-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung, die zur Montage eines
elektronischen Bauteils, eines Kabels oder dergleichen auf einer Platte für ein
elektronisches Gerät oder dergleichen verwendet wird, und insbesondere eine
Befestigungsvorrichtung, die die Befestigung unter Verwendung eines in der Platte ausgebildeten
Montagelochs vollbringt.
-
Beim Zusammenbau eines elektronisches Gerätes müssen elektronische Bauteile auf
einer Montageplatte wie z. B. einer Verkleidung, einem Chassis, einer Platte oder
dergleichen (die nachfolgend als Platte bezeichnet werden) montiert werden, und auf der
Platte muss ein Verbindungsbauteil wie z. B. ein Kabel verlegt werden. Zu diesem
Zweck verwendet man eine Befestigungsvorrichtung. Hinsichtlich Heimelektrogeräten,
Büromaschinen, Kraftfahrzeugen und elektronischen Geräten insgesamt ist man in den
letzten Jahren zum Vertrieb von umweltfreundlichen Produkten als Lösung für die
Umweltprobleme verpflichtet. Zusammen mit dieser Forderung muss die
Befestigungsvorrichtung von der Platte demontiert werden können. Insbesondere muss die
Befestigungsvorrichtung ohne Werkzeuggebrauch leicht demontiert werden können, um die
Demontagearbeit zu erleichtern. Zu diesem Zweck hat man hinsichtlich der Konstruktion
einer Befestigungsvorrichtung von diesem Typ eine Befestigungsvorrichtung
vorgeschlagen, die unter Nutzung ihrer Federkraft in ein in der Platte ausgebildetes Loch
einzupassen ist. Wenn die Befestigungsvorrichtung lediglich unter Nutzung ihrer
Federkraft eingepasst wird, kann die Befestigungsvorrichtung unerwünscht von der Platte
abfallen, wenn eine äußere Kraft größer als die Federkraft darauf ausgeübt wird.
-
Um dieses Abfallen der Befestigungsvorrichtung zu verhindern, wurde eine
Befestigungsvorrichtung vorgeschlagen, die in ein Loch eingepasst wird und dann entlang der
Oberfläche der Platte um 90° gedreht wird, so dass sie verriegelt ist. Zum Beispiel
schlägt die japanische Patent-Offenlegungsschrift Nr. 2001-82427 eine
Befestigungsvorrichtung 101 vor wie in Fig. 14A gezeigt. Bei dieser Befestigungsvorrichtung 101 wird
ein kreuzförmiges Montageloch 103 mit einem dicken Schlitzteil 103a und einem
dünnen Schlitzteil 103b in einem Plattenglied 102 ausgebildet. Ein Befestigungsteil 120
weist ein breites vorstehendes Verriegelungsstück 122 und einen schmalen Eingriffsteil
123 auf, die am distalen Ende eines Beinteils 121, der in das Montageloch 103
einzuführen ist, übereinander angeordnet sind. Am proximalen Ende des Beinteils 121 in
einer Richtung senkrecht zum vorstehenden Verriegelungsstück 122 ist ein
Pressflügelteil 124 ausgebildet. Nach dem Einführen des vorstehenden Verriegelungsstücks 122
der Befestigungsvorrichtung 101 durch den dicken Schlitzteil 103a hindurch zur unteren
Seite des Plattengliedes 102 hin wird die Befestigungsvorrichtung 101 entlang der
Oberfläche des Plattengliedes 102 um 90° gedreht. Somit wird eine Federkraft erzeugt,
wenn der Pressflügelteil 124 an die Oberfläche des Plattengliedes 102 anstößt,
wodurch das vorstehende Verriegelungsstück 122 und der Eingriffsteil 123 darüber in den
dünnen Schlitzteil 103b eingepasst werden. Da das Plattenglied 102 durch das
vorstehende Verriegelungsstück 122 und den Pressflügelteil 124 festgeklemmt wird, kann die
Befestigungsvorrichtung 101 montiert werden. In diesem Montagezustand verhindert
der Eingriff des vorstehenden Verriegelungsstücks 122 und des dünnen Schlitzteils
103b, dass sich die Befestigungsvorrichtung 101 vom Plattenglied 102 löst, lediglich
indem die Befestigungsvorrichtung 101 zur oberen Seite des Plattengliedes 102 hin
gezogen wird.
