DE102464C - - Google Patents

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DE102464C
DE102464C DENDAT102464D DE102464DA DE102464C DE 102464 C DE102464 C DE 102464C DE NDAT102464 D DENDAT102464 D DE NDAT102464D DE 102464D A DE102464D A DE 102464DA DE 102464 C DE102464 C DE 102464C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B11/00Calcium sulfate cements
    • C04B11/02Methods and apparatus for dehydrating gypsum
    • C04B11/028Devices therefor characterised by the type of calcining devices used therefor or by the type of hemihydrate obtained

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Entleerungseinrichtung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche dazu dient, aus Gips oder anderen Rohstoffen das darin enthaltene Krystallwasser durch Erhitzen zu entfernen. Um den Betrieb selbsttätig zu gestalten, ist der den Rohstoff aufnehmende Behälter ähnlich wie bei einer Waage schwebend oder beweglich aufgehängt; infolge der Entziehung des Wassers wird der Inhalt des Behälters leichter. Dieser hebt sich infolge dessen bezw. verändert seine Lage und veranlafst eine Bethätigung der mit ihm verbundenen Einrichtungen, welche ihrerseits mittelst weiterer Vorrichtungen den Betrieb, insbesondere die Entleerung, die Neubeschickung, die Ein- Und Ausschaltung des Antriebes u. s. w. ganz oder theilweise selbstthätig gestalten.
Der Vorgang des Erhitzens geschieht zweckmäfsig unter Luftverdünnung, damit die Dämpfe schneller abgeführt werden. Um dieses zu bewerkstelligen, kann der schwebend aufgehängle Behälter etwa mit einer darüber angeordneten festen Haube durch eine balgartige oder andere dichte und dehnbare Verbindung zusammenhängen, während die Haube mit einer Luftpumpe oder dergleichen verbunden ist, um so für die fortgesetzte Absaugung der gebildeten Dünste und Dämpfe zu sorgen. Durch die beständige Absaugung ergiebt sich der weitere Betriebsvortheil, dafs der entstehende Unterdruck die Beweglichkeit des Behälters steigert und den Betrieb somit zuverlässiger macht.
Wird der bewegliche Behälter mittelst einer von aufsen. wirkenden Feuerung erhitzt, so mufs' die Feuerungsanlage derartig beschaffen sein, dafs ihre Wirkung durch die Bewegung des Behälters nicht beeinträchtigt wird. Zu diesem Zwecke können unter dem Boden des Behälters spiralförmige Heizkanäle angeordnet sein, welche durch spiralartige, in entsprechenden Rinnen der Feuerungsanlage geführte Stege gebildet werden. Die Stege, können zugleich als Versteifung des Bodens des Behälters dienen, was wichtig ist, da derselbe frei hängt, also unten nicht abgestützt ist.
Der spiralförmige Feuerzug soll auch eine von aufsen nach innen zu abnehmende Erwärmung der Bodenplatte bewirken und dadurch ein Verziehen derselben verhindern.
Eine solche Vorrichtung läfst sich nicht nur für die Entziehung des Krystall wassers aus Gips, sondern auch für die ähnliche Behandlung anderer Rohstoffe, denen Wasser oder sonstige flüchlige Bestandtheile entzogen werden sollen, benutzen.
Fig. 1 zeigt eine derartige Vorrichtung im Querschnitt,
Fig. 2 den Grundrifs derselben und
Fig. 3 die Anordnung der Feuerzüge.
Fig. 4 und 5 stellen Einzelheiten dar.
Der Behälter A hängt an dem bügeiförmigen Träger W, welcher waagebalkenartig angeordnet ist und einerseits auf den Schneiden W1 ruht, andererseits durch die Gestänge W'2 W2 (Fig. 1) mit dem Hebel b verbunden ist. Der Hebel b steht mit, einer Feder c in Verbindung, deren Druck geregelt werden kann. Die Feder c, welche übrigens auch als Zugfeder angeordnet oder durch Gewichte ersetzt werden kann, hält dem Gewicht des Behälters A mit Inhalt das Gleichgewicht. Der Hebel b bewegt die mit ihm verbundene Stange d (Fig. 1 und 5) entsprechend der durch die Gewichtsveränderung des Be-
hälters A veranlafsten Bewegung auf und nieder. Die Stange d bethä'tigt ein Stellwerk, zu welchem Zwecke sie mit den beiden Oeffnungen oder Schlitzen dl und d2 versehen ist.
