
Die Mechanismen, welche die einzelnen periodischen Bewegungen hervorbringen, sind folgende:
An dem Tisch T ist ein Vorgelege D angebracht, welches durch Riementrieb bewegt wird. Das Getriebe D greift nun in das Zahnrad Z auf der Achse Y. In dem Zahnrad Z befindet sich eine eingearbeitete Nuth χ χ, Fig. 2 und 2a, welche den bei b an T gelagerten Hebel H, dessen ein Ende mittelst Rolle r in der Nuth χ λ; gleitet und dessen anderes Ende den Kolben K mittelst Daumens α hält.
Bei Rotation des Zahnrades Z ist leicht ersichtlich, dafs sich der Hebel H und somit auch der Kolben K nach Mafsgabe der Nuth xx bewegen mufs, und zwar ist die Nuth so gestaltet, dafs der Kolben nach einer Verticalbewegung längere Zeit ruht, damit die Revolverscheibe A ein anderes Werkzeug mit dem Kolben K kuppeln kann.
Die periodische Bewegung der Scheibe A wird durch folgenden Mechanismus hervorgebracht :
Die Scheibe A besitzt einen konischen Zahnkranz /, in welchen der konische Trieb 2 der Achse 3 eingreift; auf derselben Achse sitzt das Zahnrad 4, welches in ein Zahnsegment 5, Fig. 2b, an dem Zahnrad Z befindlich, eingreift. Das Zahnsegment ist nur auf eine Länge gleich dem Umfang des Zahnrades 4 verzahnt, so dafs die Achse 3 bei einer Rotation der Achse Y auch nur eine Umdrehung macht. Diese Umdrehung geschieht allerdings rascher, und wird auf diese Weise die Scheibe A periodisch bewegt und somit ein anderes Werkzeug mit dem Kolben K gekuppelt.
Um nun die Bewegung der Achse 3 genau zu präcisiren, ist an dem Zahnrad 4 ein Hebel 6 angebracht, welcher an seinem Ende die Rolle 7 trägt, welche in der centrisch gedrehten Nuth 8, 8 läuft, die einen nach innen segmentartigen Ausschnitt 12 besitzt. Sobald nun das Zahnsegment 5 mit dem Rad 4 in
Eingriff und somit in Rotation tritt, bewegt sich die Rolle 7 im Sinne der Pfeilrichtung und kann durch die Oeffnung 10 aus der centrischen Nuth 8, 8 entweichen, schwingt im Kreise, bis dieselbe durch die Oeffnung ι ι wieder in die Nuth 8, 8 eintritt und nun von dieser wieder festgehalten wird, in welchem Augenblick auch das Zahnsegment aulser Tbätigkeit mit 4 tritt. Auf diese Weise wird eine präcise revolvirende Bewegung der Scheibe A mit ihrem Apparat bewirkt.
In den Fig. 5 a, 5 b und 5 c ist die Art und Weise der Verwendung des Werkzeugcylinders A der periodischen Arbeitsfolge den verschiedenen Werkzeugen entsprechend angegeben, und ist hierbei die Herstellung eines Schlüsselschildes ins Auge gefafst.
Fig. 5 a zeigt das Prägen, Fig. 5 b das Lochen und Fig. 5 c das Ausschneiden bezw. Stanzen desselben aus dem Arbeitsstück q. e'e2e3 bezeichnen die drei Stirnwandöffnungen der Revolverscheibe T, und ist der vertical bewegliche Kolben K hierbei im Anhub begriffen. Während sich die Revolverscheibe (um 1200) bewegt, steht natürlich der Kolben K in der Lage Fig. 2, in welcher Gesteilkante und Kolbenstirn abschneiden. Infolge dessen kann jedesmal der Kolben K sich von dem betreffenden Werkzeug entkuppeln, indem sein Schwalbenschwanzvorsprung s sich quer durch den Schwalbenschwanzschlitz sl des Werkzeugcylinders A hindurchschiebt und sich dann mit dem nächsten Werkzeug durch Einschieben in dessen Schwalbenschwanzschlitz sl aufs Neue kuppelt; der scb'ematische Grundrifs bei Fig. 5 a deutet letzteres an. In den Fig. 5 a, 5 b und 5 c ist der in den Revolverscheibenöffnungen sich bewegende untere Theil des Werkzeuges mit m bezeichnet und der sich absetzende, in die Matrize schiebende obere Theil mit m1. Letzterer ist an der Stirnseite (Fig. 5 a) mit der Prägearbeitsfläche p1 versehen, so dafs auf dem zwischen Stempel S und Matrize M gebrachten Arbeitsstück aus Pappe, Leder oder Metall die entsprechenden Contouren des faconnirten Werkzeuges mm1 eingeprägt werden.