-
In Übereinstimmung mit Untersuchungen des Erfinders der vorliegenden Anmeldung
hat die in diesem Dokument beschriebene Befestigungsvorrichtung das folgende
Problem. Insbesondere, wie in Fig. 14B gezeigt, wenn eine äußere Kraft ausgeübt wird, die
den Pressflügelteil 124 biegt und die Befestigungsvorrichtung 101 zur unteren Seite des
Plattengliedes 102 hin drückt, können das vorstehende Verriegelungsstück 122 und der
Eingriffsteil 123 unerwünscht bis unter den dünnen Schlitzteil 103b nach unten gedrückt
werden und davon gelöst werden. Wird in diesem Fall eine Kraft in einer Drehrichtung
auf die Befestigungsvorrichtung 101 ausgeübt, können das vorstehende
Verriegelungsstück 122 und der Eingriffsteil 123 nicht wieder in den dünnen Schlitzteil 103b
eingreifen. In diesem Zustand wird daher die Drehstellung der Befestigungsvorrichtung 101
durch die in der Drehrichtung auf die Befestigungsvorrichtung 101 ausgeübte Kraft
allmählich geändert. Wenn das vorstehende Verriegelungsstück 122 und der Eingriffsteil
123 so gedreht werden, dass sie dem dicken Eingriffsteil 103a entsprechen, wird die
Befestigungsvorrichtung 101 unerwünscht vom Montageloch 103 entfernt. Daher ist die
Befestigungsvorrichtung dieses Dokumentes im Sinne der Ablöseverhinderung nicht
unbedingt zufriedenstellend.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Befestigungsvorrichtung
bereitzustellen, die leicht an einer Platte montiert und davon gelöst werden kann und die an
unerwünschtem Ablösen von der Platte gehindert wird.
-
Zur Lösung der obigen Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine
Befestigungsvorrichtung zum Befestigen und Stützen eines elektronischen Bauteils auf einer
Platte bereitgestellt, mit einem Befestigungsteil, der auf der Platte zu montieren ist,
wobei der Befestigungsteil einen Stiel, ein Eingriffsstück, das an einem distalen Ende
des Stiels ausgebildet ist und sich in einer Richtung senkrecht zu einer vorstehenden
Richtung des Stiels erstreckt, ein Flügelstück, das sich von einem proximalen Ende des
Stiels aus in zwei Richtungen nach außen und senkrecht zu der vorstehenden Richtung
des Stiels erstreckt, und einen vorstehenden Eingriffsteil aufweist, der so ausgebildet
ist, dass er an einem distalen Endteil des Flügelstücks vorsteht, wobei das
Eingriffsstück in ein Montageloch eingeführt wird, das in der Platte ausgebildet ist, und an eine
Unterseite der Platte anstößt, wenn es entlang einer Oberseite der Platte gedreht wird,
das Flügelstück an die Oberseite der Platte anstößt, um die Platte mit dem
Eingriffsstück zusammenzuklemmen, und der vorstehende Eingriffsteil in das Montageloch
eingepasst wird, wenn er sich in einer Drehstellung befindet, um die Drehung des
Befestigungsteils zu blockieren.
-
Es folgt eine Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung anhand
der Zeichnung. Darin zeigen:
-
Fig. 1 eine Perspektivansicht der ersten Ausführungsform, in der die vorliegende
Erfindung auf eine Kabelklemme angewendet wird,
-
Fig. 2A bis 2C Ansichten eines Befestigungsteils von vorne, der rechten Seite bzw.