Das Stellwerk zeigt bei der dargestellten Ausführung folgende Einrichtungen:
ι. Vorrichtung zum Oeffhen des Entleerungsverschlusses \ (Fig. i), was durch Ausrücken bezw. Freigabe des Gegengewichtes^ geschieht.
2. Aus Zahnstange und Trieben bestehende Vorrichtung suu1 zum Wiederaufziehen des Gegengewichtes.
3. Das Rädertriebwerk k Im η op (Fig. 2).
4. Eine Doppelkuppelung rr1 r2 (Fig. 2) zur abwechselnden Ein- und Ausrückung der Antriebsscheibe R für die Beschickungsvorrichtung S1 (Fig. 1) bezw. der Vorrichtung zum Wiederaufziehen des Gewichtes f.
5. Vorrichtung zur abwechselnden Umschaltung der Doppelkuppelung tt^q1.
6. Vorrichtung zum Ein- und Ausrücken des ganzen Stellwerkes h bis /14 i i1 (Fig. 2).
1. Die Vorrichtung zum Oeffnen des Entleerungsgeschützes. Der durch das Gewicht χ geschlossen gehaltene Verschlufs ι ist mit der Kette y verbunden, welche über das Kettenrad Y läuft und das Gewicht f trägt (Fig. 1). Auf der Welle des Kettenrades sind ferner zwei Sperrwerke ν w und e u>1 angeordnet, von denen das eine (e wx) während des eigentlichen Betriebsvorganges das Kettenrad festhält,, so dafs das Gewicht f nicht den Verschlufs \ öffnen kann, während das andere Sperrwerk dazu dient, das Kettenrad nach dem Wiederaufziehen des Gewichtes, bevor das Sperrwerk wl e wieder eingerückt ist, zu sperren.
2. Die Vorrichtung zum Wiederaufziehen des Gewichtes f. besteht bei der dargestellten Ausführung in einer Stange u, welche in der Längenrichtung hin- und herschiebbar angeordnet und an einem Ende als Zahnstange ausgebildet ist. Dieser gezahnte Theil der Stange u steht mit einem auf der Welle des Kettenradesy befestigten Zahnrad u1 in Eingriff, so dafs sie also bei der abwechselnd im einen oder anderen Sinne erfolgenden Drehung der Kettenradwelle entsprechend zwangläufig hin- und hergeschoben wird. Ist das Gewicht f ausgelöst, so dafs es zwecks Oeffnens des Entleerungsverschlusses das Kettenrad y sammt dessen Welle in dem einen Sinne dreht, so wird die Stange u frei mitgenommen, bei der dargestellten Ausführung also nach links geschoben. Nach dem Niederfallen des Gewichtes^/ erfolgt das Wiederaufziehen durch zwangläufiges Zurückziehen der Stange u nach rechts, und zwar geschieht dies mittelst eines Daumens s und einer Hubscheibe auf der WeIIeZl Diese ist für gewöhnlich ausgeschaltet und wird, wie weiterhin gezeigt wird, erst in Umdrehung versetzt, sobald das Wiederaufziehen des Gewichtes zu erfolgen hat. Die beiden Klinken e und ν (Fig. 1) sind auf den über einander liegenden Wellen E und V befestigt. Diese Wellen tragen die Arme E1 und V1, welche in der oberen Aussparung d2 der Stange d dergestalt liegen, dafs beim Aufwärtsgange der Stange d der untere Hebel V1, beim Niedergange der Stange d der obere Hebel E1 bethätigt und somit die zugehörige Klinke e bezw. ν ausgerückt wird.
Die Doppelkuppelung r r1 r2 (Fig. 2) zur abwechselnden Einrückung der Welle T mit dem Daumen s bezw. der Antriebsscheibe R, welche durch Riementrieb mit der Triebscheibe R1 der Beschickungsvorrichtung verbunden ist, wirkt folgendermafsen. Die Doppelkuppelung r r1 r2 (Fig. 2) bildet einen dreifachen Hebel, welcher dergestalt um einen Zapfen schwingt, dafs, je nachdem der Hebel r mittelst der Scheibe t nach der einen oder anderen Richtung gedreht wird, entweder die Kuppelung r1 oder die Kuppelung r2 eingeschaltet ist. ' Die Kuppelung r1 verbindet die Welle T mit dem Rädertriebwerk kl mn op, die Kuppelung r2 die lose Scheibe R mit der Antriebswelle J des Räderwerkes.