Fig 5 b zeigt nun die weitere Bearbeitung desselben Arbeitsstückes mittelst des zweiten Werkzeuges m m1 mit der Arbeitsfläche p2. Letztere besteht aus drei Vorsprüngen χ und x1 x1, die entsprechende Lochung bei ihrem Anprall gegen das Arbeitsstück hervorbringen (Schlüsselöffnung und Befestigungslöcher).
Fig. 5 c zeigt die Bearbeitung desselben Arbeitsstückes mittelst eines zu einer Hohlstanze ausgebildeten Werkzeuges m m1, wobei m1 am oberen Rand eine Schneidkante hat, so dafs bei Vorstofs gegen das Arbeitsstück q das Aus-, schneiden bezw. Stanzen des Schlüsselschildes erfolgt.
Die Verticalbewegung des Stempels S wird durch .die obere Traverse w \ die Zugstangen B B mit unterer Traverse w bewirkt. In dieser Traverse w sind zwei Rollen \ \ gelagert, auf welche zwei in gleichem Sinne sich drehende Curvenscheiben cc drücken, welche durch ihre Achsen α1 α1 mittelst der Räder gg von dem Trieb h auf der Achse Y bewegt werden.
Nach Inbetriebsetzung der Maschine ist demnach ihre Arbeitsweise die folgende:
Der Stempel S drückt das Arbeitsstück in die Matrize, sodann bewegt der Kolben K das erste Werkzeug gegen das Arbeitsstück und geht in seine Grundstellung zurück, die Scheibe A rückt ein anderes Werkzeug über den Arbeitskolben; die Thätigkeit wiederholt sich aufs Neue, bis alle in A befindlichen Werkzeuge m ml in Function waren; ein selbsttätiger (nicht gezeichneter) Ausrücker sorgt für den Stillstand der Maschine.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Presse zur Herstellung und Verbindung von Fagonstücken aller Art, bestehend aus dem intermittirend bewegten Werkzeugcylinder A mit verticalen Werkzeugen mm1, dem dieselben bewegenden Arbeitskolben K und dem selbsttätigen Pressstempel S über der Matrize M, wobei der Stempel 5 zuerst das Arbeitsstück in die Matrize drückt, sodann der Kolben K das erste Werkzeug gegen das Arbeitsstück führt, dann zurückgeht, nunmehr den Werkzeugcylinder A rückt, und damit das nächste Werkzeug über den Arbeitskolben führt.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Presse die Anwendung einer Curvenscheibe Z χ mit senkrecht hierzu liegendem und den Kolben erfassendem Hebel H zur periodischen Bewegung des Kolbens K.
3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Presse die Anwendung einer mit Segmentzahnung 5 versehenen Curvenscheibe 8, 10, 11, 12 in Verbindung mit dem Werkzeugcylindertriebrad 4 und daran festem Arm 6, welcher bei seiner Drehung in die Curvenscheibe bei 11 und 12 ein- und austritt, zum Zweck, die entsprechende Schaltbewegung des Werkzeugcylinders A hervorzubringen.
4. Bei der unter 1. gekennzeichneten Presse die Anwendung eines an der drehbaren Traverse wl sitzenden Stempels S, welcher durch Zugstangen B B, untere Traverse w mit Rollen \ % und darauf drückende Curvenscheiben c c periodisch so bewegt wird, dafs das Arbeitsstück den nöthigen Gegenhalt erfährt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT60811D Presse zur Herstellung von Faconstücken aller Art Expired - Lifetime DE60811C (de)

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