von unten, und Fig. 2D eine Draufsicht auf ein Montageloch,
-
Fig. 3A und 3B Perspektiv- bzw. Schnittansichten, die zeigen, wie der
Befestigungsteil auf einer Platte zu montieren ist,
-
Fig. 4 eine Perspektivansicht, die einen Zustand zeigt, in dem der Befestigungsteil auf
der Platte montiert ist,
-
Fig. 5A eine Vorderansicht, die den Zustand zeigt, in dem der Befestigungsteil auf der
Platte montiert ist, Fig. 5B eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von Fig. 5A, und
Fig. 5C eine Schnittansicht entlang der Linie B-B von Fig. 5A,
-
Fig. 6 eine Schnittansicht, die einen anderen Montagezustand einer
Befestigungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung zeigt,
-
Fig. 7A und 7B Vorderansichten, die ein Beispiel zeigen, in dem die erste
Ausführungsform auf eine andere Befestigungsvorrichtung angewendet wird,
-
Fig. 8A und 8B Vorderansichten, die ein Beispiel zeigen, in dem die erste
Ausführungsform auf noch eine andere Befestigungsvorrichtung angewendet wird,
-
Fig. 9 eine Vorderansicht eines Befestigungsteils gemäß einer Modifikation der ersten
Ausführungsform,
-
Fig. 10 eine Perspektivansicht der zweiten Ausführungsform, in der die vorliegende
Erfindung auf eine Plattenstütze angewendet wird,
-
Fig. 11 eine Perspektivansicht, die einen Zustand zeigt, in dem die Plattenstütze gemäß
der zweiten Ausführungsform auf einer Platte montiert ist,
-
Fig. 12A eine Vorderansicht, die einen Zustand zeigt, in dem die Plattenstütze gemäß
der zweiten Ausführungsform auf einer Platte montiert ist, Fig. 12B eine Schnittansicht
entlang der Linie C-C von Fig. 12A, und Fig. 12C eine Schnittansicht entlang der Linie
D-D von Fig. 12A,
-
Fig. 13 eine Vorderansicht, die ein Beispiel zeigt, in dem die zweite Ausführungsform
auf eine andere Befestigungsvorrichtung angewendet wird, und
-
Fig. 14A und 14B eine Perspektivansicht bzw. eine Schnittansicht eines Beispiels
für eine konventionelle Befestigungsvorrichtung.
-
Fig. 1 zeigt die erste Ausführungsform, in der eine Befestigungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung auf eine Kabelklemme vom Typ Verriegelungsdrahtschelle
(nachfolgend nur als Kabelklemme bezeichnet) angewendet wird. Eine Kabelklemme 1
besteht aus einem Klemmteil 10 zum Festhalten einer Vielzahl von Kabeln C in einem
Bündel und einem Befestigungsteil 20, der mit dem Klemmteil 10 einstückig ist und in
ein Montageloch 3 einzupassen ist, das in einer Platte 2 ausgebildet ist. Die
Kabelklemme 1 wird durch Gießharz-Formpressen oder dergleichen einstückig ausgebildet.
Im Klemmteil 10 ist ein Deckelstück 12 an seinem einem Ende über ein Gelenk mit
einer nach oben gerichteten U-förmigen Basis 11 verbunden, und ein beinahe U-förmiges
Verriegelungsstück 13, das am anderen Ende des Deckelstücks 12 ausgebildet ist, wird
in einen Verriegelungsteil 14 eingepasst, der am anderen Ende der Basis 11
ausgebildet ist, so dass das Verriegelungsstück 13 durch den Verriegelungsteil 14 verriegelt
wird. Die (nicht gezeigten) Kabel werden in einen aus der Basis 11 und dem
Deckelstück 12 gebildeten rechteckigen Ring eingeführt und werden gestützt. Wenn das
Verriegelungsstück 13 und der Verriegelungsteil 14 entriegelt werden und das Deckelstück
12 geöffnet und geschlossen wird, können die Kabel eingeführt oder entfernt werden.
-
Wie in Fig. 2A bis 2C gezeigt, weist der Befestigungsteil 20 einen beinahe
zylindrischen Stiel 21, der nach unten vorsteht, und ein langgestrecktes dünnes
plattenförmiges Eingriffsstück 22 am distalen Ende des Stiels 21 auf, das sich von den zwei Seiten
des Stiels 21 aus in einer Richtung senkrecht zur vorstehenden Richtung des Stiels 21
erstreckt. Der Stiel 21 weist außerdem in einer Position nahe an seinem proximalen Teil
einen beinahe kreisförmigen plattenförmigen Anschlag 23 mit zwei geradlinig
geschnittenen Seiten auf, der sich vom Umfang des Stiels 21 aus nach außen ausdehnt und
einen größeren Durchmesser als der Stiel 21 hat. Der Stiel 21 weist außerdem an seinem
proximalen Teil ein Paar Flügelstücke 24 auf, die sich in einer Richtung senkrecht zur
Ausdehnungsrichtung des Eingriffsstücks 22 erstrecken und in einem in Richtung auf
das distale Ende des Stiels 21 geneigten Zustand in den zwei Richtungen ausdehnen.
Distale Endteile 25 der Flügelstücke 24 sind jeweils nach innen zurückgebogen, um
sich in Bereiche nahe am Stiel 21 zu erstrecken, und weisen vorstehende Eingriffsteile
26 auf, die von den Unterseiten ihrer distalen Enden aus nach unten vorstehen. Wenn
die vorstehenden Eingriffsteile 26 hinsichtlich der Axialrichtung des Stiels 21 beobachtet
werden, liegen ihre unteren distalen Endflächen ein wenig unterhalb der Oberseite des
Eingriffsstücks 22. Jeder vorstehende Eingriffsteil 26 hat die gleiche Breite wie das
Eingriffsstück 22, und seine zwei Seitenränder in der Breitenrichtung bilden Formen
aus, die Bögen nahekommen.