Das Rä'dertriebwerk kl mn op dient zur verlangsamten Uebertragung der Drehung der Welle J auf die Welle T; das Uebersetzungsverhältnifs mufs den besonderen Verhältnissen des Betriebes entsprechen. Die Antriebswelle J trägt zwecks Ein- und Ausrückung des Rädertriebwerkes k bis ρ die Los- und Festscheibe z'z'1 (Fig. 2), welche von beliebiger Stelle aus angetrieben werden können; nach der Zeichnung geschieht dies von der Scheibe P2 der Welle Q aus, welche in dem oberen Theile A1 des Behälters A gelagert ist und auch das Rührwerk T bethätigt. Die Los- und Festscheiben PP1 dienen in diesem Falle zur Ein- und Abstellung des Betriebes der ganzen Vorrichtung.
3. Die Vorrichtung zur Ein- und Ausschaltung des Rädertriebwerkes kl mn op. Während jedes vollständigen Arbeitsganges der Maschine, also in der Zeit von einer Beschickung bis zur nächsten, mufs das Rädertriebwerk einmal ein- und ausgeschaltet werden. Dies geschieht bei der auf- und abwärts gerichteten Bewegung der Stange d durch Umbezw. Zurücklegen des auf der Welle H befestigten Gewichtshebels h (Fig. 2 und 5). Wrird der Behälter A allmälig leichter und bewegt sich alsdann die Stange d unter dem Uebergewicht der Feder abwärts, so wird schliefslich durch Einwirkung der Oeffnung d1 des Hebels d auf den Hebel /z5 der Hebel h aus der in Fig. 5 voll gezeichneten Lage in die punktirt gezeichnete herumgelegt und die Welle H entsprechend gedreht. Diese steht durch eine Hebelkette h1 h'2 h3 /?4 (Fig. 2 und 5) mit einer Riemengabel in Verbindung, die den
Riemen von der Losscheibe i auf die Festscheibe il wirft.
4. Die Vorrichtung zur Umschaltung der Doppelkurbel rrlr2. Diese besteht nach Fig. 2 und 4 in der Nasenscheibe t, dem umlegbaren Gewichtshebel I und dem in der Längenrichtung verschiebbaren Hebel ql. Der Hebel / wird in der Weise nach der einen oder anderen Seite umgelegt, dafs beim Betriebe abwechselnd die Scheibe t mit ihrer Nase und die Stange q1 gegen den Hebel I drücken. Zu diesem Zwecke erhält der Hebel q1 beim Umlegen der Welle H in der vorbeschriebenen Weise mittelst eines auf der Welle befestigten schrägen Armes q (Fig. 2 und 5) einen Stofs nach rechts, wodurch Hebel I aus der in Fig. 4 punktirt gezeichneten in die voll gezeichnete Lage gelangt. Dann' giebt der schräge Arm q die Stange q1 wieder frei, worauf beim weiteren Fortgange des Betriebes die Scheibe t den Hebel I in die punktirte Lage zurückwirft.
Die Scheibe t ist mit einem Gegengewicht t1 belastet, welches dafür sorgt, dafs die Welle T nach dem Ausrücken der Kuppelung r1 in eine Mittellage gelangt, welche der in Fig. 4 angegebenen Stellung der Scheibe t entspricht, wobei die Nase solche Lage hat, dafs der Hebel / in die voll gezeichnete Lage gelegt werden kann.
Die Wirkungsweise der gesammten Vorrichtung ist die folgende:
Ist der Behälter normal gefüllt, so nimmt der Hebel b die in Fig. 1 gezeichnete Lage ein. Werden durch die Erhitzung und gegebenenfalls unter der Einwirkung der Luftverdünnung dem Rohstoff Wasser oder andere flüchtige Bestandtheile entzogen, so vermindert sich die Last und unter dem Einflufs der Feder c hebt sich der Behälter A, während der Hebel b mit der Stange d sinkt. Ist nach vollendeter Wasserentziehung der Behälter A in die höchste, ■die Stange d in die unterste Lage gelangt, so wird die Klinke e ausgerückt. Dadurch wird das Gewicht f frei, der Verschlufs \ geöffnet und die Stange u . nach links geschoben. Gleichzeitig wird der Gewichtshebel h (Fig. 5) nach links geworfen, dadurch der Hebelzug h1 ft'2/;3 hl (Fig. 2 und 5) bethätigt und der Antriebriemen des Triebwerkes kl mn ο ρ von der Losscheibe i1 auf die Festscheibe i geworfen , so dafs das Triebwerk k bis ρ zu arbeiten beginnt.
