DE1012858B - Verfahren zum Herstellen von poroesen Massen durch Trocknen und Abroesten diatomeenhaltiger Erden - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von poroesen Massen durch Trocknen und Abroesten diatomeenhaltiger Erden

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DE1012858B
DE1012858B DEG12798A DEG0012798A DE1012858B DE 1012858 B DE1012858 B DE 1012858B DE G12798 A DEG12798 A DE G12798A DE G0012798 A DEG0012798 A DE G0012798A DE 1012858 B DE1012858 B DE 1012858B
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DE
Germany
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drying
roasting
production
porous masses
rusting
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Pending
Application number
DEG12798A
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English (en)
Inventor
Dr Karl Schoenemann
Dipl-Ing Willi Herrmann
Dipl-Chem Theodor Voeste
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saint Gobain Isover G+H AG
Original Assignee
Gruenzweig und Hartmann AG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/02Treatment
    • C04B20/04Heat treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von porösen Massen durch Trocknen und Abrösten diatomeenhaltiger Erden Diatomeenhaltige Erden, z. B. Kieselgur, werden in der Technik zum Herstellen von Isolier- und Wärmeschutzmassen benutzt und häufig auch als Filter- und Trägerstoffe verwendet. Für diese Verwendungszwecke müssen die in den Erden enthaltenen organischen Bestandteile durch Oxydation entfernt werden. Herkömmlicherweise geschieht dies, indem man das erdige Gut meilert oder in Drehrohr- oder Etagenöfen auf Glühtemperatur bringt und durchbrennen läßt. Dabei findet eine allmähliche Erhitzung des Gutes statt, bei der die flüchtig werdenden Bestandteile der in dem Gut enthaltenen organischen Substanzen entweichen, während die organischen Bestandteile oxydieren.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den recht beachtlichen Heizwert der bei der allmählichen Erhitzung flüchtig werdenden Bestandteile der in den Erden enthaltenen organischen Substanzen für den Trocken- und Röstvorgang nutzbar zu machen und dadurch das Verfahren zu verbilligen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst, indem man den Trockenprozeß abbricht, bevor die flüchtig werdenden organischen Bestandteile z. B. durch Verdampfen oder Verschwelen entweichen, und den Röstvorgang bei hohen Verbrennungsgeschwindigkeiten durchführt und ohne Übergang bei Temperaturen beginnt, bei denen die flüchtigen organischen Bestandteile des Gutes brennbar sind. Dies kann z. B. in der Weise geschehen, daß man grubenfeuchte, zerkleinerte diatomeenhaltige Erde zum Zwecke der Trocknung in einen Schacht einbringt und in an sich bekannter Weise durch einen von unten in den Schacht einzuführenden Strom heißer Gase in ständig wirbelnder Bewegung hält. Dabei findet ein intensiver Stoff- und Wärmeaustausch statt. Durch entsprechende Dosierung des in den Schacht einzuführenden Gutes läßt sich die Temperatur in dem Trockenschacht in vorbestimmbaren Grenzen, z. B. zwischen 100 und 200° C, halten, in denen die flüchtig werdenden organischen Bestandteile noch nicht entweichen.
  • Um das vorgetrocknete Gut plötzlich und ohne Übergang den weitaus höheren Temperaturen auszusetzen, bei denen die flüchtig werdenden organischen Bestandteile brennbar sind und für den Röstvorgang ausgenutzt werden können, wird erfindungsgemäß das Gut aus dem Trockenschacht in kleinen Schüben oder kontinuierlich in kleinen Mengen abgezogen und der Masse des bereits in Röstvorgang befindlichen Gutes zugeführt. Durch die Zuführung des vorgetrockneten Gutes in kleinen Mengen wird vermieden, daß sich die Masse des im Röstvorgang befindlichen Gutes abkühlt und eine plötzliche Erhitzung des vorgetrockneten Gutes erreicht. Als vorteilhaft hat es sich dabei herausgestellt, auch den Röstvorgang z. B. in einem Schacht vorzunehmen, in dem das Gut durch einen von unten in den Schacht eingeführten Strom heißer Verbrennungsgase mit Sauerstoffüberschuß in ständig wirbelnder Bewegung gehalten wird, bis die in dem Gut enthaltenen organischen Substanzen ausreichend oxydiert sind. Dabei kann die Menge der Brenngase so eingestellt werden, daß sie zusammen mit den nun verbrennenden organischen Substanzen des Gutes ausreicht, um den Brennvorgang bei etwa 700 bis 900° C zu unterhalten. Außerdem ist es möglich, die Brenngase ganz oder teilweise durch Öle oder feste Brennstoffe zu ersetzen, die unmittelbar dem in wirbelnder Bewegung befindlichen Gut zugeführt werden.
  • Schließlich ermöglicht es das erfindungsgemäße Verfahren, die bei dem Röstvorgang entweichenden Abgase für den Trockenvorgang nutzbar zu machen, indem man sie dem Trockenschacht zuleitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen von porösen Massen durch Trocknen und Abrösten diatomeenhaltiger Erden, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur während des Trockenvorganges knapp unterhalb der Grenze, bei welcher die organischen Bestandteile zu entweichen beginnen, gehalten wird und das getrocknete Gut anschließend durch Überleiten in kleinen Mengen in die Masse des im Röstvorgang befindlichen Gutes plötzlich auf Rösttemperatur gebracht wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut sowohl für den Trocken- als auch für den Röstvorgang durch Einblasen von Luft oder Heizgasen in eine flüssigkeitsähnliche Schicht (sogenannte Wirbelschicht) versetzt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung Öle oder feste Brennstoffe vorgesehen sind, die unmittelbar in die aufgewirbelte Schicht eingeführt werden. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für den Trocknungsvorgang die Abgase aus dem Röstvorgang verwendet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 369 763, 462 992, 517 536, 517 757, 581 123, 403 630.
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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE369763C (de) * 1921-12-24 1923-02-23 Karl Rudeloff Ofen zum Kalzinieren von Kieselgur
DE403630C (de) * 1923-03-27 1924-10-02 Oskar Baumann Verfahren und Ofen zum Brennen von bituminoesen Schiefern und anderen brennstoffhaltigen Gesteinen
DE462992C (de) * 1927-02-15 1928-07-20 Richard Koech Dr Roesten organische Substanz enthaltender Kieselgur in mechanischen Roestoefen
DE517536C (de) * 1929-04-27 1931-02-07 Rheinhold & Co Vereinigte Kies Herabsetzung des Saeuregehaltes von Kieselgur
DE517757C (de) * 1929-05-07 1931-02-11 Rheinhold & Co Verbesserung der Filtrations- und Entfaerbungseigenschaften von Kieselgur
DE581123C (de) * 1932-01-09 1933-07-21 Franz Krczil Dr Ing Veredeln und Regenerieren von natuerlich vorkommenden kieselsaeurehaltigen Stoffen

Patent Citations (6)

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