-
Wie in Fig. 2D gezeigt, hat die Platte 2, an der die Kabelklemme 1 zu montieren ist, ein
Montageloch 3, das aus einem zentralen Lochteil 3a, durch den hindurch der Stiel 21
des Befestigungsteils 20 eingeführt werden kann, und Schlitzteilen 3b gebildet ist, die
sich in Richtung auf die zwei Seiten des zentralen Lochteils 3a erstrecken und Breiten
haben, die beinahe gleich derjenigen des Eingriffsstücks 22 sind, und durch die
hindurch das Eingriffsstück 22 eingeführt werden kann.
-
Wenn die Kabelklemme 1 mit dem obigen Aufbau auf der Platte 2 zu montieren ist, wird
der Befestigungsteil 20 in das Montageloch 3 der Platte 2 eingeführt, wie in Fig. 3A
und 3B gezeigt. Insbesondere wird die Richtung des Eingriffsstücks 22 entsprechend
den Schlitzteilen 3b des Montagelochs 3 eingestellt. Wenn der Stiel 21 in das
Montageloch 3 eingeführt wird, stoßen die Flügelstücke 24 an die Oberseite der Platte 2 an. Der
Stiel 21 wird unter elastischer Verformung der Flügelstücke 24 weiter eingeführt, bis das
Eingriffsstück 22 die untere Seite der Platte 2 erreicht. Wie in Fig. 4 gezeigt, wird dann
die Kabelklemme 1 (der Befestigungsteil 20) entlang der Oberseite der Platte 2 um 90°
gedreht. In diesem Zeitpunkt befindet sich der Stiel 21 im zentralen Lochteil 3a des
Montagelochs 3, weshalb die Kabelklemme 1 gedreht werden kann, und ihre
Drehrichtung kann im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn sein. Wenn die Kabelklemme
1 um 90° gedreht wird, werden die zwei Flügelstücke 24 in Positionen bewegt, in denen
sie jeweils die Schlitzteile 3b bedecken, wie in Fig. 5A, 5B und 5C gezeigt. Da die
vorstehenden Eingriffsteile 26 der distalen Endteile 25 der Flügelstücke 24 beinahe so
breit sind wie die Schlitzteile 3b, werden sie in die entsprechenden Schlitzteile 3b
eingepasst und greifen darin ein. Wird danach die auf den Befestigungsteil 20 ausgeübte
Betätigungskraft weggenommen, wird der Befestigungsteil 20 durch die federnde
Rückstellkraft der Flügelstücke 24 zur oberen Seite der Platte 2 hin bewegt, und das
Eingriffsstück 22 wird durch die federnde Rückstellkraft federnd an die Unterseite der
Platte 2 anstoßen gelassen.
-
In diesem Zustand des Befestigungsteils 20 ist die Platte 2 zwischen dem an die
Unterseite der Platte 2 anstoßenden Eingriffsstück 22 und den an die Oberseite der Platte 2
anstoßenden Flügelstücken 24 eingeklemmt. Diese Klemmkraft hält den
Befestigungsteil 20, d. h. die Kabelklemme 1, auf der Platte 2 fest. In diesem Zustand sind die
vorstehenden Eingriffsteile 26 an den distalen Endteilen 25 der Flügelstücke 24 in die
Schlitzteile 3b eingepasst und greifen darin ein. Dieser Eingriffszustand wird durch die
Federkraft der Flügelstücke 24 gehalten. Solange keine äußere Kraft ausgeübt wird, die
größer als die Federkraft ist, können sich die Flügelstücke 24, d. h. der Befestigungsteil 20,
daher nicht entlang der Oberseite der Platte 2 drehen. Wenn die Kabelklemme 1 eine
äußere Kraft erfährt, wird sie nicht leicht gedreht, und das Eingriffsstück 22 wird nicht
entsprechend den Positionen der Schlitzteile 3b gedreht, so dass sich der
Befestigungsteil 20 nicht von der Platte 2 löst. Insbesondere, wenn eine äußere Kraft in Richtung auf
die untere Seite der Platte 2 auf den Befestigungsteil 20 ausgeübt wird, wird die Kraft,
mit der die Flügelstücke 24 an die Oberseite der Platte 2 anstoßen, sogar größer. Die
vorstehenden Eingriffsteile 26 greifen noch fester in die Schlitzteile 3b ein, so dass der
Befestigungsteil 20 nicht von der Platte 2 gelöst wird. Daher wird die Kabelklemme 1
durch darauf ausgeübte Schwingungen, Stöße oder dergleichen nicht gedreht. Und da
der am proximalen Ende des Stiels 21 ausgebildete Anschlag 23 an die Oberseite der
Platte 2 anstößt, kann der Befestigungsteil 20 nur begrenzt in die untere Seite der Platte
2 eingeschoben werden. Daher kann vermieden werden, dass eine große Kraft auf die
Flügelstücke 24 ausgeübt wird, und sie werden nicht beschädigt.