Da der Hebel / die in Fig. 4 voll gezeichnete Lage hat, so ist die Kuppelung r1 eingerückt, r'2 ausgerückt.
Das Triebwerk k bis ρ setzt also die WeIIeT in Umdrehung, und diese bewirkt mittelst des Daumens 5 das Wiederaufziehen des Gewichtes/ durch Bewegung der Stange u nach rechts. Dadurch wird die Kette y entlastet, und der Verschlufs ^ schliefst sich nach der inzwischen erfolgten Entleerung des Behälters A wieder unter Einwirkung des Gewichtes x. Ein Zurückgehen des Gewichtes f wird dadurch verhindert, dafs der Klinkenhebel ν nach dem Emporziehen des Gewichtes in die entsprechende Rast des Rades w eingreift.
Nach der vollständigen Umdrehung der Welle T bewirkt die Nase der Scheibe t die Umlegung des Hebels / in die in Fig. 4 punktirte Lage, bei welcher die Kuppelung r* ausgerückt und r2 eingerückt ist, also die Triebscheibe R in Thätigkeit tritt und die Neubeschickung des Behälters A veranlafst.
Indem der Behälter A von neuem gefüllt wird, senkt er sich allmälig, und der Hebel b geht wieder empor, dabei auch die Stange d hebend. Sobald die Stange d in der höchsten Lage angelangt ist, wird der Hebel h aus der in Fig. 5 punktirt gezeichneten in die voll gezeichnete Lage zurückgelegt, wodurch der mit diesem Hebel verbundene Hebelzug h'/i2 h3 h* den Antriebsriemen des Stellwerkes wieder von der Festscheibe i auf die Losscheibe z1 befördert und somit das Stellwerk aufser Thätigkeit bringt. Mit dem Umlegen des Hebels h bewirkt auch der auf der Welle H befindliche schräge Hebel q eine seitliche Verschiebung der Stange q1, so dafs der Hebel / aus der punktirten Lage (Fig. 4) in die voll gezeichnete zurückbewegt wird, womit zugleich die Kuppelung r2 wieder ausgerückt, r1 eingerückt wird.
Beim Hochgange der Stange d wird noch der Klinkenhebel ν (Fig. 1) ausgelöst; inzwischen lag aber bereits durch die bedingte gröfsere Bewegung der Zahnstange u die Klinke e lose in der Rast der Scheibe wx, so dafs durch Auslösen der Klinke ν die Scheibe wx fest an den Hebel ν rückt.
Alle Theile befinden sich nunmehr in ihrer ursprünglichen Lage und der Arbeitsgang kann von neuem beginnen.
Da der Behälter A frei schwebend aufgehängt ist, der Boden also keine Stützung besitzt, und da auch der Raum über dem Mauerwerk M in seiner Höhe sich beständig ändert, so mufs einerseits für eine Versteifung des Bodens, andererseits für eine entsprechende Führung der Heizgase gesorgt sein; zweckmäfsig geschieht dies durch spiralförmige Feuerungskanäle F, welche in der Weise gebildet werden, dafs unter dem Boden des Behälters A spiralartige Blechstege befestigt sind, die in ähnlich gestalteten Rinnen M1 des Mauerwerkes sich führen, wie Fig. 1 und 3 zeigen. Die spiralförmigen Stege bilden eine wirksame Versteifung, wodurch auch der Boden schwächer gehalten, also die Heizkraft gesteigert werden kann. Vorteilhaft ist es bei dieser spiralförmigen Ausführung des Heizkanals, den Fuchs F1 in der Mitte anzubringen, um eine von aufsen nach innen abnehmende

Claims (5)

  1. Erwärmung des Bodens des Behälters A zu erzielen, so dafs die nach dem Umfange zu liegenden Theile sich stärker erhitzen und auch dadurch ein Werfen der Bodenplatte verhindert wird.
    Die Beheizung des Behälters A kann auch in anderer Weise erfolgen.
    Der Vortheil der neuen Vorrichtung besteht vor allem darin, dafs der Betrieb unter allen Umständen zuverlässig ist. Erst wenn die gewünschte höchste Wasser- bezw. Gewichtsentziehung durch die Erhitzung stattgefunden hat, kann der Behälter A sich entleeren. So lange die genügende Gewichtsverminderung nicht eingetreten ist, kann auch keine Entleerung stattfinden. Es ist also unter allen Umständen ein zu langes oder zu kurzes Erhitzen vermieden, so dafs stets ein gleichmäfsiger Stoff erwartet werden kann.
