DE103199C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B5/00—Optical elements other than lenses
- G02B5/30—Polarising elements
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- Optics & Photonics (AREA)
- Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 20. Oktober 1898 ab.
Bei den bekannten Polarisationsinstrumenten zur quantitativen Zuckerbestimmung ist es bisher
üblich gewesen, die Quarzkeile in den Schiebern u. s. w. durch Umgiefsen mit Harzkitt zu
befestigen. Um diese Befestigung haltbar zu machen, ist es nothwendig, die dazu benutzte
Kittmasse möglichst hart zu wählen, namentlich wenn es sich um Instrumente handelt,
welche für die Benutzung in Tropengegenden bestimmt sind. Durch eine Reihe von Versuchen
ist nun festgestellt, dafs diese starre Verbindung des Quarzkeiles mit dem Metall
des Schiebers eine . nicht zu unterschätzende Fehlerquelle für den Apparat bildet. Schon
beim Erkalten der Kittmasse übt diese durch ihre Zusammenziehung eine starke Pressung auf
die Ränder des Quarzkeiles aus, und dieser Druck wird bei Temperaturschwankungen durch
die Volumenveränderung der metallenen Fassung in gänzlich uncontrolirbarer Weise bedeutend
gesteigert. Die drehende Wirkung des Quarzes für das polarisirte Licht wird nun durch jeden
äufseren Druck sehr stark beeinflufst, derartig, dafs sonst unerklärliche Beobachtungsdifferenzen bei Instrumenten mit festgekitteten
Quarzkeilen in diesen uncontrolirbaren Druckverhältnissen ihre natürliche Erklärung finden
dürften.
Durch die neue, den Gegenstand dieser Erfindung bildende Befestigungsart der Quarzkeile
wird die Ursache solcher Fehler in sicherer Weise beseitigt, d. h. die Keile werden unter
Vermeidung jeder Art von Kittung frei in den Schieber u. s. w. eingesetzt, in einfacher Weise
durch vorgeschraubte Plättchen gegen das Herausfallen gesichert und mittelst Federn oder
in sonst geeigneter Weise in ihrer Längsrichtung gegen die eine Seite des Ausschnittes in
dem Schieber u. s. w. gehalten.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1
als Beispiel ein Schieber eines Polarisationsapparates mit dem nach dem vorliegenden
Princip befestigten Quarzkeil in einer Vorderansicht und in einem Verticalschnitt dargestellt.
Der Schieber S, oben, wie bekannt,, mit der Scala S'2 und unten mit einer Zahnleiste S1 für
den Eingriff des die Bewegung vermittelnden Triebes versehen, besitzt einen Ausschnitt A,
der vorn etwas gröfser und auf seiner Hinterseite durch vorspringende Kanten etwas kleiner
ist als der in denselben eingelegte Quarzkeil Q. Gegen Herausfallen ist der Keil Q. dadurch gesichert,
dafs zu beiden Seiten je ein Plättchen DD1 in Vertiefungen s s1 des Schiebers
festgeschraubt ist und, etwas über die schmalen Endkanten des Keiles greifend, den letzteren
ohne jede Pressung an seiner Stelle hält. Gegen Längsverschiebung wird der Quarzkeil
Q entweder (Fig. 2) durch eine zwischengelegte schwache, gekrümmte Blattfeder F
gesichert, oder wie in Fig. 3 durch einen Stift f mit vorderer Querplatte in Verbindung
mit einer in einem entsprechenden Ausschnitt des Schiebers untergebrachten Schraubenfeder^/"1,
oder aber wie in Fig. 4 durch einfaches Einfügen einer elastischen Zwischenlage ^ aus Kork,
Gummi oder sonst geeignetem Material zwischen die Seitenwände des Ausschnittes A und
(2. Auflage, ausgegeben am 37. Juni iSgg.)
der anliegenden Stirnfläche des Keiles Q. Selbstverständlich können zur weiteren Vertheilung
des schwachen Druckes zwischen Blattfeder und Keil wie zwischen der Polsterlage \ und
dem Keil auf dem letzteren noch besondere Schutzplättchen angeordnet werden, während
andererseits der Druck der Spiralfeder f1 ohne
wesentlichen Nachtheil auch unmittelbar auf die Seitenfläche des Quarzkeiles wirken kann.
Der wesentliche Vorzug der neuen Befestigungsart gegenüber der bisher üblichen Kittung
beruht darin, dafs der mit grofser Genauigkeit zu bestimmende Druck der Federn u. s. w. nur
Sufserst klein zu sein braucht, so dafs er eben genügt, den Keil Q. gegen Verschiebung zu
sichern, und infolge dessen die optischen Eigenschaften der Quarzmasse nicht zu beeinflussen
vermag. Selbst durch starke Temperaturveränderungen kann ein nachtheiliger Einfiufs auf
den Quarzkeil u. s. w. bei der neuen Anordnung nicht erfolgen, da jeder Druck der metallenen
Fassung durch die elastische Lagerung aufgenommen wird und den Keil selbst nicht mehr
trifft.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Quarzkeilbefestigung an Polarisationsinstrumenten zur Vermeidung von Druck auf den Quarzkeil, dadurch gekennzeichnet, dafs der Quarzkeil (Q) ohne die bisher übliche Kittung lose in einen Ausschnitt (A) des Schiebers (S) oder der sonstigen Fassung eingelegt, durch übergreifende festgeschraubte Plättchen (D D1) oder dergl. unter Vermeidung von Druck gegen Herausfallen gesichert und durch gegen die eine Stirnfläche des Keils wirkende elastische Zwischenlagen (schwache Blattfedern F, Schraubenfedern f1 oder einfache Ewischenlagen { aus Kork, Gummi oder dergl.) gegen Längsverschiebung geschützt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE103199C true DE103199C (de) |
Family
ID=373709
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT103199D Active DE103199C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE103199C (de) |
-
0
- DE DENDAT103199D patent/DE103199C/de active Active
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