-
Wenn die Kabelklemme 1 von der Platte 2 zu lösen ist, wird eine Kraft ausgeübt, die
den Befestigungsteil 20 um 90° im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn entlang der
Oberseite der Platte 2 dreht. Da die zwei Seitenränder jedes vorstehenden Eingriffsteils
26 beinahe Bogenformen haben, gleiten die vorstehenden Eingriffsteile 26 dann über
die zwei Seitenränder der Schlitzteile 3b und werden aus den Schlitzteilen 3b heraus
bewegt, d. h. auf die Oberseite der Platte 2. Daher kann der Befestigungsteil 20
vergleichsweise leicht um 90° gedreht werden. Wenn der Befestigungsteil 20 um 90°
gedreht wird, wird das Eingriffsstück 22 in die den Schlitzteilen 3b entsprechende
Position gedreht. Wird daher der Befestigungsteil 20 nach oben zur oberen Seite der
Platte 2 hin gezogen, gleitet das Eingriffsstück 22 durch das Montageloch 3, und die
Kabelklemme 1 kann von der Platte 2 gelöst werden.
-
Wie oben beschrieben, wenn der Befestigungsteil 20 an der Kabelklemme 1 angebracht
ist und eine äußere Kraft auf den Befestigungsteil 20 ausgeübt wird, um ihn in die Platte
2 zu drücken, löst sich der Befestigungsteil 20 keinesfalls von der Platte 2, sondern der
Eingriffszustand wird noch verbessert. Anders als im Stand der Technik wird der
Befestigungsteil 20 nicht infolge einer äußeren Kraft von der Platte 2 gelöst. Da der auf
dem Stiel 21 ausgebildete Anschlag 23 den Eindrückbetrag des Befestigungsteils 20
begrenzt, zerbricht unkontrolliertes Eindrücken die Flügelstücke 24 nicht, anders als im
Stand der Technik. Wie in Fig. 6 gezeigt, selbst wenn das Montageloch 3 in einer
Position nahe an einem Ende der Platte 2 ausgebildet ist, stößt ein Flügelstück 24 mit
seinem distalen Endteil 25 an den Rand der Platte 2 an, da sich die distalen Endteile 25
der Flügelstücke 24 nach innen zurückgebogen erstrecken, so dass die durch das
Flügelstück 24 erzeugte Federkraft wirksam werden kann. Gemäß dem Stand der
Technik stößt der Blattteil nur mit seinem distalen Ende an die Platte an. Wenn das
Montageloch 3 auf diese Weise im Rand der Platte 2 ausgebildet wird, ist die Wirkung
der Federkraft des Blattteils schwer vorherzusehen. Wenn man die Form des
Montagelochs 3 mit der beinahe Kreuzform wie im Stand der Technik vergleicht, ist sie
geradlinig und nahe an einer Rechteckform, die einfach ist. Dementsprechend ist das
zum Formen eines Montagelochs in der Platte verwendete Pressformwerkzeug
ebenfalls einfach, was in leichter Gestaltung und Herstellung resultiert.
-
In der obigen Ausführungsform wird die Befestigungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung auf eine Kabelklemme angewendet. Wie in Fig. 7A gezeigt, kann die
vorliegende Erfindung alternativ einen Befestigungsteil 20 für eine Kabelklemme 1A
vom Typ Drahtschelle ausbilden, die einen Klemmteil 10A mit einem Paar
Zungenstücke in der Öffnung einer nach oben gerichteten U-förmigen Basis aufweisen. Wie in
Fig. 7B gezeigt, kann die vorliegende Erfindung auch einen Befestigungsteil 20 für eine
Kabelklemme 1B vom Typ Verriegelungsdrahtschelle ausbilden, die einen kreisförmigen
Klemmteil 10B mit einem Paar Kabelklemmstücke aufweist. Und wie in Fig. 8A gezeigt,
kann die vorliegende Erfindung auch auf eine Plattenstütze 1C, die einen Stützteil 10C
zum Stützen einer Leiterplatte oder dergleichen auf einer Platte aufweist, oder einen
Befestigungsteil 20 für einen Bindegurt 1D mit einem Gurtteil 10D zum Einklemmen
eines auf einer Platte zu verlegenden Kabels angewendet werden. Die Klemmteile
dieser Befestigungsvorrichtungen sind schon bekannt, weshalb von ihrer detaillierten
Beschreibung abgesehen wird.