    Die Vorrichtung läfst sich in ihren Einzelheiten abändern; beispielsweise könnte sie so eingerichtet sein, dafs nur die Entleerung, selbstthätig, die Beschickung aber in gewöhnlicher Weise irgendwie erfolgt. Auch könnte die Einleitung der Bethätigung der Triebwerke statt von nur einer Stelle aus (Stange d) von verschiedenen Stellen aus erfolgen. Wesentlich ist in jedem Falle, dafs die Triebwerke zur theilweisen oder vollständig selbsttätigen Durchführung des Betriebes durch die natürliche Gewichtsverminderung des erhitzten Rohstoffes in Thätigkeit gesetzt werden. Auch elektrischer Betrieb könnte zur Ein- und Ausschaltung einzelner oder aller Triebwerke angewendet werden.
    Um die Beweglichkeit des Behälters A zu erhöhen, den Betrieb zuverlässiger zu gestalten und auch eine schnellere Wirkung zu erzielen, geschieht die Erhitzung wirksam unter Anwendung einer Luftverdünnung im Behälter A. Zu diesem Zwecke ist in Fig. ι und 2 über dem Behälter A eine feste Haube A1- angeordnet, welche bei A2 mit einer Luftpumpe, einem Flügelgebläse oder dergleichen in Verbindung steht. Die Haube A1 ist mit dem Behälter A durch eine balgartig zusammenschiebbare Zwischenwand B verbunden. Diese balgartige Verbindung kann durch einen beliebigen luftdichten Verschlufs zwischen den beiden Theilen A und A1 ersetzt werden.
    Pa τ ε nt-Ansprüche:
    i. "Vorrichtung zum Austreiben von Krystallwasser aus Gips oder flüchtiger Bestandtheile aus anderen Materialien durch Erhitzen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Behälter (A) zur Aufnahme der zu erhitzenden Stoffe waagenartig oder schwebend dergestalt angeordnet ist, dafs dieser bei der Beschickung und Entleerung, sowie infolge der vor und nach der Erhitzung stattfindenden Belastungsunterschiede verschiedene Lagen einnimmt, wobei diese Lagenveränderungen dazu benutzt werden^ - ..um durch mechanische Uebertragungen . . den Betrieb der Vorrichtung, wie Entleerung, Schliefsen der Ablafsöffnung, Neubeschickung , Ein- und Abstellung der Transmission u. s. w., ganz oder theilweise selbstthätig zu bewirken.
  2. 2. Eine Ausführungsart der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher der bewegliche Behälter (A) durch balgartige oder zusammenschiebbar Wandungen (B) mit einer festen Haube (A1) verbunden ist, wobei ferner eine Absaugevorrichtung angeordnet ist, zu dem Zwecke, eine Druckbildung im Behälter (ABA1) zu vermeiden und um durch Herstellung eines Unterdruckes die Beweglichkeit des unteren Behälters zu erleichtern und somit die Zuverlässigkeit der Wirkung der mechanischen Einrichtungen für den selbstthätigen Betrieb zu erhöhen.
  3. 3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung von unter dem Boden' des beweglichen Behälters (A) befestigten spiralartigen Stegen (U)1 welche in entsprechenden Rinnen (M1) der Feuerungsanlage (M) sich dergestalt führen, dafs ein spiralartiger Kanal für den Durchgang der Heizgase gebildet wird.
  4. 4. Eine Ausführungsart der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher ein mit dem Waagehebel (b) verbundenes Ge-' stange (d) eine den Entleerungsverschlufs öffnende Zugvorrichtung (y f) mittelst eines Sperrwerkes (e w1) auslöst und zugleich mittelst entsprechender Hebelübertragung (h h1 h- h3 h*) ein Triebwerk (kl mn op) einschaltet, welches' eine Vorrichtung (T's u u1) zum Wiederaufziehen der Zugvorrichtung bethätigt und dadurch auch das Wiederabschliefsen der Entleerungsötfnung veranlafst.
  5. 5. Eine Ausführungsart der unter 1. und 4. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher zwei zwangläufig verbundene Kuppelungen (F1T2) in der Weise angeordnet sind, dafs nach der Befhätigung der zum Abschliefsen der Entleerungsöffnung dienenden Vorrichtung (Ts u ul) diese selbstthätig ausgeschaltet und dafür eine mit dem Triebwerk (k I mn 0) verbundene Scheibe zum Antrieb der Beschickungsvorrichtung (S) verkuppelt wird.
    Hierzu r Blatt Zeichnungen.
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