-
Hinsichtlich des Aufbaus des auf dem Flügelstück ausgebildeten vorstehenden
Eingriffsteils, wie bei einem in Fig. 9 gezeigten Befestigungsteil 20A, können vorstehende
Stücke 25A einstückig so ausgebildet sein, dass sie sich in Positionen ein wenig hinter
den distalen Enden der Flügelstücke 24 von den Innenseiten der Flügelstücke 24 aus
nach innen erstrecken, und vorstehende Eingriffsteile 26 können an den distalen Enden
der vorstehenden Stücke 25A ausgebildet sein. Bei diesem Aufbau können die
Flügelstücke 24 lang ausgebildet sein, um einen genügend langen Federhub
aufrechtzuerhalten, während die Eingriffspositionen der vorstehenden Eingriffsteile 26 nahe an
einen Stiel 21 gelegt werden können. Dies kann die Größen der Schlitzteile des
Montagelochs und die Längen der Eingriffsstücke verringern, so dass der Befestigungsteil
und das Montageloch kleiner gemacht werden können. Dadurch kann eine kompakte
Befestigungsvorrichtung realisiert werden.
-
Fig. 10 zeigt ein Beispiel, in dem die zweite Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung auf eine Plattenstütze angewendet wird. Insbesondere besteht eine Plattenstütze
4 aus einem Stützteil 40 mit einem ebenen oberen Endteil zum Anstoßen an die
Unterseite einer (nicht gezeigten) Leiterplatte, die auf einer Platte 2 gestützt wird, um die
Leiterplatte zu stützen, und einem Befestigungsteil 50, der am unteren Teil des Stützteils
40 ausgebildet ist. Der Aufbau des Befestigungsteils 50 ist im wesentlichen der gleiche
wie derjenige der ersten Ausführungsform, unterscheidet sich aber darin von der ersten
Ausführungsform, dass ein Eingriffsstück und Flügelstücke in der gleichen Richtung
ausgebildet sind. Insbesondere weist der Befestigungsteil 50 ein längliches dünnes
plattenförmiges Eingriffsstück 52 am distalen Ende eines nach unten vorstehenden,
beinahe zylindrischen Stiels 51 auf, das sich von den zwei Seiten des Stiels 51 aus in
einer Richtung senkrecht zur vorstehenden Richtung des Stiels 51 erstreckt. Der Stiel
51 weist außerdem an einer Stelle nahe an seinem proximalen Teil einen beinahe
rechteckigen plattenförmigen Anschlag 53 auf, der sich vom Umfang des Stiels 51 aus
nach außen ausdehnt und dessen Längs- und Quermaße jeweils größer als der
Durchmesser des Stiels 51 sind. Der Stiel 51 weist außerdem an seinem proximalen Teil ein
Paar Flügelstücke 54 auf, die sich in einer Richtung parallel zur Ausdehnungsrichtung
des Eingriffsstücks 52 erstrecken und sich in zwei Richtungen in einer Bogenform in
Richtung auf das distale Ende des Stiels 51 ausdehnen. Die distalen Endteile der
Flügelstücke 54 weisen zylindrische Teile 55 mit kleinem Durchmesser, die in der
Breitenrichtung eine gewisse Länge haben, und vorstehende Eingriffsteile 56 auf, die von den
Unterseiten der jeweiligen zylindrischen Teile 55 aus nach unten vorstehen. Wenn die
vorstehenden Eingriffsteile 56 hinsichtlich der Axialrichtung des Stiels 51 beobachtet
werden, liegen ihre unteren distalen Endflächen ein wenig unterhalb der Oberseite des
Eingriffsstücks 52. Jeder vorstehende Eingriffsteil 26 hat eine ein wenig geringere Breite
als das Eingriffsstück 52, und seine zwei Seitenränder in der Breitenrichtung bilden
Formen aus, die Bögen nahekommen.
-
Wie in Fig. 10 gezeigt, weist die Platte 2, an der die Plattenstütze 4 zu montieren ist, ein
beinahe kreuzförmiges Montageloch 5 auf, das aus einem zentralen Lochteil 5a, durch
den hindurch der Stiel 51 des Befestigungsteils 50 eingeführt werden kann, dicken
Schlitzteilen 5b, die sich in Richtung auf die zwei Seiten des zentralen Lochteils 5a
erstrecken und Breiten und Längen haben, die jeweils gleich denjenigen des
Eingriffsstücks 52 sind und durch die hindurch das Eingriffsstück 52 eingeführt werden
kann, und dünnen Schlitzteilen 5c gebildet ist, die sich in einer Richtung senkrecht zu
den dicken Schlitzteilen 5b in Richtung auf die zwei Seiten des zentralen Lochteils 5a
erstrecken und eine geringere Länge als die Breite des Eingriffsstücks 52 haben,
beinahe gleich den Breiten der vorstehenden Eingriffsteile 56 und beinahe gleich dem
Abstand zwischen den zwei einander entgegengesetzten vorstehenden Eingriffsteilen 56.
-
Die Plattenstütze 4 mit dem obigen Aufbau kann auf der Platte 2 montiert werden,
wobei die Bedienung beinahe identisch mit derjenigen der ersten Ausführungsform ist.
Insbesondere wird das Eingriffsstück 52 entsprechend den Positionen der dicken
Schlitzteile 5b des Montagelochs 5 aufgestellt, und der Stiel 51 wird in den zentralen
Lochteil 5a des Montagelochs 5 eingeführt. Danach wird der Stiel 51 unter elastischer
Verformung der Flügelstücke 54 weiter eingeführt, bis das Eingriffsstück 52 die untere
Seite der Platte 2 erreicht. Wird dann die Plattenstütze 4 (der Befestigungsteil 50)
entlang der Oberseite der Platte 2 um 90° gedreht, werden das Eingriffsstück 52 und die
Flügelstücke 54 in Positionen bewegt, in denen sie jeweils die dicken Schlitzteile 5c
bedecken, und anschließend werden die vorstehenden Eingriffsteile 56 der Flügelstücke
54 jeweils in die dünnen Schlitzteile 5c eingepasst und greifen darin ein, wie in Fig.
12A bis 12C gezeigt. Wird die auf den Befestigungsteil 50 ausgeübte Betätigungskraft
weggenommen, wird das Eingriffsstück 22 durch die federnde Rückstellkraft der
Flügelstücke 54 in Bereichen um die dünnen Schlitzteile 5c herum federnd an die Unterseite
der Platte 2 anstoßen gelassen.
-
Daher wird bei dem Befestigungsteil 50 die Platte 2 zwischen dem an die Unterseite der
Platte 2 anstoßenden Eingriffsstück 52 und den an die Oberseite der Platte 2anstoßenden Flügelstücken 54 eingeklemmt. Diese Klemmkraft hält die Plattenstütze 4 auf der
Platte 2 fest. In diesem Zustand greifen die vorstehenden Eingriffsteile 56 der
Flügelstücke 54 in die Schlitzteile 5c ein. Daher können sich die Flügelstücke 54 und somit
auch der Befestigungsteil 50 nicht entlang der Oberseite der Platte 2 drehen. Wenn die
Plattenstütze 4 eine äußere Kraft erfährt, wird sie nicht leicht gedreht, und das
Eingriffsstück 52 wird nicht entsprechend den Positionen der dicken Schlitzteile 5b gedreht, so
dass sich der Befestigungsteil 50 nicht von der Platte 2 löst. Wird in diesem Fall eine
äußere Kraft in Richtung auf die untere Seite der Platte 2 auf den Befestigungsteil 50
ausgeübt, wird die Kraft, mit der die Flügelstücke 54 an die Oberseite der Platte 2
anstoßen, sogar größer. Die vorstehenden Eingriffsteile 56 greifen noch fester in die
dünnen Schlitzteile 5c ein, so dass der Befestigungsteil 50 nicht von der Platte 2 gelöst
wird. Da der am proximalen Ende des Stiels 51 ausgebildete Anschlag 53 das
Einschieben des Befestigungsteils 50 in die untere Seite der Platte 2 begrenzt, kann vermieden
werden, dass eine große Kraft auf die Flügelstücke 54 ausgeübt wird, und sie werden
nicht beschädigt.
-
Wenn die Plattenstütze 4 von der Platte 2 zu lösen ist, geschieht dies auf die gleiche
Weise wie in der ersten Ausführungsform, und es wird eine Kraft ausgeübt, die den
Befestigungsteil 50 um 90° im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn entlang der
Oberseite der Platte 2 dreht. Da die zwei Seitenränder jedes vorstehenden Eingriffsteils
56 beinahe Bogenformen haben, gleiten die vorstehenden Eingriffsteile 56 dann über
die zwei Seitenränder der dünnen Schlitzteile 5c und werden in die Positionen der
dicken Schlitzteile 5b bewegt. Diese Positionen sind dort, wo das Eingriffsstück 52 den
dicken Schlitzteilen 5b entspricht. Wird der Befestigungsteil 50 nach oben zur oberen
Seite der Platte 2 hin gezogen, kann das Eingriffsstück 52 durch die dicken Schlitzteile
5b hindurch vom Montageloch 5 gelöst werden.
-
Hinsichtlich des Befestigungsteils 50 der zweiten Ausführungsform kann er als ein
Befestigungsteil 50 für eine Verriegelungs-Plattenstütze 4A verwendet werden, die einen
Verriegelungsteil 40A aufweist, der in ein Durchgangsloch passt, das in einer zu
stützenden Leiterplatte ausgebildet ist, wie in Fig. 13 gezeigt. Natürlich kann der
Befestigungsteil 50 der zweiten Ausführungsform ähnlich auch auf die
Befestigungsvorrichtungen der ersten Ausführungsform angewendet werden, die in den Fig. 7A und 7B
bzw. 8A und 8B gezeigt sind.
-
Wie oben beschrieben wurde, enthält die Befestigungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung ein Eingriffsstück, das durch ein in einer Platte ausgebildetes
Montageloch hindurch eingeführt wird und gedreht wird, um an die Unterseite der Platte
anzustoßen, und in das Montagsloch einzupassende vorstehende Eingriffsteile an distalen
Endteilen von Flügelstücken, die an die Oberseite der Platte anstoßen, um die Platte
mit dem Eingriffsstück zusammenzuklemmen. Daher kann die Befestigungsvorrichtung
lediglich durch Einführen des Eingriffsstücks in das Montageloch und Drehen der
Befestigungsvorrichtung montiert werden, und sie kann lediglich durch Drehen der
Befestigungsvorrichtung mit etwas Kraft gelöst werden. Die Montage und das Lösen der
Befestigungsvorrichtung werden somit erleichtert. Wird eine Kraft auf den Befestigungsteil
ausgeübt, die ihn von der Platte zu trennen sucht, wird die Befestigungsvorrichtung
nicht durch das Angrenzen des Eingriffsstücks und der Platte gelöst. Umgekehrt, wenn
eine äußere Kraft auf den Befestigungsteil ausgeübt wird, die ihn in die Platte
hineindrückt, lösen sich die vorstehenden Eingriffsteile nicht von den Schlitzteilen, und die
Befestigungsvorrichtung löst sich nicht von der Platte, wenn sie gedreht wird.
-
Zusammenfassend kann die Erfindung wie folgt beschrieben werden:
-
Eine Befestigungsvorrichtung (1) befestigt und stützt ein elektronisches Bauteil auf einer
Platte (2) und enthält einen Befestigungsteil (20) zur Montage auf der Platte. Der
Befestigungsteil weist einen Stiel (21), ein Eingriffsstück (22), das an einem distalen
Ende des Stiels ausgebildet ist und sich in einer Richtung senkrecht zu einer
vorstehenden Richtung des Stiels erstreckt, ein Flügelstück (24), das sich von einem
proximalen Ende des Stiels aus in zwei Richtungen nach außen und senkrecht zu der
vorstehenden Richtung des Stiels erstreckt, und einen vorstehenden Eingriffsteil (26)
auf, der so ausgebildet ist, dass er an einem distalen Endteil des Flügelstücks vorsteht.
Das Eingriffsstück wird in ein Montageloch (3) eingeführt, das in der Platte ausgebildet
ist, und stößt an eine Unterseite der Platte an, wenn es entlang einer Oberseite der
Platte gedreht wird. Das Flügelstück stößt an die Oberseite der Platte an, um die Platte
mit dem Eingriffsstück zusammenzuklemmen. Der vorstehende Eingriffsteil wird in das
Montageloch eingepasst, wenn er sich in einer Drehstellung befindet, um die Drehung
des Befestigungsteils zu blockieren.